Das Nest des Adlernebels

Der Adlernebel ist die magentafarbene helle Region in der Mitte mit den berühmten Säulen der Schöpfung, die hier winzig wirken. Der Nebel ist außen von einem weiten Feld an roten Nebeln umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Hendren

Was umgibt den berühmten Adlernebel? Im Inneren des Adlernebels liegen „Eier“ (EGGs). Sie sind verdampfende gasförmige Globulen. Diese Globulen befinden sich meist in gewaltigen Säulen aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen. Dieses Bild zeigt jedoch den eindrucksvollen Bereich um den Adlernebel, und zwar nicht nur die ganze Adlerform, sondern auch das riesige Volumen an leuchtendem Gas und dunklem Staub.

Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel. Er ist als M16 katalogisiert und ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas sieht man ihn im Sternbild Schlange (Serpens). Das Bild zeigt zirka 80 Lichtjahre um den Nebel. Das kultige Zentrum des Adlernebels war Gegenstand vieler Beobachtungseinsätze von Observatorien am Boden und im Weltraum.

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Die Dreiecksgalaxie M33

Eine flockige Spiralgalaxie mit losen Spiralarmen füllt das Bild. Sie ist von vielen Sternen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Giovanni Benintende

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck liegt die prächtige Spiralgalaxie M33, die wir von oben sehen. Landläufig heißt sie auch Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß. Nach der Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße ist sie die drittgrößte Galaxie in der Lolalen Gruppe.

M33 ist ungefähr drei Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Wenn es in den beiden Galaxien Sternforschende gibt, hätten sie wohl einen tollen Blick auf das jeweils andere riesige Sternsystem.

Das scharfe Kompositbild zeigt die Aussicht vom Planeten Erde. In den lose gewundenen Spiralarmen von M33 sind blaue Sternhaufen und rötliche Regionen mit Sternbildung verteilt. Die hellste Region, in der Sternbildung stattfindet, ist NGC 604, die höhlenartig wirkt. Von der Mitte der Galaxie aus findet man sie etwa auf der Ein-Uhr-Position.

In M31 gibt es eine Population gut vermessener veränderlicher Sterne. Solche gibt es auch in M33. Diese Veränderlichen halfen, diese nahe Spirale zu einer kosmischen Messlatte zu machen, wenn es um die Definition der Entfernungsskala im Universum geht.

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Die weite und tiefe Lagune

Das magentafarbene Licht des Emissionsnebels M8, dem Lagunennebel, füllt das Bild. Es stammt von Gas, das vom eingebetteten Sternhaufen angeregt wird.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Miller, Jimmy Walker

Wülste aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken bevölkern die turbulenten Tiefen im Lagunennebel. Die helle Sternbildungsregion ist auch als Messier 8 bekannt. Sie ist etwa 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Die Lagune ist ein beliebter Halt bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze. Dort liegt auch das Zentrum unserer Milchstraße.

Die detailreiche Ansicht der Lagune ist fast 100 Lichtjahre breit. Das vielsagende rote Leuchten im Bild stammt von ionisierten Atomen von Wasserstoff, die sich mit abgestreiften Elektronen vereinen.

Die helle, kompakte Sanduhrform rechts neben der Mitte besteht aus Gas. Es wurde von der energiereichen Strahlung und den extremen Sternwinden eines massereichen jungen Sterns ionisiert und geformt. Die hellen Sterne im offenen Haufen NGC 6530 sind vor wenigen Millionen Jahren in der Lagune entstanden.

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Die Strudelgalaxie und was dahinter liegt

Zwischen lose verteilten Sternen und Galaxien schwebt eine Doppelgalaxie. Rechts ist eine blau getönte größere Spiralgalaxie, links ist eine kleine, orange-rote Spirale, die von diffusen Nebeln umgeben ist.

Bildcredit und Bildrechte: Álvaro Ibáñez Pérez

Folgt der Deichsel am Großen Wagen vom Kasten weg bis zum letzten hellen Stern. Dann schiebt euer Teleskop ein bisschen nach Südwesten. Dort findet ihr vielleicht dieses tolle Paar wechselwirkender Galaxien. Es ist der 51. Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog.

Die große Spiralgalaxie ist ein echter Spiralnebel mit klar definierter Spiralstruktur. Sie ist auch als NGC 5194 katalogisiert. Ihre Spiralarme und Staubbahnen schweben eindeutig vor ihrer Begleitgalaxie NGC 5195 links daneben. Das Paar ist etwa 31 Millionen Lichtjahre entfernt. Es liegt offiziell im kleinen Sternbild Jagdhunde.

M51 sieht zwar für das menschliche Auge blass und verschwommen aus. Doch das lang belichtete detailreiche Bild oben zeigt viel der zarten Komplexität, die sogar die kleinere Galaxie umgibt. Das Bild entstand zu Beginn des Jahres. Tausende der blassen Punkte im Hintergrund des Bildes sind Galaxien, die querfeldein im Universum verteilt sind.

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Meteor vor Galaxie

Vor der Andromedagalaxie M31 zischt ein grün lodernder Meteor vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Was ist der grüne Strich vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Letzten Freitag wurde die Andromedagalaxie um den Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden fotografiert. Dabei zog ein sandgroßer Stein aus den Tiefen des Alls direkt vor dem fernen Begleiter unserer Milchstraße vorbei.

