Cygnus-Himmelslandschaft

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Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Beschreibung: Diese schöne Himmelslandschaft wurde in Pinselstrichen aus interstellarem Staub und leuchtendem Wasserstoff gemalt. Sie liegt in der Ebene unserer Milchstraße nahe dem nördlichen Rand der großen Teilung im Sternbild Schwan (Cygnus). Das Weitwinkelmosaik entstand mit drei verschiedenen Teleskopen und Bilddaten von etwa 90 Stunden. Es bedeckt am Himmel eindrucksvolle 24 Grad.

Der helle, heiße Überriese Deneb, Alphastern im Schwan, liegt oben in der Mitte. Der Schwan ist voller Sterne und leuchtender Gaswolken und enthält auch den dunklen, undurchsichtigen nördlichen Kohlensacknebel, der von Deneb aus zur Mitte dieser Ansicht verläuft. Das rötliche Leuchten der Sternbildungsregionen Nordamerikanebel (NGC 7000) und dem Pelikannebel (IC 5070) liegt links neben Deneb. Unter der Mitte fällt links der Schleiernebel ins Auge, ein etwa 1400 Lichtjahre entfernter Supernovaüberrest.

In der ganzen kosmischen Szenerie sind noch viele weitere Nebel und Sternhaufen erkennbar. Nördliche Himmelsbeobachter kennen Deneb natürlich auch als Bestandteil zweier Asterismen: Er ist das obere Ende im Kreuz des Nordens sowie eine Ecke im Sommerdreieck.

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Zodiakalstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Fotografie)

Beschreibung: Was für ein seltsames Licht leuchtet da am Ende der Straße? Es ist Staub, der die Sonne umkreist. Zu gewissen Zeiten im Jahr leuchtet kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang ein Staubband, das Sonnenlicht aus dem inneren Sonnensystem reflektiert, markant am Himmel. Es wird als Zodiakallicht bezeichnet.

Der Ursprung dieses Staubs wird noch erforscht, doch eine führende Hypothese besagt, dass Zodiakalstaub großteils von blassen Kometen der Jupiterfamilie stammt und langsam auf Spiralbahnen zur Sonne wandert. Aktuelle Untersuchungen des Staubs vom Kometen 67P, welcher von der robotischen ESA-Raumsonde Rosetta besucht wurde, stützen diese Hypothese.

Dieses Bild wurde beim Aufstieg zum Teide-Nationalpark auf den Kanarischen Inseln (Spanien) fotografiert. Bald nach Sonnenuntergang erschien in der Ferne ein helles Dreieck aus Zodiakallicht.

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M82, eine Galaxie mit supergalaktischem Wind

Das Bild zeigt eine Galaxie, die aussieht, als wäre sie explodiert. Diagonal von links unten nach rechts oben verläuft ein violettweißlicher Nebel mit dunklen Wolken gesprenkelt, in der Mitte ist quer dazu eine kleinere rötliche Explosion.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Daniel Nobre

Warum zieht roter Rauch durch die Zigarrengalaxie? Diese Sternbildungsgalaxie ist als M82 katalogisiert. Sie wurde bei einer Begegnung mit der großen Spiralgalaxie M81 vor kurzer Zeit aufgewirbelt. Das erklärt jedoch nicht ganz die Quelle von rot leuchtendem Gas und Staub, die sich nach außen ausdehnen.

Es gibt Hinweise, dass Gas und Staub durch die Teilchenwinde vieler Sterne hinausgetrieben werden. Die Teilchenwinde strömen gemeinsam aus und erzeugen zusammen einen galaktischen Superwind. Die Staubteilchen stammen vermutlich aus dem interstellaren Medium von M82. Sie sind sogar ähnlich groß wie die Teilchen in Zigarrenrauch.

Das Fotomosaik betont eine spezielle Farbe von rotem Licht. Es wird von ionisiertem Wasserstoff abgestrahlt und zeigt viele Details der Gas- und Staubfasern. Die Fasern sind mehr als 10.000 Lichtjahre lang. Die Zigarrengalaxie ist 12 Millionen Lichtjahre entfernt. Im Infrarotlicht ist sie die hellste Galaxie am Himmel. Im sichtbaren Licht findet man sie mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Große Bärin (Ursa Major).

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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HDR: Der kreisrunde Erdschatten auf dem Mond

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Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Beschreibung: Was wirft einen so großen kreisrunden Schatten auf den Mond? Die Erde. Der Vollmond letzte Woche – der Bockmond – war so voll, dass er fast exakt in einer Linie mit Sonne und Erde stand. Wenn das passiert, wirft die Erde ihren Schatten auf den Mond. Die Kreisförmigkeit des Erdschattens auf dem Mond wurde von Aristoteles erwähnt und wird somit mindestens seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. wahrgenommen.

