Die Mondfinsternis im August

Der Vollmond ist links in den Kernschatten der Erde getaucht. Das Bild wurde in Sydney fotografiert.

Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Dieses scharfe Kompositbild hat einen hohen Dynamikumfang. Es zeigt den Vollmond am 8. August. Es war etwa zur Mitte der partiellen Mondfinsternis. Das Bild wurde in Sydney in Australien vor Sonnenaufgang fotografiert. Süden ist oben. Links steht der dunkle Kernschatten der Erde. Der Streifzug des Vollmondes durch den Erdschatten war auf der östlichen Hälfte der Erde zu sehen.

Damit begann eine Serie an Finsternissen. Als Nächstes kommt die lang erwartete totale Sonnenfinsternis am 21. August. Dabei zieht der Schatten des Neumondes über Nordamerika. Der schmale Pfad der Totalität verläuft quer über die Vereinigten Staaten von Küste zu Küste.

Zur Originalseite

Eine totale Finsternis am Ende der Welt

Über dem Horizont aus Schnee und Eis bedeckt der Mond die Sonne, sodass man ihre strahlende Korona sieht. Vor dem Schauspiel prüft gerade ein Fotograf seine Kamera. Links neben ihm steht seine Ausrüstung.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Bruenjes (moonglow.net)

Würdet ihr ans Ende der Welt reisen, um eine totale Sonnenfinsternis zu sehen? Und wärt ihr dann überrascht, wenn dort noch jemand wäre? 2003 standen die Sonne, der Mond, die Antarktis und zwei Fotografen bei einer ungewöhnlichen totalen Sonnenfinsternis in einer Reihe. Trotz der extremen Lage wagte sich eine Gruppe an den untersten Rand der Welt, um zu erleben, wie die Sonne auf surreale Weise hinter dem Mond verschwand.

Dieses Bild war einer der Schätze, die gesammelt wurden. Es ist ein digitales Komposit aus vier Einzelbildern. Es zeigt auf realistische Weise, was das menschliche Auge, das sich sehr gut anpassen kann, bei der Finsternis sah. Sonne und Mond ragten zusammen gerade noch über einen antarktischen Bergrücken. In der plötzlichen Finsternis leuchtete die prächtige Korona der Sonne um den Mond herum auf. Zufällig geriet ein weiterer Fotograf auf eines der Bilder, als er seine Videokamera überprüfte. Links neben ihm stehen eine Gerätetasche und ein Klappstuhl.

In drei Wochen ist in den USA eine Sonnenfinsternis, die man leichter beobachten kann.

Zur Originalseite

Hybride Sonnenfinsternis über Kenia

Auf einem dunklen Hügel ist die Silhouette eines Massai in Kriegertracht. Dahinter geht eine hybride Sonnenfinsternis unter.

Bildcredit und Bildrechte: Eugen Kamenew (Kamenew Photography)

Die Jagd nach einer Sonnenfinsternis kann euch an die spannendsten Orte führen und mit interessanten Menschen in Kontakt bringen. Fast. Die Jagd nach dieser Finsternis 2013 brachte zum Beispiel einen Astrofotografen nach Kenia. Sein Kontakt war ein Mitglied der Massai. Er sollte ihn vom Flughafen abholen und ihm den Süden von Kenia zeigen. Er stimmte sogar zu, in traditioneller Kriegertracht auf einem Hügel zu posieren, als die hoffentlich eindrucksvolle Finsternis dahinter unterging.

Leider verschied die Kontaktperson unerwartet eine Woche vor der Ankunft des Astrofotografen. Daher konnte er nicht auf dem Foto posieren. Er wusste auch nicht, dass das Bild später einen internationalen Preis für Astrofotografie gewann. Es wurde 2013 in Kenia fotografiert.

Bei der hybriden Finsternis bedeckte der Mond einen Großteil der Sonne. Diese seltene Art Sonnenfinsternis erscheint an manchen Orten der Erde total und an anderen ringförmig. Bei der ringförmigen Phase der Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne zu bedecken.

Im nächsten Monat kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA.

Zur Originalseite

Phobos: Mond über Mars

Der Planet Mars leuchtet rot. Er füllt fast die rechte Seite des Bildes. Auf seiner Oberfläche sind dunkle und helle Flecken verteilt. Links oben taucht der winzige Marsmond Phobos hinter dem Planeten auf.

Bildcredit: NASA, ESA, Zolt Levay (STScI) – Danksagung: J.Bell (ASU) und M.Wolff (SSI)

Phobos ist ein winziger Mond mit einem gruseligen Namen. Er taucht auf diesem Serienbild hinter dem Roten Planeten auf. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit. Die 13 einzelnen Bilder wurden 2016 während mehr als 22 Minuten aufgenommen. Es war etwa zur größten Annäherung des Planeten Mars an die Erde. Marsbewohner blicken nach Westen, um zu sehen, wie Phobos aufgeht.

Der kleine Mond ist näher an seinem Heimatplaneten als jeder andere Mond im Sonnensystem. Er kreist nur etwa 6000 Kilometer über der Marsoberfläche. Für einen Umlauf braucht Phobos nur 7 Stunden und 39 Minuten. Er ist damit schneller als eine Marsrotation, die etwa 24 Stunden und 40 Minuten dauert. Daher geht Phobos auf dem Mars dreimal am Tag im Westen auf. Doch Phobos ist dem Untergang geweiht.

