Benjamin Knispel

Füchschen, erstellt mit Sellarium
  • Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover
  • Promotion im Bereich der Gravitationswellen-Astronomie und Radioastronomie mit einem freiwilligen verteilten Rechenprojekt
  • VHS-Kurse zu den Grundlagen der Astronomie
  • vor allem früher, heute bisweilen aktiv in der Volkssternwarte Hannover
  • Studium der Physik an der Leibniz Universität Hannover
  • seit der Jugend begeisterter Amateurastronom

Neueste Beiträge:

  • Perseverance absolviert einen Mars-Marathon
    Ein kleiner grüner Punkt auf der Oberfläche des großen Roten Planeten – das ist der Rover Perseverance auf dem Mars. Dieses Bild nahm der Mars Reconnaissance Orbiter mit seinee Kamera HiRISE am 13. Juni auf. Einen Tag später beendete der …
  • Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury
    Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad. Hier leuchten die beiden Himmelslichter neben zwei großen Megalithen der Menhire in Avebury.
  • Charon, einer von Plutos Monden
    Dieses Bild zeigt Charon, Plutos größten Mond. An seinem Nordpol liegt eine dunkle und rätselhafte Region. Sie trägt den inoffiziellen Namen Mordor Macula. Am 14. Juli 2015 nahm die interplanetare Raumsonde New Horizons das hoch aufgelöste Bild auf. Zu dem Zeitpunkt kam sie dem fernen Pluto am nächsten.

CG4: Die Globule und die Galaxie

Die kometenartige Globule CG4 ragt von rechts ins Bild. Sie verspeist scheinbar eine Galaxie, die links zwischen den Sternen schwebt.
Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Mark Hanson

Kann eine Gaswolke eine Galaxie verspeisen? Nicht einmal ansatzweise. Die „Klaue“ dieser seltsamen „Kreatur“ im Bild ist eine Gaswolke. Man bezeichnet sie als kometenartige Globule. Doch diese Globule ist geplatzt.

Kometenartige Globulen haben in der Regel staubige Köpfe und ein längliches Ende. Dadurch sehen diese Objekte optisch ähnlich aus wie Kometen. Doch in Wirklichkeit sind sie etwas ganz anderes. Häufig entstehen in den Globulen Sterne. In vielen ihrer Köpfe finden wir sehr junge Exemplare. Warum dieser Kopf einen Riss hat, ist noch nicht bekannt.

Die Galaxie links neben der Globule ist riesig, aber sehr weit entfernt. Sie liegt nur zufällig und scheinbar in der Nähe von CG4.

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Carolin Liefke

  • Stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg
  • Deputy Director des Office of Astronomy for Education (OAE) der Internationalen Astronomischen Union (IAU)
  • Seit mehr als 20 Jahren Tätigkeiten in der astronomischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • National Outreach Coordinator des Office of Astronomy Outreach (OAO) der IAU für Deutschland
  • Studium der Physik mit Schwerpunkt Astronomie an der Universität Hamburg. Anschließend Promotion an der Hamburger Sternwarte; Forschungsarbeit auf den Gebieten stellare Aktivität und Röntgenastronomie
  • Passionierte Amateurastronomin, in mehreren astronomischen Vereinen und Internet-Communities aktiv, unter anderem im Vorstand der Vereinigung der Sternfreunde

Neueste Beiträge:

  • Vorbeiflug am Neptunmond Triton
    Wie würde es wohl aussehen, an Triton vorbeizufliegen, dem größten Mond des Planeten Neptun? Nur eine einzige Raumsonde hat das bislang geschafft. Die Bilder dieser dramatischen Begegnung sind in diesem Video zusammengestellt. Im Jahr 1989 raste die Sonde Voyager 2 …
  • Thors Helm
    Der nordische Gott Thor hat nicht nur seinen eigenen Wochentag (den Donnerstag), sondern auch einen Helm am Himmel. Der Nebel NGC 2359 hat die Form eines Huts mit flügelartigen Ausläufern und wird auch als „Thors Helm“ bezeichnet. Eigentlich ist die kosmische Kopfbedeckung eine interstellare Blase.
  • Der Überrest der Vela-Supernova
    Die Explosion ist vorbei, doch sie hinterließ Spuren. Vor etwa zwölftausend Jahren explodierte ein ganz gewöhnlicher Stern im Sternbild Vela. Dabei erzeugte er einen seltsamen Lichtpunkt. Für die Menschen, die zu Beginn der aufgezeichneten Geschichte lebten, war er für kurze Zeit sichtbar.

Alle Beiträge von Carolin Liefke

Kembles Kaskade

Der Asterismus Kembles Kaskade im Sternbild Giraffe verläuft diagonal durchs Bild, links oben befindet sich NGC 1502, der Jolly-Roger-Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease

Diese Sternenkette ist echt. Kembles Kaskade aus Sternen ist etwas zu blass, um sie mit bloßem Auge zu sehen, doch mit Fernglas ist sie ein echter Hingucker. Wie auch der Große Wagen ist Kembles Kaskade kein Sternbild, sondern ein Asterismus. Die Sterngruppe ist am nördlichen Himmel im langhalsigen Sternbild Giraffe (Camelopardalis) zu sehen.

Die Kette aus etwa 20 nicht zusammenhängenden Sternen, die alle ähnlich hell sind, umfasst die fünffache Winkelgröße des Vollmondes. Kembles Kaskade verläuft im Bild diagonal von links oben nach rechts unten. Sie wurde im letzten Jahrhundert durch den Astronomiefreund Lucian Kemble beliebt. Das helle Objekt links oben ist der relativ kompakte Jolly-Roger-Sternhaufen, der offiziell als NGC 1502 bezeichnet wird.

