Ringförmige Finsternis nach Sonnenaufgang

Am klaren Himmel steigt die Sonne am Morgenhimmel auf. Weiter oben wird sie vom Mond bedeckt, bis sie einen Ring um den Neumond bildet.

Bildcredit und Bildrechte: Vincent Bouchama

Am Sonntag, 26. Februar, war der Morgenhimmel im Norden von Patagonien klar und blau. Diese weite Szene ist ein Komposit. Es zeigt den Blick über Valle Hermoso in Facundo (Chubut, Argentinien) und folgt der Sonne nach Sonnenaufgang. Dabei findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt.

Das Panorama entstand aus einer Serie an Aufnahmen, die Abständen von drei Minuten entstanden. Es zeigt die erste Sonnenfinsternis des Jahres. Sie beginnt deutlich über dem fernen östlichen Horizont. Eine Aufnahme entstand etwa zur Finsternismitte. Sie zeigt wie erwartet den Feuerkranz. Das ist die Silhouette des Neumondes, der etwas zu klein ist, um die helle Sonne abzudecken. An diesem Ort auf dem Planeten Erde dauerte die ringförmige Phase der Finsternis kurze 45 Sekunden.

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Sonnenfinsternis mit Perlenschnur und Feuerring

Bei einer Sonnenfinsternis mit Feuerring war eine besonders lange Perlenschnur Bailyscher Perlen zu beobachten.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Bedingfield

Was für eine Finsternis ist das? Am Sonntag bedeckte der Mond bei einer partiellen Sonnenfinsternis Teile der Sonne. Das war in einigen Regionen auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. In manchen Gegenden war das Ergebnis eine seltene Art partieller Finsternis, die man als ringförmige Finsternis bezeichnet. Dort strömte Sonnenlicht um den Rand des Mondes, denn der Mond war zu weit von der Erde entfernt, als dass er die ganze Sonne bedecken konnte. Daher bildete die Sonne einen Feuerring.

An manchen Orten war die seltene Art einer ringförmigen Finsternis zu sehen, wo der Mondrand fast genau auf einer Linie mit einem Sonnenrand liegt. Dabei strömt Sonnenlicht durch Täler auf dem Mond. Diesen doppelt seltenen Effekt bezeichnet man als Bailysche Perlen oder Diamantring. Das Bild wurde am Sonntag im argentinischen Chubut in Südamerika fotografiert.

Diesen Sommer zieht eine totale Sonnenfinsternis über Nordamerika.

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Eine Halbschattenfinsternis geht auf

Über dem Meer geht der Mond aus dem Erdschatten heraus auf. Nach oben hin gerät er zusehends in den Halbschatten der Erde.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Jelen

Am Freitag, 10. Februar, ging hier bei Sonnenuntergang der Mond auf. Es war an der Cocoa Beach Pier in Florida auf dem Planeten Erde. Der Mond glitt dabei durch den blassen äußeren Schatten der Erde. Die erste Finsternis des Jahres 2017 war im Gange. Es war eine Halbschatten-Mondfinsternis. Sie wurde auf diesem Digitalkomposit aus Küstenaufnahmen festgehalten.

Natürlich ist der Halbschatten schwächer als der Kernschatten des Planeten. Der zentrale dunkle Schatten ist bei einer totalen oder partiellen Mondfinsternis auf der Mondscheibe gut sichtbar. Doch bei dieser Halbschattenfinsternis wurde der Mondkörper kaum dunkler, als er über dem Horizont aufgeht.

Die zweite Finsternis 2017 könnte dramatischer verlaufen. Auf einem Pfad auf der Südhalbkugel des Planeten Erde sieht man am 26. Februar eine ringförmige Sonnenfinsternis.

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Wo man die amerikanische Finsternis sieht

Die Karte zeigt den Verlauf der totalen Finsternis in den USA am 21. August.

Bildcredit: Jay Anderson Data: MODIS-Satellit, NASA-GSFC

Plant ihr, die amerikanische Finsternis am 21. August zu beobachten? Ein paar Stunden nach Sonnenaufgang sieht man auf einem schmalen Pfad, der quer über die USA verläuft, eine seltene totale Sonnenfinsternis. Wer nicht auf dem Pfad ist, sieht eine partielle Finsternis. Einige leben genau auf dem Totalitätspfad. Doch sicherlich kommen viel mehr Menschen nach einer gut geplanten Fahrt dorthin.

Ein Problem bei Finsternissen ist, dass manchmal Wolken im Weg sind. Um eure Chancen auf klare Sicht zu verbessern, solltet ihr eine Karte studieren. Sucht dann ein passendes Reiseziel mit historisch geringer Chance auf dicke Wolken während der Totalität. Viele Amerikaner besitzen Smartphones mit Kameras. Daher wird diese amerikanische Finsternis vielleicht das am meisten fotografierte Ereignis der Weltgeschichte.

