Drei Galaxien und ein Komet

Eine Bergkette bildet den Horizont. Rechts neben einem steil abfallenden Hang wölbt sich der prächtige Schweif des Kometen McNaught. Von links steigt die südliche Milchstraße nach oben auf. Rechts schimmern die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Das diffuse Sternenlicht und die dunklen Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über den Horizont. Sie steigen auf dieser nächtlichen Landschaft diagonal nach rechts auf. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit. Vorne liegt das schroffe Gelände im argentinischen Teil von Patagonien.

Das Bild zeigt die Innenansicht unserer Galaxis und unseren Blick von außen auf zwei unregelmäßige Begleitgalaxien. Es sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Der breite Schweif und die helle Koma des Kometen McNaught stehen knapp über dem Horizont. Er war der prachtvolle Komet 2007.

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Der blaue Komet PanSTARRS

Unter einem hellen, gezackten Stern links oben schimmert der Kopf des Kometen PanSTARRS C/2016 R2. Nach links fächert sich sein blau getönter Schweif auf. Die Sterne im Hintergrund sind klein und rötlich, nur oben in der Mitte stehen zwei helle, gezackte Sterne übereinander.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach, Jose J. Chambo

Der Komet PanSTARRS C/2016 R2 wurde am 7. September 2016 mit dem PanSTARRS-Teleskop entdeckt. Er ist derzeit etwa 24 Lichtminuten von der Sonne entfernt, das sind 3 Astronomische Einheiten. Gerade zieht er vor dem Hintergrund der Sterne im Stier über den Himmel des Planeten Erde. Der Besucher kommt aus der fernen Oortschen Wolke unseres Sonnensystems. Sein komplexer Ionenschweif ist markant blau getönt.

Der Komet ist zwar noch relativ weit von der Sonne entfernt. Trotzdem hat er schon einen sehr eindrucksvollen Ionenschweif. Der hübsche blaue Farbton stammt großteils von den Emissionen ionisierte Moleküle von Kohlenmonoxid (CO+), die ungewöhnlich reichlich vorhanden sind. Sie fluoreszieren im zunehmenden Sonnenlicht.

Die Daten für dieses Farbbild des blauen Kometen wurden am 7. Jänner nachts mit zwei verschiedenen Teleskopen aufgenommen und kombiniert. In der linken unteren Ecke ist ein Leuchten. Dafür sorgt der helle Stern Gamma Tauri. Er steht an der Spitze des V-förmigen Sternhaufens der Hyaden im Sternbild Stier.

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Die Plejaden – detailreich und staubhaltig

Die Plejaden sind auf diesem Bild in einen Teppich aus braunen Staubfasern eingebettet. Normalerweise wird nur der blaue Reflexionsnebel abgebildet, der die Plejaden direkt umgibt.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Der bekannte Sternhaufen der Plejaden zerstört langsam Teile einer Wolke aus Gas und Staub, die vorüberzieht. Die Plejaden sind der hellste offene Sternhaufen am irdischen Himmel. Man sieht sie an fast jedem nördlichen Ort mit bloßem Auge.

Die junge Staubwolke, die vorbeizieht, gehört vermutlich zum Gouldschen Gürtel. Das ist ein ungewöhnlicher Ring mit junger Sternbildung. Er umgibt die Sonne in der lokalen Milchstraße. In den letzten 100.000 Jahren bewegten sich Teile des Gouldschen Gürtels zufällig durch die älteren Plejaden. Dabei kam es zu einer starken Reaktion zwischen Sternen und Staub.

Der Druck des Sternenlichts verdrängt den Staub im blauen Reflexionsnebel, der sie umgibt. Dabei werden kleinere Staubteilchen stärker verdrängt. Ein kurzfristiges Ergebnis davon ist, dass Teile der Staubwolke faserartig und schichtförmig wurden.

Dieses detailreiche Bild zeigt links unten den Kometen C/2015 ER61 (PanSTARRS).

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Komet Machholz nähert sich der Sonne

Das Bild ist blau gefärbt. Von links oben ragt eine Stange mit einer Abdeckscheibe für die Sonne ins Bild. Hinter der Scheibe strömt die Korona der Sonne ins Bild. Rechts zieht Komet Machholz einen langen Bogen. Dabei zeigt sein langer Schweif von der Sonne fort und zieht dem Kometen leicht hinterher.

Bildcredit: NASA, SOHO, LASCO, Barbara Thompson (NASA’s GSFC)

Warum enthält Komet Machholz so wenige Chemikalien, die Kohlenstoff enthalten? Komet 96P/Machholz rühmt sich, der Sonne näher zu kommen als jeder andere Komet mit kurzer Periode. Er kommt ihr doppelt so nahe wie Merkur, und das alle fünf Jahre. Um diesen ungewöhnlichen Kometen besser zu verstehen, folgte die Sonde SOHO der NASA, welche die Sonne beobachtet, dem Kometen bei seiner jüngsten Annäherung an die Sonne, die im Oktober stattfand.

Dieses Bildkomposit zeigt, wie der Komet mit langem Schweif an der Sonne vorbeisaust. Die helle Oberfläche der Sonne ist von einer dunklen Scheibe bedeckt. Doch man sieht Teile der ausgedehnten Sonnenkorona. Hinten leuchten Sterne. Eine Hypothese besagt, dass Komet Machholz durch diese engen Annäherungen an die Sonne seinen Kohlenstoff verliert. Eine andere Hypothese postuliert, dass der Komet weit entfernt mit dieser Zusammensetzung entstand – vielleicht sogar in einem anderen Sternsystem.

