Magellanberg

Die Magellanschen Wolken flankieren einen Vulkan am Horizont. Er steht im Altiplano der Región de Antofagasta. Der klare südliche Himmel spiegelt sich in der Laguna Lejía.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Zwei Begleiterinnen der Milchstraße flankieren einen Vulkangipfel, der über dem zerklüfteten Horizont aufragt. Die Landschaft unter dem südlichen Nachthimmel blickt über die Laguna Lejía. Sie liegt im Altiplano der Región de Antofagasta im Norden von Chile.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke erweitern den Blick in den Raum hinter der Galaxis. Sie sind nach dem Portugiesen Ferdinand Magellan benannt, der im 16. Jahrhundert die erste Umrundung der Erde leitete. Die größere Wolke ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt. Die kleinere Wolke liegt 210.000 Lichtjahre hinter dem Berggipfel. Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke leuchtet 47 Tucanae wie ein heller Stern. Er spiegelt sich in der sternklaren Nacht im ruhigen Wasser. 47 Tucanae ist ein Kugelsternhaufen, der ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt ist. Er wandert durch den Hof der Milchstraße.

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Milchstraße über Deadvlei in Namibia

Aus einem flachen Tonboden ragen verdorrte Reste von Bäumen. Darüber wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Liebermann

Welcher Planet ist das? Es ist der einzige Planet mit Bäumen, den wir kennen. Doch die Bäume in Deadvlei sind seit mehr als 500 Jahren tot. Sie wuchsen im Namib-Naukluft-Park in Namibia auf der Erde. Zuvor hatten Regenfälle einen Fluss zum Überlaufen gebracht. Nachdem Sanddünen den Fluss verschoben hatten, verdorrten sie.

Dieses Kompositbild entstand letzten Monat und wurde zeitlich gut geplant. Darauf wölbt sich hoch oben das weit entfernte Band unserer Milchstraße über einem großen Strunk. Der Boden aus weißem Ton schimmert scheinbar im reflektierten Sternenlicht.

Links unter dem Bogen der Milchstraße steigt ein Band aus Zodiakallicht auf. Es ist Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im inneren Sonnensystem kreist. Rechts über einer der größeren Sanddünen der Erde findet ein scharfes Auge die Große Magellansche Wolke. Sie ist eine Begleitgalaxie unserer Galaxis. Die Kleine Magellansche Wolke auf diesem Bild zu finden, ist vielleicht zu schwierig.

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Blick auf NGC 3344

Eine Spiralgalaxie füllt das Bild. Innen schimmern gelbliche Sterne, in den Spiralarmen liegen viele Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung.

Bildcredit: ESA / Hubble und NASA

An unserem Aussichtspunkt in der Milchstraße sehen wir NGC 3344 von oben. Die große, schöne Spiralgalaxie ist fast 40.000 Lichtjahre groß. Sie ist nur 20 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Kleiner Löwe.

Die mehrfarbige Nahaufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Sie wurde in Wellenlängen von nahem Infrarot bis Ultraviolett aufgenommen. In NGC 3344 sind erstaunliche Details erkennbar. Das Bild zeigt etwa 15.000 Lichtjahre der Zentralregion der Spirale. Vom Kern nach außen wechseln die Farben der Galaxie. Das gelbliche Licht alter Sterne färbt das Zentrum. An den losen, bruchstückhaften Spiralarme sind junge, blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen angeordnet. Die hellen, gezackten Sterne sind natürlich näher als NGC 3344. Sie liegen weit in unserer Milchstraße.

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NGC 289: Strudel am südlichen Himmel

Mitten im Bild schwebt eine Spiralgalaxie zwischen Sternen. Wir sehen sie schräg von oben. Das Zentrum ist dicht und leuchtet gelblich, außen herum sind lose Spiralarme aus blauen Sternhaufen gewickelt. Die Galaxie ist im Bild von Sternen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, ChileScope

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 289 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist größer als unsere Milchstraße. Wir sehen sie fast von oben. Der helle Kern und die farbige zentrale Scheibe gehen in auffallend schwache, bläuliche Spiralarme über. Die ausgedehnten Arme reichen mehr als 100.000 Lichtjahre über das Zentrum der Galaxie hinaus.

Das scharfe Porträt der Galaxie entstand mit einem Teleskop. Der Hauptspiralarm trifft rechts unten auf eine kleine elliptische Begleitgalaxie, die verschwommen wirkt. Sie steht in Wechselwirkung mit der gewaltigen Galaxie NGC 289. Die gezackten Sterne liegen im Vordergrund der Szene, und zwar in der Milchstraße im südlichen Sternbild Bildhauer.

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Die Nadelöhrgalaxie NGC 247 und ihre Freundinnen

Rechts ist die Galaxie NGC 247. Sie hat eine kahle Stelle in den Spiralarmen, daher erinnert ihr Aussehen an ein Nadelöhr. Links unten ist eine Kette aus mehreren Galaxien, von denen mindestens zwei miteinander wechselwirken.

