Milchstraße von New York bis London

Rechts über einem Flugzeugflügel leuchten helle Sterne vor der Milchstraße, die von einem dunklen Staubband durchzogen ist.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Merga

Dieses astronomische Reisefoto entstand in einer Boeing 747. Helle Sterne im Schützen und das Zentrum der Milchstraße liegen hinter dem Flügel. Die Szenerie aus der Stratosphäre entstand Anfang des Monats bei einem Flug von New York nach London. Sie wurde 11.0000 Meter über dem Atlantik fotografiert.

Natürlich war der Himmel in dieser Höhe klar und dunkel – ideale Bedingungen für Astrofotografie. Doch es war schwierig, durch ein Passagierfenster des Flugzeugs zu fotografieren, das mit fast 1000 Kilometern pro Stunde dahinflog.

Mit einem lichtstarken Objektiv, sorgfältiger Kameraeinstellung und einem kleinen, flexiblen Stativ entstanden mehr als 90 Aufnahmen. Jede war 30 Sekunden oder weniger belichtet. Ein Tuch schirmte die Reflexionen der Innenbeleuchtung ab. Am Ende entstand eine 10-Sekunden-Belichtung, ein stabiles, farbiges Beispiel der Luftfahrtastronomie.

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Drei Galaxien über Neuseeland

Scheinbar strömt die Milchstraße aus einer Radioschüssel, die links steht. Rechts unter der Milchstraße stehen die Magellanschen Wolken über dem Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Mackinven

Nein, Radioschüsseln senden keine Galaxien aus. Sie können aber welche entdecken. Dieses Bild einer dunklen Nacht über Neuseeland entstand vor etwa zwei Wochen. Darauf sind ein Radioteleskop und die Milchstraße fotogen überlagert.

Links im Osten geht der zentrale Teil unserer Milchstraße auf. Er wölbt sich hoch nach oben. Unter dem galaktischen Bogen stehen tief über dem Horizont die zwei hellsten Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Links ist die Kleine Magellansche Wolke und rechts die Große Magellansche Wolke. Die Radioschüssel ist die Satellitenstation in Warkworth im Norden von Auckland.

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Hubble zeigt den Kegelnebel

Die Spitze des Kegelnebels mit altrosa Spitze leuchtet vor einem zartblauen Hintergrund, umgeben von einigen gezackten Sternen.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisarchiv, NASA, ESA Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Diese gewaltige Staubsäule ist der Kegelnebel. In seinem Inneren entstehen Sterne. In Regionen mit Sternbildung gibt es reichlich Kegel, Säulen und majestätisch fließende Formen. Diese Sternschmieden aus Gas und Staub werden von den energiereichen Winden neu entstandener Sterne erodiert. Der Kegelnebel ist ein bekanntes Beispiel. Er liegt in der hellen Region NGC 2264, wo Sterne entstehen.

Diese Nahaufnahme wurde aus mehreren Bildern des Weltraumteleskops Hubble im Erdorbit montierte. Sie zeigt den Kegel sehr detailreich. Der Kegelnebel im Einhorn (Monoceros) ist ungefähr 2500 Lichtjahre entfernt und 7 Lichtjahre lang. Hier ist der stumpfe Kopf des Kegels abgebildet. Er misst zirka 2,5 Lichtjahre. In unserem Teil der Galaxis wäre diese Entfernung etwas mehr als der halbe Weg zum sonnennächsten Nachbarstern Alpha Centauri.

Der massereiche Stern NGC 2264 IRS wurde 1997 mit Hubbles Infrarotkamera abgebildet. Er verströmt wahrscheinlich den Wind, der den Kegelnebel in Form bringt. Er liegt über dem oberen Bildrand. Der rötliche Schleier des Kegelnebels besteht aus leuchtendem Wasserstoff.

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Meteore, Flugzeuge und eine Galaxie über Bryce Canyon

Über dem malerischen nächtlichen Bryce Canyon wölbt sich die Milchstraße. Rechts ist das helle Zentrum im Sternbild Schütze. Die Streifen stammen von Flugzeugen und Meteoren der Eta-Aquariiden.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Manchmal sind Land und Himmel belebt und schön zugleich. Die Landschaft im Vordergrund zeigt den Bryce Canyon im US-amerikanischen Utah. Er ist berühmt für viele interessante Felsgestalten. Sie wurden im Laufe von Millionen Jahren erodiert.

Auch die Himmelslandschaft darüber ist sehr fotogen. Sie zeigt die gewölbte Zentralscheibe unserer Milchstraße. Die Lichtstreifen stammen drei vorbeifliegenden Flugzeugen und vier Eta-Aquariiden-Meteoren. Zu den hellen Sternen gehört unter anderem das Sommerdreieck.

Das Bild ist ein Digitalpanorama. Es entstand aus 12 kleineren Bildern, die in der Nacht des 6. Mai fotografiert wurden. Keine Sorge, wenn ihr kürzlich den Meteorstrom der Eta-Aquariiden verpasst habt. Vielleicht habt ihr eine unerwartete neue Chance.

Viele warten schon, ob am 24. Mai in den frühen Morgenstunden ein neuer Meteorstrom zu sehen ist. Dann wandert die Erde durch eine möglicherweise dichte Wolke aus Staub und Teilchen, die vom Kometen 209P/LINEAR ausgestoßen wurde.