Neu ist die Fähigkeit der Menschheit, diesen Schatten mit einem so hohen Dynamikumfang (HDR) zu erfassen. Dieses HDR-Komposit der partiellen Mondfinsternis, die letzte Woche stattfand, kombiniert 15 Bilder und enthält eine Aufnahme mit 1/400stel Sekunde, um den hellsten Teil nicht überzubelichten, und eine Aufnahme mit 5 Sekunden Belichtungszeit, um den dunkelsten Teil aufzunehmen. Dieser finstere Teil im Kernschatten der Erde ist nicht völlig dunkel, weil etwas Licht durch die Erdatmosphäre auf den Mond gebrochen wird.

Die nächste totale Mondfinsternis findet im Mai 2021 statt.

Partielle Mondfinsternis im Juli 2019: Einige unvergessliche Bilder, die bei APOD eingereicht wurden.

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Überraschend viele Mondbeben

Buzz Aldrin steht neben einem Mondseismometer und blickt zum Mondlandemodul, das rechts steht. Daneben ist die Flagge der USA in den Boden gerammt.

Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 11

Warum gibt es so viele Mondbeben? Bei den Apollo-Mondlandungen wurden auf dem Mond Seismometer stationiert. Wenn man ihre Messungen untersucht, zeigt sich eine überraschend hohe Anzahl an Mondbeben. Sie reichen bis zu 100 Kilometer unter die Oberfläche. Die Daten von 1972 und 1977 erfassten 62 Mondbeben.

Viele dieser Erschütterungen wären stark genug, um in einer Wohnung auf dem Mond die Möbel zu verschieben. Außerdem vibriert das starre Mondgestein viele Minuten lang, also deutlich länger als Gesteinsbeben auf der Erde. Die Ursache der Mondbeben ist unbekannt. Eine führende Hypothese besagt, dass Verwerfungen unter der Oberfläche kollabieren. Unabhängig von der Quelle müssen künftige Mondhäuser so gebaut werden, dass sie den häufigen Erschütterungen standhalten.

Heute vor 50 Jahren wurde der Apollo-11-Astronaut Buzz Aldrin neben einem Mondseismometer fotografiert, den er kurz zuvor aufgestellt hatte. Er blickte zum Mondlandemodul zurück.

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Landepanorama von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Oberfläche des Mondes nach der Landung von Apollo 11. Links sind die Schubdüsen zu sehen, rechts der Schatten des Eagle. In der Mitte sind zwei größere Krater. Der graue Mondboden ist von Geröll, Staub und vielen kleinen Kratern übersät.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr schon einmal ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama entstand aus hochaufgelösten Scans der Original-Filmbilder. Es zeigt die großartige Ödnis am Landeplatz von Apollo 11 im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder vor fünfzig Jahren kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 durch sein Fenster des Landemoduls Eagle.

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je eine Person auf einer anderen Welt fotografierte. Vorne links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten des Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster des Landemoduls aufgenommen, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten den Landeplatz dokumentieren, falls eine rasche Abreise nötig wäre.

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Panorama der Tranquility-Basis

Links über dem Schatten des Astronauten Neil Armstrong steht das Landemodul von Apollo 11. Rechts ist ein großer Krater.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Am 20. Juli 1969 landete das Mondmodul Eagle bei der Mission Apollo 11 sicher auf dem Mond. Es landete nahe am südwestlichen Rand des Mare Tranquillitatis. Der Landeort wurde Tranquility-Basis genannt.

Dieses Panoramabild der Tranquility-Basis entstand aus den historischen Fotos, die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Links wirft der Astronaut Neil Armstrong einen langen Schatten, weil er die Sonne im Rücken hat. Die Landesonde Eagle steht etwa 60 Meter entfernt (AS11-40-5961) links hinten. Rechts neben Armstrong ist der Rand des Kraters Little West rechts (AS11-40-5954). Er ist 30 Meter groß. Vorne sieht man auch die Oberseite der Kamera, die für Stereo-Nahaufnahmen der Mondoberfläche vorgesehen war.

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Abgeschatteter Mond und Berg

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Bildcredit: Norbert Span

Beschreibung: Am 16. Juli feierte der Mond den 50. Jahrestag des Starts von Apollo 11 mit einer Mondfinsternis, die auf einem großen Teil des Planeten Erde zu sehen war. Hier ist ein Teil der Mondscheibe in den dunklen, geröteten Kernschatten der Erde getaucht. Nahe dem Maximum der Finsternis berührte er gerade einen Bergrücken. Diese zerklüftete Tiroler Nachtlandschaft wurde nach Mondaufgang in Österreich südlich von Innsbruck aufgenommen, an der Kammlinie steht ein dramatisch beleuchteter Fernmeldeturm.

Finsternisse treten selten alleine auf. Diese partielle Mondfinsternis war bei dem Vollmond zu beobachten, der auf den Neumond des 2. Juli mit totaler Sonnenfinsternis folgte.

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