Woher eure Elemente kommen

Die Grafik zeigt den Ursprung aller Elemente des Periodensystems

Bildcredit und Lizenz: Wikipedia: Cmglee; Daten: Jennifer Johnson (OSU)

Der Wasserstoff in eurem Körper, der in jedem Wassermolekül enthalten ist, stammt vom Urknall. Anderen nennenswerten Quellen von Wasserstoff gibt es im Universum nicht. Der Kohlenstoff im Körper entstand durch Kernfusion im Inneren von Sternen, ebenso wie der Sauerstoff.

Ein Großteil des Eisens im Körper entstand vor langer Zeit bei weit entfernten Supernova-Explosionen. Das Gold in eurem Schmuck* entstand wahrscheinlich vor langer Zeit bei Zusammenstößen von Neutronensternen, die als kurze Gammablitze oder Gravitationswellenereignisse sichtbar waren. Elemente wie Phosphor und Kupfer sind im Körper nur in Spuren vorhanden, doch sie sind für das Funktionieren allen bekannten Lebens unverzichtbar.

Diese Periodentabelle ist farbcodiert, sie veranschaulicht die beste Hypothese der Menschheit, was die Nukleosynthese aller bekannten Elemente betrifft. Die Orte der Nukleosynthese mancher Elemente wie Kupfer sind nicht gut bekannt und werden weiterhin durch Beobachtungen und Computermodelle erforscht.

*In fast allen elektronischen Bauteilen, zB. in Autos, Smartphones oder Computern, wird Gold verwendet. (Anm. d. Ü.)

Forschung und Öffentlichkeitsarbeit: Forschungsstelle bei APOD frei

Zur Originalseite

Denise Böhm-Schweizer

Sternbild Schlangenträger

Neueste Beiträge:

  • M82: Galaxie mit heftiger Sternbildung und Superwind
    In der Galaxie Messier 82 gibt es heftige Sternbildung und einen Superwind. Die Explosionen von Supernovae und starke Winde von massereichen Sternen sorgen für die turbulente Bewegung der Gase. Das scharfe Bild entstand mit einem Teleskop. Mitten aus der Galaxie strömt ein Superwind.
  • Die Antennen erkunden
    Im südlichen Sternbild Rabe (Corvus) stoßen zwei große Galaxien aufeinander. Es sind NGC 4038 und NGC 4039. Die beiden sind 60 Millionen Lichtjahre entfernt. Nur selten kollidieren dabei die Sterne in den Galaxien. Doch in den Galaxien sind große Wolken aus molekularem Gas und Staub. Diese kollidieren häufig.
  • Hickson 44 im Löwen
    Als der kanadische Astronom Paul Hickson und seine Kollegen nach Galaxien suchten, fanden sie am Himmel ca. 100 kompakte Galaxienhaufen. Heute nennt man sie passend kompakte Hickson-Gruppen. Die vier markanten Galaxien auf dieser faszinierenden Fotografie gehören zu so einer Gruppe, nämlich Hickson 44.

Alle Beiträge von Denise Böhm-Schweizer

Raumstationen im erdnahen Orbit

Sternklarer Himmel mit den Spuren der Raumstationen Tiangong und ISS über einer verlassenen Mine in Achada do Gamo in Portugal.
Bildcredit und Bildrechte: Zarcos Palma

Am 3. Jänner zogen morgens zwei Raumstationen in der Dämmerung über den Himmel. Sie kreisen in einer niedrigen Bahn um die Erde und waren schon von der Sonne beleuchtet. Die chinesische Raumstation Tiangong zog die obere Spur von Westen nach Osten (von links nach rechts).

Das Zeitrafferbild ist ein Komposit. Es wurde mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang fotografiert. Tiangong zog vor dem sternklaren Hintergrund unter der Sterngruppe Großer Wagen (Ursa Major) vorbei, die auf dem Kopf stand. Der Scheitel der hellen Bahn liegt über Polaris, dem Stern beim Nordpol.

Knapp fünf Minuten früher zog die Internationale Raumstation ISS eine Spur in der Sonne vor dem dunklen Himmel. Ihr Bogen beginnt über dem W der hellen Sterne in der Kassiopeia am nördlichen Horizont. Vorne liegt ein verlassenes Bergwerk bei Achada do Gamo im Südosten Portugals.

