Tycho und Clavius

Der junge Krater Tycho und der alte Krater Clavius in den südlichen Hochländern gehören zu den größten und markantesten auf der Vorderseite des Mondes.

Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Beschreibung: Auf dieser detailreichen Teleskopansicht der zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes ist der Süden oben. Diese Mondlandschaft vom 20. Juli zeigt Jung und Alt auf dem Mond, nämlich die großen Krater Tycho und Clavius.

Tycho ist ungefähr 100 Millionen Jahre jung. Der 85 Kilometer große Krater nahe der Mitte besitzt einen scharfen Wall, sein zwei Kilometer hoher Zentralberg im hellen Sonnenlicht wirft einen dunklen Schatten. Die Trümmer, die bei dem Einschlag ausgeworfen wurden, durch den Tycho entstand, machen ihn immer noch zum markantesten Mondkrater bei Vollmond. Sein gut sichtbares Muster aus hellen Streifen und Strahlen reicht über einen Großteil der Mondvorderseite. Am Landeort von Apollo 17, etwa 2000 Kilometer entfernt, wurde sogar Material gesammelt, das wahrscheinlich vom Tycho-Einschlag stammt.

Einer der ältesten und größten Krater auf der Vorderseite des Mondes, der 225 Kilometer große Clavius, liegt südlich (über) Tycho. Das Strahlensystem des Kraters Clavius, das vom ursprünglichen Einschlagsereignis stammt, ist längst verblasst. Die erodierten Wände des alten Kraters und der glatte Boden sind inzwischen von kleineren Einschlagskratern überlagert, die später als Clavius entstanden sind.

Bei Beobachtungen mit dem Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA), die 2020 veröffentlicht wurden, wurde Wasser in Clavius entdeckt. Sowohl der junge Krater Tycho als auch der alte Krater Clavius sind Schauplätze im monumentalen Science-Fiction-Epos 2001: Odyssee im Weltraum.

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Mondstaub und Klebeband

Rad und Kotflügel des verstaubten Rover von Apollo 17 nach der Montage einer Reservekarte mithilfe von Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Beschreibung: Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittert Gestein durch Wind und Wasser, dadurch entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond sprengte der beständige Beschuss durch Mikrometeorite die Gesteinsoberfläche ab, dabei entstand eine Schicht aus pulverförmigem Mondboden oder Regolith.

Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war der allgegenwärtige feine, scharfkantige Staub allerdings ein Problem. Im Dezember 1972 mussten die Apollo 17-Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers reparieren, um die Staubschwaden von sich und ihrer Ausrüstung fernzuhalten.

Dieses Bild zeigt Rad und Kotflügel an ihrem verstaubten Rover nach der erfinderischen Montage einer Reservekarte mithilfe von Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

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Apollo 11: Erde, Mond, Raumschiff

Michael Collins fotografierte die Mondlandefähre mit den zurückkehrenden Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin.

Bildcredit: NASA, Apollo 11; Restaurierung: Toby Ord

Beschreibung: Nach der berühmtesten Reise der Neuzeit war es Zeit für den Heimweg. Nachdem sie gezeigt hatten, dass die Menschheit über die Grenzen des Planeten Erde hinausgehen kann, kehrten Neil Armstrong und Buzz Aldrin – die ersten Menschen, die je eine andere Welt betreten hatten – mit der Aufstiegsstufe der Mondlandefähre zurück, um in der Mondumlaufbahn Michael Collins im Kommandomodul zu treffen.

Dieses Bild wurde am 21. Juli 1969 aufgenommen und kürzlich digital restauriert. Collins fotografierte hier das aufsteigende Raumschiff bei seiner Annäherung mit dem Mond darunter und der Erde in weiter Ferne. Das glatte, dunkle Gebiet auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite.

Man sagt über dieses kultige Bild, dass sich alle bis auf eine einzige Person vor der Kameralinse befanden.

Die NASA trauert um Michael Collins

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Apollo 17: Die Erdsichel

Die Originalfotografie dieses digital restaurierten Bildes, AS17-152-23420, wurde am 17. Dezember 1972 auf der Rückreise der Besatzung von Apollo 17 zur Erde fotografiert.

Bildcredit: Apollo 17, NASA; Restaurierung: Toby Ord

Beschreibung: Unser schöner Planet zeigt sich auf dieser atemberaubenden Fotografie als sonnenbeleuchtete Sichel vor der Schwärze des Weltraums. Aus dieser ungewohnten Perspektive wirkt die Erde klein, und wie bei einem Teleskopbild eines fernen Planeten liegt der ganze Horizont im Sichtfeld.

Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation erfreuen sich an viel näheren Ansichten des Planeten, wie sie der niedrige Erdorbit bietet. Sie umkreisen den Planeten alle 90 Minuten und sehen ein Panorama aus Wolken, Ozeanen und Kontinenten, die unter ihnen vorbeiziehen, sowie in der Ferne einen Teilbogen des Planetenrandes.

