NGC 6188: Die Drachen von Ara

Vor einem blau schimmenrnden Nebel sind viele zarte Sterne und Ranken von Dunkelebeln verteilt.

Bildcredit und Bildrechte:  Tian Lee

Beschreibung: Die dunklen Formen mit hellen Rändern, die ihren Weg durch den staubigen NGC 6188 finden, sind zig Lichtjahre lang. Der Emissionsnebel liegt nahe dem Rand der sonst dunklen, großen Molekülwolke im südlichen Sternbild Altar, ungefähr 4000 Lichtjahre entfernt.

Die massereichen jungen Sterne der eingebetteten Ara-OB1-Assoziation, die erst vor wenigen Millionen Jahren in dieser Region geboren wurden, bilden die fantastischen Formen und befeuern das Leuchten des Nebels mit Sternenwinden und intensive Ultraviolettstrahlung. Die aktuelle Sternbildung selbst wurde wahrscheinlich von Winden und Supernovaexplosionen früherer Generationen massereicher Sterne ausgelöst, die das Molekülgas auffegten und komprimierten.

Für die Bilddaten des Chilescope-Observatoriums wurde eine Hubble-Falschfarbenpalette verwendet, um dieses prächtige Weitwinkelbild herzustellen, es zeigt Emissionen von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoffatomen in roten, grünen und blauen Farbtönen. Das Sichtfeld umfasst ungefähr vier Vollmonde, was in der geschätzten Entfernung von NGC 6188 ungefähr 150 Lichtjahren entspricht.

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Barnard 150: Seepferdchen im Kepheus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Daten – Steve Milne und Barry Wilson, BearbeitungSteve Milne

Beschreibung: Diese Lichtjahre große, vielsagende Form ist als Seepferdchennebel bekannt und erscheint als Silhouette vor einem reichhaltigen, hellen Sternenhintergrund. Die staubigen undurchsichtigen Wolken befinden sich im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus. Sie sind Teil einer ungefähr 1200 Lichtjahre entfernten Molekülwolke in der Milchstraße.

Der Seepferdchennebel ist auch als Barnard 150 (B150) gelistet, einer von 182 dunklen Markierungen am Himmel, die im frühen 20. Jahrhundert vom Astronomen E. E. Barnard katalogisiert wurden. Im Inneren entstehen aus den kollabierenden Kernen Häufungen an Sternen mit geringer Masse, die nur in langen Infrarotwellenlängen sichtbar sind. Farbenprächtige Sterne im Kepheus sind Teil der hübschen galaktischen Himmelslandschaft.

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Die Milchstraße über der Trolltunga

Über einem Fluss, in dem sich der Himmel spiegelt, steigen steile Felswände auf. Vorne ragt Trolltunga über den Abgrund. Am Horizont stehen Berge, darüber steigt die Milchstraße senkrecht am sternklaren Himmel auf.
Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Nach einer langen Reise kam die Trollzunge in Sicht. Es ging zehn Stunden über steiniges Gelände. Ganze drei Reisen waren nötig, um die Felszunge bei klarem Nachthimmel zu fotografieren.

Trolltunga ist ein malerischer Felsvorsprung in der Nähe des Ringedalsvatnet in Norwegen. Er ragt in einer Höhe von etwa 700 Meter über gebirgige Klippen hinaus. Der Überhang ist Milliarden Jahre alt, ein gewachsener Fels aus dem Präkambrium. Vor etwa 10.000 Jahren schürften ihn die Gletscher bei einer Eiszeit aus.

Das Bild wurde aus zwei Aufnahmen kombiniert. Ein Bild zeigt die Erde im Vordergrund. Es wurde 15 Sekunden belichtet. 40 Minuten später folgte eine 87 Sekunden belichtete Aufnahme des Himmels dahinter. Tausende erkennbarer Sterne sprenkeln die gestirnte Landschaft. Dazu kommen Milliarden nicht aufgelöster Sterne im fast senkrechten Band der Milchstraße.

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NGC 3682: Spiralgalaxie von der Seite

Die Hamburger-Galaxie ist von der Seite sichtbar. In der Mitte verläuft eine dunkle Staubbahn, oben und unten ist sie von blauen Sternen umgeben, dadurch wirkt sie sehr fluffig.
Bildcredit und Bildrechte: Daten: Paul Gardner, Great Basin Observatory; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Wie sehen Spiralgalaxien von der Seite aus? Dieses scharfe Teleskopbild zeigt viele Details der prächtigen Spiralgalaxie NGC 3628, die wir von der Seite sehen. Dunkle Staubbahnen teilen die fluffige galaktische Scheibe in der Mitte. Das Porträt erinnert an den gängigen Namen: „Hamburger-Galaxie“.

Die reizvolle Insel im Universum ist etwa 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im nördlichen Sternbild Löwe, das man im Frühling gut sieht. NGC 3628 teilt sich ihre lokale Umgebung im Universum mit zwei weiteren großen Spiralen, M65 und M66. Gemeinsam bilden sie eine Gruppe, das Leo-Triplett. Mit ihren kosmischen Nachbarinnen gab es Wechselwirkungen durch Gravitation. Das führte wahrscheinlich zu den ausgedehnten Auswürfen und Krümmungen in der Scheibe dieser Galaxie.