Zur Originalseite

Ruth Grützbauch

Sternbild
  • Astronomin und Wissenschaftsvermittlerin
  • Gründerin des Pop-Up Planetariums Public Space
  • Studium der Astronomie an der Universität Wien, 2008 Promotion zum Thema Galaxienentwicklung
  • Forschungsaufenhalte in Italien, Chile, Hawaii; Postdocs in Großbritannien und Portugal, danach Wissenschaftsvermittlerin im Jodrell Bank Discovery Centre.
  • Seit 2018 selbständige Wissensvermittlerin und Podcasterin (Podcast „Das Universum„)
  • Autorin der Bücher „Per Lastenrad Durch Die Galaxis“ (2021; ISBN: 978-3-8412-2838-3) sowie „Sternenjahr Auf Unischtbar“ (2024; ISBN 978-3-351-04246-2)
  • Seit 2021 Mitglied der Wissenschaftskabarett-Gruppe Science Busters

Neueste Beiträge:

  • Mond, Venus und die Plejaden
    Nein, die Erde hat nicht vor Kurzem sechs neue Monde bekommen! Heute zeigt APOD ein Weltraumbild, das aus mehreren Aufnahmen kombiniert wurde. Es ist der Abendhimmel vom 19. April im südlichen Sizilien. Wir folgen Mond, Venus und den Plejaden, während die Dämmerung in den Abend übergeht.
  • Drei Bögen am Himmel über den verschneiten Alpen
    Warum wölben sich hier drei Bögen am Himmel statt nur zwei? Ein Hubschrauber brachte eine Astrofotografin vor einem Monat auf einen hohen Berggipfel in den Alpen nahe der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Dort hatte sie erwartet, zwei Bögen der Milchstraße im Lauf der Nacht zu sehen.
  • Die Wächter von Rapa Nui unter der Milchstraße
    Mit den Worten der Astrofotografin des Tages, Rositsa Dimitrova: Was haben diese stummen Beobachter schon alles am Himmel geschehen sehen? Die vulkanischen Mo’ai (das bedeutet Statue) von Ahu Tongariki wachen über Rapa Nui. Die Osterinsel ist eine polynesische Insel. 1888 wurde sie von Chile annektiert.

Anneliese Haika

Anneliese Haika
  • Gleiches „Gründungsjahr“ wie die NASA
  • AHS-Lehrerin in Pension (Unterrichtsfächer: Englisch, Geschichte)
  • Seit 1996 begeisterte Amateurastronomin und in der astronomischen Volksbildung tätig

Neueste Beiträge:

  • NGC 188: Alter Sternhaufen im New General Catalog
    Der New General Catalog der Sternhaufen und Nebel ist eigentlich gar nicht so neu. Er wurde 1888 von J. L. E. Dreyer herausgegeben. Dreyer wollte damit die Arbeit von William, Caroline und John Herschel sowie einigen anderen Astronomen in einem brauchbaren, kompletten Katalog von astronomischen Entdeckungen und Messungen zusammenführen. Seine Arbeit war höchst erfolgreich und …
  • Konjunktion von Komet R3 PANSTARRS und Orionnebel
    Die heutige Fotomontage zeigt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues. Komet R3 PANSTARRS, der sich rechts durch das Bild zieht, kommt vermutlich aus der Oortschen Wolke. Das heißt, er ist ein altes Objekt, entstanden im Sonnensystem vor Milliarden von Jahren. Sein heller, langer Ionenschweif leuchtet blau, weil das Gas, das aus dem …
  • PanSTARRS und die Planeten
    Komet C/2025 R3 PanSTARRS steht vor Sonnenaufgang am Horizont im Osten, und er wird heller. Man sieht ihn schon mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop. Bei sehr dunklem Himmel erkennt man ihn vielleicht gerade schon mit freiem Auge. Die Aufnahme entstand am 16. April auf der französischen Insel Reunion.

Alle Beiträge von Anneliese Haika

Monduhr 2022

Diese Monduhr zeigt alle Vollmonde des Jahres und ihre Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Niveth Kumar

Der erste Vollmond 2023 steht in der Nacht von heute auf morgen um 23:08 UTC am Himmel gegenüber der Sonne. In seiner hellsten Phase ist der Mond groß und schön und sollte leicht erkennbar sein.

Für einen schnellen Überblick sind hier Bilder angeordnet, die allesamt 2022 bei einem einzigartigen Astrofotografieprojekt auf Sri Lanka, Planet Erde, um Vollmond herum fotografiert wurden. Das Diagramm enthält die Tage, die Monate und die traditionellen volkstümlichen Namen der zwölf Vollmonde des Jahres 2022.

