Die Dunkelwolke Chamäleon II

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Bildcredit und Bildrechte: Don Goldman

Das kleine Sternbild Chamäleon versteckt sich nahe beim Himmelssüdpol. Es hat keine hellen Sterne. Doch innerhalb seiner Grenzen entstehen Sterne, und zwar in einem Komplex dunkler, staubhaltiger Molekülwolken.

Der Dunkelnebel Chamaeleon II ist ungefähr 500 Lichtjahre entfernt. Im Bild zeichnen sich seine kosmischen Staubwolken als Silhouetten vor dem sternklaren Südhimmel ab. Das Teleskopsichtfeld ist am Himmel etwa so breit wie der Vollmond. Es misst somit in der geschätzten Entfernung der Dunkelwolke ungefähr 5 Lichtjahre. Mitten im scharfen Bild erkennt man das verräterische rötliche Leuchten bekannter Herbig-Haro-Objekte. Es ist das Strahlen von erschüttertem leuchtendem Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausströmt.

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Elemente im Nachleuchten einer Supernova

Ein puffiger runder Nebel leuchtet mitten im Bild in violetten und purpurfarbenen Tönen. Er ist von weißen Fasern durchzogen.

Bildcredit: NASA/CXC/SAO

Sterne mit großer Masse haben eine kurze Existenz. Sie verbrennen ihren nuklearen Brennstoff rasend schnell. Sterne fusionieren in ihrem Kern leichte Elementen wie Wasserstoff und Helium zu schwereren Elementen. Die Dichte und die Temperatur sind dabei extrem hoch.

Bei der Fusion entstehen neue Elementen wie Kohlenstoff, Sauerstoff etc. Die Reihe endet mit Eisen. Zum Schluss schleudert die Explosion einer Supernova Materie in den Weltraum, die mit schwereren Elementen angereichert ist. Diese landen später in anderen Sternen und Planeten (auch in Menschen!). – Eine Supernova ist das Ende eines massereichen Sterns.

Dieses detailreiche Röntgenbild in Falschfarben stammt vom Weltraumteleskop Chandra. Es zeigt die heiße Trümmerwolke eines Sterns, die sich ausdehnt. Sie ist etwa 36 Lichtjahre groß. Der junge Supernovaüberrest ist als G292.0+1.8 katalogisiert. Er liegt im südlichen Sternbild Zentaur. Das Licht der Supernova erreichte die Erde vor ungefähr 1600 Jahren.

Bläuliche Farben zeigen Fasern aus Gas, die viele Millionen Grad heiß sind. Sie enthalten besonders viel Sauerstoff, Neon und Magnesium. Bei der Explosion der Supernova entstand auch ein Pulsar, das ist ein rotierender Neutronenstern. Es ist der Überrest des kollabierten Sterns. Das Bild feiert den 20. Jahrestag des Röntgen-Observatoriums Chandra.

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IC 1795, der Fischkopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Pham

Beschreibung: Manche erkennen in diesem Nebel den Kopf eines Fisches. Das farbenprächtige kosmische Porträt zeigt jedoch leuchtendes Gas und undurchsichtige Staubwolken in IC 1795, einer Sternentstehungsregion im nördlichen Sternbild Kassiopeia. Die Farben des Nebels entstanden unter Verwendung der Hubble-Farbpalette, um die schmalbandigen Emissionen von Sauerstoff-, Wasserstoff- und Schwefelatomen in Blau, Grün und Rot abzubilden. Die Daten wurden zusätzlich mit Bildern aus der Region gemischt, die mit Breitbandfiltern aufgenommen wurden.

IC 1795 liegt am Himmel in der Nähe des berühmten Doppelsternhaufens im Perseus und von IC 1805, dem Herznebel, als Teil eines Komplexes an Sternbildungsregionen am Rand einer großen Molekülwolke. Der größere Sternbildungskomplex ist mehr als 6000 Lichtjahre entfernt und liegt im Perseus-Spiralarm unserer Galaxis. In dieser Entfernung zeigt das Bild etwa 70 Lichtjahre von IC 1795.

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Sternbildungsregion NGC 3582 ohne Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Was geht im Freiheitsstatuennebel vor sich? Helle Sterne und interessante Moleküle entstehen und werden freigesetzt. Der komplexe Nebel befindet sich in einer Sterne bildenden Region, die RCW 57 genannt wird, und außer dem berühmten Denkmal sehen manche darin eine fliegende Superheldin oder einen weinenden Engel.

Nach der digitalen Entfernung der Sterne zeigt dieses Bild dichte Knoten aus dunklem interstellarem Staub, Felder aus leuchtendem Wasserstoff, der durch diese Sterne ionisiert wird, sowie prächtige Schleifen aus Gas, die von sterbenden Sternen ausgeworfen werden.

Eine detaillierte Untersuchung von NGC 3576, der auch als NGC 3582 und NGC 3584 bekannt ist, enthüllte mindestens 33 massereiche Sterne im Endstadium der Entstehung sowie das klare Vorhandensein komplexer Kohlenstoffmoleküle, so genannter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). PAKs entstehen vermutlich im abkühlenden Gas der Sternbildungsregionen, und ihre Bildung in dem Entstehungsnebel der Sonne vor fünf Milliarden Jahren könnte ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Leben auf der Erde gewesen sein.

