Benjamin Knispel

Füchschen, erstellt mit Sellarium
  • Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover
  • Promotion im Bereich der Gravitationswellen-Astronomie und Radioastronomie mit einem freiwilligen verteilten Rechenprojekt
  • VHS-Kurse zu den Grundlagen der Astronomie
  • vor allem früher, heute bisweilen aktiv in der Volkssternwarte Hannover
  • Studium der Physik an der Leibniz Universität Hannover
  • seit der Jugend begeisterter Amateurastronom

Neueste Beiträge:

  • Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter
    Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie …
  • Titan sehen
    Eine dichte Atmosphäre verhüllt die Oberfläche des größten Saturnmonds Titan. Deswegen ist sie schwierig zu sehen. In der oberen Atmosphäre von Titan schweben kleine Teilchen. Sie bilden einen undurchdringlichen Nebel. Er streut sichtbares Licht und verbirgt die Oberfläche vor neugierigen Blicken.
  • Erduntergang am iPhone
    Wie sieht ein Erduntergang aus? Reid Wiseman war Kommandant von Artemis II. Er fing beim historischen Flug um den Mond einen weiteren Blick auf die Erde ein. Kommandant Wiseman nahm sein Video mit 8-fachem Zoom auf einem iPhone auf. Es zeigt, wie unser Planet langsam hinter dem Mond verschwindet.

CG4: Die Globule und die Galaxie

Die kometenartige Globule CG4 ragt von rechts ins Bild. Sie verspeist scheinbar eine Galaxie, die links zwischen den Sternen schwebt.
Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Mark Hanson

Kann eine Gaswolke eine Galaxie verspeisen? Nicht einmal ansatzweise. Die „Klaue“ dieser seltsamen „Kreatur“ im Bild ist eine Gaswolke. Man bezeichnet sie als kometenartige Globule. Doch diese Globule ist geplatzt.

Kometenartige Globulen haben in der Regel staubige Köpfe und ein längliches Ende. Dadurch sehen diese Objekte optisch ähnlich aus wie Kometen. Doch in Wirklichkeit sind sie etwas ganz anderes. Häufig entstehen in den Globulen Sterne. In vielen ihrer Köpfe finden wir sehr junge Exemplare. Warum dieser Kopf einen Riss hat, ist noch nicht bekannt.

Die Galaxie links neben der Globule ist riesig, aber sehr weit entfernt. Sie liegt nur zufällig und scheinbar in der Nähe von CG4.

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Carolin Liefke

  • Stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg
  • Deputy Director des Office of Astronomy for Education (OAE) der Internationalen Astronomischen Union (IAU)
  • Seit mehr als 20 Jahren Tätigkeiten in der astronomischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • National Outreach Coordinator des Office of Astronomy Outreach (OAO) der IAU für Deutschland
  • Studium der Physik mit Schwerpunkt Astronomie an der Universität Hamburg. Anschließend Promotion an der Hamburger Sternwarte; Forschungsarbeit auf den Gebieten stellare Aktivität und Röntgenastronomie
  • Passionierte Amateurastronomin, in mehreren astronomischen Vereinen und Internet-Communities aktiv, unter anderem im Vorstand der Vereinigung der Sternfreunde

Neueste Beiträge:

  • Markarjans Kette
    Diese Teleskopansicht zeigt eine Kette von Galaxien, die nahe beim Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens verläuft. Man nennt sie Markarjans Kette. Sie beginnt bei den markanten linsenförmigen Galaxien M84 (unten) und M86 (rechts unten). Von dort läuft der sanfte Bogen der Kette nach links oben.
  • Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) hinter Spuren von Satelliten
    Findet ihr den Kometen in diesem Netz? Mittendrin versteckt sich der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS). Er besucht das innere Sonnensystem. Während Satelliten um die Erde kreisen, ziehen sie im Bild lange Streifen. Mit dem bloßen Auge sehen wir Satelliten als Lichtpunkte, die langsam über den Nachthimmel ziehen.
  • Der Weg der Artemis II
    Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Artemis II ist in erster Linie eine Testmission. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch vor Apollo 11 waren schon Apollo 8 und Apollo 10 in die Nähe des Mondes geflogen.

Alle Beiträge von Carolin Liefke

Kembles Kaskade

Der Asterismus Kembles Kaskade im Sternbild Giraffe verläuft diagonal durchs Bild, links oben befindet sich NGC 1502, der Jolly-Roger-Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease

Diese Sternenkette ist echt. Kembles Kaskade aus Sternen ist etwas zu blass, um sie mit bloßem Auge zu sehen, doch mit Fernglas ist sie ein echter Hingucker. Wie auch der Große Wagen ist Kembles Kaskade kein Sternbild, sondern ein Asterismus. Die Sterngruppe ist am nördlichen Himmel im langhalsigen Sternbild Giraffe (Camelopardalis) zu sehen.

Die Kette aus etwa 20 nicht zusammenhängenden Sternen, die alle ähnlich hell sind, umfasst die fünffache Winkelgröße des Vollmondes. Kembles Kaskade verläuft im Bild diagonal von links oben nach rechts unten. Sie wurde im letzten Jahrhundert durch den Astronomiefreund Lucian Kemble beliebt. Das helle Objekt links oben ist der relativ kompakte Jolly-Roger-Sternhaufen, der offiziell als NGC 1502 bezeichnet wird.

