Woher eure Elemente kommen

Die Grafik zeigt den Ursprung aller Elemente des Periodensystems

Bildcredit und Lizenz: Wikipedia: Cmglee; Daten: Jennifer Johnson (OSU)

Der Wasserstoff in eurem Körper, der in jedem Wassermolekül enthalten ist, stammt vom Urknall. Anderen nennenswerten Quellen von Wasserstoff gibt es im Universum nicht. Der Kohlenstoff im Körper entstand durch Kernfusion im Inneren von Sternen, ebenso wie der Sauerstoff.

Ein Großteil des Eisens im Körper entstand vor langer Zeit bei weit entfernten Supernova-Explosionen. Das Gold in eurem Schmuck* entstand wahrscheinlich vor langer Zeit bei Zusammenstößen von Neutronensternen, die als kurze Gammablitze oder Gravitationswellenereignisse sichtbar waren. Elemente wie Phosphor und Kupfer sind im Körper nur in Spuren vorhanden, doch sie sind für das Funktionieren allen bekannten Lebens unverzichtbar.

Diese Periodentabelle ist farbcodiert, sie veranschaulicht die beste Hypothese der Menschheit, was die Nukleosynthese aller bekannten Elemente betrifft. Die Orte der Nukleosynthese mancher Elemente wie Kupfer sind nicht gut bekannt und werden weiterhin durch Beobachtungen und Computermodelle erforscht.

*In fast allen elektronischen Bauteilen, zB. in Autos, Smartphones oder Computern, wird Gold verwendet. (Anm. d. Ü.)

Forschung und Öffentlichkeitsarbeit: Forschungsstelle bei APOD frei

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Denise Böhm-Schweizer

Sternbild Schlangenträger

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Raumstationen im erdnahen Orbit

Sternklarer Himmel mit den Spuren der Raumstationen Tiangong und ISS über einer verlassenen Mine in Achada do Gamo in Portugal.
Bildcredit und Bildrechte: Zarcos Palma

Am 3. Jänner zogen morgens zwei Raumstationen in der Dämmerung über den Himmel. Sie kreisen in einer niedrigen Bahn um die Erde und waren schon von der Sonne beleuchtet. Die chinesische Raumstation Tiangong zog die obere Spur von Westen nach Osten (von links nach rechts).

Das Zeitrafferbild ist ein Komposit. Es wurde mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang fotografiert. Tiangong zog vor dem sternklaren Hintergrund unter der Sterngruppe Großer Wagen (Ursa Major) vorbei, die auf dem Kopf stand. Der Scheitel der hellen Bahn liegt über Polaris, dem Stern beim Nordpol.

Knapp fünf Minuten früher zog die Internationale Raumstation ISS eine Spur in der Sonne vor dem dunklen Himmel. Ihr Bogen beginnt über dem W der hellen Sterne in der Kassiopeia am nördlichen Horizont. Vorne liegt ein verlassenes Bergwerk bei Achada do Gamo im Südosten Portugals.

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Ruth Grützbauch

Sternbild
  • Astronomin und Wissenschaftsvermittlerin
  • Gründerin des Pop-Up Planetariums Public Space
  • Studium der Astronomie an der Universität Wien, 2008 Promotion zum Thema Galaxienentwicklung
  • Forschungsaufenhalte in Italien, Chile, Hawaii; Postdocs in Großbritannien und Portugal, danach Wissenschaftsvermittlerin im Jodrell Bank Discovery Centre.
  • Seit 2018 selbständige Wissensvermittlerin und Podcasterin (Podcast „Das Universum„)
  • Autorin der Bücher „Per Lastenrad Durch Die Galaxis“ (2021; ISBN: 978-3-8412-2838-3) sowie „Sternenjahr Auf Unischtbar“ (2024; ISBN 978-3-351-04246-2)
  • Seit 2021 Mitglied der Wissenschaftskabarett-Gruppe Science Busters

Neueste Beiträge:

  • Das neue, schärfste Bild der Sonne zeigt Instabilität
    Was zeigt uns das schärfste Bild der Sonne? Instabilität. Genauer gesagt: Es zeigt einen ganz bestimmten interaktiven Prozess namens Kelvin-Helmholtz-Instabilität (KHI). Diese Instabilität erzeugt Wellen und Wirbel, wenn zwei Strömungen aneinander vorbeifließen. Hier sind es Ströme im magnetischen Plasma der Sonne.
  • Gegendämmerungsstrahlen über Sizilien
    Die Sonne ist gerade auf der anderen Seite des Himmels untergegangen. Wir sehen hier Gegendämmerungsstrahlen über Kalksteinplateaus im Herzen der Hybläischen Berge auf Sizilien. Dort laufen die Strahlen im Osten zusammen. Selten sieht man Strahlenbüschel und Gegendämmerungsstrahlen sogar gleichzeitig.
  • Ein Supernova-Überrest beim Galaktischen Zentrum
    Seht ihr diesen blauen Klecks rechts unter der Bildmitte? Vielleicht ist dort ein massereicher Stern als Supernova explodiert. Ihr Licht erreichte die Erde vor etwa 1700 Jahren. Das Bild entstand aus Beobachtungen von PanSTARRS, MeerKAT-Teleskop, Chandra und XMM-Newton.

