Mondpanorama von Apollo 16

Die Mondlandefähre Orion und das Elektrofahrzeug von Apollo 16 mit dem Astronauten John Young. Charles Duke fotografierte das Bild.

Bildcredit: Apollo 16, NASA; Montage des Panoramas: Mike Constantine

Vor fünfzig Jahren landete am 20. April 1972 Apollo 16 mit dem Landemodul Orion. Der Landeplatz lag auf der Vorderseite des Mondes im südlichen Descartes-Hochland. Der Astronaut Ken Mattingly blieb im Kommandomodul Casper im Orbit. John Young und Charles Duke landeten mit der Orion auf der Oberfläche des Mondes. Die beiden blieben fast drei Tage auf dem Mond.

Das Panorama entstand aus den Bildern AS16-117-18814 bis AS16-117-18820. Sie wurden am Ende des dritten und letzten Außenbordeinsatzes fotografiert. Links hinten steht das Mondlandemodul Orion. Vorne steht das elektrische Mondfahrzeug. Duke bedient die Kamera. Young richtet die Antenne für die Kommunikation zum Planeten Erde.

Morgen ist Tag der Erde

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Erdaufgang 1: Historisches Bild neu aufbereitet

Die Erde taucht hinter dem Mond auf - fotografiert vom Apollo 8-Astronauten Bill Anders.

Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 8, Bill Anders; Bearbeitung und Lizenz: Jim Weigang

Beschreibung: „Meine Güte! Seht euch das Bild da drüben an! Hier kommt die Erde rauf. Hach, ist das schön!“ Kurz nach diesem Ausruf wurde vor mehr als 50 Jahren eines der berühmtesten Bilder aller Zeiten in der Umlaufbahn des Mondes fotografiert.

Das kultige Bild ist nun als „Erdaufgang“ bekannt, es wurde von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen und zeigt, wie die Erde vom Mondrand aufsteigt. Doch das bekannte Bild des Erdaufgangs war eigentlich das zweite Bild, das vom Erdaufgang über dem Mondrand fotografiert wurde – es war aber das erste Bild in Farbe. Mit moderner digitaler Technik wurde jedoch das tatsächlich erste – ursprünglich schwarz-weiße – Bild des Erdaufgangs überarbeitet, um Auflösung und Farbe der ersten drei Bilder zu kombinieren.

Aufgepasst! Dieses Bild ist eine Detailansicht des Bildes, das der Apollo 8-Astronaut Bill Anders meinte. Dank moderner Technik und menschlichem Einfallsreichtum können wir es jetzt alle sehen.

(Historischer Hinweis: Ein weiteres historisches Schwarz-Weiß-Bild der Erde, die hinter dem Mondrand unterging, wurde zwei Jahre zuvor vom robotischen Lunar Orbiter 1 aufgenommen.)

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Blaue Murmel Erde

Voll beleuchtete Erde, fotografiert von Harrison Schmitt bei der Mission Apollo 17.

Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 17

Willkommen auf dem Planeten Erde, dem dritten Planeten eines Sterns namens Sonne. Die Erde hat die Form einer Kugel und besteht hauptsächlich aus Gestein. Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Der Planet hat eine relativ dünne Atmosphäre. Sie besteht größtenteils aus Stickstoff und Sauerstoff.

Dieses Bild zeigt die Erde als blaue Murmel. Es wurde 1972 bei Apollo 17 fotografiert und zeigt Afrika und die Antarktis. Es gilt als eines der am weitesten verbreiteten Fotos.

Die Erde hat einen einzigen großen Mond. Sein Durchmesser beträgt etwa ein Viertel des Erddurchmessers. Von der Erdoberfläche aus gesehen hat er fast exakt dieselbe Winkelgröße wie die Sonne. Mit ihrem Reichtum an flüssigem Wasser bietet die Erde einer große Vielzahl an Lebensformen Platz, auch potenziell intelligenten Arten wie Delfinen und Menschen.

Viel Vergnügen bei eurem Aufenthalt auf der Erde!

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Aufgedeckt: Fünfzig Jahre altes Selbstporträt vom Mond

Neil Armstrongs 50 Jahre altes Selbstporträt vom Mond bei Apollo 11 im Visier von Buzz Aldrin.

Bildcredit: NASA, Apollo 11, Neil Armstrong; Bearbeitung: Michael Ranger

Beschreibung: Hier ist eines der berühmtesten Bilder vom Mond – aber digital gespiegelt. Apollo 11 landete 1969 auf dem Mond. Bald danach entstanden viele Fotos, darunter ein kultiges Bild von Buzz Aldrin, fotografiert von Neil Armstrong. Das Originalbild zeigt nicht nur die prachtvolle Einöde einer fremden Welt, sondern auch Armstrong, der sich auf Aldrins gewölbtem Visier spiegelte.

Jetzt kommt die moderne Digitaltechnik ins Spiel. Auf diesem Bild wurde die kugelförmige Verzerrung von Aldrins Helm umgekehrt. Das Ergebnis ist das berühmte Bild – doch nun zeigt es Armstrong aus Aldrins Perspektive. Da Armstrong das Bild fotografiert hat, ist es tatsächlich ein fünfzig Jahre altes Selbstporträt vom Mond. Die originale Reflexion auf dem Visier ist links zu sehen. Rechts oben hängt die Erde am Mondhimmel. Ein in Folie gepacktes Bein der Landefähre Eagle ragt markant ins Bild.

Schon laufen Vorbereitungen für eine Rückkehr von Menschen zum Mond in den nächsten Jahren, dazu gehört das Artemis-Programm, eine internationale Zusammenarbeit unter Leitung der NASA.