Die scheinbare Größe jedes Vollmondes hängt von der Entfernung jeder vollen Mondphase zum Perigäum oder Apogäum ab, das sind die erdnächsten oder erdfernsten Punkte auf der elliptischen Bahn des Mondes. Wie der Wolfsmond 2022 auf der Ein-Uhr-Position ist auch der heutige Vollmond nur zwei Tage vom Apogäum entfernt.

Anders als 2022 gibt es 2023 13 Vollmonde, die somit nicht auf diese Zwölf-Stunden-Uhr passen.

Zur Originalseite

Susanne M. Hoffmann

Susanne M. Hoffmann
  • Astronomin mit akademischem Hintergrund an zwei Fakultäten (naturwissenschalftlich, philosophisch), Studienfächer: Physik und Wissenschafts- u. Technikgeschichte.
  • international tätig, geboren in Berlin, aber in verschiedenen Ländern gearbeitet, u.a. 2005-2008 Mauretanien/ Portugal, 2015/6 Österreich, 2017 Indonesien, 2022 Ägypten, 2023 Israel, 2024 China…
  • seit 1996 Lehrproben Astronomie u.a. NaWi für Schule (Gymnasium), Museum, Sternwarte
  • seit 1998 geprüfte „Astronomin für Öffentlichkeitsarbeit“, Planetarierin (Technik und Inhalt), außerschulische Jugendarbeit in Astronomie, Museumsführungen, Reiseleitungen, populärwissenschaftliche Fachvorträge – z.B. in Planetarien
  • seit 2007 eigenes Blog bei den SciLogs (Spektrum Verlag, Heidelberg)

Neueste Beiträge:

  • Riesige Schwaden im Inneren der Erde
    Warum gibt es im Inneren der Erde ungewöhnliche Massen? Das weiß niemand. Die Menschheit beobachtet, wie Erdbeben im Inneren unseres Planeten grollen. Dabei entdeckte man zwei Strukturen in der Tiefe. Es scheint, als hätten sie eine ungewöhnliche Temperatur, oder ihr chemischer Aufbau weicht ab.
  • Säulen und Strahlen im Trifid
    Staubsäulen sind wie interstellare Berge. Sie bleiben bestehen, weil sie dichter sind als das Material, das sie umgibt. Doch die feindliche Umgebung erodiert sie langsam. Dieses Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt die Kuppe einer riesigen Säule aus Gas und Staub im Trifidnebel (M20).
  • Das Ungeheuer vom unheimlichen Berg zerfällt
    Im Kopf dieses interstellaren Monsters ist ein Stern, der es langsam zerstört. Das große Ungeheuer ist eigentlich eine unbeseelte Sammlung an Säulen aus Staub und Gas. Es ist Lichtjahre lang. Im Kopf ist ein Stern, den man durch den opaken interstellaren Staub nicht direkt sieht. Er ist ein Herbig-Haro-Objekt.

Alle Beiträge von Susanne M. Hoffmann

Messier 45: Die Töchter von Atlas und Pleione

Die blauen Reflexionsnebel um die Plejaden sind nur zufällig im selben Himmelsbereich wie der Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Thrun

Der offene Sternhaufen der Plejaden ist etwa 400 Lichtjahre entfernt. Er rast durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden werden auch Sieben Schwestern genannt. Sie sind für ihren markanten blauen Reflexionsnebel berühmt. Am Nachthimmel liegen sie im Sternbild Stier im Orion-Arm unserer Milchstraße.

Die Sternschwestern und die staubige Wolke stehen in keinem Zusammenhang. Sie durchqueren nur zufällig dieselbe Region im Weltraum. Wir kennen die kompakte Sterngruppe ist seit der Antike. Galileo war der erste, der sie skizzierte, als er den Himmel mit einem Teleskop beobachtete. Er notierte auch Sterne, die zu blass für das bloße Auge sind. Charles Messier vermerkte den Haufen als 45. Eintrag in seinem berühmten Katalog an Dingen, die keine Kometen sind.

In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die sieben Töchter der Meeresnymphe Pleione und des astronomischen Titanen Atlas. Pleione und Atlas zählen zu den neun hellsten Sternen im Haufen. Das Bild entstand mit einem Teleskop und wurde aufwändig bearbeitet und farblich kalibriert. Es zeigt punktförmige Sterne und detaillierte Fasern aus interstellarem Staub. Die Belichtungszeit betrug mehr als 9 Stunden. Im Sternhaufen der Plejaden wäre das Bild mehr als 20 Lichtjahre breit.

Zur Originalseite