NGC 2403 in Camelopardalis

Über dieser zerfledderten Spiralgalaxie sind zahllose rosarote Sternbildungsgebiete verteilt.

Credit: Bilddaten: Subaru-Teleskop (NAOJ), Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Das prächtige Inseluniversum NGC 2403 liegt im langhalsigen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Die etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren besitzt anscheinend mehr als ihren gerechten Anteil an riesigen, Sterne bildenden HII-Regionen, die vom markanten rötlichen Leuchten atomaren Wasserstoffs markiert werden.

NGC 2403 erinnert stark an eine andere Galaxie mit vielen Sternbildungsregionen, sie liegt in unserer lokalen Gruppe, nämlich M33, die Dreiecksgalaxie. Schon kurz nach der Entstehung massereicher, kurzlebiger Sterne finden Supernovaexplosionen statt, und 2004 wurde eine der hellsten Supernovae der jüngsten Zeit in NGC 2403 entdeckt. Die mächtige Supernova ist leicht mit einem Vordergrundstern in unserer eigenen Galaxis zu verwechseln. Hier ist sie als der gezackte, helle „Stern“ am linken Rand des Bildfeldes zu sehen.

Das tolle Porträt ist ein Komposit aus weltraum- und erdgebundenen Bilddaten des Hubble-Vermächtnisarchivs und des 8,2-Meter-Subaru-Teleskops auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii.

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Die verborgene Galaxie IC 342

Hinter dicht gestreuten, verschieden großen Sternen in unterschiedlichen Farben schwebt eine von oben sichtbare Spiralgalaxie mit ausgeprägten, losen Spiralarmen und einem gelb leuchtenden Kern.

Bildcredit und Bildrechte: Ed Henry (Hay Creek Observatory)

Beschreibung: IC 342 ist ähnlich groß wie andere helle Spiralgalaxien. Sie ist etwa 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das ausgedehnte Inseluniversum IC 342 wäre eine markante Galaxie an unserem Nachthimmel, aber sie versteckt sich fast ganz hinter einem Schleier aus Sternen, Gas und Staubwolken in unserer Milchstraße.

Obwohl das Licht von IC 342 von kosmischen Wolken gedämpft wird, zeigt dieses bemerkenswert scharfe Teleskopbild den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtenden rosaroten Sternbildungsregionen in den Spiralarmen der Galaxie, die weit vom Galaxienkern hinauslaufen.

In IC 342 hat vielleicht vor kurzer Zeit ein Ausbruch an Sternbildung stattgefunden. Die Galaxie ist so nahe, dass sie vielleicht durch ihre Gravitation die Entwicklung der Lokalen Gruppe und der Milchstraße beeinflusst hat.

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Kembles Kaskade

Im Bild, das mit Sternen gefüllt ist, wirkt eine Kette aus Sternen wie ein Fluss.

Credit und Bildrechte: Bearbeitung – Noel Carboni, Bildgebung – Greg Parker, New-Forest-Observatorium

Beschreibung: Ein Asterismus ist ein Muster aus Sternen, das nicht zu den 88 offiziellen Sternbildern gehört. Einer der berühmtesten (und größten) Asterismen ist der Große Wagen im Sternbild Ursa Major (Große Bärin). Auch diese hübsche Sternenkette, die mit einem Fernglas im langhalsigen Sternbild Giraffe (Camelopardalis) zu sehen ist, ist ein Asterismus. Sie ist als Kembles Kaskade bekannt und fünf Vollmonddurchmesser. lang. Sie enthält etwa 20 Sterne, die fast genau in einer Reihe stehen. Kembles Kaskade fällt im Bild von rechts oben nach links unten. Sie durch den Sternfreund Lucian Kemble bekannt. Das helle Objekt links unten ist der relativ kompakte offene Sternhaufen NGC 1502.

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Verborgene Galaxie IC 342 von Kitt Peak

Die Spiralgalaxie IC 342 ist direkt von oben sichtbar, aber von Staub in der Milchstraße gedämpft. In ihren Spiralarmen sind rosarote Sternbildungsregionen. Das Bild ist außerdem voller Sterne.

Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Die schöne, nahe Spiralgalaxie IC 342 wäre bekannter, wenn sie nicht so versteckt wäre. IC 342 ist ein großes Inseluniversum. Sie wäre eine markante Galaxie am Nachthimmel. Doch sie ist fast ganz hinter dem Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße verborgen. Sie ist ähnlich groß wie die andere große, helle Spiralgalaxien.

IC 342 ist nur 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das Licht von IC 342 wird zwar durch kosmische Wolken gedämpft, die dazwischen liegen. Doch dieses scharfe Teleskopbild zeigt den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtend rosafarbenen Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die vom Kern der Galaxie ausgehen.

IC 342 erlebte in der jüngsten Vergangenheit eine Häufung von Sternbildungsaktivität. Sie ist so nahe, dass sie die Entwicklung der Lokalen Gruppe von Galaxien und die Milchstraße durch Gravitation beeinflusst haben könnte.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Podcast verfügbar.

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