Eine Zodiakal-Nacht

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Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Apollo 11: Sonne tanken

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Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild-Scan: Kipp Teague)

Gleißend helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild der Mondoberfläche. Es wurde am 20. Juli 1969 vom berühmten Apollo-11-Astronauten Neil Armstrong aufgenommen. Er war der erste Mensch, der den Mond betrat.

Dieses Foto zeigt die Mondlandefähre Eagle und ihren Piloten Buzz Aldrin im Raumanzug. Man sieht, wie Aldrin ein langes Stück Folie ausrollt. Hierbei handelt es sich um das Berner Sonnenwindsegel, welches auch als Solar Wind Composition Experiment bekannt ist. Es ist das einzige nicht-amerikanische Experiment, das Teil der Mondlandung war. Wird das Sonnensegel zur Sonne ausgerichtet, fängt es Teilchen des Sonnenwindes und damit der Sonne selbst ein.

Das Sonnenwindsegel wurde gemeinsam mit 22 Kilogramm Mondgestein und Bodenproben zur Erde zurückgebracht. Dort wurde alles in Laboratorien genau analysiert.

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Der Komet 220P bricht aus

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Bildcredit und Bildrechte: Spilios Asimakopoulos

Der Komet 220P ist unerwartet hell. Normalerweise hat der periodische Komet 220P/McNaught nur eine geringe Helligkeit. Um ihn beobachten zu können, benötigt man daher meistens ein Teleskop. Allerdings kam es in diesem Jahr zu gleich zwei Helligkeitsausbrüchen. Der Kometen ist dadurch
20 000-mal heller als sonst. Er ist somit auch mit einem Fernglas und einer Kamera mit Langzeitbelichtung sichtbar.

Die Umlaufbahn des Kometen 220P um die Sonne liegt zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Seine Umlaufzeit beträgt 5 Jahre. Die hier gezeigte Langzeitaufnahme wurde vor 10 Tagen in Südafrika gemacht. Sie zeigt den hellen grünen Kopf und den kurzen Staubschweif des Kometen.

Die Ursache für die beindruckenden Helligkeitsausbrüche des Kometen 220P ist unbekannt. Kometenbeben oder die Freisetzung von Gas, das sich unter der Oberfläche angesammelt hat, könnten mögliche Erklärungen sein. Im Oktober fliegt der Komet 220P in einem Abstand, der der Entfernung von der Erde zu Sonne entspricht, an der Erde vorbei. Danach wird er voraussichtlich stark an Helligkeit verlieren, da er sich wieder auf den Weg zum äußeren Teil seiner Umlaufbahn macht.

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Sonnenfinsternis mit goldener Korona

Die Sonne ist vom Neumond verdeckt. Daher strahlt ihre Korona in der Dunkelheit hell und farbenprächtig hinter dem Mond auf. Links ragt eine rote Protuberanz über den Mondrand.
Bildcredit und Bildrechte: Rui Santos (Living Impressions)

Die totale Sonnenfinsternis war von poetischer Schönheit, und sie war auch wissenschaftlich sehr interessant. Normalerweise ist die Korona der Sonne weiß. Doch einige Beobachter sahen letzte Woche die Korona bei der totalen Sonnenfinsternis in den Farben von Perlen.

In Spanien jedoch strahlte die Korona in ungewöhnlich goldener Farbe. Einerseits liegt das daran, dass die totale Phase der Sonnenfinsternis in Spanien bei Sonnenuntergang stattfand und die Sonne schon nahe am Horizont stand. Das Sonnenlicht legt dort eine längere Strecke durch unsere Atmosphäre zurück. Dadurch wird ein Teil des blauen Lichts an den Teilchen der Luft gestreut. Wegen der Waldbrände in der Umgebung war außerdem ungewöhnlich viel Rauch in der Luft. Das wirkte wie ein zweiter Filter, der den blauen Anteil des Lichts noch stärker streute. Somit erstrahlte die Korona in einem intensiven Goldton.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die als HDR bearbeitet wurden. Es entstand letzte Woche in Benavente in Spanien. Am linken Rand der Sonne schwebt eine glühende Protuberanz aus ionisiertem Wasserstoff. Sie leuchtete nicht golden, sondern behielt ihr ursprüngliches leuchtendes Rosa.

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Seltsame glatte Flächen auf dem Asteroiden Itokawa

Der Asteroid im Bild ist länglich und leicht gebogen. Seine Oberfläche ist rau, doch einige Stellen sind sehr glatt.
Bildcredit: JAXA, ISAS

Warum sind einige Stellen auf der Oberfläche dieses Asteroiden so glatt? Sehr wahrscheinlich liegt es an seiner inneren Dynamik. Denn er gleicht eher einem Haufen aus losem Geröll als einem festen Felsbrocken.