Die Sternschnuppe brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um durch das 10 Grad große Feld zu zischen. Dabei loderte der Meteor mehrmals auf, als er beim Eintritt in die Erdatmosphäre gewaltig abbremste. Die grüne Farbe entstand – zumindest teilweise – durch das Leuchten des Meteorgases, als es verdampfte.

Die Aufnahme fand zwar während der Perseïden statt. Doch die Richtung der abgebildeten Lichtspur passt besser zu einem Meteor der Juli-Aquariiden. Dieser Meteorstrom erreichte vor ein paar Wochen seinen Höhepunkt.

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M63: Sonnenblumengalaxie – Weitwinkel

Mitten in einem weiten Feld mit Sternen schwebt einsam M63 im Sternbild Jagdhunde. Die Spiralgalaxie ist etwa so groß wie die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Daten: Deep Sky West, Bearbeitung: John Vermette

Die Sonnenblumengalaxie blüht mitten in diesem weiten Teleskopfeld. Die Szene ist etwa 2 Grad breit, das entspricht 4 Vollmonden. Sie liegt am Himmel im treuen Sternbild Jagdhunde.

Das majestätische Inseluniversum ist formal als Messier 63 bekannt. Es ist fast 100.000 Lichtjahre groß, hat also etwa die Größe unserer Milchstraße. Die ausladenden Spiralarme um ihren hellen, gelblichen Kern sind von kosmischen Staubbahnen durchzogen und mit Regionen gesprenkelt, in denen Sterne entstehen.

M63 ist ein markantes Mitglied einer bekannten Galaxiengruppe. Blasse, ausgedehnte Strukturen umgeben sie. Es könnten die Überreste von begleitenden Zwerggalaxien sein. Das ist ein Hinweis, dass große Galaxien wachsen, indem sie kleinere aufnehmen. M63 leuchtet im ganzen elektromagnetischen Spektrum. Vermutlich gab es dort Ausbrüche heftiger Sternbildung.

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Herschel zeigt den Adlernebel M16

Das nebelige Bild zeigt den Adlernebel M16 in Infrarot. Die Bilddaten stammen vom Weltraumteleskop Herschel. M16 enthält auch die Säulen der Schöpfung, die das Weltraumteleskop Hubble berühmt machten.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/Herschel/PACS, SPIRE/Hi-GAL-Projekt Danksagung: G. Li Causi, IAPS/INAF

Ein berühmtes Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt die Säulen der Sternbildung, in denen Sterne entstehen. Die Säulen bestehen aus kaltem Gas und Staub. Sie befinden sich in M16, dem Adlernebel, und sind Lichtjahre lang.

Das Kompositbild zeigt die nahe Sternschmiede. Es wurde in Falschfarben gefärbt. Die Bilddaten stammen aus der galaktischen Panoramaforschung mit dem Weltraumteleskop Herschel. Das Infrarot-Teleskop Herschel untersuchte interstellare Wolken in der Ebene unserer Milchstraße. Seine Detektoren für Terahertzstrahlung zeichneten die Emission vom kalten Staub in der Region direkt auf. Dazu zählten auch die berühmten Säulen und andere Strukturen mitten in der Szene.

Die Gruppe heißer junger Sterne im Zentrum ist in dieser Farbe von Infrarot unsichtbar. Doch die Strahlung und die Winde dieser Sterne fräsen Formen in die interstellaren Wolken. Die verstreuten weißen Flecken sind dichtere Knoten aus Gas und Staub. Es sind Materieklumpen, die kollabieren. In ihrem Inneren entstehen neue Sterne.

Der Adlernebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt. Er ist ein leichtes Ziel für Ferngläser oder kleine Teleskope. Man findet ihn in einem nebelreichen Teil des Himmels im Halbsternbild Schweif der Schlange (Serpens Cauda).

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Der prächtige Kugelsternhaufen M13

Der Kugelsternhaufen M13 enthält zahllose Sterne, die in sehr engem Raum gedrängt sind. Hier zeigt ein Bildeinschub das Zentrum, er wurde mit Hubble aufgenommen.

Bildcredit und Bildrechte: Dean Fournier; Einschub: ESA/Hubble und NASA

M13 ist einer der markantesten und bekanntesten Kugelsternhaufen. Man sieht ihn mit einem Fernglas im Sternbild Herkules. Häufig ist er eines der ersten Objekte, das neugierige Sternbeobachter finden, wenn sie nach Himmelswundern jenseits der menschlichen Sehkraft suchen. M13 ist ein riesiger Ort mit mehr als 100.000 Sternen. Er ist mehr als 150 Lichtjahre groß, weiter als 20.000 Lichtjahre entfernt und älter als 12 Milliarden Jahre.

Als das Arecibo-Observatorium 1974 eingeweiht wurde, sandte man eine Radiobotschaft von der Erde in die Richtung von M13.

Das große HDR-Bild wurde mit einem kleinen Teleskop fotografiert. Es zeigt etwas mehr als die Winkelgröße eines Vollmondes. Der Bildeinschub rechts unten wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Er vergrößert 0,04 Grad im Zentrum.

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