Möchtet ihr einmaßstabsgetreues Modell des Sonnensystems? Als Modell für die Erde passt eine 1,4 Zentimeter große blaue Murmel. Weil die Sonne 109 Erddurchmesser hat, könnte ein 1,5 Meter großer Ballon die Sonne darstellen.
Doch die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt 150 Millionen Kilometer. Das wären im gleichen Maßstab fast 180 Meter. Also passt das ganze Projekt mitsamt den Bahnen der äußeren Planeten vielleicht nicht in euren Hof. Eventuell findet sich genug Platz in einem trockenen Seebett. Dieses Video zeigt eine inspirierende Reise durch das maßstabsgetreue Sonnensystem.
Sie sehen aus wie Bäume auf dem Mars, aber es sind keine. Der Mars Reconnaissance Orbiter fotografierte Gruppen dunkler brauner Schlieren auf schmelzenden rosaroten Sanddünen, die von hellem Frost bedeckt sind.
Das Bild wurde im April 2008 auf dem Mars nahe beim Nordpol fotografiert. Dabei kam immer mehr dunkler Sand aus dem Inneren der Sanddünen auf dem Mars zum Vorschein, während die Frühlingssonne das hellere Eis aus Kohlendioxid schmolz. Wenn das nahe bei einer Düne passiert, kann dunkler Sand die Düne hinabrutschen. Dabei hinterlässt er auf der Oberfläche dunkle Schlieren. Auf den ersten Blick sehen sie wie Bäume aus, die vor helleren Bereichen stehen und keine Schatten werfen.
Der Ausschnitt, den das Bild zeigt, ist 1 km breit. Die Details sind bis zu 25 cm groß. Detailaufnahmen mancher Bildteile zeigen wogende Wolken. Sie sind ein Hinweis, dass sogar während der Aufnahme des Bildes Sand abrutschte.
Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Mars ist Rote Planet, er wurde nach dem römischen Kriegsgott benannt. Der Mars besitzt zwei winzige Monde, Phobos und Deimos. Ihre Namen sind die griechischen Begriffe für Furcht und Schrecken. Die Marsmonde sind vielleicht eingefangene Asteroiden aus dem Hauptasteroidengürtel, der zwischen Mars und Jupiter verläuft, oder sie stammen aus Bereichen im Sonnensystem, die noch weiter entfernt sind.
Der größere Mond ist Phobos. Das faszinierende Farbbild der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter zeigt ihn als asteroidenähnliches Objekt mit vielen Kratern. Die Auflösung beträgt etwa sieben Meter pro Bildpunkt. Phobos kreist so tief um den Mars, dass ihn die Gezeitenkräfte hinunterziehen. Er ist nur 5800 Kilometer über der Oberfläche. Unser Mond kreist im Vergleich dazu 400.000 Kilometer entfernt um die Erde.
Kürzlich wurden die langen Rillen untersucht. Das Ergebnis lässt vermuten, dass sie durch eine Gezeitenstreckung entstanden sind, die den ganzen Körper erfasste. Die Gezeitenstreckung entstand durch den Kräfteunterschied der Marsgravitation an zwei Enden von Phobos. Die Rillen sind also vielleicht ein Hinweis auf eine frühe Phase der Auflösung von Phobos. Dabei entsteht ein Ring aus Trümmern um den Mars.
Bildcredit und Bildrechte:Petr Horálek; Rollover-Beschriftung: Judy Schmidt
Was ist da am Himmel? Dieses Panorama entstand in den frühen Morgenstunden eines Tages Ende September, und es gab hier so vieles zu sehen. Doch das hellste Objekt am Himmel war eindeutig die Venus.
Das Bild zeigt die Venus unter einer malerischen natürlichen Felsbrücke in Spitzkoppe in Namibia. Der Planet lugt links durch die Öffnung. Rechts bildete die Silhouette eines Astrofotografen eine Ergänzung. Hinter der Felsbrücke leuchteten viele berühmte Ikonen am dunklen Nachthimmel. Von links nach rechts waren es der Sternhaufen der Plejaden, der Orionnebel, der helle Stern Sirius sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke.
