Benjamin Knispel

Füchschen, erstellt mit Sellarium
  • Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover
  • Promotion im Bereich der Gravitationswellen-Astronomie und Radioastronomie mit einem freiwilligen verteilten Rechenprojekt
  • VHS-Kurse zu den Grundlagen der Astronomie
  • vor allem früher, heute bisweilen aktiv in der Volkssternwarte Hannover
  • Studium der Physik an der Leibniz Universität Hannover
  • seit der Jugend begeisterter Amateurastronom

Neueste Beiträge:

CG4: Die Globule und die Galaxie

Die kometenartige Globule CG4 ragt von rechts ins Bild. Sie verspeist scheinbar eine Galaxie, die links zwischen den Sternen schwebt.
Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Mark Hanson

Kann eine Gaswolke eine Galaxie verspeisen? Nicht einmal ansatzweise. Die „Klaue“ dieser seltsamen „Kreatur“ im Bild ist eine Gaswolke. Man bezeichnet sie als kometenartige Globule. Doch diese Globule ist geplatzt.

Kometenartige Globulen haben in der Regel staubige Köpfe und ein längliches Ende. Dadurch sehen diese Objekte optisch ähnlich aus wie Kometen. Doch in Wirklichkeit sind sie etwas ganz anderes. Häufig entstehen in den Globulen Sterne. In vielen ihrer Köpfe finden wir sehr junge Exemplare. Warum dieser Kopf einen Riss hat, ist noch nicht bekannt.

Die Galaxie links neben der Globule ist riesig, aber sehr weit entfernt. Sie liegt nur zufällig und scheinbar in der Nähe von CG4.

Zur Originalseite

Carolin Liefke

  • Stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg
  • Deputy Director des Office of Astronomy for Education (OAE) der Internationalen Astronomischen Union (IAU)
  • Seit mehr als 20 Jahren Tätigkeiten in der astronomischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • National Outreach Coordinator des Office of Astronomy Outreach (OAO) der IAU für Deutschland
  • Studium der Physik mit Schwerpunkt Astronomie an der Universität Hamburg. Anschließend Promotion an der Hamburger Sternwarte; Forschungsarbeit auf den Gebieten stellare Aktivität und Röntgenastronomie
  • Passionierte Amateurastronomin, in mehreren astronomischen Vereinen und Internet-Communities aktiv, unter anderem im Vorstand der Vereinigung der Sternfreunde

Neueste Beiträge:

  • Der Kugelsternhaufen Omega Centauri
    Der Kugelsternhaufen Omega Centauri enthält etwa 10 Millionen Sterne, die viel älter als die Sonne sind. Sie befinden sich in einem Volumen mit einem Durchmesser von etwa 150 Lichtjahren. Omega Centauri wird auch NGC 5139 genannt. Er ist 15.000 Lichtjahre …
  • M83, das südliche Feuerrad
    Die helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie befindet sich nahe des südöstlichen Endes des langgestreckten Sternbilds Wasserschlange. Markante Spiralarme, die durch dunkle Staubstreifen und blaue Sternhaufen nachgezeichnet werden, verleihen dieser Galaxie ihren populären Namen …
  • Nā ʻUhane Māhoe Huki Pū i ke Ola
    Dieses Pärchen von Spiralgalaxien trägt den hawaiianischen Namen Nā ʻUhane Māhoe Huki Pū i ke Ola. Die beiden Galaxien umarmen einander durch Gravitation. Sie sind etwa 200 Millionen Lichtjahre entfernt und stehen als NGC 7253 und Arp 278 in den Katalogen. Wir finden sie im Sternbild Pegasus.

Alle Beiträge von Carolin Liefke

Kembles Kaskade

Der Asterismus Kembles Kaskade im Sternbild Giraffe verläuft diagonal durchs Bild, links oben befindet sich NGC 1502, der Jolly-Roger-Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease

Diese Sternenkette ist echt. Kembles Kaskade aus Sternen ist etwas zu blass, um sie mit bloßem Auge zu sehen, doch mit Fernglas ist sie ein echter Hingucker. Wie auch der Große Wagen ist Kembles Kaskade kein Sternbild, sondern ein Asterismus. Die Sterngruppe ist am nördlichen Himmel im langhalsigen Sternbild Giraffe (Camelopardalis) zu sehen.

Die Kette aus etwa 20 nicht zusammenhängenden Sternen, die alle ähnlich hell sind, umfasst die fünffache Winkelgröße des Vollmondes. Kembles Kaskade verläuft im Bild diagonal von links oben nach rechts unten. Sie wurde im letzten Jahrhundert durch den Astronomiefreund Lucian Kemble beliebt. Das helle Objekt links oben ist der relativ kompakte Jolly-Roger-Sternhaufen, der offiziell als NGC 1502 bezeichnet wird.

