Orion in Rot und Blau

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Wann wurde der Orion so prächtig? Diese farbenfrohe Wiedergabe eines Teils des Sternbildes Orion stammt von rotem Licht, das von Wasserstoff und Schwefel (SII) abgestrahlt wird, sowie blaugrünem Licht, das von Sauerstoff (OIII) stammt. Die Farbtöne dieses Bildes wurden digital neu zugeordnet, um auf die Elemente zu verweisen, von denen sie stammen – aber auch, um sie für das menschliche Auge interessant zu gestalten.

Das atemberaubende Komposit wurde sorgfältig durch Montage Hunderter Bilder erstellt, deren Aufnahme fast 200 Stunden dauerte. Die hier abgebildete Barnardschleife ist am unteren Bildrand ausgebreitet und bettet scheinbar interstellare Gebilde ein, unter anderem den verschlungenen Orionnebel rechts neben der Mitte. Auch der Flammennebel ist schnell zu finden, doch um die winzige Einkerbung des dunklen Pferdekopfnebels zu erkennen, muss man genau hinsehen.

Was Orions Pracht anbelangt, ist eine der plausibelsten Erklärungen zum Ursprung der Barnardschleife eine Supernovaexplosion, die sich vor ungefähr zwei Millionen Jahren ereignete.

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Das Trapezium im Orion

Mitten in dem gelblichen Nebel, dessen Rand von magentafarbenen Nebeln umgeben ist, leuchten vier sehr helle Sterne. Sie sind das Trapez im Orionnebel.
Bildcredit: Daten: Hubble-Kulturerbe, Bearbeitung: Robert Gendler

Das Zentrum des Orionnebels ist auf diesem scharfen kosmischen Porträt zu sehen. In der Mitte gleißen vier heiße, massereiche Sterne, das Trapez. Sie liegen in einem Gebiet mit einem Radius von etwa 1,5 Lichtjahren und markieren den Kern des dichten Sternhaufens im Orionnebel. Die ultraviolette Strahlung der Trapezsterne stammt hauptsächlich vom hellsten Stern Theta-1 Orionis C. Sie ionisiert den Nebel und liefert die Energie für das sichtbare Leuchten der komplexen Region, in der Sterne entstehen.

Der Sternhaufen im Orionnebel ist etwa drei Millionen Jahre alt. Er war früher noch kompakter. Eine aktuelle dynamische Analyse zeigt, dass dort vielleicht ein Schwarzes Loch entstand, als Sterne unkontrolliert zusammenstießen. Es hat mehr als die 100-fache Masse der Sonne. Falls es im Haufen so ein Schwarzes Loch gibt, erklärt es die hohen Geschwindigkeiten der Trapezsterne, die wir beobachten. Der Orionnebel ist etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt. Daher wäre dieses Schwarze Loch das nächstgelegene in der Umgebung des Planeten Erde.

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Kamera Orion

Die Sterne des Orion sind von bunten Schleiern umgeben. Man sieht auch die Barnardschleife, den Orionnebel und einige weitere Details.

Bildcredit und Bildrechte: Derrick Lim

Kennt ihr dieses Sternbild? Es ist eine der am leichtesten erkennbaren Sterngruppen am Himmel. Doch Orions Kultobjekte sehen mit bloßem Auge nicht so bunt aus, wie wenn man sie mit einer Kamera fotografiert.

Dieses Mosaik wurde aus 20 Bildern digital kombiniert. Der kühle Rote Riese Beteigeuze ist der hellste Stern links oben. Er hat einem starken Orangeton. In Orion befinden sich viele heiße blaue Sterne. Der Überriese Rigel rechts unten bildet ein Gegengewicht zu Beteigeuze. Rechts oben steht Bellatrix.

Die Gürtelsterne des Orion stehen in einer Reihe. Alle drei etwa 1500 Lichtjahre entfernt und entstanden in den gut erforschten interstellaren Wolken des Sternbildes. Unter Orions Gürtel ist ein rötlicher, verschwommener Fleck, der wohl ebenfalls vertraut ist. Dieses Sternbildungsgebiet ist der Orionnebel.

Die Barnardschleife sieht man mit bloßem Auge nicht. Doch auf der lang belichteten Aufnahme wirkt sie ziemlich auffällig. Sie ist ein riesiger, gasförmiger Emissionsnebel, der Orions Gürtel und Nebel umgibt. Vor mehr als 100 Jahren entdeckte der Orion-Fotopionier E. E. Barnard die Schleife.

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Bögen, Strahlen und Stoßwellen um NGC 1999

Zwischen einem Gewirr rot leuchtender Staubwolken strahlen einige helle blaue Sterne mit Zacken. Einige wenige blaue Reflexionsnebel blitzen durch die Lücken der roten Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Diese Ansammlung von Nebeln und Sternen liegt etwa zwei Grad südlich des berühmten Orionnebels, in dem Sterne entstehen. Die Region ist voller energiereicher junger Sterne. Sie erzeugen Strahlen und Ausflüsse, die mit Hunderten Kilometern pro Sekunde in das Material dringen, das sie umgibt. Durch die Wechselwirkung entstehen leuchtende Stoßwellen. Sie sind als Herbig-Haro-Objekte (HH) bekannt.

Der anmutige fließende Bogen rechts neben der Mitte ist als HH 222 katalogisiert. Man nennt ihn auch Wasserfallnebel. Das Objekt HH 401 liegt unter dem Wasserfall. Es hat die auffällige Form eines Kegels. Der helle bläuliche Nebel links unter der Mitte ist NGC 1999. Er ist eine staubige Wolke, die das Licht eines veränderlichen Sterns reflektiert, der darin eingebettet ist.

