Wintersechseck über Stagecoach in Colorado

Hinter einer verschneiten Landschaft leuchtet am Horizont schwaches orangefarbenes Licht, von einer Senke in der Mitte steigt die Milchstraße auf, links davon leuchtet das Sternbild Orion, unten der helle Stern Sirius und oben der Sternhaufen der Plejaden. Oben links neben der Milchstraße sind die hellen Sterne Kastor und Pollux.

Credit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Wenn ihr Orion am Himmel erkennt, findet ihr auch das Wintersechseck. Das Wintersechseck besteht aus einigen der hellsten Sterne am Himmel, die zusammen ein großes, leicht erkennbares Muster am Winterhimmel auf der Nordhalbkugel der Erde bilden.

Die beteiligten Sterne sind üblicherweise sogar am hellen Nachthimmel einer großen Stadt erkennbar. Hier stehen sie über dem dunkleren Stagecoach in Colorado (USA). Die sechs Sterne des Wintersechsecks sind Aldebaren, Kapella, Kastor (und Pollux), Prokyon, Rigel und Sirius. Das Band unserer Milchstraße läuft mitten durch das Wintersechseck, der offene Sternhaufen der Plejaden leuchtet unmittelbar darüber. Die Sterngruppe des Wintersechsecks enthält mehrere Sternbilder, auch den kultigen Orion.

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Himmelslichter über Libyen

Am violettfarbigen Himmel sind viele Sternbilder zu sehen, sie sind beschriftet. Nach links steigt Zodiakallicht auf. Am Horizont links leuchten helle Stadtlichter. Rechts im Bild verläuft die Milchstraße diagonal nach oben.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Manchmal leuchtet der Himmel scheinbar selbst. Für gewöhnlich bedeutet das, dass ihr eine Wolke seht, die das Sonnen- oder Mondlicht reflektiert. Wenn das Leuchten als zartes Lichtband erscheint, das über den ganzen Himmel verläuft, seht ihr vielleicht das kombinierte Licht von Milliarden Sternen, die unsere Milchstraße bilden.

Oben im Bild geht so ein Leuchten diagonal nach links auf. Wenn das Leuchten kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang vom Horizont aufsteigt, seht ihr vielleicht etwas, das Zodiakallicht genannt wird.

Das Zodiakallicht im oben gezeigten Bild ist Sonnenlicht. Es wird von winzigen Staubteilchen reflektiert, die um unsere Sonne kreisen. Viele dieser Teilchen stammen von Kometen. Das Bild entstand diesen Monat kurz nach Sonnenuntergang bei Ras Lanuf in Libyen.

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Seitlich geneigter Orion über dem verschneiten Irland

Der verschneite Weg im Bild ist kurz beleuchtet, links neben dem Weg ist ein Zaun. Dahinter erhebt sich am dunklen Himmel das Sternbild Orion mit den Gürtelsternen und dem Schwert.

Credit und Bildrechte: Brendan Alexander (Donegal Skies)

Beschreibung: Orion geht immer seitlich ausgerichtet auf … und er wurde diesen Monat über einer verschneiten Landschaft im irischen Donegal in flagranti erwischt. Für dieses stimmungsvolle Bild suchte der Fotograf eine hübsche Umgebung mit Blick nach Osten, wartete bis nach Sonnenuntergang und hellte den Vordergrund kurz mit einem Blitzlicht auf.

Die drei hellen Sterne im Gürtel des Orion steigen in einer steilen Linie über der schneebedeckten Straße auf. Die Sterne und Nebel im Schwert des Jägers, das von seinem Gürtel hängt, sind rechts darunter zu sehen. Der gelb-orangefarbene Betelgeuse ist der hellste Stern links im Bild. Wenn auf der Nordhalbkugel der Winter fortschreitet, geht Orion immer früher auf und steht bei Sonnenuntergang immer höher am Himmel.

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Mondfinsternis zur Sonnenwende

Das Bild zeigt eine digitale Vorschau auf die Mondfinsternie zurWintersonnenwende.

Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Heute Abend wird der Mond einige Zeit nach Sonnenuntergang dunkel. Bei dieser totalen Mondfinsternis tritt der ganze Mond in den Schatten der Erde. Die Totalität der Finsternis ist in ganz Nordamerika sichtbar, die partielle Phase sieht man auf einem Großteil der Welt. Beobachtende an der Ostküste Nordamerikas müssen bis nach Mitternacht auf den Beginn der Totalität warten, Leute an der Westküste sehen noch vor Mitternacht einen völlig verdunkelten Mond.

Oben ist eine digitale Vorschau als Bild zu sehen. So könnten der Mond und der umgebende Himmel zur Mitte der Finsternis erscheinen. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, seht ihr eine Beschriftung. Die Teile des Mondes, die in den mit „umbra“ (Kernschatten) beschrifteten Kreis treten, erscheinen am dunkelsten, weil die Sonne dort vollständig von der Erde abgedeckt wird. Jene Teile des Mondes in dem Kreis, der mit „penumbra“ (Halbschatten) beschriftet ist, ragen teilweise ins direkte Sonnenlicht und reflektieren daher ein wenig Licht.

Der gedämpfte Schein des sonst vollen Mondes erlaubt eine ungewöhnlich gute Sicht auf nahe gelegene Prachtstücke am Himmel, zum Beispiel den Supernova-Überrest Simeis 147, den offenen Sternhaufen M35 und den Krebsnebel M1. Zufällig findet diese Finsternis am kürzesten Tag auf der Nordhalbkugel statt – zur Wintersonnenwende. Diese Sonnwendfinsternis ist die erste seit 456 Jahren. Die nächste in Europa sichtbare totale Wintersonnwendfinsternis findet am 21. Dezember 2029 statt. (Hinweis: In Europa ist nur der Beginn der Mondfinsternis morgens kurz vor Monduntergang und vor Sonnenaufgang sichtbar.)