Zur Originalseite

Denise Lorenz

Sternbild

Neueste Beiträge:

  • Eine Zodiakal-Nacht
    Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. …
  • Apollo 11: Sonne tanken
    Gleißend helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild der Mondoberfläche. Es wurde am 20. Juli 1969 vom berühmten Apollo-11-Astronauten Neil Armstrong aufgenommen. Er war der erste Mensch, der den Mond betrat. Dieses Foto zeigt die Mondlandefähre Eagle und …
  • Der Komet 220P bricht aus
    Der Komet 220P ist unerwartet hell. Normalerweise hat der periodische Komet 220P/McNaught nur eine geringe Helligkeit. Um ihn beobachten zu können, benötigt man daher meistens ein Teleskop. Allerdings kam es in diesem Jahr zu gleich zwei Helligkeitsausbrüchen. Der Kometen ist …

Alle Beiträge von Denise Lorenz

Planetenparade nach Sonnenuntergang

Abendhimmel mit allen 8 Planeten und hellen Sternen über dem türkischen Dorf Gökçeören.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr heute Abend nach oben schaut, könnt ihr eine ganze Reihe von Planeten sehen. Nach Sonnenuntergang sind Richtung Westen die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und Mars gleichzeitig sichtbar. Von Westen nach Osten steht in dieser planetaren Reihe die Venus dem Horizont am nächsten und geht kurz nach der Sonne unter. Es spielt keine Rolle, wo auf der Erde ihr lebt, denn diese frühabendliche Planetenparade ist bei klarem Himmel auf der ganzen Erde zu sehen.

Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats fotografiert. Es zeigt nicht nur all diese Planeten, sondern auch den Mond und den Planeten Merkur, die gleichzeitig sichtbar waren. Die Planeten Neptun und Uranus waren unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze, mit ihnen wäre es ein Panorama aller Planeten. Im Vordergrund liegen die Hügel um das kleine Dorf Gökçeören im türkischen Kaş nahe der Mittelmeerküste. Die hellen Sterne Atair, Fomalhaut und Aldebaran leuchten markant, ebenso wie der Sternhaufen der Plejaden. Im Laufe des Januars steigt die Venus bei Sonnenuntergang am Himmel höher, während Saturn tiefer sinkt.

Zur Originalseite

Doris Vickers

Doris Vickers
  • Geb. 1980 in Wien
  • Studium der Klassischen Philologie und Digital Humanities
  • Forschungsschwerpunkte: Astronomie des 17. und 18. Jahrhunderts, Sternnamen, Entwicklung astronomischer Fachterminologie
  • Seit 1996 in der astronomischen Volksbildung

Neueste Beiträge:

  • Sh2-188: Der Garnelennebel
    Was verursacht den Wirbel im Garnelennebel? Seine hohe Geschwindigkeit ist sehr wahrscheinlich der Grund dafür. Sicher ist, dass Sh2-188, gemessen an seiner Winkelausdehnung, zu den größeren planetarischen Nebeln am Nachthimmel zählt und etwa den halben Durchmesser des Mondes einnimmt. Zudem …
  • Der Kokonnebel im Weitwinkelbild
    Das dichte Sternfeld im Sternbild Schwan steht hoch am Himmel. Darin setzt der kosmische Kokon-Nebel rechts unten er einen Akzent im kompakten Sternbildungsgebiet. Sein Nebel leuchtet hell in Emission und Reflexion. Nach links zieht sich ein langer Schweif, sodass der Komplex an einen Kometen erinnert.
  • Totale Sonnenfinsternis über Spanien
    Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne vollständig und warf seinen Schatten über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das heutige Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und ein …

Alle Beiträge von Doris Vickers

Der größte Felsen im Sonnensystem

Der berühmte blassblaue Punkt - Pale Blue Dot - ist ein Bild der Erde, das die Raumsonde Voyager I im Jahr 1990 fotografierte.

Bildcredit: NASA, Raumsonde Voyager 1

Der Punkt dort rechts ist der größte Gesteinsbrocken, den wir im Sonnensystem kennen. Er ist größer als jeder Asteroid, Mond oder Kometenkern, den wir kennen, sogar größer als jeder andere lokale Gesteinsplanet.

Der Felsbrocken ist so groß, dass seine Gravitation ihn zu einer großen Kugel formt, auf deren Oberfläche sich schwere Gase sammeln. (Bis zu den jüngsten Entdeckungen großer dichter Planeten, die um andere Sterne kreisen, war er der größte bekannte Felsbrocken jeglicher Art.) Im Jahr 1990 nahm die Raumsonde Voyager 1 vom äußeren Sonnensystem aus dieses Bild des gewaltigen Weltraumgesteinsbrockens auf, es ist der berühmte blassblaue Punkt (Pale Blue Dot).

Heute beginnt dieser Gesteinsbrocken zum ungefähr fünfmilliardsten Mal eine neue Runde um seinen Heimatstern. Bei jedem Umlauf rotiert er mehr als 350 Mal um sich selbst. Wir wünschen allen Bewohnern dieses Gesteinsbrockens, den wir Erde nennen, frohes neues Jahr nach dem gregorianischen Kalender.

Zur Originalseite