Spuren der Planeten im Sonnensystem

Die Strichspuren aller Planeten im Sonnensystem und der Mondsichel am Morgenhimmel über der Verbotenen Stadt in Peking, China

Bildcredit und Bildrechte: Zheng Zhi

Auf dieser Postkarte von einem rotierenden Planeten ziehen Sterne über den klaren Morgenhimmel. Das Zeitrafferbild entstand aus nacheinander fotografierten Aufnahmen, die am 24. Juni während fast drei Stunden mit Kamera und Stativ neben der Verbotenen Stadt in Peking (China) aufgenommen wurden.

Die abnehmende Mondsichel zog nach Beginn der Aufnahmeserie links über dem östlichen Horizont den hellsten Streifen samt Reflexion im Wasser. Auch die Planeten des Sonnensystems waren an diesem Tag entlang der Ekliptik aufgereiht und zogen vor Sonnenaufgang ihre Spuren. Saturn ging an diesem Morgen als Erster auf. Die Spur des Ringplaneten beginnt noch knapp im Bild in der rechten oberen Ecke. Der innerste Planet Merkur ging erst kurz vor der Sonne auf. Er zog die kürzeste Spur, die in der Dämmerung links am Horizont beginnt. Uranus und Neptun sind blass und kaum zu erkennen, doch alle mit Sternspuren gemischten Planeten im Sonnensystem in der Szenerie sind beschriftet.

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Felsenfinger auf dem Mars

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Was ist das Ding gleich neben der Mitte? Die Marsoberfläche bietet immer wieder neue Überraschungen, wiese diese kürzlich entdeckten fingerähnlichen Felsnadeln. Der Roboter-Rover Curiosity auf dem Mars fotografierte letzten Monat diese kleinen, fast senkrechten Felsnasen.

Ihre Form und Größe ist ähnlich wie die von kleinen Schlangen. Die gängigste Erklärung für ihre Entstehung lautet, dass Wasser durch Felsspalten floss und dabei Konglomerate aus kleinen Mineralien zurückließ. Nachdem diese relativ dichten Mineralien die Spalten gefüllt hatten, blieben sie zurück, als das umgebende Gestein erodierte.

Auf der Erde gibt es berühmte Felsnasen mit einem ähnlichen Ursprung, sie werden als Hoodoos bezeichnet. Der NASA-Rover Curiosity sucht weiterhin nach neuen Hinweisen auf urzeitliches Wasser im Krater Gale auf dem Mars und liefert wichtige geologische Daten für eine künftige Erforschung durch Menschen.

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Schiffsspuren über dem Pazifischen Ozean

Spuren von Schiffen auf dem Pazifischen Ozean

Bildcredit: NASA, Terra, MODIS; Text: Raymond Shaw (MTU)

Was sind das für ungewöhnliche Spuren? Auf manchen Bildern des Planeten Erde verlaufen entlang von Schiffsrouten markante helle Bänder. Diese sogenannten Schiffsspuren sind niedrige, schmale Streifen, die durch Abgase von Schiffsmotoren entstehen. An kleinen Teilchen der Abgase, die als Aerosole bezeichnet werden, kondensiert Wasserdampf. So entstehen schwebende Wassertröpfchen, die effizient Sonnenlicht reflektieren.

Schiffsspuren wurden erstmals 1965 auf Erdbildern der TRIOS-Satelliten der NASA entdeckt. Dieses Bild zeigt zahlreiche Schiffsrouten, die 2009 mit dem Instrument MODIS an Bord des NASA-Satelliten Terra über dem Pazifischen Ozean aufgenommen wurden.

Inspiriert von Schiffsspuren schlagen einige Forschende vor, ein Netzwerk schwimmender Bojen in den Weltmeeren zu verteilen. Diese sollen salzige Aerosole aus Meereswasser in der Luft versprühen, sodass mithilfe des Windes Wolkenströme entstehen, die Sonnenlicht reflektieren.

Warum sollte man das tun? Diese von Menschen geschaffenen Wolken könnten so viel Sonnenlicht reflektieren, dass sie die globale Erwärmung bremsen könnten.

Heute ist Welttag der Ozene
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Astronomie für Kids (8-12 Jahre):
11.-15. Juli 2022 Sommerakademie in St. Pölten (5 Vormittage, inkl. Material) mit APOD-Übersetzerin Maria Pflug-Hofmayr

Feuerfall im Mondschein

Horsetail Feuerall im Mondlicht bei El Catitan im Yosemite-Nationalpark in den USA

Bildcredit und Bildrechte: Tara Mostofi

An manchen Tagen im Februar sieht man im Yosemite-Nationalpark bei Sonnenuntergang einen flüchtigen Feuerfall, wenn Wasser fließt, das Wetter mitspielt und die Richtung zur untergehenden Sonne genau passt. Der Horsetail Fall tritt im Park zu bestimmten Jahreszeiten auf. Er wird oft an Aussichtspunkten unter dem Denkmal fotografiert, wenn er vor dem Schatten der El Capitans steilen Wänden isoliert leuchtet. Dann wird der Wasserfall noch von rötlichen Sonnenstrahlen beleuchtet und nimmt kurz dramatisches, feuriges Aussehen an.