Diese Woche bleibt die Venus im Osten vor der Dämmerung am Himmel. Mars steht in knappem Winkelabstand daneben und ergänzt den Anblick.
Wie entstehen diese veränderlichen Schlieren auf dem Mars? Die dunklen Strukturen bezeichnet man als Recurring Slope Linea (RSL, wiederkehrende Hanglinien). Sie laufen an den Hängen von Hügeln und Kratern abwärts, reichen aber meist nicht bis zum Boden. Noch ungewöhnlicher ist, dass sich diese Schlieren mit den Jahreszeiten verändern. Bei warmem Wetter wachsen sie und sehen frisch aus, im Winter verschwinden sie.
Die beste Erklärung nach umfangreicher Forschung und aktuellen chemischen Analysen lautet, dass die Schlieren wahrscheinlich durch neu austretendes flüssiges Salzwasser entstehen. Es verdampft, während es abwärts fließt. Die Quelle des salzigen Wassers ist noch ungeklärt. Es gibt zwei Möglichkeiten: Tauwasser aus der Marsatmosphäre oder Speicher im Untergrund.
Ein neugieriger Roboter reicht fast über den ganzen felsigen kleinen Planeten. Der Planet ist der Mars, der Roboter ist der Rover Curiosity. Er posiert über aktuellen Bohrungen in der Region Marias Pass am Fuß des Aeolis Mons (Mount Sharp).
Die Kleiner-Planet-Projektion wurde aus 92 Bildern erstellt. Sie ist ein Mosaik aus Bildern, die digital gekrümmt und zusammengefügt wurden, und zeigt 360×180 Grad. Die Bilder wurden mit dem Mars Hand Lens Imager (MAHLI) des Rovers an Curiosity fotografiert. Sie entstanden am Missions-Sol (Marstag) 1065, das entspricht dem 5. August 2015. Es war drei Erdenjahre nach Curiositys Landung auf der Oberfläche des Roten Planeten.
Das Selbstporträt-Komposit schließt Bilder aus, auf denen der Roboterarm des Rovers und die Montierung der MAHLI-Kamera zu sehen sind. Doch unten sieht man ihre Schatten. Es gibt auch eine spannende interaktive Version von Curiositys Panorama von Sol 1065.
Nach dem Kalender des Planeten Erde erreichte der Marsrover Curiosity am 6. August seinen 3. Jahrestag auf der Oberfläche des Roten Planeten. Zur Feier zeigt er ein Panorama mit unterschiedlichen Geländeformen. Es entstand auf der Reise des Rovers zu den geschichteten Hängen des Aeolis Mons. Er ist auch als Mount Sharp bekannt.
Die Szene wurde mit Curiositys Mastkamera fotografiert. Sie blickt über Geröll, geriffelten Sand und Felsbrocken zu den abgerundeten Spitzkuppen im Süden. Die höheren Schichten links im Hintergrund liegen im Südosten. Der rechte Teil des Panoramas liegt im Südwesten. Die Einzelbilder der Ansicht wurden an CuriositysMissions-Sols (Marstagen) 952 und 953 nach seiner Landung am 6. August 2012 fotografiert.
Kurz vor der Marskonjunktion im Juni 2015 feierte der Rover Curiosity 1000 Sols auf dem Roten Planeten. Curiosity landete am 5. August 2012. Sein 1000. Sol oder Marstag auf der Oberfläche entsprach auf der Erde dem Kalenderdatum 31. Mai 2015.
Die Sichtlinie zum Mars liegt während der Konjunktion nahe bei der Sonne. Daher wird die Radiokommunikation beeinträchtigt, und der fahrzeuggroße Roboterrover mit sechs Rädern wird zur Sicherheit vorläufig an diesem Ort geparkt.
Die Ansicht zeigt das Revier von Curiositys bisheriger Route, die fast 10,6 Kilometer lang ist. In der Ferne liegt der verschwommene Rand des Kraters Gale. Das Mosaik-Panorama entstand aus Bildern der Navigationskamera. Sie wurden an Curiositys Sol 997 fotografiert.
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