Doch dieses digital restaurierte Bild zeigt eine sehr ferne Ansicht, die nur 24 Menschen gesehen haben – Apolloastronauten, die zwischen 1968 und 1972 zum Mond und wieder zurück gereist sind. Die Originalfotografie AS17-152-23420 wurde am 17. Dezember 1972 auf der Rückreise der Besatzung von Apollo 17 fotografiert. Es ist das vorläufig letzte Bild der Erde aus dieser planetaren Perspektive, das von Menschenhand aufgenommen.

Die NASA gedenkt Michael Collins

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Apollo 14 auf dem Weg nach Hause

Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragt auf diesem Foto von der Mondmission Apollo 14 knapp über den Mondhorizont.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Beschreibung: Diesen Sonntag vor fünfzig Jahren (7. Februar 1971) verließ die Besatzung von Apollo 14 die Mondumlaufbahn und machte sich auf den Weg nach Hause.

Im Kommandomodul Kittyhawk beobachteten sie diesen Erdaufgang. Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragt knapp über den Mondhorizont. Das von Kratern übersäte Gelände im Vordergrund liegt auf der Rückseite des Mondes. Als die Besatzung um den Mond kreiste, beobachten sie, wie die Erde auf- und unterging, doch auf der Mondoberfläche hing die Erde stationär am Himmel über ihrem im Landeplatz in der Fra-Mauro-Formation.

Zu den Gesteinsproben, die von Fra Mauro gesammelt wurden, zählt ein 9 kg schwerer Stein mit dem Spitznamen Big Bertha. Dieser enthält ein Fragment, das wahrscheinlich von einem Meteoriten vom Planeten Erde stammt. An Bord von Kittyhawk befand sich während der Apollo-14-Mission ein Behälter mit 400-500 Samen, aus denen später Mondbäume gezogen wurden.

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Apollo 14: Aussicht von Antares

Mitchells Aussicht aus dem Mondlandemodul Antares von Apollo 14 mit Spper und Golfbällen.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; MosaikEric M. Jones

Beschreibung: Diesen Freitag vor 50 Jahren landete die Mondlandefähre Antares von Apollo 14 auf dem Mond. Gegen Ende des Aufenthalts fotografierte der Astronaut Ed Mitchell beim Blick aus dem Fenster eine Bildserie der Mondoberfläche. Eric Jones, Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, kombinierte sie zu diesem detaillierten Mosaik.

Die Aussicht blickt über das Fra-Mauro-Hochland im Nordwesten der Landestelle, nachdem die Apollo-14-Astronauten ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz auf dem Mond beendet hatten. Vorne steht ihr den Modularen Ausrüstungstransporter (Modular Equipment Transporter), ein rikschaähnliches Gerät auf zwei Rädern, mit dem Werkzeug und Proben transportiert wurden.

Oben in der Mitte, nahe am Horizont seht ihr den 1,5 Meter großen „Schildkrötenfelsen“ (Turtle rock). In dem seichten Krater vor dem Schildkrötenfelsen befindet sich der lange, weiße Griff eines Geräts zum Sammeln von Proben, den Mitchell wie einen Pfeil geworfen hatte. Alan Shepard, Mitchells Begleiter auf dem Mond und der erste Amerikaner im Weltall, verwendete hingegen ein provisorisches Sechser-Eisen, um zwei Golfbälle abzuschlagen. Einen von Shepards Golfbällen seht ihr als weißen Fleck unter Mitchells Speer.

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Auf dem Mond entdeckt: Kandidat für ältesten bekannten Erdenstein


Videocredit: NASA, Astromaterials 3D, Erika Blumenfeld et al.

Beschreibung: Wurde das älteste bekannte Gestein der Erde auf dem Mond entdeckt? Durchaus möglich. Die Geschickte beginnt mit der Mondmission Apollo 14. Die Mondprobe 14321 ist ein großer Stein, den der Astronaut Alan Shepard im Cone-Krater fand. Als man ihn auf der Erde untersuchte, fand man heraus, dass ein Fragment viel besser mit Erdgestein übereinstimmte als mit anderen Mondsteinen.

Noch überraschender ist, dass das Alter des Gesteinsstücks kürzlich auf 4 Milliarden Jahre datiert wurde, womit es – innerhalb der Messgenauigkeit – älter ist als alles Gestein, das je auf der Erde gefunden wurde. Eine führende Hypothese besagt, dass ein urzeitlicher Kometen- oder Asteroideneinschlag Steine von der Erde ins Sonnensystem schleuderte, von denen einige auf den Mond stürzten. Dort vermischten sie sich mit aufgeheiztem Mondboden und Gestein, kühlten ab und zerbrachen wieder.

Das Video zeigt einen Röntgenscan des Inneren von 14321, man erkennt mehrere Abschnitte mit stark unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung. Das Mondgestein wird weiterhin untersucht, um die Geschichte des Mondes, der Erde und des frühen Sonnensystems besser zu verstehen.

Am Freitag ist der 50. Jahrestag der Landung von Apollo 14 auf dem Mond.

