Saturns Ringe und Jahreszeiten

Saturn vom südlichen zum nördlichen Sommer.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach/SEN

Beschreibung: Auf Saturn zeigen die Ringe die Jahreszeit an. Auf der Erde ist Mittwoch die Tagundnachtgleiche, an diesem Tag ist der Erdäquator direkt zur Sonne geneigt. Da Saturns große Ringe um den Äquator des Planeten rotieren, sind die Ringe – von der Sonne aus gesehen – am besten sichtbar, wenn Saturns Rotationsachse zur Sonne zeigt. Umgekehrt, wenn Saturns Rotationsachse zur Seite zeigt, findet ein Äquinoktium statt, und die von der Seite sichtbaren Ringe sind nicht nur von der Sonne, sondern auch von der Erde aus schwer erkennbar.

Bilder von Saturn, die zwischen 2004 und 2015 aufgenommen wurden, sind auf dieser Montage übereinandergelegt, um die Entwicklung des Riesenplaneten vom südlichen zum nördlichen Sommer zu zeigen. Letzten Monat war Saturn der Erde so nahe wie nur möglich. Diesen Monat ist der beringte Riese immer noch hell und einen Großteil der Nacht sichtbar.

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Saturn bei Nacht

Die Raumsonde zeigt 2 Tage vor ihrem letzten Tauchgang Saturns Nachtseite mit Ringen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Mindaugas Macijauskas

Beschreibung: Schöne Teleskopansichten von Saturn, der am Nachthimmel des Planeten Erde noch hell leuchtet, sowie seinen prächtigen Ringen machen ihn oft zu einem Blickfang bei Teleskoptreffen. Doch diese atemberaubende Ansicht von Saturns Ringen und seiner Nachtseite ist für Teleskope unmöglich, wenn sie der Sonne näher sind als der äußere Planet. Sie können nur Saturns Tagseite zeigen.

Dieses Bild von Saturns schmaler sonnenbeleuchteter Sichel mit Nachtschatten, der auf sein breites, komplexes Ringsystem fällt, wurde von der Raumsonde Cassini fotografiert. Cassini, eine robotische Raumsonde vom Planeten Erde, war 13 Jahre lang im Saturnorbit unterwegs, ehe sie am 15. September 2017 in die Atmosphäre des Gasriesen eintauchte.

Dieses prächtige Mosaik entstand aus Bildern, die Cassinis Weitwinkelkamera nur zwei Tage vor dem finalen Tauchgang aufnahm. Saturns Nacht ist erst wieder zu sehen, wenn eine neue Raumsonde von der Erde kommt.

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Glühwürmchen und Milchstraße über Russland

Panorama vom Milogradowka in der russischen Region Primorje mit Milchstraße, Saturn, Nachthimmellicht und Leuchtkäfer.

Bildcredit und Bildrechte: Anton Komlev

Beschreibung: Es begann mit einer Kiefer. Die Idee war, eine imposante Kiefer vor dem zentralen Band unserer Milchstraße zu fotografieren. Vor zwei Monaten wurde der Plan erfolgreich umgesetzt – beide sind markant abgebildet.

Doch das so entstandene Panorama aus 3 Bildern zeigt noch viel mehr. Zum Beispiel sind über den fernen Hintergrund farbenprächtige Sterne verteilt, links oben leuchtet der helle Altair. Der näher gelegene Planet Saturn ist links über dem Horizont zu sehen. Knapp außerhalb der Erdatmosphäre hinterlässt ein Satellit im Erdorbit auf der 25-Sekunden-Aufnahme rechts oben eine Spur. Auch die Erdatmosphäre selbst war unerwarteterweise sichtbar – als grünes Nachthimmellicht im oberen Bereich des Bildes.

Und zu guter Letzt war da zufällig ein Leuchtkäfer. Seht ihr ihn? Im unteren Teil des Bildes ist der gelb blinkende Leuchtkäfer mehrere Male zu sehen, als er vor den sanften Hügeln über dem Milogradowka in der russischen Region Primorje vorbeiflatterte.

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Mimas im Saturnlicht

Die Raumsonde Cassini zeigt den kraterübersäten Mond Mimas.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die zu Saturn gerichtete Halbkugel von Mimas liegt neben der dramatisch von der Sonne beleuchteten Sichel in fast völliger Dunkelheit. Das Mosaik wurde fast zeitgleich mit der letzten Annäherung der Raumsonde Cassini am 30. Januar 2017 fotografiert. Cassinis Kamera war nur 45.000 Kilometer von Mimas entfernt und zeigte fast genau zur Sonne.

Das Ergebnis ist eine der am höchsten aufgelösten Ansichten des eisigen, von Kratern übersäten 400 Kilometer großen Mondes. Eine aufgehellte Version zeigt die zu Saturn gerichtete Halbkugel des synchron rotierenden Mondes besser, sie wird von Sonnenlicht beleuchtet, das von Saturn reflektiert wird. Schiebt den Mauspfeil über das Bild, um es zu sehen, oder folgt diesem Link.

