Lichtsäulen über Finnland

Über niedrigen Häusern in einer verschneiten Straße steigen weiße bis violette Lichtsäulen auf. Rechts steht eine Zeile Birken.
Bildcredit und Bildrechte: Thomas Kast

Was passiert hinter diesen Häusern? Dieses Phänomen sind keine Polarlichter, sondern Lichtsäulen in der Nähe. Es ist ein lokales Phänomen, sieht aber aus, als wäre es weit entfernt. An den meisten Orten der Erde kann man mit etwas Glück eine Sonnensäule sehen. So eine Säule aus Licht geht scheinbar von der Sonne aus. Sie entsteht durch flache, flatternde Eiskristalle. Die Kristalle spiegeln Sonnenlicht aus der oberen Atmosphäre.

Für gewöhnlich verdampfen die Eiskristalle noch in der Luft, bevor sie zu Boden fallen. Doch bei frostigen Temperaturen bilden die flachen, flatternden Eiskristalle in der Nähe des Bodens eine Art leichten Schnee. Er wird manchmal Eisnebel genannt.

Wenn solche Eiskristalle zu Boden segeln, spiegeln sie Lichter am Boden säulenförmig. Diese Säulen sehen ähnlich aus wie Sonnensäulen. Der Fotograf war draußen, um Katzenfutter zu kaufen. Er reagierte schnell und fotografierte die Lichtsäulen, die von einem hellen Parkplatz im finnischen Oulu aufstiegen.

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Nacht im Autokino

Über einem Autokino leuchten Strichspuren von Sternen und die Milchstraße. Auf der Leinwand läuft ein Film mit der Internationalen Raumstation ISS.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

Diese Nachthimmelslandschaft von Cape Cod in Massachusetts zeigt bunte Strichspuren im Spätsommer. Das Bild entstand aus 12 Bildern einer Digitalkamera. Diese wurden nacheinander je 1 Minute belichtet und kombiniert. Am klaren Himmel leuchten auch die blassen Wolken der Milchstraße. Sie wölbt sich über einem lokalen Autokino.

Der nächtliche Besuch von Filmen in Autokinos war früher viel alltäglicher als heute. Die Sterne leuchten immer noch, doch seit den 1950er-Jahren verschwanden Autokinos im Lauf der Jahrzehnte aus der amerikanischen Landschaft.

Diese aktuelle Szene zeigt auch eine kurz belichtete Aufnahme. Dabei wurde ein Bild des Weltraumzeitalters auf die Leinwand projiziert. Die Himmelsbeobachterinnen im Autokino sahen auf der Leinwand die Erde unter der Internationalen Raumstation und darüber die Sterne.

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Der Wendekreis des Krebses

Vor einem Nachthimmel mit Milchstraße ragt eine gespaltene Säule hoch, an deren Spitze eine Kugel ist.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Dieses imposante Denkmal steht in Taiwan zwischen Hualian und Taidong. Es ist zweigeteilt und wurde über einem besonderen Breitenkreis auf dem Planeten Erde bei 23,5 Grad nördlicher Breite errichtet. Dieser ist als Wendekreis des Krebses bekannt. Auf dem nördlichen Wendekreis befinden sich die nördlichsten Orte, über denen die Sonne senkrecht stehen kann. Das geschieht dort einmal im Jahr zur Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel.

Die Breite, wo der Wendekreis des Krebses liegt, entspricht der Neigung der Rotationsachse der Erde zu ihrer Umlaufbahn. Der Name bezieht sich auf das Tierkreiszeichen Krebs. In früherer Zeit stand die Sonne zur nördlichen Sommersonnenwende im Krebs. Durch die Präzession der Erdachse steht die Sonne zur Sommersonnwendsonne derzeit im Sternbild Stier.

Diese sternklare Nachtszene zeigt das eigentlich weiße Bauwerk von Stadtlichtern gefärbt. Die orangefarbene Seite steht südlich vom Wendekreis, die weiße Seite steht nördlich. Natürlich gibt es auf der Südhalbkugel ein Gegenstück zum Wendekreis des Krebses. Es ist der Wendekreis des Steinbocks.

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Sterne und Blitze über Griechenland

Am Himmel zucken Blitze aus der Milchstraße. Im Vordergrund beleuchten Lichter von Städten um den Korission-See auf der griechischen Insel Korfu die Nacht.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Metallinos

Auf den ersten Blick wirkt es, als würde die Milchstraße Blitze schleudern. Die Blitze entstehen jedoch auf der Erde. Die Weitwinkelaufnahme entstand Mitte Mai, sie wurde 45 Sekunden belichtet. Im Vordergrund dieser malerischen Nachtlandschaft befindet sich die griechische Insel Korfu. Um den Korission-See leuchten Stadtlichter. Weiter hinten schimmern die Lichter der Stadt Preveza auf dem griechischen Festland.

Am Himmel braut sich ein Gewitter zusammen. Davon wurden zwei Blitze festgehalten. Die Blitze auf der linken Seite schlagen scheinbar bei Preveza ein. Dagegen leuchtet der rechte Blitz in der Nähe von Enos auf der griechischen Insel Kefalonia.