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Supermond und Raumstation

Vor dem Vollmond zieht die Internationale Raumstation ISS durchs Bild. Sie bildet winzige Silhouetten, an denen man deutlich ihre Solarpaneele erkennt.

Bildcredit und Bildrechte: Kris Smith

Was sind diese Flecken vor dem Mond? Es sind Silhouetten der Internationalen Raumstation ISS. Die Planung für das Bild war sekundengenau. Ein akribischer Mondfotograf fotografierte letzten Monat zehn Bilder der ISS, als sie vor dem Vollmond vorbeizog. Doch es war nicht irgendein Vollmond. Es war der erste der drei Supermonde 2016 in Serie.

Ein Supermond ist ein Vollmond, der ein paar Prozent größer und heller ist als andere Vollmonde. Diese Bildfolge entstand bei Dallas in Texas. Heute sehen wir den zweiten Supermond dieser Serie. Dieser Vollmond ist nicht nur der größte und hellste des Jahres, sondern jedes Jahres seit 1948. Um den Super-Supermond zu sehen, geht einfach nachts hinaus und seht nach oben. Der dritte Supermond der Serie folgt Mitte Dezember.

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Halbschattenmondfinsternis

Der Vollmond ist oben leicht abgeschattet, weil eine Halbschattenmondfinsternis stattfindet. Ein überlagertes Bild zeigt die Namen der größten Strukturen im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Robin Lee

Wirkt der Mond leicht verändert? Er ist hier besonders detailreich abgebildet. Doch die ganze Vorderseite des vertrauten Begleiters der Erde wirkt etwas dunkler als sonst, besonders links oben, weil eine Halbschattenfinsternis stattfindet. Das Bild wurde am 16. September in Hongkong (China) fotografiert, als der Mond durch einen Teil des Erdschattens zog – doch nicht den dunkelsten Schatten, wo die Erde die ganze Sonne abdeckt.

Eine Mondfinsternis gibt es nur bei Vollmond. Wegen seiner zeitlichen Nähe zur Ernte im Norden war der Vollmond dieser Finsternis vielen als Erntemond bekannt. Der nächste Vollmond ist am Sonntag zu beobachten. Er heißt in manchen Kulturen wegen seiner zeitlichen Nähe zum nördlichen Herbst Laubfallmond. Der zweite Vollmond im Monat („mond„) wird manchmal blauer Mond genannt. Doch diesen Monat gibt es einen seltenen zweiten Neumond, der auch als Schwarzmond genannt wird.

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Erntemondfinsternis

Über den beleuchteten Festungsmauern des Castelo de Sesimbra geht der volle Erntemond am dunkelblauen Himmel auf. Der obere Mondrand wird von einer Halbschattenfinsternis gedimmt.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Über dem Castelo de Sesimbra südlich von Lissabon geht der Erntemond auf. Die eindrucksvolle Serie entstand mit Teleobjektiv. Der goldene Mond zeigt sich in seiner vollen Phase. Er glitt bei der Halbschattenmondfinsternis im September durch den diffuseren äußeren Erdschatten. Verglichen mit einer totalen Mondfinsternis ist die Abschattung schwach. Der Halbschatten dimmt den oberen Rand.

Während der Mond am Abendhimmel von Portugal aufsteigt, weicht der blasse Schatten zurück. Der Effekt von Sonnenlicht und Erdschatten auf dem Mond ähnelt auf diesem Finsternisverlauf auffallend dem Spiel von Licht und Schatten auf den beleuchteten Burgmauern.

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Finsternis auf La Réunion

Neben dramatisch wirkenden Wolken leuchtet rechts oben die Sichel der Sonne, die fast vom Mond verdeckt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Moser

Am 1. September kreuzte der dunkle Schatten des Neumondes den Planeten Erde. Doch die Silhouette des Mondes bedeckte die Sonne nicht ganz. Daher war eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen. Der schmale Pfad der Totalität war zum Maximum der Finsternis etwa 100 km breit. Er begann im Südatlantik, zog nach Osten über Afrika und endete im Indischen Ozean.

Viele warteten auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean, um die Finsternis zu beobachten. Ihre Aussicht lag knapp nördlich der Zentrallinie der Finsternis. Die ringförmige Phase dauerte gerade ein paar Minuten. Wolken dräuen neben der fast verfinsterten Sonne. Doch die partielle Phase wirkt auf diesem Komposit, das aus Aufnahmen mit Weitwinkel- und Teleobjektiv entstand, sehr dramatisch. Das Komposit stammt von der Nordseite der 50 km großen Insel.

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