Jupiter-Ansicht von Juno

Diese Ansicht von 2017 der Roboter-Raumsonde Juno zeigt eine hellen Zone. Jupiters Atmosphäre besteht großteils aus klarem, farblosem Wasserstoff und Helium.

Bildcredit: NASA / JPL-Caltech / SwRI / MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Warum kreisen bunte Wolkenbänder um Jupiter? Jupiters obere Atmosphärenschichten sind in helle Zonen und dunkle Gürtel unterteilt, die um den ganzen Riesenplaneten verlaufen. Horizontale Winde in großer Höhe mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde sorgen dafür, dass sich die Zonen über den ganzen Planeten ausbreiten.

Was diese starken Winde verursacht, ist Gegenstand der Forschung. Die Zonenbänder, die von aufsteigendem Gas aufgefüllt werden, enthalten vermutlich relativ undurchsichtige Wolken aus Ammoniak und Wasser, die das Licht aus niedrigeren, dunkleren Atmosphärenschichten blockieren.

Diese Ansicht, die 2017 mit der Roboter-Raumsonde Juno aufgenommen wurde, zeigt viele Details einer hellen Zone. Jupiters Atmosphäre besteht großteils aus klarem, farblosem Wasserstoff und Helium. Diese Gase tragen vermutlich nicht zu den goldenen und braunen Farbtönen bei. Welche Verbindungen diese Farben hervorrufen, ist ein weiterer Forschungsgegenstand, doch man vermutet, dass sie kleine Mengen an Schwefel und Kohlenstoff enthalten, die durch Sonnenlicht verändert wurden.

Aus Junos Daten wurden viele Erkenntnisse gewonnen, zum Beispiel, dass die oberen Wolkenmoleküle in der Nähe von Jupiters Äquator einen unerwartet hohen Anteil von 0,25 Prozent Wasser enthalten. Dieser Fund ist nicht nur für das Verständnis der Strömungen auf Jupiter bedeutsam, sondern auch für die Geschichte des Wassers im ganzen Sonnensystem.

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Omega-Sonnenaufgang

Auf diesem Foto, das über dem Mittelmeer in der Nähe von Valencia in Spanien fotografiert wurde, wieht die Sonne durch eine Luftspiegelung wie der griechische Buchstabe Omega aus.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Antonio Sendra

Beschreibung: Um diesen Sonnenaufgang zu fotografieren, war Glück und gute Planung nötig. Zu allererst war präzise Zeitplanung nötig, um ein Segelboot zu fotografieren, das direkt vor der aufgehenden Sonne vorbeifuhr.

Außerdem sieht die Sonne im Hintergrund zufällig ungewöhnlich aus – wie der griechische Buchstabe Omega (Ω). In Wirklichkeit war die Sonne natürlich rund – die Omega-Illusion entstand, weil das Sonnenlicht durch die warme Luft über dem Wasser gebrochen wurde. Optisch gesehen sind die Querstriche des großen Omega das umgekehrte Bild der darüber liegenden Sonnenregion.

Optische Effekte, die von der Erdatmosphäre hervorgerufen werden, sind zwar eher selten, können aber ferne Objekte nahe am Horizont – zum Beispiel Sonne und Mondziemlich ungewöhnlich erscheinen lassen. Diese Einzelaufnahme wurde vor etwas mehr als zwei Wochen über dem Mittelmeer in der Nähe von Valencia in Spanien fotografiert.

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Zwei Welten, eine Sonne

Die Sonne scheint auf zwei Welten - dem blauen Planeten Erde und dem Roten Planeten Mars.

Linkes Bild – Credit und Bildrechte: Damia Bouic; Credit rechtes Bild: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Beschreibung: Wie sehr unterscheidet sich ein Sonnenuntergang auf dem Mars von einem auf der Erde? Zum Vergleich wurden zwei Bilder unseres gemeinsamen Sterns bei Sonnenuntergang fotografiert, eines auf der Erde und eines auf dem Mars.

Die beiden nebeneinander dargestellten Bilder wurden skaliert, sodass sie die gleiche Winkelbreite haben. Eine schnelle Betrachtung zeigt, dass man die Sonne auf dem Mars etwas kleiner sieht als auf der Erde. Das ist einleuchtend, weil der Mars zirka 50 Prozent weiter von der Sonne entfernt als die Erde.

Noch auffälliger ist, dass der Sonnenuntergang auf dem Mars in der Nähe der Sonne deutlich bläulicher erscheint, anders als die typischen orangefarbenen Töne auf der Erde in der Nähe der untergehenden Sonne. Der Grund für die blauen Farbtöne vom Mars ist nicht gänzlich erklärbar, aber wahrscheinlich hängt er mit der den vorwärts streuenden Eigenschaften des Marsstaubes zusammen.

Der irdische Sonnenuntergang wurde im März 2012 in Marseille (Frankreich) fotografiert, während der Sonnenuntergang auf dem Mars2015 vom Roboter-Rover Curiosity der NASA im Krater Gale auf dem Mars fotografiert wurde. Letzte Woche startete ein neuer Rover mit einer Helikopterdrohne an Bord von Mars 2020 zum Roten Planeten.

