Dezember-Komet Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Beschreibung: Komet 46P Wirtanen, der Mitte Dezember näherkommt, hängt an diesem sternklaren Himmel über dem Glockenturm einer romanischen Kirche. Dieses konstruierte vertikale Panorama aus einer Serie digitaler Aufnahmen vom 3. Dezember von Sant Llorenç de la Muga in Girona in Katalonien (Spanien, Planet Erde) zeigt seine grünliche Koma.

Die Umlaufzeit des periodischen Kometen beträgt etwa 5,4 Jahre. Am 12. Dezember erreicht er sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne. Am 16. Dezember kommt er der Erde am nächsten und passiert sie in einer Entfernung von etwa 11,6 Millionen Kilometer oder 39 Lichtsekunden. Das ist für einen Kometen sehr nahe, ungefähr die 30-fache Entfernung Erde-Mond. Wirtanen ist ein gutes Fernglasziel für Kometenbeobachter und könnte an Orten mit dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar werden. Sie finden ihn am 16. Dezember nach der Abenddämmerung am Himmel im Sternbild Stier in der Nähe des Sternhaufens Plejaden.

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Komet 46P/Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Der periodische Komet 46P/Wirtanen ist derzeit der hellste Komet am Nachthimmel, für das bloße Auge ist er jedoch zu blass. Doch an Orten mit dunklem Himmel könnte er knapp hell genug werden, weil er bei seinem 5,4 Jahre dauernden Umlauf Mitte Dezember den erdnächsten und sonnennächsten Punkt seiner lang gezogenen Bahn erreicht.

Seine kugelförmige Koma fluoresziert im Sonnenlicht, ihre Winkelgröße beträgt auf dieser Teleskopansicht, die am 7. November auf der Südhalbkugel fotografiert wurde, ungefähr die Hälfte des Vollmondes. Der Komet war zirka 2 Lichtminuten oder 35 Millionen Kilometer von erdgebundenen Teleskopen entfernt, somit ist die hübsche grünliche Koma, die man hier sieht, ungefähr 150.000 Kilometer groß, das ist etwa die Größe von Jupiter. Der Stapel digitaler Bilder zeigt auch einen sehr blassen Schweif auf der 4-Uhr-Position und eine ferne Galaxie im Hintergrund, die links oben erkennbar ist. Als regelmäßiger Besucher des inneren Sonnensystems war Komet 46P/Wirtanen einst das bevorzugte Ziel der ESA-Kometenforschungsmission Rosetta.

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Meteor, Komet und Möwe (Nebel)

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Bildcredit und Bildrechte: Takao Sambommatsu

Beschreibung: Ein Meteor, ein Komet und ein fotogener Nebel wurden zusammen auf diesem Einzelbild fotografiert. Das Nächste und Flüchtigste ist der streifende Meteor rechts oben – er war weniger als eine Sekunde sichtbar. Der Meteor, der sich in der Erdatmosphäre auflöste, war vermutlich ein kleines Teilchen vom Kern des Kometen 21P/Giacobini-Zinner – zufällig jenem Kometen, der im gleichen Bild fotografiert wurde.

Komet 21P, der von der Erde aus durchs innere Sonnensystem fotografiert wurde, ist ziemlich markant mit seinem langen Staubschweif, der waagrecht über die Mildmitte ausgebreitet ist. Dieser Komet war während der letzten Monate mit einem Fernglas sichtbar, doch nun verblasst er, da er zur Jupiterbahn hinaus zurückwandert. Am weitesten draußen ist IC 2177, der 3500 Lichtjahre entfernte Möwennebel, der links zu sehen ist. Der vergleichsweise riesige Möwennebel mit einer Flügelspannweite von ungefähr 250 Lichtjahren wird wahrscheinlich noch Hunderttausende Jahre sichtbar sein.

Lang belichtete Aufnahmen, die vor ungefähr zwei Wochen in Iwaki in Japan fotografiert wurden, wurden kombiniert, um die blassesten Elemente des Bildes festzuhalten. Auch Sie könnten so einen Meteor sehen – vielleicht früher als Sie denken: Heute Nacht ist der Höhepunkt des Orioniden–Meteorstroms.