Doch ein Horsetail-Feuerfall kann auch im Mondlicht fotografiert werden. Bei Mondlicht ist der Feuerfalleffekt noch schwerer zu erkennen, wenn ein heller Mond in der passenden Richtung am westlichen Horizont untergeht. Bei diesem gut geplanten Bild eines flüchtigen Horsetail-Feuerfalls, beleuchtet von einem hellen Dreiviertelmond, der in den frühen Morgenstunden des 15. April unterging, war der Himmel klar genug.

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Planet Erde in der Dämmerung

Die Erde von der Raumstation ISS aus betrachtet mit Atmosphäre, Ozeanen und Terminator (Schattenlinie).

Bildcredit und Bildrechte: Besatzung der ISS Expedition 2, Tor zur Weltraumfotografie der Erde, NASA

Beschreibung: Am Übergang vom Tag zur Nacht verläuft auf dieser prächtigen Ansicht mit Ozeanen und Wolken unseres schönen Planeten Erde keine scharfe Grenze. Stattdessen ist die Schattenlinie oder der Terminator diffus und zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung kennen.

Die Sonne beleuchtet die Szenerie von rechts, die Wolkenoberflächen reflektieren sanft gerötetes Sonnenlicht, das von der staubigen Troposphäre gefiltert wird, sie ist die tiefste Schicht der schützenden Atmosphäre um unseren Planeten. Am oberen Rand der Tagseite verläuft in großer Höhe eine klare Schicht, die blaues Sonnenlicht streut und in die Schwärze des Weltraums übergeht.

Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation fotografiert. Die ISS kreist in einer Höhe von zirka 390 km um die Erde. Ihr könnt übrigens jetzt gleich von zu Hause aus die Erde betrachten.

Heute ist Tag der Erde

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Planetenparade über einer Brücke in New York

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn hinter der  RFK (Triborough) Brücke in New York.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Der Himmel vor Sonnenaufgang ist interessant. Am östlichen Horizont stehen vier Planeten in einer Reihe. Die Planeten sind so hell, dass ihr sie sogar am hellen Himmel einer Stadt seht.

Dieses Bild wurde in New York (USA) fotografiert, im Vordergrund steht die RFK (Triborough) Brücke. Die abgebildeten Planeten sind – von links nach rechts – Jupiter, Venus, Mars und Saturn. Die Planeten stehen in einer Reihe, weil sie alle in derselben Ebene um die Sonne kreisen. Diese Ebene, die sogenannte Ekliptik, entstand in den frühen Tagen unseres Sonnensystems und enthält alle Planeten, auch die Erde.

Die morgendliche Planetenparade dauert den ganzen April und Mai, und im Juni kommt sogar noch Merkur dazu.

Wann leuchtet was am Himmel?

APOD-Volontariat für Programmierung: Discord
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Nordlichter über Nova Scotia

Polarlichter über dem Martinique Beach Provincial Park in Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Dain

Beschreibung: Dieses fast unwirkliche Nordlicht wurde in den frühen Morgenstunden des 31. März bei klarem Himmel auf dem 44. nördlichen Breitengrad des Planeten Erde fotografiert.

Die fünf Sekunden belichtete Szene zeigt den Blick vom Martinique Beach Provincial Park in Nova Scotia (Kanada) nach Norden. Die Sterne des W-förmigen Sternbildes Kassiopeia leuchten hoch über dem Horizont durch den roten Farbschleier des hoch gelegenen Polarlichts.

Die Polarlichtaktivität wurde erwartet, nachdem Sonnenbeobachtungssonden zuvor Hinweise auf stürmisches Weltraumwetter geliefert hatten. Der vorhergesagte geomagnetische Sturm wurde ausgelöst, als die produktive aktive Sonnenregion 2975 einen koronalen Massenauswurf ausschleuderte, der die Magnetosphäre unseres Planeten traf.

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Schätze der Nacht auf den Malediven

Alpha Centauri, Hadar, das Kreuz des Südens und der Carinanebel in der Milchstraße über der Insel Madivaru bei den Malediven.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek (ESOPhoto-Botschafter, Institut für Physik in Opava)

Beschreibung: Der südlichste Teil der Milchstraße enthält nicht nur die Sterne im Kreuz des Südens, sondern auch Alpha Centauri, das unserer Sonne am nächsten liegende Sternsystem.

