Cassini zeigt Saturn im Infrarot

Die Raumsonde Cassini zeigt den Blick auf Saturn mit Ringen und dem rätselhaften Sechseck, einer beständigen Wolkenstruktur am Nordpol.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SSI; Bearbeitung: Maksim Kakitsev

Viele von Saturns Details sind in Infrarotlicht deutlich erkennbar. Wolkenbänder zeigen interessante Strukturen, zum Beispiel lang gestreckte Stürme. Auch das ungewöhnliche sechseckige Wolkenmuster um Saturns Nordpol ist in Infrarot ziemlich markant. Jede Seite des dunklen Sechsecks ist länger als ein Erddurchmesser.

Die Existenz des Sechsecks wurde nicht vorhergesagt, und sein Ursprung sowie seine voraussichtliche Stabilität werd weiterhin erforscht. Saturns berühmte Ringe umkreisen den Planeten und werfen Schatten unter dem Äquator.

Dieses Bild wurde 2014 von der robotischen Raumsonde Cassini in mehreren Farben des Infrarotlichts aufgenommen. Im September 2017 endete die Mission Cassini mit einem dramatischen Finale, als die Raumsonde auf Tauchgang in den Ringriesen gelenkt wurde.

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Saturn und die ISS

Der Planet Saturn und die Internationale Raumstation ISS posieren zusammen auf diesem Einzelbild aus einem Hochgeschwindigkeitsvideo

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Der helle Planet Saturn steht hoch am Himmel des Planeten Erde. Er war der Star der morgendlichen Planetenparade im Juni. Am 24. Juni posierte er ganz kurz neben einem hellen Objekt im niedrigen Erdorbit: der Internationalen Raumstation. An diesem Tag wurde der Ringplanet auf einem Schulparkplatz in Temecula in Kalifornien zusammen mit der Internationalen Raumstation auf diesem Einzelbild aus einem Hochgeschwindigkeitsvideo erfasst.

Saturns Helligkeit betrug +0,5 mag, doch die Raumstation war mit einer Größenklasse von -3 noch heller. Der Helligkeitsunterschied ist auf dem Video-Einzelbild naturgetreu wiedergegeben. Auf dem anspruchsvollen Bild war die ISS im Orbit etwa 602 Kilometer, Saturn hingegen ungefähr 1,4 Milliarden Kilometer vom Schulparkplatz entfernt.

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Die Planeten des Sonnensystems

Alle Planeten und der abnehmende Sichelmond stehen vor Sonnenaufgang in einer Reihe über den östlichen Horizont bei Marina di San Nicola in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Canaveras, Chiara Tronci, Giovanni Esposito, Giuseppe Conzo, Luciana Guariglia (Gruppo Astrofili Palidoro)

Gleichzeitig fotografierte Bilder von vier Kameras wurden zu dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft in der Dämmerung kombiniert. Das gemeinsam erstellte Astro-Panorama vom 24. Juni zeigt alle Planeten des Sonnensystems kurz vor Sonnenaufgang.

Der innerste Planet Merkur stand am nebeligen Morgen nahe am Horizont, er war in der Dämmerung links unter der gleißenden Venus gerade noch sichtbar. Der abnehmende Sichelmond und die anderen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten – Mars, Jupiter und Saturn – leuchten nahe der Ekliptik und verteilen sich über das weite Sichtfeld nach rechts oben.

Für die viel blasseren Planeten Uranus und Neptun hätte man ein Fernglas gebraucht, doch auch sie standen am Himmel in der Ekliptik. Im Vordergrund befinden sich Ausgrabungen einer antiken römischen Villa bei Marina di San Nicola in Italien auf dem Planeten Erde.

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Titan: Mond über Saturn

Die Raumsonde Cassini zeigt den Saturnmond Titan vor dem Gasriesenplaneten Saturn mit der dunklen, von Dünen bedeckten Region Shangri-La.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Wie der Erdmond ist auch Saturns größter Mond Titan in einer gebundenen Rotation gefangen. Dieses Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite von Titan, die immer vom beringten Gasriesen fortgerichtet ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Außerdem ist er die einzige Welt im Sonnensystem außer der Erde mit stehenden Gewässern auf der Oberfläche und einem erdähnlichen Zyklus mit flüssigem Regen und Verdunstung.