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Komet 12P zwischen Rosetten- und Kegelnebel

Links oben leuchtet der Rosettennebel, rechts unten ragt der winzige Kegelnebel in ein leuchtendes Nebelfeld. Dazwischen breitet Komet Giacobini-Zinner seinen Schweif aus.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Kleine Stücke dieses grünlich-grauen Kometen blitzen heute Nacht durch die Erdatmosphäre. Teile des zerfallenden Kerns des Kometen 21P / Giacobini-Zinner, der hier abgebildet ist, verursachen nämlich den Meteorstrom der Draconiden, der jedes Jahr stattfindet. Er erreicht heute Abend seinen Höhepunkt.

Dieses Jahr kann man die Draconiden leicht beobachten, denn die meisten Meteore sieht man wahrscheinlich bald nach Sonnenuntergang, und der Mond leuchtet kaum. Doch vielleicht braucht man Geduld, denn als 21P im letzten Monat an der Erdbahn vorbeizog, erhöhte das die übliche Meteorrate der Draconiden von (nur) wenigen Meteoren pro Stunde für dieses Jahr voraussichtlich nicht. Andererseits ist es bekanntlich schwierig, die Zahl der Meteore vorherzusagen. 1933, 1946 und 2011 waren die Draconiden ziemlich eindrucksvoll.

Hier posierte Komet 21P vor zwei Wochen anmutig zwischen dem Rosettennebel (links oben) und dem Kegelnebel (rechts unten). Dann brach er auf und kehrte in die Nähe der Jupiterbahn zurück. In ungefähr sechseinhalb Jahren kommt er wieder.

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Salz, Pfeffer und Eis

Videocredit und -rechte: Maroun Habib (Moophz)

Gerade wandert ein fotogener Komet über den Himmel. Komet 21P / Giacobini-Zinner ist etwas zu blass für das bloße Auge, doch er entwickelte einen langen Schweif. Dieser ist ein schöner Anblick für Ferngläser und empfindliche Kameras.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche aufgenommen. Es zeigt die Bewegung des Kometen 21P am Himmel. 90 Minuten Aufnahme wurden zu etwa 2,5 Sekunden komprimiert. Der Schweif von 21P folgt nicht der Bewegung des Kometen, was seltsam wirkt. Der Grund dafür ist, dass Kometenschweife immer von der Sonne weggerichtet sind. Als der Komet fotografiert wurde, wanderte er nicht in Richtung Sonne. Weit im Hintergrund sieht man links oben M37, er heißt auch Salz-und-Pfeffer-Sternhaufen. Über der Bildmitte steht der helle, rote Stern V440 Aurigae.

Diese Kugel aus Eis, die Staub schleuderte, ist 2 km groß. Sie passierte letzte Woche ihren sonnen- und den erdnächsten Punkt. Nun verblasst sie, während sie zum Südhimmel weiterzieht. Doch Komet 21P sollte weiterhin sichtbar sein. Noch ungefähr einen Monat lang bleibt sie ein fotogenes Ziel für Kameras auf Stativ.

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Komet 21P / Giacobini-Zinner, Haufen und Nebel im Fuhrmann

Zwischen dicht gedrängten Sternen breiten sich rote Nebel aus. Unten zieht der Komet 21P / Giacobini-Zinner durchs Bild, sein Schweif zeigt nach links oben.
Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Der Komet 21P / Giacobini-Zinner ist hell genug, um ihn mit Fernglas zu beobachten. Das detailreiche Telefoto-Mosaik zeigt ihn gut erkennbar im Sternbild Fuhrmann (Auriga), das viele Sternhaufen und Nebel enthält. Das Sichtfeld liegt in der Milchstraße und ist fast 10 Grad hoch. In der Nacht des 9. September boten die grünliche Koma des Kometen und sein diffuser Schweif einen Kontrast zu den farbigen Sternen und den rötlichen Emissionsnebeln.

Der Komet stand nahe beim Perihel. Er hatte fast seine größte Annäherung an die Erde erreicht und war etwa 200 Lichtsekunden von uns entfernt. Weit dahinter reiten zwei bekannte Sternhaufen im Fuhrmann über dem Kometenschweif. Links über der Mitte ist M38 und rechts liegt M36. Beide sind etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Die Emissionsregion IC 405 links oben ist nur 1500 Lichtjahre entfernt. Sie hat auch den dramatischeren Namen Flammensternnebel. Rechts daneben liegt der Nebel IC 410. Er ist 12.000 Lichtjahre entfernt und berühmt für seine kosmischen Kaulquappen, in denen Sterne entstehen.