Das ganze kosmische Panorama ist mehr als 30 Lichtjahre breit. Es verläuft am Rand des Orion-Molekülwolkenkomplexes, der etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist.

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Strichspuren über dem Elbursgebirge

Über zerklüfteten Bergen, die von rechts beleuchtet werden, ziehen Sterne einen dichten Teppich aus farbigen Strichspuren. In der Mitte erkennt man das Sternbild Orion mit seinem markanten rosafarbenen Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America, TWAN)

Über dieser weiten Landschaft mit Bergen und Himmel ziehen farbige Sternspuren durch die Nacht. Die Bilder wurden auf einem rotierenden Planeten mit einer Kamera auf Stativ fotografiert und digital kombiniert. Der Blick reicht nach Süden über das Elbursgebirge im Norden des Iran.

Über den zerklüfteten Bergen ziehen die Sterne konzentrische Bögen um den Himmelssüdpol des Planeten, der unter dem Horizont steht. Viele kurz belichtete Bilder wurden kombiniert. Sie bringen auch die schönen Sternfarben zur Geltung. Bläuliche Spuren stammen von Sternen, die heißer sind als unsere Sonne. Dagegen stammen gelbliche Spuren von kühleren Sternen. Die markante rosafarbene Spur nahe der Mitte zog der Orionnebel, in dem Sterne entstehen.

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LL Ori und der Orionnebel

Das Bild wirkt wie ein Gemälde in rosa und gelben Farbtönen, es sind Nebel mit einigen eingebetteten Sternen, um die eine Bugwelle verläuft.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis-Team

Im Gas- und Staubmeer des Orionnebels schlagen die Sterne Wellen. Die ästhetische Nahaufnahme mit kosmischen Wolken und Sternwinden zeigt den Stern LL Orionis, der mit dem Fluss des Orionnebels in Wechselwirkung tritt.

Der veränderliche Stern LL Orionis ist noch in den Jahren seiner Entstehung. Er treibt durch das Sternbildungsgebiet im Orion und erzeugt einen stärkeren Wind als unserer Sonne, die im mittleren Alter ist. Wenn der schnelle Sternwind auf langsames Gas trifft, entsteht eine Stoßfront, ähnlich wie die Bugwelle eines Bootes, das durchs Wasser fährt, oder bei einem Flugzeug, das schneller fliegt als der Schall.

Links über der Mitte ist ein kleiner, zierlicher Bogen. Es ist die kosmische Bugstoßwelle von LL Oris. Sie ist etwa ein halbes Lichtjahr lang. Das langsamere Gas strömt aus dem Trapez, das ist der heiße Sternhaufen im Orionnebel. Es liegt links oben außerhalb des Bildes. Die Stoßfront um LL Ori hat im Raum die Form einer Schale. Sie wirkt dort am hellsten, wo man sie von der Seite sieht.

Das schöne Bild wirkt wie ein Gemälde. Es ist Teil eines großen Mosaiks und zeigt das komplexe Gebiet im Orion mit Sternbildung. Mit den Sternen entstehen auch die vielen fließenden Formen.

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Im Tal des Orion

Vorne blicken wir über roten Nebel, in den in der Mitte ein Tal gegraben ist. Es endet in einem Hohlraum, der von hellen Sternen in der Mitte geschaffen wurde. Oben über dem Hebel, der einen scharfen Rand hat, ist der Himmel dunkel.

Visualisierungscredit: NASA, ESA, F. Summers, G. Bacon, Z. Levay, J. DePasquale, L. Frattare, M. Robberto, M. Gennaro (STScI) und R. Hurt (Caltech/IPAC)

Diese Darstellung zeigt einen ungewohnten Blick auf den Orionnebel. Sie basiert auf astronomischen Daten und Techniken, um Filme zu erstellen. Das digital modellierte Bild zeigt das berühmte Gebiet mit Sternbildung aus nächster Nähe. Normalerweise sehen wir es aus einer Entfernung von 1500 Lichtjahren. Die Darstellung links basiert auf Daten von Hubble im sichtbaren Licht. Rechts geht es zu Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer über.

In der Mitte blicken wir über ein Tal in der Wand der riesigen Molekülwolke in der Region. Es ist etwa ein Lichtjahr breit. Das Tal endet in einem Hohlraum, den die energiereichen Winde und die Strahlung der massereichen Zentralsterne im Trapezhaufen gegraben haben. Das Bild stammt aus einem 3D-Video. Es entstand in mehreren Wellenlängen und zeigt uns einen weiten Flug durch den großen Nebel im Orion, der drei Minuten dauert.

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M42 – der große Orionnebel

Der Orionnebel ist sehr detailreich abgebildet, links leuchtet ein blauer Nebel, rechts die bekannte Höhlung mit dem Trapez.

Bildcredit und Bildrechte: Francesco Battistella

Nur wenige Ansichten der Astronomie regen die Fantasie sosehr an wie ein Sternbildungsgebiet in unserer Nähe. Es ist der Orionnebel. Das leuchtende Gas im Nebel umgibt heiße junge Sterne am Rand einer riesigen interstellaren Molekülwolke. Dieses Bild zeigt viele faserartige Strukturen. Es sind Stoßwellen. Sie bestehen aus Fronten, an denen schnelle Materie auf langsames Gas trifft.

Der Orionnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß. Er liegt 1500 Lichtjahre entfernt im selben Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne. Wir sehen den großen Nebel im Orion ist mit bloßem Auge. Er schimmert links unter dem Gürtel aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion, den man leicht erkennt.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert. Es wurde zwei Stunden belichtet und zeigt den Nebel in drei Farben. Zum ganze Komplex der Orionnebelwolken gehört auch der Pferdekopfnebel. Er wird im Laufe der nächsten 100.000 Jahre langsam zerstreut.

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