Freier Flug im Raum

Über der blauen Erde mit weißen Wolken schwebt ein weit entfernter Astronaut im schwarzen All. Es ist Bruce McCandless II mit einer Manned Maneuvering Unit.

Bildcredit: NASA, STS-41B

Wie wäre es wohl, frei im Weltraum zu schweben? Bruce McCandless II durfte das am eigenen Leib erfahren. 1984 driftete er weiter hinaus als sonst jemand zuvor. Bei der Space-Shuttle-Mission 41-B waren McCandless und sein Kollege, der NASA-Astronaut Robert Stewart, die ersten, die so einen unangebundenen Außenbordeinsatz erlebten. McCandless (im Bild) schwebte frei im All. Er war etwa 100 Meter vom Frachtraum einer Raumfähre entfernt und bewegte sich mit einer besatzten Manövereinheit (Manned Maneuvering Unit, MMU).

Der Antrieb der MMU funktionierte, indem er Stickstoff ausstieß. Man setzte damit Satelliten aus oder holte sie ein. Mit einer Masse von über 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde schwer. Aber wie alles andere auch ist sie schwerelos, wenn sie im Orbit schwebt. Die MMU wurde später durch die SAFER-Rucksack-Antriebseinheit ersetzt.

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Wiedersehen mit Miranda

Der Uranusmond Miranda ist von rauem Gelände überzogen, das viele Krater aufweist. Darunter liegen viele Gräben und Rillen.

Bildcredit: NASA, JPL, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: Flickr: zelario12; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht Miranda wirklich aus? Kürzlich wurden alte Bilder der NASA-Raumsonde Voyager 2 überarbeitet und kombiniert. So entstand dieses Bild, das den 500 Kilometer großen Uranusmond zeigt.

Ende der 1980er-Jahre flog die Raumsonde Voyager 2 an Uranus vorbei und kam dem Mond sehr nahe. Miranda ist von Kratern übersät, brüchig und hat ungewöhnliche Rillen. Benannt wurde er nach einer Figur in Shakespeares Stück „Der Sturm„. Nun entwickeln Planetenforschende anhand alter Daten und klarer Bilder neue Theorien, wie die Strukturen auf Mirandas rauer Oberfläche entstanden sind.

Eine führende Hypothese vermutet, dass es unter Mirandas eisiger Oberfläche einen weiten Ozean aus flüssigem Wasser gibt, der nun langsam zufriert. Dank der Erkenntnisse von Voyager 2 gilt Miranda nun als interessanter Ort für die Suche nach Wasser im Sonnensystem. Vielleicht gibt es dort sogar mikrobielles Leben. Damit steht Miranda nun in einer Reihe mit Europa, Titan und anderen eisigen Monden.

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Enceladus als Sichel

Rechts ragt die Sichel des Saturnmondes Enceladus, die von der Sonne beleuchtet wird, ins Bild. Die linke Seite ist dunkel. Die Oberfläche des Eismondes ist von tiefen Rillen überzogen. Unten sind auch Krater erkennbar.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Die Halbkugel des faszinierenden Mondes Enceladus, die immer zu Saturn zeigt, ragt hier aus den Schatten. Das Bild stammt von der Raumsonde Cassini. Norden ist oben. Das dramatische Bild wurde im November 2016 aufgenommen. Dafür richtete Cassini ihre Kamera ungefähr zur Sonne. Sie ist hier etwa 130.000 Kilometer von der hellen Sichel des Mondes entfernt.

Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichts, das bei ihr ankommt. Sie hat etwa das gleiche Rückstrahlvermögen wie frischer Schnee.

Lediglich 500 Kilometer durchmisst der Mond Enceladus. Er ist überraschend aktiv. Die Daten und Bilder von Cassinis Vorbeiflug zeigen Wasserdampf und Eiskörner, die von Geysiren nahe beim Südpol ausgestoßen werden. Sie sind ein Hinweis auf einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Kruste des eisigen Mondes.

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Polar-Korona

Panoramaufnahme einer isländischen Landschaft mit See im Vordergrund. Am Himmel ist sehr helles Polarlicht in rot, grün, und violett zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Roi Levi

Dank des Maximums des 25. Sonnenzyklus war das Jahr 2025 großartig für Nordlichter (und Südlichter). Die starke Aktivität der Sonne dürfte im Jahr 2026 noch andauern. Genießt dieses spektakuläre Polarlicht, während ihr den Beginn des neuen Jahrs feiert. Das Nordlicht erfüllte den sternenbedeckten Nachthimmel über dem Kirkjufell in Island.

Die eindrucksvolle Polarlicht-Korona strahlte während eines starken geomagnetischen Sturms. Er entstand im März 2025 durch intensive Sonnenaktivität während der Tagundnachtgleiche. Wenn ihr direkt von unten in die Schleier eines Polarlichts blickt, könnt ihr so eine Korona sehen. Das Panorama der nordischen Landschaft und des eindrucksvollen Schauspiels am Himmel besteht aus 21 Einzelbildern.

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Sonnenwende auf der rotierenden Erde

Videocredit: Meteosat 9, NASA, Earth Observatory, Robert Simmon

Kann man von der Neigung der Erde ableiten, dass heute Sonnenwende ist? – Ja. Zur Sonnenwende ist der Terminator der Erde – das ist die Linie, an der sich Tag und Nacht treffen – am stärksten geneigt. Dieses Zeitraffervideo zeigt dies anhand eines vollen Jahreszyklus des Planeten Erde in zwölf Sekunden. Der Satellit Meteosat 9 befindet sich in einem geosynchronen Orbit. Er nahm jeden Tag zur gleichen Ortszeit (das ist die Zeit nach Sonnenstand) ein Infrarotbild der Erde auf.