Bildcredit und Bildrechte: CHART32 Team, BearbeitungJohannes Schedler

Die Spiralgalaxie NGC 247 ist etwa 70.000 Lichtjahre groß, also etwas kleiner als unsere Milchstraße. Die gemessene Entfernung beträgt nur 11 Millionen Lichtjahre, Sie ist also relativ nahe. Wir sehen die Galaxie, die dieses Teleskopfeld bestimmt, fast von der Seite. Sie liegt im südlichen Sternbild Walfisch.

Auf einer Seite hat die Scheibe der Galaxie eine ausgeprägte Leere. So bekam sie ihren gängigen Namen Nadelöhrgalaxie. Das scharfe Porträt zeigt auch viele Galaxien im Hintergrund. Links unter NGC 247 verläuft zum Beispiel eine markante Kette aus vier Galaxien. Es ist die Burbidge-Kette.

Die Galaxien der Burbidge-Kette sind ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt. Das detailreiche Bild zeigt, dass zwei Galaxien links in der Kette miteinander wechselwirken. Sie sind durch eine blasse Materiebrücke verbunden. NGC 247 und die glänzende Spirale NGC 253 gehören zur Sculptor-Galaxiengruppe.

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Der Coma-Galaxienhaufen

Fast jeder dieser verschwommenen Flecken ist eine Galaxie. Eine klare Ausnahme ist der helle, blaue Lichtpunkt mit vier Zacken rechts oben. Die Galaxien gehören zum Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike.

Bildcredit: Russ Carroll, Robert Gendler und Bob Frank; Dan Zowada Memorial Observatory

Fast jedes Objekt auf diesem Bild ist eine Galaxie. Es zeigt den Coma-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike. Er ist einer der dichtesten Haufen, die wir kennen, und enthält Tausende Galaxien. In jeder dieser Galaxien befinden sich Milliarden Sterne, genau wie unsere Milchstraße.

Verglichen mit den meisten anderen Galaxienhaufen ist er recht nahe. Trotzdem braucht das Licht des Comahaufens immer noch Hunderte Millionen Jahre, bis es uns erreicht. Der Comahaufen ist so groß, dass Licht Millionen Jahre braucht, nur um von einer Seite bis zur anderen zu gelangen.

Die meisten Galaxien in Coma und anderen Haufen sind elliptisch. Außerhalb von Haufen sind die meisten Galaxien spiralförmig. Die Natur von Comas Strahlung im Röntgenspektrum ist Gegenstand der Forschung.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

Waagrechts liegt eine Galaxienscheibe im Bild, wir sehen sie von schräg oben. Sie ist von vielen Staubwolken durchzogen, ihre Spiralarme sind schwach ausgeprägt.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Cancelli, Paul Mortfield

Die glänzende Spiralgalaxie NGC 253 ist eine der hellsten, die wir sehen. Sie ist auch eine der staubigsten Galaxien. Wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen nennen manche sie Silberdollargalaxie. Ein anderer Name ist Sculptor-Galaxie, weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) liegt.

Im Jahr 1783 entdeckte Caroline Herschel das staubige Inseluniversum. Sie war Mathematikerin und Astronomin. NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt und 70.000 Lichtjahre breit. Damit ist sie die größte Galaxie in der Sculptor-Gruppe. Diese Galaxiengruppe ist in der Umgebung unserer Lokalen Gruppe am nächsten gelegen.

Neben ihren spiralförmigen Staubbahnen steigen anscheinend Staubranken aus der Scheibe der Galaxie auf. Die Scheibe ist auf diesem scharfen Farbbild von jungen Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung übersät. Der hohe Anteil an Staub führt zu hektischer Sternbildung. Daher bezeichnet man NGC 253 als Sternbildungsgalaxie.

NGC 253 ist auch eine starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlung. Wahrscheinlich stammt sie von einem massereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie. Dieses Video zeigt eine fiktive Reise durch den extragalaktischen Raum um NGC 253.

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Die ganze galaktische Ebene oben und unten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Moophz Himself (Maroun Habib)

Kann man die ganze Ebene unserer Galaxis auf einmal abbilden? Ja, aber nicht mit einer einzigen Aufnahme. Es war sogar einiges an Planung nötig, um es mit zwei Aufnahmen zu schaffen. Der obere Teil des Bildes ist der Nachthimmel über dem Libanon nördlich des Äquators. Das Bild entstand im Juni 2017, als das Zentralband der Milchstraße genau oben stand. Die untere Hälfte wurde sechs Monate später in gleicher Weise fotografiert, und zwar auf dem gegenüberliegenden Breitengrad südlich des Äquators in Chile.

Der Nachthimmel auf jedem der beiden Bild liegt also exakt gegenüber dem anderen und zeigt eine ganze Hälfte der galaktischen Ebene. Der südliche Teil wurde auf den Kopf gestellt und digital an die obere Hälfte geheftet. Daher bildet das Zentralband der Galaxis einen Kreis. Am Himmel leuchten viele Sterne und Nebel. Die Große Magellansche Wolke ist in der unteren Hälfte des ganzen galaktischen Kreises sehr auffällig.

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