Totale Sonnenfinsternis über Spanien

Über der Basílica del Pilar in Zaragoza (Spanien) leuchtet die Korona, weil die Sonne vom Mond verdeckt ist. Die Basilika hat mehrere pittoreske Türme. Finsternis und Basilika spiegeln sich vorne im Wasser des Ebro.
Bildcredit und Bildrechte: Ruiyu Zhang; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne ganz. Seinen Schatten zog über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und eine Spiegelung im Ebro. Für einen kurzen Moment erlebte Spanien seine erste große totale Sonnenfinsternis seit 1905.

Während der Totalität spürt man eine plötzliche Kühle in der Luft. Die Vögel verstummen, Insekten zirpen verwirrt und viele Menschen staunen gemeinsam. Wenn der Mond die helle Sonnenscheibe verdeckt, schlägt die Stunde der Korona.

Die Korona ist Millionen Grad heißer als die Sonnenoberfläche. Wenn Forschende eine Sonnenfinsternis beobachten, wollen sie herausfinden, warum das so ist. Alle können sich an den Studien beteiligen. Interessant ist, wie sich Tiere verhalten, man kann die Korona fotografieren oder die Temperatur der Luft und die Bewölkung beobachten.

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Bockmond und Venusgürtel

Über dem Meer ragen Berge der Insel Krk auf, über denen der Vollmond aufgeht. Zusammen mit dem Mond steigt auch ein bleigraues Band auf, das sich nach oben hin rosarot verfärbt. Es ist der Schatten der Erde, der oben in den Venusgürtel übergeht.
Bildcredit und Bildrechte: Aaron Gronstal

Bockmond ist der traditionelle Name für den Vollmond im Juli. Diese zart gefärbte Landschaft an der Adria wurde am 28. Juli auf der Insel Krk fotografiert, die vor der kroatischen Küste liegt. Über den fernen Bergen geht der volle Bockmond auf.

Wenn die Sonne untergeht, geht gleichzeitig der Vollmond auf. Daher steigt in der Dämmerung auch der Erdschatten auf. Er ist ein diffuses graues Band, das im Südosten über den Bergen am Horizont immer höher steigt. Über dem Erdschatten wölbt sich der rosarote Bogen der Gegendämmerung. Das zart getönte Band entsteht, wenn Sonnenlicht zurückgestreut wird. Man kennt es landläufig als Venusgürtel.

Als sich dieser volle Bockmond den östlichen Horizont mit dem Schatten der Erde auf die Atmosphäre und dem Venusgürtel teilte, bereitete er scheinbar die Bühne für den nächsten Neumond am 12. August, der seinen Schatten auf den Planeten Erde wirft – bei der totalen Sonnenfinsternis, auf die wir uns schon sehr freuen!

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Iapetus: Saturns bemalter Mond

Der Saturnmond Iapetus füllt das Bild. Rechts (Osten) ist er dunkel gefärbt. Es wirkt, als wäre er bespritzt worden. Unten ist ein riesiger Krater mit Zentralberg, der von einem älteren Krater überlagert wird. Oben ist der Mond am hellsten.
Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen? Weite Regionen dieser fremdartigen Welt sind dunkel wie Kohle, andere schimmern hell wie Schnee. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, schickte die NASA im Jahr 2007 die robotische Sonde Cassini bei Saturn dorthin. Sie näherte sich dem Mond bis auf 2000 km.

Das Bild zeigt die Seite von Iapetus, die beim Umlauf stets hinten liegt, aus einer Entfernung von ca. 75.000 km. Der große Einschlagskrater im Süden ist 500 km groß. Ein älterer Krater, der ähnlich groß ist, überlagert ihn.

Das dunkle Material bedeckt nach Osten hin mehr und mehr von Iapetus. Es verdunkelt dort Krater und Hochländer gleichermaßen. Eine führende Hypothese lautet, dass das dunkle Material auf dem Boden viel Kohlenstoff enthält. Es blieb vermutlich übrig, als relativ warmes, mit dem Material vermengtes Eis sublimierte. Eine erste Schickt des dunklen Materials stammt vielleicht von Trümmern, die durch Einschläge von Meteoriten auf anderen Monden ausgeschleudert wurden und sich auf Iapetus ablagerten.

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Urbane Milchstraße über Seoul

Hinter einem Gewässer verläuft rechts eine Brücke. Die Lampen auf der Brücke spiegeln sich im Wasser. In der Mitte steht ein riesiges pyramidenförmiges Gebäude. Darüber verläuft die Milchstraße diagonal über den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Shingoo Lee

So eine kosmische Ansicht sehen wir sonst nie. Hier wölbt sich die Milchstraße in der Nacht über Seoul in Südkorea. In der urbanen nächtlichen Landschaft am Himmel sieht man trotz der gleißenden Lichter der Stadt die zart schimmernde zentrale Region unserer Galaxis sowie dunkle, undurchsichtige Staubwolken.

Die grelle Lichtverschmutzung im Ballungsraum ist enorm. Doch ein Infrarotfilter zeichnete auch die blassen kosmischen Details auf. Der Filter ist vor allem für infrarotes Licht durchlässig, doch es drang auch etwas sichtbares Licht aufs Bild. Daher wirkt die Szene trotzdem natürlich.

Der Aussichtspunkt für das Bild liegt im Ttukseom Hangang Park in Seoul. Vorne fließt der Hangang, über den eine hell beleuchtete Eisenbahnbrücke führt. Der Lotte World Tower mit seinen 123 Stockwerken dräut hinten in der Mitte. Er ist das höchste Gebäude in Südkorea.