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Denise Lorenz

Sternbild

Neueste Beiträge:

  • Titania, Uranus‘ größter Mond
    Titanias zerklüftete Landschaft ist eine Mischung aus Schluchten, Klippen und Kratern. Dieses Bild nahm die interplanetare Roboter-Raumsonde Voyager 2 der NASA auf, als sie 1986 am größten Mond von Uranus vorbeiflog. Die Gräben auf Titania ähneln denen von Ariel, einem weiteren Uranusmond.
  • Die merkwürdige elliptische Galaxie Centaurus A
    Was ist im Zentrum dieser Galaxie passiert? Auffällige Staubstreifen ziehen über das Zentrum der ungewöhnlichen elliptischen Galaxie Centaurus A. Diese Staubbahnen sind so dicht, dass sie das Zentrum der Galaxie im sichtbaren Licht fast vollständig verdecken. Das ist sehr ungewöhnlich.
  • Webb zeigt den planetarischen Nebel der roten Spinne
    Oh welch ein verworren Netz ein planetarischer Nebel weben kann! Der planetarische Nebel der Rote Spinne hat eine komplexe Struktur. Sie entsteht, weil ein gewöhnlicher Stern seine äußere Gashülle abstößt und zu einem Weißen Zwerg wird. Der Nebel ist als NGC 6537 bekannt. Er ist ein bipolarer planetarischer Nebel.

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Planetenparade nach Sonnenuntergang

Abendhimmel mit allen 8 Planeten und hellen Sternen über dem türkischen Dorf Gökçeören.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr heute Abend nach oben schaut, könnt ihr eine ganze Reihe von Planeten sehen. Nach Sonnenuntergang sind Richtung Westen die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und Mars gleichzeitig sichtbar. Von Westen nach Osten steht in dieser planetaren Reihe die Venus dem Horizont am nächsten und geht kurz nach der Sonne unter. Es spielt keine Rolle, wo auf der Erde ihr lebt, denn diese frühabendliche Planetenparade ist bei klarem Himmel auf der ganzen Erde zu sehen.

Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats fotografiert. Es zeigt nicht nur all diese Planeten, sondern auch den Mond und den Planeten Merkur, die gleichzeitig sichtbar waren. Die Planeten Neptun und Uranus waren unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze, mit ihnen wäre es ein Panorama aller Planeten. Im Vordergrund liegen die Hügel um das kleine Dorf Gökçeören im türkischen Kaş nahe der Mittelmeerküste. Die hellen Sterne Atair, Fomalhaut und Aldebaran leuchten markant, ebenso wie der Sternhaufen der Plejaden. Im Laufe des Januars steigt die Venus bei Sonnenuntergang am Himmel höher, während Saturn tiefer sinkt.

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Doris Vickers

Doris Vickers
  • Geb. 1980 in Wien
  • Studium der Klassischen Philologie und Digital Humanities
  • Forschungsschwerpunkte: Astronomie des 17. und 18. Jahrhunderts, Sternnamen, Entwicklung astronomischer Fachterminologie
  • Seit 1996 in der astronomischen Volksbildung

Neueste Beiträge:

  • Supernova in einer gekippten Spirale
    Vor langer Zeit in einer fernen Galaxie zerstörte eine Supernova-Explosion einen massereichen Stern. Das Licht dieses Ereignisses reiste zig Millionen Jahre lang. Letzte Woche erreichte es die Erde als Supernova 2026kid. Das Video präsentiert einen Zeitraffer über drei Nächte der …
  • Das Universum im großen Maßstab
    Diese Karte zeigt das Universum. Sie entstand mit dem Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI). Das Instrument befindet sich am Nationalobservatorium auf dem Kitt Peak in Arizona. Nun schloss DESI seine Durchmusterung des Himmels ab. Dabei wurden mehr als 47 Millionen Galaxien und Quasare beobachtet.
  • Das Ende des Kometen C/2026 A1 (MAPS)
    Während die Besatzung der Mission Artemis II diese Woche zum Mond reiste, näherte sich der Komet C/2026 A1 (MAPS) am Montag der Sonne. Dabei kam er ihr näher als die halbe Distanz zwischen Erde und Mond. Der Komet überstand das nicht. Im Video stürzt er in die Sonne wie eine Motte ins Licht.

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Der größte Felsen im Sonnensystem

Der berühmte blassblaue Punkt - Pale Blue Dot - ist ein Bild der Erde, das die Raumsonde Voyager I im Jahr 1990 fotografierte.

Bildcredit: NASA, Raumsonde Voyager 1

Der Punkt dort rechts ist der größte Gesteinsbrocken, den wir im Sonnensystem kennen. Er ist größer als jeder Asteroid, Mond oder Kometenkern, den wir kennen, sogar größer als jeder andere lokale Gesteinsplanet.

Der Felsbrocken ist so groß, dass seine Gravitation ihn zu einer großen Kugel formt, auf deren Oberfläche sich schwere Gase sammeln. (Bis zu den jüngsten Entdeckungen großer dichter Planeten, die um andere Sterne kreisen, war er der größte bekannte Felsbrocken jeglicher Art.) Im Jahr 1990 nahm die Raumsonde Voyager 1 vom äußeren Sonnensystem aus dieses Bild des gewaltigen Weltraumgesteinsbrockens auf, es ist der berühmte blassblaue Punkt (Pale Blue Dot).

Heute beginnt dieser Gesteinsbrocken zum ungefähr fünfmilliardsten Mal eine neue Runde um seinen Heimatstern. Bei jedem Umlauf rotiert er mehr als 350 Mal um sich selbst. Wir wünschen allen Bewohnern dieses Gesteinsbrockens, den wir Erde nennen, frohes neues Jahr nach dem gregorianischen Kalender.

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