Seht selbst: Astronomiefest im Bryce-Canyon-Nationalpark von 25.-28. Juni

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CG4: Eine zerrissene kometenartige Globule

Das Bild ist dicht mit Sternen gesprenkelt. Es scheint, als würde eine wurmartige Kreatur nach einer Galaxie schnappen, die links im Bild schwebt.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Jennings (cosmicphotos)

Kann eine Gaswolke eine Galaxie packen? Nicht einmal annähernd. Die „Kralle“ dieser seltsamen „Kreatur“ im oben gezeigten Foto ist eine Gaswolke. Sie ist als kometenartige Globule bekannt. Diese Globule ist jedoch gerissen. Kometenartige Globulen haben meist staubige Köpfe und lang gezogene Schweife. Wegen dieser Strukturen haben kometenartige Globulen eine visuelle Ähnlichkeit mit Kometen.

Doch in Wirklichkeit sind sie ganz anders. Globulen sind häufig Stätten, in denen Sterne entstehen. Viele Globulen haben sehr junge Sterne in ihren Köpfen. Die Ursache, warum der Abriss im Kopf dieses Objekts stattfand, ist nicht ganz geklärt. Die Galaxie links neben der Globule ist riesig, sehr weit entfernt und nur zufällige in der Nähe von CG4 zu sehen.

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Im Inneren des Flammennebels

Das Bild zeigt den Flammennebel im Sternbild Orion und seine Umgebung. Darüber wurde eine Röntgen-Infrarot-Abbildung gelegt.

Bildcredit: Optisch: DSS; Infrarot: NASA/JPL-Caltech; Röntgen: NASA/CXC/PSU/ K.Getman, E.Feigelson, M.Kuhn und das MYStIX-Team

Das optische Bild zeigt eine staubige, überfüllte Sternbildungsregion im Gürtel des Orion. Sie ist etwa 1400 Lichtjahre entfernt. Daraus sticht der Flammennebel hervor. Röntgendaten des Chandra-Observatoriums und Infrarotbilder des Weltraumteleskops Spitzer blicken tief ins Innere der Wolken. Sie bestehen aus leuchtendem Gas und undurchsichtigen Staubwolken.

Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder darauf klickt, kommen viele Sterne im jungen eingebetteten Haufen NGC 2024 zum Vorschein. Sie sind nur 200.000 bis 1,5 Millionen Jahre alt. Das Kompositbild aus Röntgen- und Infrarot-Daten ist etwa 15 Lichtjahre breit. Es zeigt das Zentrum des Flammennebels.

Die Röntgen-Infrarot-Daten zeigen auch, dass sich die jüngsten Sterne auf die Mitte des Haufens befinden. Das widerspricht einfachen Modellen der Sternbildung dieser Sternschmiede. Diese Modelle besagen, dass die Sternbildung zuerst im dichteren Zentrum beginnt. Dann wandert sie schrittweise nach außen zum Rand. Dabei sollten ältere Sterne im Zentrum des Flammennebels zurückbleiben, nicht die jüngeren.

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Himmelsspektakel im Skorpion

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Wenn der Skorpion mit bloßem Auge so toll aussehen würde, könnte man sich besser an ihn erinnern. Der Skorpion besteht üblicherweise aus ein paar hellen Sternen in einem bekannten, aber selten erwähnten Tierkreis-Sternbild. Für so ein spektakuläres Bild braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und einen digitalen Bildprozessor.

Um die Details im Bild zu betonen, verwendete der Fotograf nicht nur Langzeitbelichtungen in mehreren Farben, sondern auch eine Aufnahme in einer besonderen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. Das Ergebnisbild zeigt viele atemberaubende Details. Links verläuft ein Teil der Ebene unserer Milchstraße senkrecht durchs Bild. Man sieht riesige Wolken heller Sterne und lange Fasern aus dunklem Staub.

Aus der Milchstraße ragten diagonale Staubbänder. Sie sind als Dunkler Fluss bekannt. Dieser Fluss verbindet rechts mehrere Sterne, die zum Kopf und den Zangen des Skorpions gehören. Einer davon ist der helle Stern Antares. Rechts über Antares steht der noch hellere Planet Jupiter. Viele rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel sind im Bild verteilt. Der Skorpion steht zur Jahresmitte nach Sonnenuntergang markant im Süden.

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Eine ungewöhnliche Globule in IC 1396

Vor rot leuchtenden, sterngesprenkelten Nebelwolken ragt eine dunkle Form hoch. Sie erinnert hier an ein Wesen. Auf größeren Bildern erinnert sie an einen Elefantenrüssel.

Bildcredit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage) und H. Schweiker (WIYN, NOAO, AURA, NSF)

Gibt es in IC 1396 ein Monster? Manche kennen diese Sternbildungsregion als Elefantenrüsselnebel. Teile der Gas- und Staubwolken haben unheimliche Formen. Einige wirken fast menschlich. Das einzige echte Monster hier ist jedoch ein heller junger Stern. Er ist zu weit von der Erde entfernt, als dass er uns gefährlich werden könnte.

Das energiereiche Licht dieses Sterns frisst den Staub der dunklen kometenartigen Globule am oberen Bildrand. Von diesem Stern gehen Strahlen und Teilchenwinde aus. Sie fegen ebenfalls Gas und Staub in der Umgebung fort.

Der relativ blasse, fast 3000 Lichtjahre entfernte IC-1396-Komplex bedeckt eine viel größere Region am Himmel, als hier dargestellt ist. Er hat eine scheinbare Größe von mehr als 10 Vollmonden.

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