Andere Bilder von Cassini zeigen den großen, bedrohlichen Krater Herschel des kleinen Mondes Mimas.

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Flug durch den Orionnebel in Infrarotlicht


Videocredit: NASA, Weltraumteleskop Spitzer, Universe of Learning; Visualisierung: F. Summers (STScI) et al.; Musik und Lizenz: Serenade für Streicher (A. Dvořák), Advent Chamber Orch.

Beschreibung: Was würdet ihr bei einem Flug in den Orionnebel sehen? Diese spannende dynamische Visualisierung des Orionnebels basiert auf echten astronomischen Daten und versierter Film-Rendering-Technik.

Das digital modellierte Video basiert auf Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer. Es zeigt eine berühmte Sternentstehungsstätte aus nächster Nähe, die normalerweise aus einer Entfernung von 1500 Lichtjahren zu sehen ist. Die Blickrichtung verläuft entlang eines ein Lichtjahr breiten Tals in der Wand der riesigen Molekülwolke in der Region. Orions Tal endet in einer Höhlung, die von den energiereichen Winden und der Strahlung der massereichen Zentralsterne im Trapez-Sternhaufen geformt wurden.

Der ganze Orionnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß und liegt im selben Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne.

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Saturn und sechs Monde

Ringplanet Saturn mit sechs seiner größten Monde, darunter Titan und Iapetus.

Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Ranjbaran; MR Dank: Amir Ehteshami

Beschreibung: Wie viele Monde hat Saturn? Bisher wurden 82 bestätigt, der kleinste davon misst nur den Bruchteil eines Kilometers. Dieses Kompositbild zeigt sechs seiner größten Monde. Das Bild besteht aus 13 kurz belichteten Aufnahmen des hellen Planeten und 13 lang belichteten Bildern der hellsten seiner blassen Monde. Sie alle wurden letzten Monat in einem Zeitraum von zwei Wochen aufgenommen.

Saturns größter Mond Titan ist größer als der Erdmond und sogar etwas größer als der Planet Merkur. Titan hat einen Durchmesser von 5150 Kilometern. Während er fotografiert wurde, wanderte er fast ganz um seinen heimatlichen Ringplaneten herum. 1655 wurde Titan als erster der natürlichen Begleiter Saturns von dem niederländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt. Im Gegensatz dazu wurden 2019 mehrere kürzlich entdeckte Monde bekannt gegeben.

Die Spur ganz rechts gehört zu Iapetus, er ist der drittgrößte Saturnmond. Der Bahnradius des bemalten Iapetus ist so groß, dass hier nur ein Teil davon erfasst wurde.

Diesen Monat zieht Saturn vor Jupiter über den Nachthimmel. Bald nach Sonnenuntergang geht er im Südosten auf und bleibt bis zur Dämmerung sichtbar.

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Tanzende Polarlichter auf Saturn

Die Raumsonde Cassini zeigt Saturn mit Polarlichtern in Infrarot.

Bildcredit: NASA, Cassini, VIMS Team, U. Arizona, U. Leicester, JPL, ASI

Beschreibung: Wie entstehen Polarlichter auf Saturn? Um das herauszufinden, durchstöberten Wissenschaftler*innen Hunderte von Saturns Infrarotbildern, die von der Raumsonde Cassini zu anderen Zwecken aufgenommen wurden, um genügend Bilder von Polarlichtern zu finden, anhand derer sie Veränderungen vergleichen und Filme erstellen konnten.

Einige dieser Filme zeigen deutlich, dass sich Polarlichter auf Saturn nicht nur mit dem Winkel der Sonneneinstrahlung verändern, sondern auch mit der Rotation des Planeten. Weiters hängen einige Veränderungen der Polarlichter anscheinend mit Wellen in Saturns Magnetosphäre zusammen, die wahrscheinlich von Saturnmonden verursacht werden.

Dieses Falschfarbenbild wurde 2007 aufgenommen. Es zeigt Saturn in drei Bändern des Infrarotlichtes. Die Ringe reflektieren relativ blaues Sonnenlicht, während der Planet in vergleichsweise energiearmem Rot leuchtet. Ein Band eines Südpolarlichtes leuchtet grün.

Kürzlich wurde festgestellt, dass Polarlichter Saturns obere Atmosphäre aufheizen. Wenn wir Saturns Polarlichter besser verstehen, führt das auch zu einem besseren Verständnis der Polarlichter auf der Erde.

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In, durch und hinter den Ringen des Saturns

Titan, Dione, Pandora und Pan - vier Saturnmonde mit Ringen, fotografiert von der Raumsonde Cassini.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Vier Monde sieht man auf diesem Bild – findet ihr sie alle? Der erste ist Titan, er liegt am weitesten im Hintergrund. Titan ist der größte Saturnmond und einer der größeren Monde im Sonnensystem. Die dunkle Struktur am oberen Rand dieser ständig bewölkten Welt ist die Nordpolkappe.