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Blitze über dem Wasservulkan

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Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Pinceladas Nocturnas)

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ehrfürchtig ein Blitzgewitter beobachtet? Willkommen im Klub. Die Details der Ursache von Blitzen werden noch erforscht, doch es ist bekannt, dass im Inneren mancher Wolken interne Aufwinde Kollisionen zwischen Eis und Schnee verursachen, dadurch werden die Ladungen zwischen Wolkenober- und -unterseite langsam getrennt. Bald entstehen dann die schnellen elektrischen Entladungen in Form von Blitzen.

Ein Blitz nimmt in der Regel einen gezackten Verlauf und erhitzt in kürzester Zeit eine dünne Luftsäule auf etwa das Dreifache der Oberflächentemperatur der Sonne. Dabei entsteht eine Stoßwelle, die mit Überschall beginnt und zu dem lauten Geräusch, das als Donner bezeichnet wird, abklingt.

Im Schnitt zucken weltweit etwa 6000 Blitze pro Minute zwischen Wolken und der Erde. Diese Blitzäste, die zu Beginn dieses Monats als Komposit aus zwei Bildern fotografiert wurden, entspringen Kommunikationsantennen nahe dem Gipfel des Volcán de Agua (Wasservulkan) in Guatemala.

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Der Nordamerikanebel in Infrarot

Das Bild zeigt den Nordamerikanebel in Infrarotlicht, darüber ist eine Version in sichtbarem Licht gelegt.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, L. Rebull (SSC, Caltech); Optische Überlagerung: DSS, D. De Martin

Beschreibung: Der Nordamerikanebel kann, was die meisten Nordamerikaner nicht können: Sterne bilden. Wo genau diese Sterne im Nebel entstehen, ist meist hinter einem Teil des dichten Staubs im Nebel, der in sichtbarem Licht undurchlässig ist, versteckt. Doch diese Ansicht, die das Weltraumteleskop Spitzer des Nordamerikanebels im Infrarotlicht erstellte, lugt durch einen Großteil des Staubs und enthüllt Tausende neu entstandener Sterne.

Wenn ihr den Mauspfeil über dieses wissenschaftlich gefärbte Infrarotbild schiebt, seht ihr zum Vergleich ein visuelles Bild derselben Region. Das Infrarotbild zeigt junge Sterne in unterschiedlichen Entstehungsstadien, manche noch eingebettet in dichte Knoten aus Gas und Staub, andere umgeben von Scheiben und ausgeworfenen Strahlen, wieder andere schon frei von ihren Entstehungskokons.

Der Nordamerikanebel (NGC 7000) ist etwa 50 Lichtjahre groß, ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Doch obwohl so viele Sterne im Nordamerikanebel bekannt sind, wird immer noch erörtert, welche massereichen Sterne das energiereiche Licht aussenden, welches den ionisierten roten Lichtschein erzeugt.

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Start von Chandrayaan 2

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Bildcredit und Bildrechte: Neeraj Ladia

Beschreibung: Am 22. Juli verschwand diese GSLV-MkIII-Rakete (Trägerrakete für geosynchrone Satelliten) einen Moment nach diesem dramatischen Schnappschuss aus dem Blickfeld in einer Wolkenbank. Sie startete am Satish Dhawan Space Centre in Indien, ihre Nutzlast war das Missionsraumschiff Chandrayaan 2 in den Erdorbit.

Orbiter, Landesonde und Rover der Raumsonde sind jedoch für den Mond bestimmt. In den kommenden Wochen führt sie eine Manöverserie zur Anhebung des Orbits durch, die schließlich Anfang September in den Mondorbit übergehen. Wenn alles nach Plan läuft, trennt sich die Landesonde samt dem solarbetriebenen Rover und versucht eine autonome weiche Landung in hohen Breiten in der Nähe des Mondsüdpols. Sie sollte am 7. September auf der Mondvorderseite ankommen, in der Nähe des lokalen Sonnenaufgangs zu Beginn eines zweiwöchigen Mondtages.

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Die Adern des Himmels

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Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Diese einzigartige Schau leuchtender Nachtwolken überträgt Sonnenlicht auf den dunklen Himmel. Sie wurde Anfang des Monats fotografiert und spiegelt sich im ruhigen Wasser des Vallentunasees in der Nähe von Stockholm (Schweden). Die eisigen Wolken reflektieren Sonnenlicht vom Rand des Weltraums – etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche -, obwohl die Sonne vom Boden aus gesehen unter dem Horizont steht.

Meist sind leuchtende Nachtwolken in den Sommermonaten in hohen geografischen Breiten zu beobachten. Bisher zeigten sie in den kurzen nördlichen Sommernächten eine starke Präsenz. Sie sind auch als polare Mesosphärenwolken bekannt und entstehen nach unserem heutigen Verständnis, wenn Wasserdampf, der in die kalte obere Atmosphäre gelangt und an feinen Staubteilchen kondensiert. Diese Partikel stammen von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche. Die NASA-Mission AIM liefert täglich Prognosen für leuchtende Nachtwolken aus dem Weltraum.

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