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Geminiden über Kitt Peak

Hinter zwei hell beleuchteten Teleskopkuppeln ist der Himmel sternklar, zwischen den Sternen verlaufen die Spuren von Meteoren.

Bildcredit und Bildrechte: David A. Harvey

Vor dieser himmlischen Aussicht stehen zwei große Teleskopkuppeln. Sie gehören zum Nationalobservatorium auf dem Kitt Peak. Der befindet sich bei Tucson in Arizona (USA). Die Szene wurde am Dienstag aufgenommen. Es war in den frühen Morgenstunden, etwa zum Höhepunkt des Meteorstroms der Geminiden.

Ein Gebäude steht näher bei der Kamera. Sein Kuppelspalt ist geöffnet. Es enthält das 2,3-Meter-Bok-Teleskop, das vom Steward-Observatorium der Universität von Arizona betrieben wird. Hinter Bok steht die Kuppel des Mayall-Teleskops. Es hat einen 4 Meter großen Spiegel. Um zu sehen, wie die Meteore über den Himmel flitzten, brauchte man keine Teleskope.

Das Kompositbild entstand aus 13 Aufnahmen. Die Einzelbilder wurden je 15 Sekunden lang belichtet. Sie entstanden mit einer Weitwinkel-Linse in einem Zeitraum von mehr als 2 Stunden. Die klare Nacht am Kitt Peak war warm.

Die Geminiden kehren jedes Jahr wieder. Sie treten auf, wenn der Planet Erde durch den Staub des rätselhaften, asteroidenartigen Objekts 3200 Phaethon pflügt.

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Den Himmel betrachten

Vier dunkle Silhouetten stehen vor einem sehr dunklen blauen Himmel, die rechte Person hebt die Hand zum Sichelmond, darüber leuchtet der Planet Venus.

Credit und Bildrechte: Amir Taheri

Beschreibung: Habt ihr in letzter Zeit den Himmel betrachtet? Heute haben Nachteulen an vielen Beobachtungsplätzen auf der Nordhalbkugel eine gute Gelegenheit, wenn die Meteore des Geminiden aufblitzen. Der Meteorstrom der Geminiden wurde langsam stärker und erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt.

Dieses Bild zeigt eine Gruppe Sternfreunde* in der Marandschabwüste im Iran. Dort standen sie vor zehn Tagen vor der Morgendämmerung vor einem dunklen Himmel, an dem der Planet Venus und eine Mondsichel leuchten. Heute Nacht sind Mars und Merkur bei Sonnenuntergang knapp über dem südwestlichen Horizont sichtbar. Der zunehmende Halbmond geht etwa um Mitternacht unter.

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Reifbedecktes Blatt und Orion

Hinter einem Hügel mit Bäumen und einem roten Ahornblatt, das mit Reif bedeckt ist, leuchtet das Sternbild Orion am klaren Himmel, rechts daneben der Stern Sirius im Großen Hund.

Credit und Bildrechte: Masahiro Miyasaka

Beschreibung: Manchmal kann man Nachthimmel und Kunst verbinden. Zu Beginn dieses Monats wurde in Japan ein klarer Nachthimmel hinter einem hübschen, reifbedeckten Blatt fotografiert. Die funkelnden Eiskristalle auf dem Blatt ahmen die ruhig leuchtenden, weit entfernten Sterne nach.

Der Himmel im Hintergrund dieser 48-Sekunden-Weitwinkelaufnahme wirkt ziemlich vertraut. Ganz links und schwierig zu finden blitzt ein streifender Meteor auf. Rechts unter dem Meteor verläuft der längere, helle Streifen eines Flugzeugs. Der helle Stern links ist der Hundsstern Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel. Rechts von Sirius strahlt das Sternbild Orion mit den drei Gürtelsternen in einer Linie unter dem roten Riesen Beteigeuze. Das helle Lichtbündel weiter rechts ist der offene Sternhaufen der Plejaden.

Ähnliche Ansichten mit dem Sternbild Orion seht ihr in den nächsten Monaten über einem Großteil der Nordhalbkugel, für ein Blatt müsst ihr vielleicht selbst sorgen.

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Die Milchstraße über dem Gipfel des Ofens

In der Dunkelheit leuchtet das Feuer eines aktiven Vulkans, darüber ist schwach die Milchstraße erkennbar.

Credit und Bildrechte: Luc Perrot

Beschreibung: Auf Reunion heißt er schlicht „der Vulkan“. Andere kennen ihn als Piton de la Fournaise, was im Französischen „Gipfel des Ofens“ bedeutet. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Der Vulkan brach im letzten Monat erneut aus und spie aus mehreren Öffnungen heiße Lavabomben 10 Meter hoch in die Luft.

Der aktuelle Ausbruch wurde vor einem sternklaren Südhimmel dokumentiert und ist vom gewölbten Band unserer Galaxis eingeschlossen. Am Himmel im Hintergrund ist auch der offene Sternhaufen der Plejaden zu sehen, weiters das Sternbild Orion, der helle Stern Sirius und die benachbarten Galaxien Große und Kleine Magellansche Wolke (seht ihr sie?).

Der Piton de la Fournaise brach im Jahr 2006 monatelang aus sowie einige Tage lang in den Jahren 2007, 2008 und im Jänner 2010. Niemand weiß, wie lang der aktuelle Ausbruch dauert oder wann der Vulkan wieder ausbricht.

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