Der nächste auffällige Mond ist die helle Dione im Vordergrund mit Kratern und langen Eisklippen. Von links ragen mehrere der ausgedehnten Saturnringe ins Bild, darunter Saturns A-Ring mit der dunklen Encke-Teilung. Ganz rechts, knapp außerhalb der Ringe, seht ihr Pandora, einen nur 80 Kilometer großen Mond, der Saturns F-Ring hütet.

Wo ist der vierte Mond? Wenn ihr die Saturnringe genau betrachtet, findet ihr in der Encke-Teilung einen Fleck, das ist Pan. Obwohl Pan mit 35 Kilometern einer von Saturns kleinsten Monden ist, ist er massereich genug, um die Encke-Teilung relativ frei von Ringteilchen zu halten.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging der Treibstoff der Raumsonde Cassini im Jahr 2017 zur Neige. Die Raumsonde wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie ziemlich sicher geschmolzen ist.

Samstag, 10. April, 19h: Frühlingssternbilder – online via Zoom – Eintritt frei!

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Mondkorona mit Jupiter und Saturn

Mondkorona, Jupiter und Saturn über dem italienischen Dorf Pieve di Cadore und dem Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandra Masi

Beschreibung: Warum wirkt ein wolkiger Mond manchmal farbig? Der Effekt wird als Mondkorona bezeichnet und entsteht durch die quantenmechanische Beugung des Lichts an einzelnen, etwa einheitlich großen Wassertröpfchen in einer dazwischen liegenden, aber großteils transparenten Wolke. Da Licht unterschiedlicher Farben aus unterschiedlichen Wellenlängen besteht, wird jede Farbe anders gebeugt.

Mondkoronen gehören zu den wenigen quantenmechanischen Farbeffekten, die mit bloßem Auge leicht erkennbar sind. Manchmal sind auch Sonnenkoronen sichtbar.

Dieses Kompositbild wurde ein paar Tage vor der engen großen Konjunktion von Saturn und Jupiter im letzten Monat fotografiert. Hinter dem italienischen Dorf Pieve di Cadore seht ihr den Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

Neu! APOD ist jetzt auf Taiwanesisch von der National Central University verfügbar.
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Titan: Mond über Saturn

Dieses Mosaik vom Saturnmond Titan entstand aus Bildern, die 2012 von der Raumsonde Cassini fotografiert wurden.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Wie der Erdmond ist auch Saturns größter Mond Titan in einer gebundenen Rotation gefangen. Dieses Mosaik aus Bildern der Raumsonde Cassini, die im Mai 2012 aufgenommen wurden, zeigt seine saturnabgewandte Seite, die immer vom beringten Gasriesen abgewandt ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Außerdem ist er die einzige Welt im Sonnensystem außer der Erde, von der wir wissen, dass sich auf der Oberfläche stehende Flüssigkeitskörper befinden und es einen erdähnlichen Zyklus mit flüssigem Regen und Verdunstung gibt. Die hoch gelegene Dunstschicht des 5000 Kilometer großen Mondes, der hier vor Saturns Ringen und Wolkenoberflächen schwebt, ist auf Cassinis Ansicht gut erkennbar.

Nahe der Mitte befindet sich eine dunkle, von Dünen bedeckte Region, die Shangri-La genannt wird. Die Raumsonde Huygens, die mit Cassini kam, befindet sich nach der erdfernsten Landung einer Raumsonde links unter der Mitte.

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Große Konjunktion von Jupiter und Saturn: Der Film


Videocredit: Thanakrit Santikunaporn (Nationales Astronomisches Forschungsinstitut von Thailand); Text: Matipon Tangmatitham

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen Film der Großen Konjunktion von Jupiter und Saturn gesehen? Dieses Zeitraffervideo wurde aus einer Serie an Bildern aus Thailand erstellt und zeigt, wie die beiden Riesenplaneten in einem Winkelabstand von nur etwa einem Zehntelgrad aneinander vorbeizogen.

Der erste Ablauf der Großen Konjunktion zeigt eine fünftägige, relativ nahe Aufnahme, bei der Monde und Wolkenbänder gut sichtbar sind, gefolgt von einer zweiten, optisch weiter entfernten Videosequenz von 9 Tagen.

Obwohl Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 am Himmel scheinbar ungewöhnlich nahe aneinander vorbeizogen, waren sie in Wirklichkeit immer noch fast eine Milliarde Kilometer voneinander entfernt.

Alle 19,86 Jahre erfahren die beiden Gasriesen Treffen wie dieses. Doch der Winkel zwischen den beiden war in den letzten 397 Jahren niemals so klein, und das bleibt auch in den nächsten 60 Jahren so. Wenn ihr aber bis zum Jahr 7541 warten könnt, sehr ihr, wie Jupiter direkt vor Saturn vorbeizieht.

Galerie: Interessante Bilder der Großen Konjunktion, die bei APOD eingereicht wurden

Endlich wieder: Notizkalender 2021 mit Mondlauf und Himmelsereignissen

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