Mondstaub und Klebeband

Der Blick im Bild fällt auf das Hinterrad des Mondrovers. Der Kotflügel wurde ersetzt, eine Karte wurde mit Klebeband und Klammern befestigt.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde wird Gestein durch Wind und Wasser verwittert. So entstehen Sand und Erde. Auf dem Mond sprengte der ständige Beschuss durch Mikrometeorite im Laufe der Äonen die steinige Oberfläche. Dabei entstand eine puderförmige Schicht auf dem Mondboden, die als Regolith bezeichnet wird. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war der überall vorhandene feine scharfkantige Staub ein großes Problem.

Im Dezember 1972 fand die Mission Apollo 17 statt. Dabei mussten die Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen der Kotflügel ihres Rovers reparieren (Video, 26MB), um die Staubwolken von sich und ihrer Ausrüstung fernzuhalten. Das Bild zeigt ein Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Er entstand durch eine raffinierte Reparatur mit einer nicht mehr benötigten Karte, Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Achtung, Nordhalbkugel: Partielle Sonnenfinsternis am 29. März

Zur Originalseite

Das Mondschiff von Apollo 17

Ein buntes, leicht verbeult wirkendes Raumschiff schwebt vor einem pechschwarzen Hintergrund. Es wird von der Sonne beleuchtet.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bildüberarbeitung: Andy Saunders)

Die Mondlandefähre Challenger von Apollo 17 wirkte plump und kantig. Sie war für den Flug im fast luftleeren Weltraum konzipiert. Dieses Bild wurde aus dem Kommandomodul America von Apollo 17 aufgenommen. Es zeigt die Aufstiegsstufe von Challenger in der Mondumlaufbahn. Das Bild wurde digital aufgearbeitet und verbessert.

An den Seiten des Mondschiffs sind kleine Reaktionssteuerungsdüsen angebracht. Darunter befindet sich die Glocke mit dem Aufstiegsraketenmotor. Vorne ist eine Luke. Sie ermöglicht den Zugang zur Mondoberfläche. Oben ist eine runde Radarantenne. Aus dem dreieckigen Fenster blickt der Gene Cernan. Er war Kommandant der Mission.

Dieses Raumschiff funktionierte einwandfrei. Es landete auf dem Mond und brachte die Apollo-Astronauten im Dezember 1972 zum Kommandomodul in die Umlaufbahn zurück. Und wo befindet sich Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe steht immer noch auf dem Mond, und zwar an der Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Die Aufstiegsstufe, die hier abgebildet ist, wurde später gezielt in der Nähe zum Absturz gebracht. Davor wurde sie vor der Rückkehr der Astronauten zur Erde vom Kommandomodul abgetrennt.

Zur Originalseite

Apollo 12 und Surveyor 3

Mit rot-blauen Brillen wirkt das Bild dreidimensional. Die Anaglyphe zeigt einen Astronauten bei einer Raumsonde auf dem Mond. Hinten am Horizont steht die Mondlandefähre.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Rechte am Stereobild: Kevin Frank

Das Bild ist für rot-cyanfarbige Brillen optimiert. Damit sieht man einen 3D-Effekt. Wir blicken über den westlichen Ozean der Stürme auf der Mondoberfläche. Das Anaglyphenbild entstand im November 1969. Es zeigt Pete Conrad, er war Astronaut der Mission Apollo 12. Hier untersucht er die robotische Raumsonde Surveyor 3, die ungefähr zweieinhalb Jahre zuvor an der Innenseite eines kleinen Kraters landete. Das war im April 1967.

Hinten steht die Landefähre Intrepid der Mission Apollo 12. Sie ist keine 200 Meter entfernt. Diese Distanz lässt sich also leicht bei einem Außenbord-Einsatz auf dem Mond zurücklegen.

Das Stereo-Bild entstand aus zwei separaten Bildern (AS12-48-7133 und AS12-48-7134). Alan Bean hatte dabei seinen Kollegen auf der Mondoberfläche fotografiert. Die Bilder zeigen die Szene in einem Abstand, der in etwa dem menschlichen Augenabstand entspricht. So ist ein 3D-Eindruck möglich, der im Gehirn auch entsteht, wenn unsere Augen ein leicht versetztes Bild der gleichen Szene liefern.

Zur Originalseite

Landepanorama Apollo 11

Der Blick fällt auf eine graubraune Einöde mit kleinen Kratern und Gesteinsbrocken. Links sind Schubdüsen der Landefähre Eagle, rechts fällt der Schatten des Adlers auf den Mondboden.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama einer fremden Welt gesehen? Dieses Panorama lässt den Blick über die unglaubliche Leere der Landschaft an der Apollo-11-Landestelle im Meer der Ruhe auf dem Mond schweifen. Es wurde aus hoch aufgelösten Scans der Original-Filmbilder erstellt, die vor 55 Jahren von Neil Armstrong aufgenommen wurden, als er kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 aus dem Fenster der Mondlandefähre Eagle blickte.

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das von einem Menschen auf einer anderen Welt aufgenommen wurde. Im Vordergrund links (Richtung Süden) sind die Schubdüsen zu sehen, während rechts (im Westen) der Schatten der Eagle zu erkennen ist. Zur Veranschaulichung: Der große, flache Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Aufnahmen aus den Fenstern der Mondlandefähre, die etwa eineinhalb Stunden nach der Landung und vor dem Betreten der Mondoberfläche gemacht wurden, sollten für den Fall, dass ein vorzeitiger Abflug erforderlich sein sollte, zunächst den Landeplatz dokumentieren.

