Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Das Bild von der Mondoberfläche zeigt links das Mondlandemodul, in der Mitte stellt der Astronaut Buzz Aldrin ein Sonnenwind-Experiment auf. Der Himmel ist schwarz, der Boden von dunklem grauem Staub bedeckt.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bildscan: Kipp Teague)

Helles, gleißendes Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild vom Mond. Am 20. Juli 1969, also vor vierundfünfzig Jahren, fotografierte es der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong. Er war der erste Mensch, der die Mondoberfläche betrat.

Rechts steht das Mondmodul der Mission, der Eagle. Davor seht ihr Buzz Aldrin, den Piloten des Mondmoduls, im Raumanzug. Er rollt gerade ein langes Stück Folie aus. Es ist ein Experiment, das erkunden sollte, woraus der Sonnenwind besteht. Als die freigelegte Folie zur Sonne gerichtet wurde, sammelte sie Teilchen aus dem Sonnenwind. Es war eine Materialprobe direkt von der Sonne. Der Sonnenwind-Kollektor wurde zusammen mit Mondgestein und Bodenproben zur Analyse in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

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Apollo 11: Armstrongs Selbstporträt auf dem Mond

Das Bild ist eine Spiegelung in einem Visier, es zeigt das Mondlandemodul, einen Astronauten, zwei Experimente und den Schatten des Astronauten, der fotografiert.

Bildcredit: NASA, Apollo 11, Neil Armstrong; Bearbeitung: Michael Ranger

Ein Bild, das Neil Armstrong von Buzz Aldrin auf dem Mond fotografierte, wurde für dieses lunare Selbstporträt digital umgedreht. Armstrongs Originalfoto wurde nach der Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969 aufgenommen. Es zeigt nicht nur die prachtvolle Einöde einer fremdartigen Welt, sondern auch Armstrong selbst, der sich auf Aldrins gekrümmtem Visier spiegelt.

Auf dem freigestellten Bild wurde die kugelförmige Verzerrung der Reflexion auf Aldrins Helm entzerrt. Das Ergebnis ist das berühmte Bild, das Armstrong aus Aldrins Perspektive zeigt. Da Armstrong das Originalbild fotografierte, ist es heute ein 54 Jahre altes Selbstporträt auf dem Mond.

Links seht ihr die Reflexion auf Aldrins Visier vom Originalbild. Hell (aber verzerrt) hängt der Planet Erde rechts oben am Mondhimmel. Ein Bein des Landemoduls Eagle, das mit einer Folie umwickelt ist, ragt markant ins Bild.

Mit der NASA-Mission Artemis II und dem Raumschiff Orion kehren im Jahr 2024 Menschen zur Mondoberfläche zurück.

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Apollo 17: Die Sichel der Erde

Das Bild zeigt die von der Sonne beleuchtete Sichel der Erde. Dahinter ist die Schwärze des Weltalls.
Bildcredit: Apollo 17, NASA; RestaurierungToby Ord

Unser hübscher Planet leuchtet hier als gekrümmte, von der Sonne beleuchtete Sichel. Dahinter ist der schwarze Weltraum. Aus der ungewohnten Perspektive ist die Erde klein und wirkt wie das Teleskopbild eines fernen Planeten. Der Horizont liegt zur Gänze im Bild.

Die Leute an Bord der Internationalen Raumstation ISS sehen unseren Planeten im Orbit aus nächster Nähe. Sie umkreisen die Erde alle 90 Minuten. Dabei zieht ein Spektakel aus Wolken, Meeren und Kontinenten unter ihnen vorbei. Den gekrümmten Planetenrand sieht man nur zum Teil in der Ferne.

Dieses Foto wurde digital restauriert. Es zeigt eine Ansicht aus großer Entfernung, die nur 24 Menschen gegönnt war: den Astronauten der Apollo-Missionen. Sie reisten zwischen 1968 und 1972 zum Mond und wieder zurück. Am 17. Dezember 1972 fotografierte die Besatzung von Apollo-17 das Originalfoto AS17-152-23420 auf dem Rückweg zur Erde. Vorläufig ist es das letzte Bild der Erde aus dieser planetaren Perspektive, das von einem Menschen aufgenommen wurde.