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Die Galaxie, der Planet und der Apfelbaum

Der Nachthimmel mit Milchstraße, Antares und Jupiter über Dover in Nova Scotia.

Bildcredit und Bildrechte: Kristine Richer

Beschreibung: Die Milchstraße des alten Astronomen wölbt sich über diesen friedlichen nördlichen Himmel. Vor dem blassen, diffusen Sternenlicht verlaufen dunkle Furchen aus interstellaren Staubwolken, die vom Kern der Galaxie ausgehen. Sie führen zum hellen Stern Antares auf der rechten Seite, der fast genau in Richtung Süden über dem Horizont steht.

Doch das hellste Licht in der Dämmerung ist Jupiter. Aus Sicht der Kamera scheint er vom Ast eines Baumes zu hängen, der den Vordergrund einrahmt – es ist natürlich ein Apfelbaum. Die ruhige nächtliche Meereslandschaft wurde am 16. Juni in Dover in Nova Scotia auf dem Planeten Erde fotografiert, die Aufnahmen waren teils nachgeführt, teils fixiert.

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Dunkle Himmelsspiegelungen

Milchstraße, Planeten, Bäume und Stadtlichter am Ufer von Lake Bonney Riverland in Südaustralien.

Bildcredit und Bildrechte: Will Godward

Beschreibung: Als der See ruhig wurde, erschienen viele Naturwunder des Landes und des Himmels doppelt. Das Dramatischste am dunklen Himmel war vielleicht das zentrale Band unserer Milchstraße, die als diagonales Band zu sehen ist. Rechts lagen die Kleine (KMW) und die Große (GMW) Magellansche Wolke, beide sind Begleitgalaxien unserer Milchstraße.

Blasse, farbenfrohe Bänder aus Nachthimmellicht waren in dieser Nacht aufgefächert. Auch viele helle Sterne wurden sichtbar, darunter Antares. Knapp über der Bildmitte erscheint der helle Planet Jupiter.

Dieses Bild wurde aus Aufnahmen erstellt, die Mitte Mai allesamt in einem Zeitraum von 30 Minuten mit derselben Kamera an einem einzigen Ort aufgenommen wurden, und zwar am Ufer von Lake Bonney Riverland in Südaustralien. Tote Bäume, die aus dem See ragen, wurden als Silhouetten, aber auch als Spiegelung fotografiert, und man sah auch die Lichter der kleinen Stadt Barmera auf dem See.

Im Juli gehen Jupiter und Saturn genau dann im Osten auf, wenn die Sonne im Westen untergeht.

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Verkehrte Stadt unter den Wolken

Die Schatten von Chicago treten unter den Wolken auf dem Michigansee hervor.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hersch

Beschreibung: Wie kann eine Stadt kopfstehen? Die Stadt – Chicago – stand eigentlich richtig herum. Doch die langen Schatten, die sie bei Sonnenuntergang auf den nahen Michigansee warf, sind als Reflexion zu sehen und ließen die Gebäude scheinbar kopfstehen.

Dieses faszinierende, rätselhafte, aber wunderschöne Bild wurde 2014 von einem Fotografen in einem Flugzeug beim Landeanflug an den O’Hare International Airport in Chicago fotografiert. Die Sonne ist sowohl über als auch unter der Wolkendecke zu sehen, unten als Reflexion im ruhigen See. Wenn Sie sehr genau hinsehen – es ist schwierig! -, entdecken Sie als Bonus ein weiteres Flugzeug im Bild, das wahrscheinlich denselben Flughafen ansteuert.

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Die Adern des Himmels

Leuchtende Nachtwolken, die auch als polare Mesosphärenwolken bezeichnet werden, spiegeln sich im Wasser bei Nykøbing Mors in Dänemark.

Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Dieses schöne Schauspiel leuchtender Nachtwolken, bei dem Sonnenlicht an den dunklen Himmel übertragen wird, spiegelt sich im ruhigen Wasser bei Nykøbing Mors in Dänemark. Es wurde zu Beginn dieser Woche fotografiert. Die eisigen Wolken am Rand des Weltraums befinden sich etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche und reflektieren immer noch Sonnenlicht, obwohl die Sonne vom Boden aus gesehen unter dem Horizont steht.

Für gewöhnlich sind die leuchtenden Nachtwolken in den Sommermonaten in hohen Breitengraden zu sehen. Dieses Jahr tauchten sie früh auf, während die nördlichen Nächte kürzer wurden. Sie werden auch als polare Mesosphärenwolken bezeichnet und entstehen nach heutigem Verständnis, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt und an den feinen Staubteilchen kondensiert, die von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche zurückbleiben. Die Mission AIM der NASA liefert tägliche Prognosen für leuchtende Nachtwolken aus dem Weltraum.