Zur Originalseite

Erdaufgang: Eine Video-Rekonstruktion

Videocredit und Bildrechte: NASA, SVS, Besatzung Apollo 8; leitender Animateur: Ernie Wright; (USRA); Musik: Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach

Nach 12 Sekunden dieses Videos geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Erde beginnt aufzugehen. Nie zuvor sah ein Mensch einen Erdaufgang über dem Rand des Mondes, wie hier vor 55,5 Jahren. Es überraschte und faszinierte die Crew von Apollo 8. Die Crew wurde plötzlich ganz aufgeregt, weil sie ein Bild dieser beeindruckenden Ansicht erhaschen wollten, die nur durch die Bewegung des Raumschiffs entstand. Apollo 8 befand sich im Orbit um den Mond.

Das dargestellte Video ist eine moderne Rekonstruktion dieses Ereignisses, wie es mit einer heutigen Filmkamera aufgezeichnet würde. Unser farbiger Erdkreis erschiene vertraut in dem ikonischen Aufgangsszenario über fernen und unvertrauten Mondlandschaft. Im Vergleich zu vertrauteren Mondaufgängen auf der Erde wurde diese Szene als Perspektivenumkehr berühmt.

Für viele ist sie auch ein Sinnbild für die Einheit der Menschheit: Schau, diese große blaue Murmel – das sind wir – wir alle leben dort! Dieses Zwei-Minuten-Video ist kein Zeitraffer, sondern zeigt die echte Geschwindigkeit des Erdaufgangs, wie er aus dem Fenster von Apollo 8 gesehen wurde. Sieben Monate und drei Missionen später werden Astronauten von Apollo 11 den Mond nicht nur umkreisen, sondern auf ihm landen.

NASA-Administrator würdigt den Erdaufgangs-Fotografen William Anders

Zur Originalseite

Apollo 14: Blick von Antares

Durch ein Fenster fällt der Blick auf die graue Mondoberfläche. Unten steht ein Transportfahrzeug, weiter entfernt eine Flagge und anderes Gerät, rechts sind Schubdüsen des Landefahrzeugs.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; Mosaik:Eric M. Jones

Die Mondlandefähre Antares von Apollo 14 landete am 5. Februar 1971 auf dem Mond. Kurz vor Ende der Landemission nahm Astronaut Ed Mitchell eine Bilderserie der Mondoberfläche auf. Sie zeigt den Blick aus dem Fenster. Eric Jones, Gründer und Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, erstellte daraus dieses detaillierte Mosaik.

Das Bild zeigt die Fra-Mauro-Formation. Sie liegt nordwestlich von der Landestelle. Dort absolvierten die Apollo-14-Astronauten ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz. Vorne steht ihr den Modular Equipment Transporter. Er ist ein Rikscha-ähnliches Gerät mit zwei Rädern. Damit wurden Werkzeug und Proben transportiert. Vor dem Horizont liegt ein Felsen. Er ist 1,50 Meter groß und wurde Turtle rock („Schildkrötenfelsen“) genannt.

In dem flachen Krater unter dem Turtle rock liegt der lange weiße Griff eines Probenahmegeräts. Mitchell warf ihn wie einen Speer dorthin. Mitchells Astronautenkollege Alan Shepard war auch der erste Amerikaner im Weltall. Er schlug mit einem improvisierten Eisen-6-Schläger zwei Golfbälle. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Punkt unter Mitchells Speer.

Zur Originalseite

Amerika und das Meer der Heiterkeit

Der Erdmond ist aus der Nähe zu sehen, der Blick fällt seitlich darauf, rechts hinten ist der Mondrand und dahinter das Weltall. Das Bild ist eine rot-cyanfarbige Anaglyphe. Mit farbigen Brillen wirkt es dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Holt eure rot-blauen Brillen und schaut damit dieses Stereobild einer anderen Welt an. Am 11. Dezember 1972 fotografierte Eugene Cernan die Szene. Er war Kommandant der Mission Apollo 17. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan fotografierte sie an Bord des Mondmodules Challenger. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Die breite Flanke des Südmassivs wird von der Sonne beleuchtet. Sie ragt mitten im Bild rechts neben dem dunklen Boden von Taurus-Littrow auf. Das Kommandomodul America wurde von Ron Evans gesteuert. Es ist im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs erkennbar. Hinter den Bergen liegt am Mondrand das Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit).

Mit der Mission Artemis II sollen vier Astronauten den Mond umrunden und wieder zurückkehren. Der Start ist frühestens für September 2025 geplant.

Zur Originalseite

Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Das Bild von der Mondoberfläche zeigt links das Mondlandemodul, in der Mitte stellt der Astronaut Buzz Aldrin ein Sonnenwind-Experiment auf. Der Himmel ist schwarz, der Boden von dunklem grauem Staub bedeckt.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bildscan: Kipp Teague)

Helles, gleißendes Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild vom Mond. Am 20. Juli 1969, also vor vierundfünfzig Jahren, fotografierte es der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong. Er war der erste Mensch, der die Mondoberfläche betrat.

Rechts steht das Mondmodul der Mission, der Eagle. Davor seht ihr Buzz Aldrin, den Piloten des Mondmoduls, im Raumanzug. Er rollt gerade ein langes Stück Folie aus. Es ist ein Experiment, das erkunden sollte, woraus der Sonnenwind besteht. Als die freigelegte Folie zur Sonne gerichtet wurde, sammelte sie Teilchen aus dem Sonnenwind. Es war eine Materialprobe direkt von der Sonne. Der Sonnenwind-Kollektor wurde zusammen mit Mondgestein und Bodenproben zur Analyse in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

Zur Originalseite