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Der NGC-6914-Komplex

Die rot leuchtenden Wolken im Bild sind von dunklen Staubwolken durchzogen. In der Mitte schimmern blaue Reflexionsnebel.
Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Diese farbige Landschaft am Himmel umgibt NGC 6914. Sie ist eine Kontraststudie mit Sternen, Staub und leuchtendem Gas. Der Komplex aus Reflexionsnebeln ist etwa 6000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im nördlichen Sternbild Schwan, das hoch in der Ebene der Milchstraße fliegt.

Die Silhouetten dichter interstellarer Staubwolken, rötliche Emissionsnebel aus Wasserstoff und staubige blaue Reflexionsnebel füllen die kosmische Leinwand. Heiße junge Sterne mit großer Masse strahlen UV-Licht ab. Diese Strahlung ionisieren den atomaren Wasserstoff in der Region der weiten Cygnus OB2-Assoziation. Wenn sich Protonen und Elektronen wieder verbinden (man bezeichnet das als Rekombination), entsteht das charakteristische rote Leuchten. Die eingebetteten OB2-Sterne im Schwan liefern auch das blaue Sternenlicht, das die Staubwolken im Nebel reflektieren.

Das Teleskopfeld misst fast einen Grad. Es ist in der geschätzten Entfernung von NGC 6914 etwa 100 Lichtjahre breit.

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Messier 20 und 21

Der Trifidnebel links oben leuchtet rosarot. Dunkle Staubbahnen teilen ihn in Segmente, in der Mitte leuchtet ein heller Stern. Außen ist er von einem blauen Reflexionsnebel umgeben. Rechts unten ist ein offener Sternhaufen, der viel älter ist.
Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt. Er ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Mit einem Teleskop findet man ihn leicht im nebelreichen Sternbild Schütze. Das gut komponierte Feld ist das fast 1 Grad breit und eine farbige Studie kosmischer Kontraste. Trifid teilt es sich mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 (rechts unten).

Der Trifidnebel ist ungefähr 40 Lichtjahre breit. Staubbahnen teilen ihn grob in drei Keile. Er ist an die 300.000 Jahre alt. Damit ist er eine der jüngsten Regionen mit Sternbildung am Himmel. Die neuen, noch nicht fertigen Sterne sind in Staub- und Gaswolken eingebettet, in denen sie entstehen. Der offene Haufen M21 ist ähnlich weit entfernt wie M20. Obwohl sich die beiden Objekte die prächtige Landschaft am Himmel teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung dazwischen. Die Sterne von M21 sind nämlich ungefähr 8 Millionen Jahre alt, also viel älter als die in M20.

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Der Irisnebel in einem Staubfeld

Zwischen braunen Nebelschwaden leuchtet der blaue Irisnebel im Sternbild Kepheus. Das Bild ist voller Sterne, einige sind heller und haben auffällige Zacken.
Bildcredit und Bildrechte: Franco Sgueglia und Francesco Sferlazza

Welche blaue Blume wächst auf diesem dunklen Feld aus interstellarem Staub? Es ist der Irisnebel. Seine auffällige blaue Farbe entsteht durch das Licht des hellen Sterns SAO 19158. Es wird von einer dichten Stelle aus normalerweise dunklem Staub reflektiert. Der Stern leuchtet großteils blau. Außerdem reflektiert der Staub bevorzugt das blaue Licht des Sterns. Der gleiche Effekt macht den Himmel der Erde blau. Der braune Farbton des Staubs, der überall vorhanden ist, entsteht zum Teil durch Photolumineszenz. Staub verwandelt ultraviolette Strahlung in rotes Licht.

Der Irisnebel ist als NGC 7023 katalogisiert. Er wird regelmäßig untersucht, denn er enthält ungewöhnlich viele polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese komplexen Moleküle gibt es auch auf der Erde. Sie entstehen zum Beispiel, wenn Holz nicht vollständig verbrennt. Der hellblaue Anteil im Irisnebel ist etwa sechs Lichtjahre breit. Der Irisnebel ist ungefähr 1300 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Kepheus.

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Barnard 228, der Wolf-Dunkelnebel in Lupus

Im Sternbild Wolf verdecken dunkle Staubwolken die hellen Sterne dahinter. In ihrem Inneren entstehen neue Sterne mit geringer Masse, die wir nur in Infrarot sehen.
Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Rodrigues Santos

Am Himmel sind dunkle Markierungen. Es sind Silhouetten, die sich vor einem dichten, leuchtenden Hintergrund aus Sternen abzeichnen. Hier sehen wir die undurchsichtigen Staubwolken im südlichen Sternbild Wolf (Lupus). Sie gehören zur Lupus-Molekülwolke, die ungefähr 500 Lichtjahre entfernt ist.

Innen kollabieren Kerne, aus denen innen Rudel an Sternen mit geringer Masse entstehen. Wir sehen sie nur in langen Wellenlängen von Infrarot. Bunte Sterne im Sternbild Wolf ergänzen die hübsche galaktische Landschaft am Himmel. Sie ist ungefähr 8 Grad breit und liegt nahe bei der zentralen Milchstraße.

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