Die japanische Raumsonde Hayabusa besuchte im Jahr 2005 den ungewöhnlichen Asteroiden Itokawa. Sie fotografierte und dokumentierte die seltsame Struktur seiner Oberfläche und das rätselhafte Fehlen von Kratern. An den Übergängen zwischen glatten und rauen Bereichen finden sich Hinweise auf Bewegungen im Asteroiden. Diese könnten der Grund dafür sein, dass die großen Felsbrocken nahe der Oberfläche von den kleinen getrennt auftreten – ähnlich wie beim Paranuss-Effekt.

Der Astroid misst ca. 500 Meter. Die Roboter-Sonde Hayabusa landete auf einer glatten Stelle, die nun MUSES Sea genannt wird. Das ist ein Wortspiel mit dem früheren Namen der Raumsonde: „MUSES-C“. Hayabusa nahm Proben vom Gestein, die zur Erde gebracht werden. Sie verraten uns einiges darüber, wie der eigenartige Asteroid entstanden ist. Wir lernen auch etwas über die frühen Jahre unsers Sonnensystems. Simulationen mit Computern zeigen, dass der Asteroid Itokawa in ein paar Millionen Jahren mit der Erde zusammenstößt.

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Longmore 8, der Hamsterrad-Nebel

Mitten im Bild ist eine kompakte rosatote Struktur, die an zwei Kreise erinnert, die mit Speichen verbunden sind. Dahinter zieht eine türkisblaue Nebelstruktur. Rechts ist eine helle Spiralgalaxie.
Bildcredit und Bildrechte: Mazlin, Parker, Forman, Magill, Hanson; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie kam das Hamsterrad ins All? Der Hamsterrad-Nebel heißt auch Longmore 8. Andrew Longmore entdeckte ihn im Jahr 1976, als man den südlichen Himmel genau kartierte. Bei diesem Projekt kamen verbesserte Techniken der Fotografie zum Einsatz. Zum Beispiel bannte man mit sehr lichtempfindlichen Filmen blasse Objekte auf Platten. Diese untersuchte man mit bloßem Auge und katalogisierte die Objekte darauf.

Das Bild entstand am El-Sauce-Observatorium in Chile. Es zeigt die komplexe Struktur eines Rades aus schimmerndem Wasserstoff. Ein vergehender Stern stieß das Gas aus. Der übrig gebliebene Weiße Zwerg beleuchtet und ionisiert den Hamsterrad-Nebel. Auf der ursprünglichen Platte war die Struktur kaum zu erkennen. Dieses Bild zeigt den Fortschritt bei der Entwicklung moderner Teleskope und Kameras. Zwei Sicheln aus rötlichem Wasserstoff liegen sich gegenüber. Sie sind von einem blauen Schleier aus ionisiertem Sauerstoff umgeben. Die Form des Hamsterrades deutet an, dass der Weiße Zwerg im Zentrum einen Begleiter hat.

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NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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Thackerays Globulen

Vor einem Hintergrund aus zartblau leuchtenden Gas mit rosa Streifen schweben dunkle Molekülwolken. Sie wirken wie Klumpen oder Fetzen und sind so dicht, dass darin Sterne entstehen können.
Bildcredit und Bildrechte: John Hayes

Was sind das für eigenartige Klumpen im Weltraum? Die Wolken aus interstellarem Staub sind undurchsichtig. Sie befinden sich in Regionen mit vielen Sternen und leuchtendem Wasserstoff. Diese Wolken sind so groß, dass darin Sternen entstehen können.

Die Molekülwolken schweben hier im Emissionsnebel IC 2944. Das helle Gebiet mit Sternbildung ist 5900 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Zentaur. 1950 entdeckte der südafrikanische Astronom A. D. Thackeray die größte dieser dunklen Globulen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um zwei getrennte Molekülwolken, die sich überlappen. Jede davon ist etwa ein Lichtjahr groß.

Das Bild entstand am El-Sauce-Observatorium in Chile. Bei der Aufnahme wurden die Filter der Hubble-Palette verwendet. Wir finden im Bild Hinweise, dass die starke ultraviolette Strahlung die Thackeray-Globulen verwirbelt und auflöst. Die UV-Strahlung stammt von heißen, jungen Sternen in der Nähe. Sie erwärmt auch den hellen Emissionsnebel und bringt ihn zum Leuchten. In Gebieten mit Sternbildung gibt es häufig dunkle Globulen. Durch die starke UV-Strahlung ereilt viele ein tragisches Schicksal: Sie schmelzen wie Klumpen aus kosmischer Butter in einer heißen Bratpfanne.

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