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Feuerring-Sonnenaufgangs-Sonnenfinsternis


Videocredit: Colin Legg und Geoff Sims; Musik: Peter Nanasi

Beschreibung: Was geht da über dem Horizont auf? Es ist die Sonne. Die meisten Sonnenaufgänge sehen nicht so aus, weil normalerweise der Mond nicht beteiligt ist. Doch am frühen Morgen des 10. Mai 2013 stand der Mond – von Western Australia aus gesehen – zwischen der Erde und der aufgehenden Sonne.

Immer wieder wurde die aufgehende Sonne nicht nur vom Mond, sondern auch von den Wolken auf der Erde verfinstert, daher war es für Unwissende schwierig, zu verstehen, was vor sich ging. Bei einer ringförmigen Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne abzudecken, daher bleibt zumindest ein Feuerring frei, in dem Sonnenlicht rund um den Mondrand strömt.

Dieses Zeitraffervideo zeigt die Finsternis knapp über dem Horizont, daher lässt die starke Brechung der Erdatmosphäre den ungewöhnlichen Aufgang von Sonne und Mond stark abgeflacht erscheinen. Im Verlauf des Videos steigt die Sonne höher, und Sonne und Mond beginnen sich voneinander zu trennen.

Dieses Wochenende findet wieder eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die man in Zentralafrika sieht, aber auch auf der arabischen Halbinsel und auf einem schmalen Band, das quer über Asien verläuft. Auf einem großen Teil der östlichen Erdhalbkugel kann man eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

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Dragon über dem Central Park

Dieses Bild mit Blick über das Reservoir im Central Park von Manhattan zeigt, wie die Crew Dragon hinter der Internationalen Raumstation herzieht.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Die Internationale Raumstation ISS strahlte noch im Sonnenlicht, als sie am 30. Mai von links nach rechts einen Bogen über den Abendhimmel von Manhattan zog. Dieses Kompositbild zeigt ihre helle Spur, es entstand aus einer Serie von Einzelbildern mit einer Belichtungszeit von je 5 Sekunden. Das Bild zeigt den Blick nach Norden, die Sterne hinterließen kurze Spuren, und die Lichter spiegelten sich im ruhigen Wasser des Reservoirs im Central Park.

Die Crew Dragon mit der Bezeichnung Endeavour folgte der ISS im niedrigen Erdorbit und hinterließ in dieser Großstadtnacht ebenfalls eine Spur. Die blasse Spur der Raumsonde verläuft hier etwa 6 Stunden nach ihrem Start oberhalb der ISS. Der Einschub zeigt, wie sich die beiden rechts einer Wolkenbank näherten. Dragon Endeavour dockte etwa neunzehn Stunden nach Erreichen der Umlaufbahn erfolgreich an die ISS an.

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Polarlicht über Schweden

Über dem See Storsjön in der Nähe von Östersund in Schweden war 2016 ein sehr helles Polarlicht zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Es war hell und grün und breitete sich über den Himmel aus. Dieses markante Polarlicht wurde 2016 in der Nähe von Östersund in Schweden fotografiert. Das Panorama umfasst beinahe 180 Grad, es wurde aus sechs Kamerafeldern zusammengefügt.

Besonders auffällig an diesem Polarlicht sind seine geschwungene, bogenähnliche Form und seine klare Abgrenzung. Im Vordergrund liegt der See Storsjön, weit im Hintergrund sieht man durch das Polarlicht mehrere vertraute Sternbilder und den Polarstern. Zufällig meidet das Polarlicht scheinbar den Mond links unten.

Das Nordlicht entstand einen Tag, nachdem sich ein großes Loch in der Sonnenkorona geöffnet hatte, durch das sehr energiereichen Teilchen ins Sonnensystem strömten. Die grüne Farbe des Polarlichtes stammt von Sauerstoffatomen, die mit Elektronen in der Umgebung hoch in der Erdatmosphäre rekombinieren.

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Die Internationale Raumstation spiegeln

Die Internationale Raumstation ISS zieht über den klaren Abendhimmel mit Orion, Venus und den Plejaden über einer Wasserstelle in Wulfsahl bei Gusborn in Norddeutschland.

Bildcredit und Bildrechte: Helmut Schnieder

Beschreibung: Die Internationale Raumstation war noch in Sonnenlicht getaucht, als sie am 25. März kurz nach Sonnenuntergang am Abendhimmel einen Bogen über einer Wasserstelle im norddeutschen Wulfsahl bei Gusborn zog. Links neben der hellen Leuchtspur der Raumstation steht das vertraute Sternbild Orion, rechts daneben die Venus als gleißender Abendstern über dem westlichen Horizont.

Die Szene wurde mit einer Kamera auf Stativ in einer Serie von fünf Aufnahmen festgehalten. Woran erkennt man das? Die kurze Zeitverzögerung zwischen dem Ende einer Aufnahme und dem Beginn der nächsten hinterlässt kleine Lücken in der hellen Spur der ISS.

Sehen Sie genau hin, dann erkennen Sie auch, dass der Himmel, der scheinbar über dem Horizont steht, eigentlich eine Reflexion ist. Das Ergebnisbild wurde senkrecht gespiegelt, und die Nachthimmelslandschaft wurde im spiegelglatten Wasser des kleinen Sees fotografiert.

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