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Ansichten des Mondes von Apollo 13


Videocredit: NASA, LRO; Datenvisualisierung: Ernie Wright (USRA); Videoproduktion und Bearbeitung: David Ladd (USRA); Musik: Visions of Grandeur, Universal Production Music, Fredrick Wiedmann

Beschreibung: Was wäre, wenn der einzige Weg zurück zur Erde hinter dem Mond vorbeiführen würde? So könnte man das Dilemma der Besatzung von Apollo 13 beschreiben, als sie 1970 versuchten, in ihrem unerwarteterweise zerstörten Raumschiff nach Hause zurückzukehren.

Der Mond in der Mitte ersetzte bei ihrer gefährlichen Reise den Funkkontakt mit dem Missionskontrollzentrum der NASA durch spektakuläre Ansichten der Mondrückseite. Diese Aussichten wurden nun aus detaillierten Bildern des Mondes, mit dem robotischen Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden, digital wiederbeschafft.

Zu Beginn dieses Videos sieht man, wie die Erde hinter der dem dunklen Mondrand verschwindet, während acht Minuten später an der gegenüberliegenden Seite des Mondes die Sonne aufgeht und anfängt, die ungewöhnliche, von Kratern zerfurchte Oberfläche zu beleuchten. Der Funkkontakt wurde wenige Minuten später wiederhergestellt, als eine sichelförmige Erde in Sicht kam.

Durch den Einfluss der Mondgravitation und mit Hilfe vieler fleißiger Ingenieure und Wissenschaftler der NASA öffnete Apollo 13 wenige Tage später ihre Fallschirme über dem Pazifischen Ozean und landete wohlbehalten auf der Erde.

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Apollo 14 auf dem Weg zur Erde

Siehe Beschreibung. Die Besatzung von Apollo 14 beobachtet in der Mondumlaufbahn einen Erdaufgang; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bildüberarbeitung: Andy Saunders)

Beschreibung: Als die Besatzung von Apollo 14 im Februar 1971 die Mondumlaufbahn verließ, beobachtete sie in ihrer Kommandokapsel Kittyhawk diesen Erdaufgang. Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragte knapp über den Mondhorizont, und die von Kratern zernarbte Landschaft im Vordergrund liegt auf der erdabgewandten Seite des Mondes.

Beim Umrunden des Mondes konnte die Besatzung beobachten, wie die Erde auf- und unterging, aber in der Fra-MauroBasis, ihrem Landeort auf der Mondoberfläche, hing die Erde reglos am Himmel. Zu den Gesteinsproben, welche die Mission Apollo 14 zur Erde brachte, gehörte auch ein  9 kg schwerer Stein, der den Spitznamen Big Bertha erhielt. Dieser Stein enthält, wie man später herausfand, wahrscheinlich ein Bruchstück eines Meteoriten vom Planeten Erde.

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Apollo 17: Stereoansicht aus der Mondumlaufbahn

Siehe Beschreibung. Die Stereoanaglype zeigt das Südmassiv und das Taurus-Littrow-Tal, die Landestelle von Apollo 17; ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und betrachten Sie diese fantastische Stereoansicht einer anderen Welt. Die Szene wurde am 11. Dezember 1972 von Eugene Cernan, dem Kommandanten der Mission Apollo 17 einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond fotografiert.

Die Stereoanaglyphe wurde aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466) zusammengesetzt, die aus seinem Blickwinkel an Bord des Mondmoduls Challenger aufgenommen wurden, als er und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die breite, sonnenbeleuchtete Flanke eines Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, erhebt sich nahe der Bildmitte über dem dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben.

Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Das Kommandomodul America wurde von Ron Evans gesteuert, es ist im Vordergrund im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs zu sehen.

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Das Mondschiff von Apollo 17

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bildneubearbeitung: Andy Saunders)

Beschreibung: Das Mondmodul Challenger von Apollo 17 sieht eigenartig eckig aus. Es wurde für Flug im nahen Vakuum des Weltraums entwickelt. Dieses digital verstärkte und neu bearbeitete Bild zeigt die Aufstiegsstufe der Challenger im Mondorbit, fotografiert wurde es aus Kommandokapsel America von Apollo 17.

An den Seiten des Mondlandefahrzeugs befinden sich kleine Lagekontrolltriebwerke, darunter die Düse des Aufstiegsraketentriebwerks. Die Luke, die den Zugang zur Mondoberfläche erlaubte, ist vorne zu sehen, oben eine runde Radarantenne. Im dreieckigen Fenster ist Missionskommandant Gene Cernan gut sichtbar. Dieses Raumschiff funktionierte großartig, es landete im Dezember 1972 auf dem Mond und brachte die Apolloastronauten zurück zum Kommandomodul im Orbit.

Wo ist die Landefähre Challenger nun? Ihre Abstiegsstufe blieb am Landeort von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal zurück. Die hier gezeigte Aufstiegsstufe wurde in der Nähe absichtlich zum Absturz gebracht, nachdem sie vor der Rückkehr der Astronauten zum Planeten Erde vom Kommandomodul abgestoßen wurde.

Die Mission Apollo 17 endete heute vor 47 Jahren. Es war das sechste und letzte Mal, dass Astronauten auf dem Mond landeten.

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