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Denise Lorenz

Sternbild

Neueste Beiträge:

  • Longmore 8, der Hamsterrad-Nebel
    Wie kam dieses Hamsterrad ins All? Der Hamsterrad-Nebel (Longmore 8) wurde 1976 von Andrew Longmore während einer großen Durchmusterung des südlichen Himmels entdeckt. Bei diesem Projekt kamen mehrere Verbesserungen der Fotografie zum Einsatz. Man hat sehr lichtempfindliche Filme verwendet, um …
  • NGC 3660 und Burçins Galaxie
    Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken. Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff.
  • Thackerays Globulen
    Was sind das für eigenartige Klumpen im Weltraum? Diese undurchsichtigen Wolken sind so groß, dass darin Sternen entstehen können. Die Molekülwolken schweben hier im Emissionsnebel IC 2944. Das helle Gebiet mit Sternbildung ist 5900 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Zentaur.

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Planetenparade nach Sonnenuntergang

Abendhimmel mit allen 8 Planeten und hellen Sternen über dem türkischen Dorf Gökçeören.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr heute Abend nach oben schaut, könnt ihr eine ganze Reihe von Planeten sehen. Nach Sonnenuntergang sind Richtung Westen die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und Mars gleichzeitig sichtbar. Von Westen nach Osten steht in dieser planetaren Reihe die Venus dem Horizont am nächsten und geht kurz nach der Sonne unter. Es spielt keine Rolle, wo auf der Erde ihr lebt, denn diese frühabendliche Planetenparade ist bei klarem Himmel auf der ganzen Erde zu sehen.

Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats fotografiert. Es zeigt nicht nur all diese Planeten, sondern auch den Mond und den Planeten Merkur, die gleichzeitig sichtbar waren. Die Planeten Neptun und Uranus waren unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze, mit ihnen wäre es ein Panorama aller Planeten. Im Vordergrund liegen die Hügel um das kleine Dorf Gökçeören im türkischen Kaş nahe der Mittelmeerküste. Die hellen Sterne Atair, Fomalhaut und Aldebaran leuchten markant, ebenso wie der Sternhaufen der Plejaden. Im Laufe des Januars steigt die Venus bei Sonnenuntergang am Himmel höher, während Saturn tiefer sinkt.

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Doris Vickers

Doris Vickers
  • Geb. 1980 in Wien
  • Studium der Klassischen Philologie und Digital Humanities
  • Forschungsschwerpunkte: Astronomie des 17. und 18. Jahrhunderts, Sternnamen, Entwicklung astronomischer Fachterminologie
  • Seit 1996 in der astronomischen Volksbildung

Neueste Beiträge:

  • Sternennacht II
    Kommt euch diese Szene bekannt vor? Es ist eine moderne Nachbildung des berühmten Gemäldes La nuit étoilée von Vincent van Gogh. Bild und Gemälde zeigen links einen hohen Baum, einen Sichelmond rechts oben, den Planeten Venus rechts neben dem Baum, einen Horizont und Wolken über dem Horizont.
  • Der Supernova-Überrest der Meerjungfrau
    Kann sich diese kleine Meerjungfrau in Sternenstaub statt in Meeresschaum verwandeln? Bei diesem schönen Nebel scheint es so. Das Bild zeigt den Meerjungfrauen-Nebel (Mermaid Nebula), der auch Kampffisch-Nebel (Betta Fish Nebula) genannt wird. Er ist Teil des Supernova-Überrests G296.5+10.0.
  • NGC 3169 ergründen
    Die Spiralgalaxie NGC 3169 (links) wirkt, als würde sie sich wie ein kosmisches Garnknäuel entwirren. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt südlich des hellen Sterns Regulus im lichtschwachen Sternbild Sextant. NGC 3169 und ihre Nachbarin NGC 3166 wechselwirken miteinander durch Gravitation.

Alle Beiträge von Doris Vickers

Der größte Felsen im Sonnensystem

Der berühmte blassblaue Punkt - Pale Blue Dot - ist ein Bild der Erde, das die Raumsonde Voyager I im Jahr 1990 fotografierte.

Bildcredit: NASA, Raumsonde Voyager 1

Der Punkt dort rechts ist der größte Gesteinsbrocken, den wir im Sonnensystem kennen. Er ist größer als jeder Asteroid, Mond oder Kometenkern, den wir kennen, sogar größer als jeder andere lokale Gesteinsplanet.

Der Felsbrocken ist so groß, dass seine Gravitation ihn zu einer großen Kugel formt, auf deren Oberfläche sich schwere Gase sammeln. (Bis zu den jüngsten Entdeckungen großer dichter Planeten, die um andere Sterne kreisen, war er der größte bekannte Felsbrocken jeglicher Art.) Im Jahr 1990 nahm die Raumsonde Voyager 1 vom äußeren Sonnensystem aus dieses Bild des gewaltigen Weltraumgesteinsbrockens auf, es ist der berühmte blassblaue Punkt (Pale Blue Dot).

Heute beginnt dieser Gesteinsbrocken zum ungefähr fünfmilliardsten Mal eine neue Runde um seinen Heimatstern. Bei jedem Umlauf rotiert er mehr als 350 Mal um sich selbst. Wir wünschen allen Bewohnern dieses Gesteinsbrockens, den wir Erde nennen, frohes neues Jahr nach dem gregorianischen Kalender.

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