Nahaufnahme von M16

Unter einer Dunkelwolke rechts oben breitet sich in der Mitte eine hellblau leuchtende Öffnung aus. In der Mitte ragen die berühmten Säulen der Sternbildung auf.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: M16 ist ein etwa zwei Millionen Jahre junger Sternhaufen, der von Geburtswolken aus Staub und leuchtendem Gas umgeben ist. Man kennt ihn auch als Adlernebel. Dieses schöne, detailreiche Bild der Region entstand mit der farbenprächtigen Hubblepalette und zeigt kosmische Skulpturen, die berühmt wurden, als das Weltraumteleskop Hubble Nahaufnahmen des Sterne bildenden Komplexes veröffentlichte.

Die dichten, staubigen Säulen in der Nähe der Mitte sind als Elefantenrüssel oder Säulen der Schöpfung bekannt, sie sind Lichtjahre lang und ziehen sich durch die Gravitation zu Sternen zusammen. Die energiereiche Strahlung der Haufensterne erodiert Material an den oberen Enden und legt schlussendlich die eingebetteten neuen Sterne frei. Links neben der Mitte, am Rand der hellen Emission, entspringt eine weitere staubige, Sterne bildende Säule, die als Fee des Adlernebels bekannt ist.

M16 ist etwa 7000 Lichtjahre entfernt und liegt in einem nebelreichen Teil des Himmels – im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schweif der Schlange). Er ist ein leichtes Ziel für Ferngläser und kleine Teleskope.

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Atlas in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Beschreibung: Diese 251 Sekunden belichtete Einzelaufnahme folgt dem Flug einer Atlas-V-Rakete, die am frühen Morgen des 8. August von der Luftwaffenbasis Cape Canaveral auf dem Planeten Erde startete und nach Osten in die Dämmerung flog.

Der Raketenstart der United Launch Alliance erfolgte um 6:13 Uhr Ortszeit. Die Sonne ging erst um 6:48 Uhr auf und stand noch unter dem östlichen Horizont, doch sie beleuchtete die Abgasfahne der Rakete in der Höhe oben. Das Gewässer der Indian River Lagune in Palm Shores (Florida) reflektiert die sanften Farben und das warme Leuchten des sonst ruhigen Himmels in der Dämmerung. Die mächtige Atlas-Rakete transportierte einen militärischen Kommunikationssatelliten in den Erdorbit.

Dieses Wochenende sind Lichtblitze, die Sie vielleicht vor der Morgendämmerung am klaren Himmel sehen können, Meteore der Perseïden.

Beobachten Sie den Meteorstrom der PerseÏden

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Curiosity am Teal Ridge

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Beschreibung: Dieser Teil eines 360-Grad-Panoramas zeigt die Aussicht am aktuellen Standort des Marsrovers Curiosity auf dem Roten Planeten, der als Teal Ridge bezeichnet wird. Die Mosaik-Szenerie wurde nach irdischem Kalender am 18. Juni 2019 mit der Mastkamera des Rovers fotografiert. Das entspricht Curiositys Sol 2440, seinem 2440. Tag auf der Marsoberfläche.

Seit seiner Landung vor sieben Jahren – am 6. August 2012 im Krater Gale – legte Curiosity etwa 21 Kilometer zurück. Die Spuren des Rovers auf der rechten Seite führen zum Vera-Rubin-Kamm. Der Grat des Kraters Gale ist in der Ferne sichtbar. Die Radspuren des robotischen Rovers sind etwa 3 Meter voneinander entfernt.

Während seiner Mission hatte Curiosity großen Erfolg bei der Erforschung der Geschichte von Wasser in der Marsumgebung. Der Entwurf des Rovers Mars 2020 der NASA basiert im Wesentlichen auf der Bauweise des Marsrovers Curiosity.

Aufgepasst: der Meteorstrom der Perseïden

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Verschlungener Jupiter und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Mohammad S. Hayati

Beschreibung: Dieser Monat ist günstig, um Jupiter zu sehen. Wenn Sie den größten Planeten unseres Sonnensystems am Himmel sehen möchten, blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Südosten – dort sollte Jupiter das hellste Objekt am Himmel sein. Wenn Sie ein Fernglas oder ein kleines Teleskop besitzen, sehen Sie ganz in der Nähe vielleicht Jupiters vier hellste Monde und vielleicht auch Wolkenbänder.

Dieses Bild wurde vor ungefähr einem Monat am persischen Golf fotografiert. Es zeigt Jupiter rechts neben dem fast senkrechten Band der zentralen Scheibe unserer Milchstraße. Die namenlosen Felsformationen wirkt in der Projektion wie der Kiefer eines gewaltigen Ungeheuers, das gerade den Riesenplaneten verschlingt. Wenn Sie Jupiter sehen, ist es interessant zu wissen, dass die Roboter-Raumsonde Juno den Riesenplaneten jetzt gerade besucht und untersucht. Auch Saturn ist diesen Monat zu sehen, doch obwohl er in der Nähe von Jupiter steht, ist er nicht so hell.

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Die lokale Leere im nahen Universum

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Bildcredit: R. Brent Tully (U. Hawaii) et al.

Beschreibung: Wie sieht unsere Region des Universums aus? Da Galaxien so weit über den Himmel verteilt sind, und weil unsere Milchstraße einen Teil des fernen Himmels abdeckt, war es schwierig, das zu beurteilen. Doch nun wurde eine neue Karte erstellt, die aus großräumigen Galaxienbewegungen ableitet, welche massereichen Objekte im nahen Universum gravitativen Einfluss ausüben müssen.