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Tycho und Clavius

Der junge Krater Tycho und der alte Krater Clavius in den südlichen Hochländern gehören zu den größten und markantesten auf der Vorderseite des Mondes.

Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Beschreibung: Auf dieser detailreichen Teleskopansicht der zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes ist der Süden oben. Diese Mondlandschaft vom 20. Juli zeigt Jung und Alt auf dem Mond, nämlich die großen Krater Tycho und Clavius.

Tycho ist ungefähr 100 Millionen Jahre jung. Der 85 Kilometer große Krater nahe der Mitte besitzt einen scharfen Wall, sein zwei Kilometer hoher Zentralberg im hellen Sonnenlicht wirft einen dunklen Schatten. Die Trümmer, die bei dem Einschlag ausgeworfen wurden, durch den Tycho entstand, machen ihn immer noch zum markantesten Mondkrater bei Vollmond. Sein gut sichtbares Muster aus hellen Streifen und Strahlen reicht über einen Großteil der Mondvorderseite. Am Landeort von Apollo 17, etwa 2000 Kilometer entfernt, wurde sogar Material gesammelt, das wahrscheinlich vom Tycho-Einschlag stammt.

Einer der ältesten und größten Krater auf der Vorderseite des Mondes, der 225 Kilometer große Clavius, liegt südlich (über) Tycho. Das Strahlensystem des Kraters Clavius, das vom ursprünglichen Einschlagsereignis stammt, ist längst verblasst. Die erodierten Wände des alten Kraters und der glatte Boden sind inzwischen von kleineren Einschlagskratern überlagert, die später als Clavius entstanden sind.

Bei Beobachtungen mit dem Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA), die 2020 veröffentlicht wurden, wurde Wasser in Clavius entdeckt. Sowohl der junge Krater Tycho als auch der alte Krater Clavius sind Schauplätze im monumentalen Science-Fiction-Epos 2001: Odyssee im Weltraum.

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Mondstaub und Klebeband

Rad und Kotflügel des verstaubten Rover von Apollo 17 nach der Montage einer Reservekarte mithilfe von Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittert Gestein durch Wind und Wasser. Dadurch entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond sprengte der beständige Beschuss durch Mikrometeorite die Gesteinsoberfläche ab. So entstand eine Schicht aus pulverförmigem Mondboden, der als Regolith bezeichnet wird.

Der feine, scharfkantige Staub war allgegenwärtig. Er war ein Problem für die Astronauten von Apollo 17 und ihre Ausrüstung. Daher reparierten Harrison Schmitt und Eugene Cernan im Dezember 1972 auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers. So hielten sie die Staubschwaden von sich und ihrer Ausrüstung fern.

Das Bild zeigt das Rad des verstaubten Rovers. Am Kotflügel wurden eine Reservekarte erfinderisch mit Klammern und einem grauen Streifen Klebeband montiert.

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Apollo 11: Erde, Mond, Raumschiff

Michael Collins fotografierte die Mondlandefähre mit den zurückkehrenden Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin.

Bildcredit: NASA, Apollo 11; Restaurierung: Toby Ord

Beschreibung: Nach der berühmtesten Reise der Neuzeit war es Zeit für den Heimweg. Nachdem sie gezeigt hatten, dass die Menschheit über die Grenzen des Planeten Erde hinausgehen kann, kehrten Neil Armstrong und Buzz Aldrin – die ersten Menschen, die je eine andere Welt betreten hatten – mit der Aufstiegsstufe der Mondlandefähre zurück, um in der Mondumlaufbahn Michael Collins im Kommandomodul zu treffen.

Dieses Bild wurde am 21. Juli 1969 aufgenommen und kürzlich digital restauriert. Collins fotografierte hier das aufsteigende Raumschiff bei seiner Annäherung mit dem Mond darunter und der Erde in weiter Ferne. Das glatte, dunkle Gebiet auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite.

Man sagt über dieses kultige Bild, dass sich alle bis auf eine einzige Person vor der Kameralinse befanden.

Die NASA trauert um Michael Collins

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Apollo 17: Die Erdsichel

Die Originalfotografie dieses digital restaurierten Bildes, AS17-152-23420, wurde am 17. Dezember 1972 auf der Rückreise der Besatzung von Apollo 17 zur Erde fotografiert.

Bildcredit: Apollo 17, NASA; Restaurierung: Toby Ord

Beschreibung: Unser schöner Planet zeigt sich auf dieser atemberaubenden Fotografie als sonnenbeleuchtete Sichel vor der Schwärze des Weltraums. Aus dieser ungewohnten Perspektive wirkt die Erde klein, und wie bei einem Teleskopbild eines fernen Planeten liegt der ganze Horizont im Sichtfeld.

Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation erfreuen sich an viel näheren Ansichten des Planeten, wie sie der niedrige Erdorbit bietet. Sie umkreisen den Planeten alle 90 Minuten und sehen ein Panorama aus Wolken, Ozeanen und Kontinenten, die unter ihnen vorbeiziehen, sowie in der Ferne einen Teilbogen des Planetenrandes.

Doch dieses digital restaurierte Bild zeigt eine sehr ferne Ansicht, die nur 24 Menschen gesehen haben – Apolloastronauten, die zwischen 1968 und 1972 zum Mond und wieder zurück gereist sind. Die Originalfotografie AS17-152-23420 wurde am 17. Dezember 1972 auf der Rückreise der Besatzung von Apollo 17 fotografiert. Es ist das vorläufig letzte Bild der Erde aus dieser planetaren Perspektive, das von Menschenhand aufgenommen.

Die NASA gedenkt Michael Collins

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