Hunderte Sterne aus der MilchstraßenNachbarschaft der Sonne sind noch weiter entfernt über den Himmel verteilt. Ganz hinten wölben sich Milliarden Sterne über das ganze Panorama. Sie bilden zusammen das Zentralband unserer Milchstraße.

Aktuell: Youtube-Video der Explosion einer russischen Rakete

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Leuchtende Nachtwolken über Moskau

Über Moskau leuchten polare Mesosphärenwolken, die auch als leuchtende Nachtwolken bezeichnet werden.

Bildcredit und Bildrechte: Sergey Lisakov

Dieses nächtliche Panorama vom 8. Juni zeigt den Blick über Moskau. Es wurde auf dem Dach des Hauptgebäudes der Lomonossow-Universität fotografiert. Am dunklen Himmel schimmern ausgedehnte leuchtende Nachtwolken. Es sind Eiswolken am Rande des Weltraums, etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche. Dort reflektieren sie noch Sonnenlicht, obwohl die Sonne am Boden unter dem Horizont steht.

Die transparenten Erscheinungen sind auch als polare Mesosphärenwolken bekannt. Normalerweise sind sie in den Sommermonaten in hohen Breiten zu beobachten. Dieses Jahr treten sie früh auf.

Die jahreszeitlichen Wolken entstehen vermutlich, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt. Dort kondensiert er an den feinen Staubpartikeln, die von Vulkanasche oder Meteorrauch stammen. Meteorrauch sind Trümmer von Meteoren, die sich in der Atmosphäre auflösen.

Ihr frühes Auftreten dieses Jahr ist vielleicht ein Hinweis auf die Veränderung der weltweiten Zirkulationsmuster in tieferen Atmosphärenschichten. Im Laufe des nördlichen Sommers liefert die AIM-Mission der NASA aus dem Weltraum tägliche Prognosen für leuchtende Nachtwolken.

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Mondkorona über der Burg Cochem

Über der Mosel ragt hinter Cochem ein Berg auf, oben steht die historische Burg Cochem aus dem 11. Jahrhundert. Am Himmel zieht eine Wolke über eine Mondkorona. So entsteht der Eindruck einer Fledermaus, die an den Himmel projiziert wurde.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese fledermausähnliche Erscheinung leuchtet nicht an den Wolken über Gotham City. Stattdessen war am Abend des 18. Mai eine Wolkenbank als Silhouette vor einer farbigen Mondkorona über Cochem zu sehen. Cochem liegt in Deutschland am Ufer der Mosel.

Eine Mondkorona entsteht, wenn helles Mondlicht von Wassertröpfchen abgelenkt wird, die in dünnen Wolken vor der Mondscheibe vorbeiziehen. Unten steht nicht Wayne Manor, sonder die historische Burg Cochem aus dem 11. Jahrhundert.

Unabhängig vom Beobachtungsort auf dem Planeten Erde lohnt sich der Abendhimmel dieses Wochenende. Wenn der Vollmond aufgeht, versammeln sich helle Planeten im Westen.

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Mount Hood und eine Lenticularis

Über dem Mount Hood im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon schwebt eine Lenticularis. Der Berg ist schneebedeckt, im Tal sind Lichter.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Canales

Was für eine Wolke schwebt neben diesem Berg? Eine Lenticularis. Diese Art Wolken entsteht in Luft, die über einen Berg zieht, aufsteigt und unter den Taupunkt abkühlt. Dabei kondensiert das molekulare Wasser in der Luft zu Tröpfchen. Der geschichtete Aufbau mancher Lenticularis erinnert manchmal an riesige außerirdische Raumschiffe.

Der Berg ist der Mount Hood im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon. Lenticularis entstehen nur unter gewissen Bedingungen. In diesem Fall war es das erste Mal, dass der Astrofotograf eine Lenticularis in der Nähe des Mount Hood sah. Das Bild wurde Mitte März in der Dämmerung zwei Stunden vor Sonnenaufgang fotografiert.

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Juris Planet

Hinter Solarpaneelen und einer Sojuskapsel an der Internationalen Raumstation ISS leuchten die Lichter der Städte New York, Philadelphia, Baltimore und Washington DC.

Bildcredit: ISS Expedition 30, NASA

An einem anderen 12. April im Jahr 1961 wurde der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin der erste Mensch, der die Erde aus dem Weltraum sah. Er beschrieb seine Aussicht aus dem Orbit: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr deutlich zu sehen“. An einem weiteren 12. April im Jahr 1981 startete die erste Raumfähre der NASA.

Betrachtet zur Feier des Tages im Jahr 2013 dieses Bild. Es zeigt eine atemberaubende Ansicht des Planeten bei Nacht aus der Umlaufbahn von der Internationalen Raumstation ISS im Erdorbit. Lichterketten verbinden die dicht bevölkerten Städte an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie sind von zwei russischen Raumsonden gerahmt, die an die Raumstation angedockt sind.

New York City und Long Island auf der rechten Seite sind leicht erkennbare Großstädte. Links davon sind Philadelphia, Baltimore und schließlich Washington DC nahe der Bildmitte.

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