Diese Karte hat eine Seitenlänge von mehr als 600 Millionen Lichtjahren und zeigt, dass unsere Galaxis am Rand des Virgo-Galaxienhaufens liegt, der mit dem großen Attraktor verbunden ist – einer noch größeren Galaxiengruppierung. In der Nähe befinden sich auch der massereiche Koma-Haufen und der ausgedehnte Perseus-Fische-Superhaufen.

Andererseits befinden wir uns auch am Rand einer riesigen Region, die fast frei von Galaxien ist, und die als lokale Leere bekannt ist. Der abstoßende Schub der lokalen Leere, kombiniert mit dem gravitativen Zug zur erhöhten Galaxiendichte auf der anderen Seite des Himmels, erklärt einen Teil der rätselhaft hohen Geschwindigkeit unserer Galaxis vor dem kosmischen Mikrowellenhintergrund – aber nicht zur Gänze.

Wenn Sie das lokale Universum selbst – wie von Cosmicflows-3 beschrieben- erforschen möchten, können Sie diese interaktive 3D-Visualisierung vergrößern und drehen.

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Spiegelung einer totalen Sonnenfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Würden Sie eine Doppelaufnahme machen, wenn Sie eine totale Sonnenfinsternis sehen? Ein Astrofotograf tat das – doch er brauchte einen See und etwas Planung. Da die Finsternis tief am Horizont stattfinden würde, hielt er Ausschau nach einem passenden Ort auf dem schmalen Pfad in Südamerika, auf dem man wenige Minuten lang sehen würde, wie der Mond die Sonne vollständig bedeckte – sowohl direkt als auch im Spiegelbild.

Am Tag vor der Totalität besuchte er den See La Cuesta Del Viento (Die Hänge des Windes), der trotz des Namens so windstill war, dass er wie ein Spiegel aussah. Perfekt. Als er jedoch am Tag der Finsternis zurückkehrte, wirbelte eine steife Brise das Wasser auf – genug, um die Aufnahme mit der Reflexion der Finsternis zu ruinieren. Zum Verzweifeln.

Aber halt! Seltsamerweise legte sich der Wind etwa eine Stunde vor der Totalität. Diese Ruhe hängt vielleicht mit der Finsternis selbst zusammen, weil verfinsterter Boden die Luft weniger stark erwärmt und die Menge an aufsteigender warmer Luft reduziert – das kann den Wind abschwächen und sogar seine Richtung ändern. Die Finsternis kam, Stativ und Kamera waren bereit, ebenso der See.

Dieses Bild der Doppelfinsternis entstand als Einzelaufnahme mit nur 1/15 tel Sekunde Belichtungszeit. Bald nach der Totalität frischte der Wind wieder auf, und das Wasser wurde wieder böig. Egal – dieses Doppelbild der totalen Sonnenfinsternis vom Juli 2019 war für immer im Kasten.

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Gerüchte über ein dunkles Universum

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Bildcredit: High-Z Supernova-Suchteam, HST, NASA

Beschreibung: Vor 21 Jahren wurden erstmals Ergebnisse vorgestellt, die Hinweise lieferten, dass sich ein Großteil der Energie unseres Universums nicht in Sternen oder Galaxien befindet, sondern an den Raum selbst gebunden ist. Nach Ansicht der Kosmologen setzten neue Beobachtungen ferner Supernovae eine große kosmologische Konstante – Dunkle Energie – voraus.

Die Idee einer kosmologischen Konstante war nicht neu – es gibt sie seit Beginn der heutigen relativistischen Kosmologie. Solche Annahmen waren jedoch in der Regel nicht sehr verbreitet, weil die Dunkle Energie so anders war als die bekannten Bestandteile des Universums, außerdem schien die Menge an Dunkler Energie durch andere Beobachtungen begrenzt, und weniger seltsame Kosmologien hatten die Daten bis dahin ohne eine beträchtliche Menge an Dunkler Energie gut erklärt.

Das Besondere war hier die offenbar direkte und zuverlässige Beobachtungsmethode sowie der gute Ruf der Wissenschaftler, welche die Untersuchungen durchführen. Im Laufe von zwei Jahrzehnten sammelten unabhängige Arbeitsgruppen von Astronominnen und Astronomen weiterhin Daten, welche die Existenz Dunkler Energie und die das verstörende Ergebnis eines derzeit beschleunigt expandierenden Universums zu bestätigen scheinen.

2011 erhielten die Arbeitsgruppenleiter für ihre Arbeit den Nobelpreis für Physik. Dieses Bild einer Supernova, die 1994 in den Außenbereichen einer Spiralgalaxie zu beobachten war, wurde von einer dieser Forschungsgruppen aufgenommen.

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Mimas im Saturnlicht

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die zu Saturn gerichtete Hälfte von Mimas, die aus dem Schatten lugt, liegt neben einer dramatisch von Sonnenlicht beleuchteten Sichel fast in der Dunkelheit. Das Mosaik wurde am 30. Januar 2017 fotografiert – relativ kurz vor der letzten großen Annäherung der Raumsonde Cassini.

Cassinis Kamera war nur 45.000 Kilometer von Mimas entfernt und fast genau zur Sonne gerichtet. Das Ergebnis ist eine der am höchsten aufgelösten Ansichten des eisigen, von Kratern zernarbten, 400 Kilometer großen Mondes. Noch besser zeigt eine überarbeitete Bildversion die zu Saturn gerichtete Halbkugel des synchron rotierenden Mondes, die von Sonnenlicht beleuchtet ist, das von Saturn reflektiert wird. Um diese zu sehen, schieben Sie Ihren Mauszeiger über das Bild oder folgen Sie diesem Link.

Andere Cassini-Bilder des kleinen Mondes Mimas zeigen den riesigen, bedrohlichen Krater Herschel.

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