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Apollo 17: Anaglyphe der VIP-Loge

Die Anaglyphe zeigt den Mondrover  und das Landemodul der Apollo-Mission 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Bild! Es ist eine Stereo-Szene im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond. Die Farb-Anaglyphe zeigt vorne eine 3D-Ansicht des Mondfahrzeugs von Apollo 17. Dahinter steht das Mondmodul vor den Mondhügeln am Horizont. Auf der ganzen Welt konnte man mit der TV-Kamera des Mondrovers zusehen, wie die Aufstiegsstufe des Mondmoduls startete. Daher bekam dieser Parkplatz die Bezeichnung „VIP-Loge“.

Vor 50 Jahren blieben die Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt im Dezember 1972 etwa 75 Stunden auf dem Mond. Währenddessen blieb ihr Kollege Ronald Evans im Orbit. Die Besatzung kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr als von jeder anderen Mondlandestelle. Cernan und Schmitt sind immer noch die Letzten, die den Mond betreten (oder befahren) haben.

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Mondstaub und Klebeband

Das Bild zeigt ein Rad des Mondrovers der Mission Apollo 17, der mit einer Karte, einer Klammer und Klebeband repariert wurde.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittern Felsen durch Wind und Wasser. Dabei entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond zersplitterte ein ständiges Bombardement von Mikrometeoriten die felsige Oberfläche. Dabei entstand eine Schicht auf dem Mondboden, so fein wie Pulver, der als Regolith bezeichnet wird.

Der feine, scharfkantige Staub war überall vorhanden. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war er ein großes Problem. Im Dezember 1972, also vor fünfzig Jahren, reparierten die Apollo-17-Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers. So hielten sie die Hahnenschweife aus Staub von sich und ihrer Ausrüstung fern.

Das Bild zeigt das Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Daran wurde Ersatzkarten mit Klammern und einem grauen Streifen Klebeband befestigt.

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America und das Meer der Heiterkeit

Das Bild zeigt eine Anaglyphe aus zwei Einzelbildern mit dem Kommandomodul America von Apollo 17 vor dem Südmassiv und dem Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blauen Brillen, dann seht ihr diese Stereo-Ansicht einer anderen Welt dreidimensional. Vor fünfzig Jahren, am 11. Dezember 1972, fotografierte Eugene Cernan diese Szene. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond. Cernan war der Kommandant der Mission Apollo 17.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Bildern (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan fotografierte sie an Bord des Mondlandemoduls Challenger. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Mitten im Bild ist die breite Bergwand des Südmassivs, das von der Sonne beschienen ist. Links daneben liegt der dunkle Boden von Taurus-Littrow. Vor dem Gipfel des Südmassivs fliegt das Kommandomodul America im Orbit. Es wurde von Ron Evans gesteuert. Hinter den Bergen zum Mondrand hin liegt das Mare Serenitatis.

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Der Adler steigt auf

Anaglyphe des Mondlandemoduls Eagle beim Aufstieg von der Mondoberfläche, links ragt die Erde über den Mondrand.

Bildcredit: Apollo 11, NASABildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht euch dieses Stereobild im Mondorbit an. Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografiert hat. Sie zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre, genannt The Eagle (Adler). Sie traf am 21. Juli auf die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn.

An Bord der Aufstiegsstufe befanden sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie betraten als erste Menschen den Mond. Der glatte, dunkle Bereich auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite. Hinter dem Horizont des Mondes lugt der blaue Planet Erde hervor.

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Panorama des Landeplatzes von Apollo 11

Dieses Panorama vom Landeplatz der Mission Apollo 11 wurde aus Bildern erstellt, die durch die Fenster der Mondlandefähre Eagle fotografiert wurden.

Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr kürzlich ein Panorama aus einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama entstand aus hoch aufgelösten Rasterdateien der Original-Filmaufnahmen. Es zeigt die prächtige Einöde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 aus seinem Fenster des Mondlandemoduls Eagle (Adler).

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste, das je eine Person auf einer anderen Welt fotografiert hat. Vorne links im Süden sind Schubdüsen, rechts im Westen fällt der Schatten des Adlers auf den Mond. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts ist etwa 12 Meter groß.

Die Bilder wurden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert. Es war noch vor dem Ausstieg auf die Mondoberfläche. Das sollte den Landeplatz dokumentieren, falls eine frühe Abreise nötig wäre.

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