Das Kreuz des Südens hat an der Spitze den hellen, gelblichen Stern Gamma Crucis. Eine Linie von Gamma Crucis durch den blauen Stern Acrux am unteren Ende des Kreuzes zeigt zum Himmelssüdpol, der auf diesem Bild von Anfang März über einer kleinen Insel liegt. Diese Insel ist Madivaru auf den Malediven im Indischen Ozean.

Vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße liegt links neben dem Kreuz der dunkle Kohlensacknebel. Noch weiter links entlang der Milchstraße leuchten die hellen Sterne Alpha Centauri (links) und Beta Centauri (Hadar). Alpha Centauri A ist ein sonnenähnlicher Stern, der ein Dreifachsternsystem mit Exoplaneten verankert. Er ist nur 4,3 Lichtjahre entfernt. Von Alpha Centauri aus gesehen wäre unsere Sonne ein heller gelblicher Stern im ansonsten erkennbaren Sternbild Kassiopeia.

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Die Milchstraße über Point Reyes

Der Nachthimmel über Point Reyes in Kalifornien mit Milchstraße, Orion, Sirius, Aldebaran, den Plejaden der Barnardschleife und dem Kaliforniennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Zafra

Beschreibung: Auf dieser Nachthimmelslandschaft bei Point Reyes an der kalifornischen Küste auf dem Planeten Erde mit Blick über den Pazifik gehen nördliche Wintersternbilder und der lange Bogen der Milchstraße unter.

Links unter dem Sternenbogen leuchtet Sirius, der Alphastern im Großen Hund. Orions gelblicher Stern Beteigeuze, Aldebaran im Stier und der blau getönte Sternhaufen der Plejaden befinden sich ebenfalls nahe der Bildmitte zwischen der Milchstraße und dem nordwestlichen Horizont.

Die Nebel auf dieser Aufnahmeserie, aus der dieses Panorama erstellt wurde, wurden Anfang März fotografiert, doch sie sind etwas zu schwach, um sie mit bloßem Auge zu sehen. In dieser nördlichen Nacht leuchteten der rötliche Halbkreis der Barnardschleife im Orion sowie NGC 1499 rechts über den Plejaden, der auch als Kaliforniennebel bekannt ist.

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Polarlicht über dem White-Dome-Geysir

Polarlichter über dem White-Dome-Geysir im Yellowstone-Nationalpark.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Howell

Beschreibung: Manchmal brechen Himmel und Erde aus. Vor wenigen Jahren brachen unerwartet farbenprächtige Polarlichter aus, mit grünen Polarlichtern nahe am Horizont, und hoch oben blühten gleißend rote Polarlichtbänder. Ein heller Mond beleuchtete den Vordergrund der malerischen Szene, während in weiter Ferne vertraute Sterne glitzerten.

Ein gewissenhafter Astrofotograf schoss dieses gut geplante Bildmosaik auf dem Gelände des White-Dome-Geysirs im Yellowstone-Nationalpark im Westen der USA. Tatsächlich brach kurz nach Mitternacht der White Dome aus und sprühte eine viele Meter hohe Fontäne aus Wasser und Dampf in die Luft.

Das Wasser eines Geysirs wird mehrere Kilometer unter der Oberfläche von glühend heißem Magma zu Dampf erhitzt und steigt durch Felsspalten zur Oberfläche auf. Etwa die Hälfte aller bekannten Geysire befinden sich im Yellowstone-Nationalpark. Der geomagnetische Sturm, der die Polarlichter verursachte, ebbte innerhalb eines Tages ab, doch die Eruptionen des White-Dome-Geysirs treten weiterhin etwa alle 30 Minuten auf.

Wien, 26. Februar 2022, 18h: Führung im Sterngarten Mauer mit APOD-Übersetzerin
Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

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Polarlicht im Mondschein

Polarlicht und Mondlicht über einem zugefrorenen See in der Nähe von Stockholm in Schweden.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Das Eis sang, als Licht des hellen Dreiviertelmondes etwa 20km nördlich von Stockholm in Schweden auf dem Planeten Erde Schatten auf diesen gefrorenen See warf.

Auf dieser heiteren nächtlichen Himmelslandschaft, die am 10. Februar fotografiert wurde, tanzten schimmernde Polarlichtschleier am Abendhimmel. Ein kleiner geomagnetischer Sturm löste in dieser nördlichen Nacht Polarlichtschauspiele aus. Das stürmische Weltraumwetter war das Ergebnis eines koronalen Massenauswurfs, der Tage zuvor aus einer Sonnenprotuberanz austrat und die Magnetosphäre unseres Planeten streifte.

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