Zur Originalseite

Mondschatten und Sonnenreflexion

Bildcredit: Himawari-8, SVS der NASA (GSFC)

Welche Lichter und Schatten kreuzen hier die Erde? Dieses Zeitraffervideo zeigt einen ganzen Tag auf dem Planeten Erde in fünf Sekunden. Es wurde vom japanischen Satelliten Himawari-8 im geosynchronen Orbit hoch über dem Pazifik aufgenommen. Die Sonne geht rechts auf und links unter. Sie beleuchtet Erdhälfte, die genau darunter liegt. Ein Sonnenglanz – die Reflexion der Sonne – ist der helle Fleck, der von rechts nach links wandert.

Ungewöhnlicher ist hier der dunkle Fleck, der von links unten nach rechts oben zieht. Das ist der Schatten des Mondes. Er tritt nur auf, wenn der Mond genau zwischen Erde und Sonne durchwandert. An dem Tag im letzten Jahr, an dem diese Bilder entstanden, war in den finstersten Regionen eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Nächsten Monat zieht ein ähnlich dunkler Schatten genau über die USA.

Zur Originalseite

Blitzfinsternis vom Planeten der Ziegen

Hinter einem schroffen Gelände reicht das Meer bis zum Horizont. Am unheimlichen violetten Himmel zucken Blitze. Oben in der Mitte leuchtet der rote Mond bei einer Finsternis. Rechts blitzen Sterne durch die Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beinahe hätte ein Gewitter diesen Anblick der spektakulären totalen Mondfinsternis am 15. Juni 2011 verdorben. Doch die Sturmwolken teilten sich während der Totalität der Finsternis für 10 Minuten. Durch die Blitze wirkte der Himmel sehr dramatisch.

Die Aufnahme dieser Szene wurde 30 Sekunden belichtet. Sie inspirierte auch zu einem der unvergesslicheren Titel in der 22-jährigen Geschichte von APOD (Hier ein Dank an den Astrofotografen). Der Bezug zum Gewitter ist sinnvoll. Das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis war auf dem Planeten Erde in Europa, Afrika, Asien und Australien zu sehen.

Dieses Bild entstand auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi. Man kennt die Region wegen des rauen Geländes und der seltsam geformten Felsen als „Planet der Ziegen“.

Details: Totale Sonnenfinsternis am 21. August 2017

Zur Originalseite

Finsternis über Amerika: Video zeigt Pfadprognose

Videocredit: NASA GSFCStudio für wissenschaftliche Visualisierung; Blaue-Murmel-Daten: Dank an Reto Stöckli (NASA/GSFC)

Wo seid ihr bei der Finsternis in den USA? Am 21. August kreuzt der Mondschatten die Staaten auf dem Kontinent Nordamerika. Das passiert erstmals seit 1979. Der Pfad wurde dank aktuellen astronomischen Wissens präzise berechnet. Ihr seht ihn auf diesem NASA-Video. Die meisten Menschen in den USA sind weniger als eine Tagesreise vom Zentralpfad der totalen Sonnenfinsternis entfernt. Im Rest von Nordamerika sieht man eine partielle Sonnenfinsternis.

Auf dem Pfad der Totalität bedeckt der Mond die Sonne. Dabei verbreitet er ganze 2 Minuten und 40 Sekunden gruselige Dunkelheit, wenn der Himmel ausreichend klar ist. Möchtet ihr während der Finsternis eine Party veranstalten? Dann kontaktiert den örtlichen Verein für Astronomie, ein Zentrum für Wissenschaft oder die Universität. Vielleicht ist dort schon eine geplant.

Manche Leute reisten bis ans Ende der Welt und beobachteten dort eine totale Sonnenfinsternis. Auf dem Weg zeichneten sie unterhaltsame Abenteuer auf.

Zur Originalseite

Ganymeds Schatten

Der gestreifte Planet Jupiter wird links oben und rechts unten von den Monden Ganymed und Io flankiert. Ganymed wirft oben einen Schatten auf Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach, Chilescope

Jupiter nähert sich der Opposition. Sie findet Anfang des nächsten Monats statt und bietet dem Planeten Erde die beste Teleskopsicht. Dieses eindrucksvoll scharfe Bild zeigt den größten Gasriesen. Es wurde am 17. März an einer ferngesteuerten Sternwarte in Chile fotografiert. Vertraute dunkle Gürtel und helle Zonen laufen um den ganzen Riesenplaneten. Die Streifen werden von Windzonen begrenzt, die um den Planeten kreisen. Dazwischen sind rotierende ovale Stürme verteilt.

Ganymed ist der größte Mond im Sonnensystem. Er steht links oben im Bild. Sein Schatten zieht über Jupiters nördliche Wolkenoberflächen. Ganymed ist bemerkenswert detailreich abgebildet. Auch auf dem anderen galileischen Mond Io rechts neben dem großen Jupiter erkennt man helle Strukturen auf der Oberfläche.

Zur Originalseite