Das Video beginnt mit der Tagundnachtgleiche im September 2010. Der Terminator bildet eine senkrechte Linie: Tag und Nacht sind gleich lang (was die Zeit betrifft – beide bedecken visuell gleiche Anteile der Erdkugel).

Während die Erde ihren Weg um die Sonne fortsetzt, sieht man, wie sich der Terminator neigt, sodass pro Tag weniger Licht auf die Nordhalbkugel fällt. Das führt im Norden zum Winter. Wenn die Neigung am größten ist, findet im Norden die Wintersonnenwende statt. Im Süden ist Sommersonnenwende.

Dann schreitet das Jahr voran. Im März 2011 ist die nächste Tagundnachtgleiche, das ist etwa in der Mitte des Videos. Danach neigt sich der Terminator zur anderen Seite. Auf der Südhalbkugel beginnt der Winter und im Norden der Sommer. Im Film endet das Jahr mit der nächsten September-Tagundnachtgleiche. Damit ist eine weitere der Milliarden Reisen der Erde um die Sonne vollendet.

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Nachts über die Erde fliegen

Videocredit: Aufnahmen von Astronaut*innen, NASA ; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Wunder sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Für Astronauten* im Erdorbit sind sie ein alltäglicher Anblick. Das Video ist mit emotionaler Musik hinterlegt. Es zeigt einen Zusammenschnitt der Eindrücke mehrerer Tage. Sie wurden 2011 auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen.

Die Kamera fliegt über weiße Wolken, orange Lichter von Städten, Blitze und Gewitter sowie das dunkelblaue Meer dahin. Am Horizont ist der goldenen Schimmer der dünnen Erdatmosphäre. Sie ist immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert. Die grünen Teile dieser Lichter leuchten typischerweise unter der Raumstation auf. Durch die rot- und lila leuchtenden Polarlichter fliegt die Raumstation sogar direkt durch!

Die Solarpaneele der Raumstation ragen über den Bildrand. Am Ende jeder Sequenz rauscht ein überwältigend helles Leuchten ins Bild. Es ist nichts anderes als die Morgendämmerung auf der Seite der Erde, die zur Sonne zeigt. Astronauten auf der ISS erleben diese Morgendämmerung alle 90 Minuten.

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Nordlichter in Florida

Über dem Strand von Shired Island in Florida schimmert rotes Polarlicht. Dahinter zischt ein Meteor über den Himmel. Das Bild stammt vom 11. November 2025.

Bildcredit und Bildrechte: Samil Cabrera

Polarlichter haben den Himmel über Florida erreicht. Dieser Aufnahme entstand am 11. November am Strand von Shired Island in Florida. Die strahlend helle Spur eines Meteors zieht über den Sternenhimmel. Wir erwarten gerade die Sternschnuppen des jährlichen Meteorstroms der Tauriden.

Aber die Kamera fing auch das schimmernde Leuchten eines Polarlichts ein. Dieses Phänomen ist ja normalerweise nur in höheren Breiten zu beobachten. Die Nordlichter sind auch als Aurora Borealis bekannt. Derzeit sieht man sie in vielen Teilen der Welt. Sie werden von starken geomagnetischen Stürmen verursacht. Das stürmische Weltraumwetter der letzten Tage wird von der starken Aktivität der Sonne ausgelöst. Aktuell ziehen viele koronale Massenauswürfe in die Richtung der Erde.

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Komet Lemmon finden

Über einem ruhigen See schimmert der Komet Lemmon. Rechts daneben ist der Große Wagen, der sich im Wasser spiegelt. Links biegt sich das Ufer mit Geröll und einem Wald. Das Bild entstand in der violett leuchtenden Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Institut für Physik Opava

Wenn ihr heute Abend den Großen Wagen am Himmel entdeckt, habt ihr gute Chancen, auch den Kometen Lemmon zu erspähen. Nach Sonnenuntergang lohnt sich ein Blick nach Nordwesten. Dort, knapp unter der Deichsel des bekannten Sternbilds, zeigt sich der schwache, aber ausgedehnte Komet C/2025 A6 (Lemmon).

Mit bloßem Auge kann man den Besucher im inneren Sonnensystem nur schwer erkennen. Die Kamera kann hier hilfreich sein, denn sie kann lichtschwache Objekte oft besser sichtbar machen. Haltet Ausschau nach einem verschwommenen, grünlichen „Stern“ mit Schweif. Auch wenn dieser vermutlich nicht so lang erscheint wie hier, lohnt sich der Blick. Dieses beeindruckende Foto wurde vor zwei Nächten an der Talsperre Seč in Tschechien aufgenommen.

Aktuelle Aufnahmen des Kometen C/2025 A6 (Lemmon) zeigen einen dynamischen Ionenschweif. Er ist länger als der Teil, den das menschliche Auge erfassen kann. Der Komet hat derzeit fast seine größte Annäherung an die Erde erreicht. Anfang November erreicht er seinen sonnennächsten Punkt. Das ist ein idealer Zeitpunkt, um diesen Besucher aus dem inneren Sonnensystem zu beobachten.

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