Der periodische Komet Giacobini-Zinner stammt aus dem Sonnensystem. Alle 6,5 Jahre umrundet er die Sonne. Er ist auch der Ursprungskörper des Meteorstroms der Draconiden, die wir im Oktober sehen können.

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Komet 21P/Giacobini-Zinner, Herz und Seele

Das Sternenfeld in lila-rosa Tönen zeigt in der Mitte den Herz-und-Seele-Nebel. Links daneben ragt der blasse Schweif eines Kometen von einer grünlichen Koma nach oben, er ist leicht nach rechts geneigt.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Der Komet 21P/Giacobini-Zinner hat eine grünliche Koma. Er steht hier vor einer Landschaft am Himmel in den nördlichen Sternbildern Kassiopeia und Perseus, die am 17. August mit Teleobjektiv fotografiert wurde. Sie ist mehr als 10 Grad breit. Der periodische Komet ist der Ursprung des Meteorstroms der Draconiden, der bald kommt. Nächsten Monat erreicht der Komet, der hier vor einem dichten Sternfeld liegt, seine größte Helligkeit. Im Bild ist er nur vier Lichtminuten von der Erde entfernt.

Giacobini-Zinner bleibt wohl zu blass, um ihn mit bloßem Auge zu sehen. Auch der Herz-und-Seele-Nebel, der mitten im Sichtfeld der Digitalkamera liegt, leuchtet zu schwach für einen direkten Blick. Rechts ist ein Paar offener Sternhaufen, h und χ Perseï. Diese sieht man an dunklen Orten mit bloßem Auge.

In Herz und Seele sind Haufen junger Sterne eingebettet. Sie sind etwa eine Million Jahre alt. Jeder davon ist größer als 200 Lichtjahre. Sie sind 6000−–7000 Lichtjahre entfernt und gehören zu einem großen aktiven Komplex mit Sternbildung, der sich im Perseus-Spiralarm der Milchstraße ausbreitet. h und χ Perseï sind ein bekannter Doppelsternhaufen. Beide Haufen sind ungefähr gleich weit von uns entfernt.

Der Komet Giacobini-Zinner ist periodisch. Das bedeutet, er kehrt regelmäßig an den Himmel zurück. Eine irdische Raumsonde, nämlich der International Cometary Explorer, wurde umfunktioniert. Die Sonde besuchte den Kometen im September 1985. Dabei durchquerte sie seinen Schweif.

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Schnee auf Tschurjumow-Gerassimenko

Ein Schneesturm treibt auf einer verschneiten Landschaft neben einem steilen Felshang. Doch das Bild täuscht. Nur relativ wenige Teilchen treiben durchs Bild. Im Hintergrund leuchten Sterne im Großen Hund. Einige Lichtpunkte stammen von kosmischer Strahlung.

Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – GIF-Animation: Jacint Roger Perez

Dieser Schneesturm tobte an einer Klippe auf Tschurjumow-Gerassimenko. Man kennt ihn auch als Komet 67P. Doch er hätte euch nicht wirklich gefangen gehalten. Im Juni 2016 kreiste die Raumsonde Rosetta um den Kometen. Dabei zeichnete ihre Telekamera Spuren von Staub- und Eisteilchen auf. Sie treiben nahe bei der Optik über der Oberfläche des Kometen durchs Sichtfeld. Doch einige helle Flecken stammen wahrscheinlich von einem Regen energiereicher geladener Teilchen oder kosmische Strahlung, welche die Kamera trafen.

Andere Lichter zeigen den dichten Hintergrund aus Sternen im Sternbild Großer Hund. Bei Klick auf das Einzelbild wird die Animation geladen. Dann sind die Sterne im Hintergrund leicht erkennbar. Sie ziehen auf dem animierten GIF (7,7 MB) von oben nach unten.

Die Animation aus 33 Einzelbildern dauert eine Sekunde. In Echtzeit wäre sie etwa 25 Minuten lang. Als die Bildfolge für das GIF entstand, kreuzte Rosetta etwa 13 Kilometer vom Kometenkern entfernt.

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