Anneliese Haika

Anneliese Haika
  • Gleiches „Gründungsjahr“ wie die NASA
  • AHS-Lehrerin in Pension (Unterrichtsfächer: Englisch, Geschichte)
  • Seit 1996 begeisterte Amateurastronomin und in der astronomischen Volksbildung tätig

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Monduhr 2022

Diese Monduhr zeigt alle Vollmonde des Jahres und ihre Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Niveth Kumar

Der erste Vollmond 2023 steht in der Nacht von heute auf morgen um 23:08 UTC am Himmel gegenüber der Sonne. In seiner hellsten Phase ist der Mond groß und schön und sollte leicht erkennbar sein.

Für einen schnellen Überblick sind hier Bilder angeordnet, die allesamt 2022 bei einem einzigartigen Astrofotografieprojekt auf Sri Lanka, Planet Erde, um Vollmond herum fotografiert wurden. Das Diagramm enthält die Tage, die Monate und die traditionellen volkstümlichen Namen der zwölf Vollmonde des Jahres 2022.

Die scheinbare Größe jedes Vollmondes hängt von der Entfernung jeder vollen Mondphase zum Perigäum oder Apogäum ab, das sind die erdnächsten oder erdfernsten Punkte auf der elliptischen Bahn des Mondes. Wie der Wolfsmond 2022 auf der Ein-Uhr-Position ist auch der heutige Vollmond nur zwei Tage vom Apogäum entfernt.

Anders als 2022 gibt es 2023 13 Vollmonde, die somit nicht auf diese Zwölf-Stunden-Uhr passen.

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Susanne M. Hoffmann

Susanne M. Hoffmann
  • Astronomin mit akademischem Hintergrund an zwei Fakultäten (naturwissenschalftlich, philosophisch), Studienfächer: Physik und Wissenschafts- u. Technikgeschichte.
  • international tätig, geboren in Berlin, aber in verschiedenen Ländern gearbeitet, u.a. 2005-2008 Mauretanien/ Portugal, 2015/6 Österreich, 2017 Indonesien, 2022 Ägypten, 2023 Israel, 2024 China…
  • seit 1996 Lehrproben Astronomie u.a. NaWi für Schule (Gymnasium), Museum, Sternwarte
  • seit 1998 geprüfte „Astronomin für Öffentlichkeitsarbeit“, Planetarierin (Technik und Inhalt), außerschulische Jugendarbeit in Astronomie, Museumsführungen, Reiseleitungen, populärwissenschaftliche Fachvorträge – z.B. in Planetarien
  • seit 2007 eigenes Blog bei den SciLogs (Spektrum Verlag, Heidelberg)

Neueste Beiträge:

  • Die Sonne betrachten
    Dieses Bild zeigt die Sonne. Links oben verdeckt sie teilweise der Mond. Unten verdecken Erdlinge die Sichel – sie beobachten die Sonnenfinsternis. Diese Ansammlung von Silhouetten wurde 2012 in der Glen Canyon National Recreation Area aufgenommen. Sie liegt in der Nähe von Page in Arizona in den USA.
  • Notlandung einer Fliegenden Untertasse in der Wüste von Utah
    Eine Fliegende Untertasse aus dem Weltraum ist in der Wüste von Utah (USA) notgelandet. Zuvor war sie vom Radar erfasst und von Helikoptern gejagt worden. Das war im Jahr 2004. Es waren keine Außerirdischen daran beteiligt. Die Untertasse, die hier abgebildet ist, war die „Sample Return“-Kapsel Genesis. Sie war Teil des menschengemachten robotischen Raumschiffs Genesis, …
  • Galaxie NGC 474: Hüllen und Sternströme
    Was passiert in der Galaxie NGC 474? Die mehrschichtigen Hüllen der Galaxie wirken seltsam komplex. Auf Bildern, die weniger lang belichtet sind, wirkt die elliptische Galaxie im Vergleich zu diesem relativ strukturlos. Wie die Schalen entstehen, wird immer noch erforscht. Womöglich entstehen sie durch Gezeiten.

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Messier 45: Die Töchter von Atlas und Pleione

Die blauen Reflexionsnebel um die Plejaden sind nur zufällig im selben Himmelsbereich wie der Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Thrun

Der offene Sternhaufen der Plejaden ist etwa 400 Lichtjahre entfernt. Er rast durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden werden auch Sieben Schwestern genannt. Sie sind für ihren markanten blauen Reflexionsnebel berühmt. Am Nachthimmel liegen sie im Sternbild Stier im Orion-Arm unserer Milchstraße.

Die Sternschwestern und die staubige Wolke stehen in keinem Zusammenhang. Sie durchqueren nur zufällig dieselbe Region im Weltraum. Wir kennen die kompakte Sterngruppe ist seit der Antike. Galileo war der erste, der sie skizzierte, als er den Himmel mit einem Teleskop beobachtete. Er notierte auch Sterne, die zu blass für das bloße Auge sind. Charles Messier vermerkte den Haufen als 45. Eintrag in seinem berühmten Katalog an Dingen, die keine Kometen sind.

In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die sieben Töchter der Meeresnymphe Pleione und des astronomischen Titanen Atlas. Pleione und Atlas zählen zu den neun hellsten Sternen im Haufen. Das Bild entstand mit einem Teleskop und wurde aufwändig bearbeitet und farblich kalibriert. Es zeigt punktförmige Sterne und detaillierte Fasern aus interstellarem Staub. Die Belichtungszeit betrug mehr als 9 Stunden. Im Sternhaufen der Plejaden wäre das Bild mehr als 20 Lichtjahre breit.

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