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Wellen auf Titan

Videocredit: Una Schneck; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wolltet ihr schon einmal auf einer fremden Welt surfen? Die Suche nach der perfekten Welle können wir nun von der Erde auf das ganze Sonnensystem ausweiten und sogar darüber hinaus. Forschende entwickelten ein neues Modell, das Wellen auf fremden Planeten simuliert.

Titan ist einer von 274 bestätigten Monden bei Saturn. Er ist auch das einzige Objekt im Sonnensystem neben der Erde, von dem wir wissen, dass es auf seiner Oberfläche flüssige Seen und Ozeane gibt. Dieses Video zeigt zwei Simulationen von Wellen auf der Erde und auf Titan nebeneinander. Für beide Himmelskörper sind die Bedingungen gleich. Die Markierung misst in Metern. Wenn eine leichte Brise weht, erzeugt sie auf Titan viel höhere Wellen als auf der Erde, weil die Seen dort mit flüssigen Kohlenwasserstoffen gefüllt sind.

In ein paar Jahren startet die Mission Dragonfly laut Plan der NASA. Sie soll 6 Jahre lang reisen. Um Titan zu erforschen, führt einen Drehflügler mit sich. Die Mission soll auch prüfen, ob der Mond für Mikroben bewohnbar wäre.

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Die Beständigkeit des Sonnenlichts

Die Sonne sinkt langsam zum Horizont. Der Himmel dahinter ist intensiv orange und rot gefärbt und von vielen Kondensstreifen überzogen. Die Sonne wirkt stark verzerrt und erinnert an Dalís schmelzende Uhren.
Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

Dieser Sonnenuntergang wirkt surreal. Die Landschaft mit Himmel und Meer entstand an der Westküste von Sardinien. Das ist eine Insel auf dem Planeten Erde, die zu Italien gehört. Die Szene wirkt daliesk. Sie entstand aus mehreren Aufnahmen, die mit einem langen Teleobjektiv fotografiert wurden.

Doch die Sonne schmilzt nicht. Ihre flüssige, verschobene Erscheinung tritt auf, als sie sich dem Horizont nähert. Wir beobachten das, wenn sich die Brechung in der langen Sichtlinie verändert. Die veränderliche Brechung in der Atmosphäre entsteht durch Luftschichten, die eine verschiedene Dichte und Temperatur haben. So kommt es zu den verzerrten Bildern und Luftspiegelungen der rötlichen Sonnenscheibe.

Ein anderer berühmter, aber flüchtiger Effekt entsteht ebenfalls durch die atmosphärische Brechung entlang einer langen Sichtlinie zur Sonne. Wir sehen ihn, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Es ist der Grüne Blitz.

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Blick auf die Milchstraße

Ein Tümpel in der Atacama spiegelt das Licht der Sterne. Weil das Bild gekippt ist, wirkt der kleine Teich wie ein Auge, in dem Sterne glitzern.
Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Glitzern manchmal Sterne in den Augen? Links im Bild ist ein Auge, bei dem das so scheint. Dabei blickt es auf noch mehr Sterne. Dieses Mosaik entstand aus 27 Einzelbildern. Es wurde 2019 bei den Ojas de Salar in der chilenischen Atacama aufgenommen.

Das „Auge“ ist eine kleine Lagune, die das Licht des dunklen Nachthimmels spiegelt, an dem sich die Milchstraße wölbt. Das scheinbar geschmeidige Band der Milchstraße besteht aus Milliarden von Sternen. Es ist durchzogen von Filamenten aus rot leuchtenden Nebeln und Staub, der Licht absorbiert.

Links neben dem galaktischen Bogen erkennt man Jupiter, Saturn steht leicht rechts neben der Milchstraße. Die Lichter von Kleinstädten sprenkeln den Horizont, der hier vertikal verläuft. Das felsige Gelände um die Lagune wirkt eher wie die Oberfläche des Mars als die unserer Erde.

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Die Erde geht unter

Über dem Horizont des dunklen Mondes, der von Kratern bedeckt ist, steht die Erde als breite Sichel. Man erkennt weiße Wolken und blaue Meere.
Bildcredit: NASA; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

„Ihr alle da unten auf der Erde und außen herum, wir lieben euch. Grüße vom Mond! Wir sehen euch auf der anderen Seite“, sendete Victor Glover, Pilot von Artemis II, am 6. April um 11:45 UTC. Dann verschwanden 8,3 Milliarden minus vier Leute und eine Erde hinter dem Horizont des Mondes.

Die Orion-Raumkapsel Integrity reiste bei ihrem Vorbeiflug am Mond hinter den Trabanten der Erde. Das dauerte sieben Stunden. Integrity entfernte sich dabei 406.771 km von der Erde. Noch nie zuvor ist jemand so weit gereist. Die Besatzung kartierte Regionen auf der Rückseite des Mondes, die noch nie so zu sehen waren. Es gibt dort auffallend weniger vulkanische Aktivität als auf der vorderen Seite, die zur Erde zeigt.

Nun gibt es neue Beobachtungen der Krater mit ihren Gipfeln und Böden, Terrassen und Ringen, die auf der Oberfläche des Mondes erhalten geblieben sind. Das hilft vielleicht, die Geschichte der Einschläge im Sonnensystem zusammenzustückeln. Zu diesen Gebieten gehört das Mare Orientale. Es ist das am besten erhaltene Becken auf dem Mond, die in einer Zeit heftiger Kollisionen mit Asteroiden entstanden sind. Man nennt diese Periode spätes schweres Bombardement. Auch zwei neue Krater wurden entdeckt.

Als die Erde über dem Horizont des Mondes wieder aufging, leitete Integrity die Heimkehr ein. Christina Koch ist Missions-Spezialistin von Artemis II. Sie fasste diese bedeutende Mission der Menschheit mit starken Worten zusammen: „… Wir entscheiden uns immer für die Erde. Wir wählen immer einander.“

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