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Staubstrahl auf der Oberfläche des Kometen 67P

Aus einer Senke in der rauen Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko steigt eine weiße Schwade auf. Dahinter ist eine dunkle Wand, die 10 Meter hoch ist.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Wie entstehen die Schweife von Kometen? Auf Kometenkernen gibt es keine Orte, wo ganz offensichtlich die Strahlen entstehen, die später einen Kometenschweif bilden. Doch letztes Jahr fotografierte die ESA-Raumsonde Rosetta nicht nur einen Strahl, der vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufstieg. Sie flog sogar durch den Strahl.

Dieses aufschlussreiche Bild zeigt eine helle Schwade. Sie steigt aus einer kleinen runden Senke auf, die auf einer Seite von einer zehn Meter hohen Wand begrenzt ist. Analysen der Daten von Rosetta zeigen, dass der Strahl aus Staub und Wassereis bestand. Das öde Gelände lässt vermuten, dass wahrscheinlich tief unter der porösen Oberfläche etwas geschah, das die Schwade erzeugte.

Das Bild entstand letzten Juli. Etwa zwei Monate später endete Rosettas Mission, indem die Sonde kontrolliert auf der Oberfläche des Kometen 67P einschlug.

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Zwei Kometen und ein Sternhaufen

Rechts im Bild leuchtet der Sternhaufen der Plejaden, in seiner Umgebung leuchtet der Staub blau. Die Staubwolken sind im ganzen Bild verteilt. Rechts leuchtet die grüne Koma des Kometen ASAS-SN, in der Mitte der Komet PanSTARRS.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Nahe beim berühmten Sternhaufen der Plejaden sind zwei ungewöhnliche Flecken unterwegs. Sie wandern jede Nacht nur ein kleines Stück weiter. Es sind Kometen im nahen Sonnensystem, die zufällig in das Sichtfeld der Sterne geraten sind. Sie sind Lichtjahre entfernt.

Links steht Komet C/2017 O1 ASAS-SN. Der Block aus verdampfendem Eis ist viele Kilometer groß und präsentiert eine helle Koma. In dieser Koma leuchtet grünes Kohlenstoffgas. Komet ASAS-SN1 rechts entwickelt unten einen kleinen Schweif. Auch Komet C/2015 ER61 PanSTARRS in der Bildmitte ist ein riesiger Block aus sublimierendem Eis. Sein Schweif ist länger und zeigt nach rechts.

Rechts oben leuchten die Plejaden. Sie sind ein offener Sternhaufen mit hellen blauen Sternen. Diese Sterne beleuchten den Staub in ihrer Nähe. Diese Aufnahme entstand vor ungefähr zwei Wochen. Sie ist sehr detailreich. Der gefaserte interstellare Staub füllt das ganze Bildfeld. Die Plejaden sind mit bloßem Auge sichtbar. Doch um die Kometen zu sehen, braucht man ein Fernglas.

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Wie man ein Licht am Himmel erkennt

Die Grafik erklärt anhand von Abfragen, welche Lichter es am Himmel gibt und wie man sie unterscheiden kann.

Bildcredit und Bildrechte: HK (The League of Lost Causes)

Was ist dieses Licht am Himmel? Diese häufig gestellte Frage kann man nach ein paar kurzen Beobachtungen beantworten. Zum Beispiel: Bewegt es sich oder blinkt es? Wenn ja, und falls ihr in der Nähe einer Stadt lebt, lautet die Antwort meist: Es ist ein Flugzeug, weil es dort oft Flieger gibt. Sterne und Satelliten leuchten selten hell genug, um sie über den gleißenden künstlichen Stadtlichtern zu sehen.

Wenn es sich nicht bewegt und ihr außerdem weit genug von einer Stadt entfernt seid, ist das helle Licht wahrscheinlich ein Planet wie Venus oder Mars. Erstere ist nur in der Dämmerung nahe dem Horizont zu sehen. Manchmal kann man ein Flugzeug schwer von einem hellen Planeten unterscheiden. Doch selbst wenn sich ein Flugzeug in der Nähe des Horizonts kaum bewegt, verrät es sich nach einigen Minuten durch seine Bewegung.

Immer noch nicht sicher? Diese Karte zeigt eine leicht ironische, passable Einschätzung. Wenn ihr ein paar Korrekturen anbringen möchtet, seid ihr herzlich eingeladen, sie zu veröffentlichen (englisch).

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Konjunktion von Kometen

Zwei Kometen ziehen durch dieses dicht gefüllte Sternfeld.

Bildcredit und Bildrechte: Jose J. Chambo (Cometografia)

Das hübsche Sternfeld wurde morgens am 17. September fotografiert. Es zeigt eine Konjunktion von Kometen. Links unten steht Komet C/2017 O1 ASASSN. Im Juli entdeckte ihn eine robotische Durchmusterung des Himmels, die nach Supernovae sucht. Seine Koma leuchtet grünlich, weil diatomische Kohlenstoffmoleküle im Sonnenlicht fluoreszieren. Der Komet ist mit Fernglas sichtbar. Er nähert sich dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Im Bild war er nur etwa 7,2 Lichtminuten von der Erde entfernt.

Im selben Teleskopfeld liegt rechts oben der Komet C/2015 ER61 PanSTARRS. Er ist fast 14 Lichtminuten entfernt und wandert aus dem Sonnensystem hinaus. Hinten leuchten Sterne, manche davon Lichtjahre entfernt, und blasse, staubige Nebel in der Milchstraße. Der bekannte Sternhaufen der Plejaden liegt rechts außerhalb des Bildes.

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