Auf dieser Cassini-Ansicht des 5000 Kilometer großen Mondes über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen seht ihr die hoch gelegenen Schichten aus atmosphärischem Dunst. Nahe der Mitte liegt die dunkle, von Dünen bedeckte Region, die als Shangri-La bekannt ist. Die von Cassini abgesetzte Sonde Huygens befindet sich nach ihrer fernsten Landung einer Raumsonde von der Erde links unter der Mitte.

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Planeten über einer ägyptischen Pyramide

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn über einer ägyptischen Stufenpyramide.

Bildcredit und Bildrechte: Osama Fatehi

Die morgendliche Planetenparade geht weiter. Die Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn stehen seit Mitte April am Morgenhimmel in einer Reihe und sind auf der ganzen Welt zu sehen.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert, es zeigt die Planeten über der Djoser-Stufenpyramide, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Pyramide befindet sich in der ägyptischen Nekropole Sakkara, sie wurde im 27. Jh. v. Chr. erbaut und ist eine der ältesten Pyramiden, die wir kennen. Das Zwei-Bild-Komposit besteht aus einem Vordergrundbild, das am Abend in der Blauen Stunde aufgenommen wurde, und ein Hintergrundbild vom Morgen danach am selben Ort.

Die morgendliche Planetenlinie verändert sich langsam. Ende des letzten Monats tauschten die Planeten Jupiter und Venus ihre Plätze, und Ende dieses Monats tauschen Jupiter und Mars, wenn sie in einem Abstand von einem Grad aneinander vorbeiziehen. Natürlich ist diese malerische Winkelausrichtung der Planeten ein Zufall. Alle dieser Welten ziehen weiterhin um die Sonne, wie schon seit Milliarden Jahren, lange bevor die antike Pyramide von Djoser errichtet wurde.

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Planetenparade über der Oper von Sydney

Die Planetenparade mit Jupiter, Venus, Mars und Saturn über der Oper von Sydney in Australien.

Bildcredit und Bildrechte: Prasun Agrawal

Beschreibung: Eine einzigartige Planetenparade steht derzeit am Himmel, wenn die Welt erwacht. Kurz vor Sonnenaufgang stehen über weiten Teilen der Erde bekannte Planeten am Osthimmel in einer auffälligen Line. Auf der Nordhalbkugel der Erde erscheint diese Planetenlinie meist fast waagrecht, doch auf der Südhalbkugel verläuft die Line beinahe senkrecht.

Vor etwa fünf Tagen wurde die Planetenlinie fast senkrecht über der Oper von Sydney in Südaustralien fotografiert. Die Morgenplaneten sind – von oben nach unten – Saturn, Mars, Venus und Jupiter. Ende April schrumpft der Winkelabstand zwischen Venus und Jupiter allmählich auf weniger als 1 Grad, wenn sie ihre Plätze tauschen. Später – Ende Mai – zieht Jupiter in der Nähe des Mars vorbei, wenn diese beiden Planeten ihre Positionen wechseln. Im Juni erweitert sich die Parade kurzzeitig um den Planeten Merkur.

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Planetenparade über einer Brücke in New York

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn hinter der  RFK (Triborough) Brücke in New York.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Der Himmel vor Sonnenaufgang ist interessant. Am östlichen Horizont stehen vier Planeten in einer Reihe. Die Planeten sind so hell, dass ihr sie sogar am hellen Himmel einer Stadt seht.

Dieses Bild wurde in New York (USA) fotografiert, im Vordergrund steht die RFK (Triborough) Brücke. Die abgebildeten Planeten sind – von links nach rechts – Jupiter, Venus, Mars und Saturn. Die Planeten stehen in einer Reihe, weil sie alle in derselben Ebene um die Sonne kreisen. Diese Ebene, die sogenannte Ekliptik, entstand in den frühen Tagen unseres Sonnensystems und enthält alle Planeten, auch die Erde.

Die morgendliche Planetenparade dauert den ganzen April und Mai, und im Juni kommt sogar noch Merkur dazu.

Wann leuchtet was am Himmel?

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Mars-Saturn-Konjunktion

Enge Konjunktion von Mars und Saturn am Morgenhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: In diesem Sichtfeld sind blassere Sterne nahe der Ebene der Ekliptik im Sternbild Steinbock verstreut. Die beiden hellsten Lichter in der Mitte sind jedoch keine Sterne, sondern die Planeten Mars und Saturn.

Der Teleskopschnappschuss wurde am Morgen des 4. April fotografiert, er zeigt ihre besonders enge Konjunktion am Himmel vor der Morgendämmerung. Das Planetenpaar ist nur etwa ein Drittel eines Grades voneinander entfernt, das ist deutlich weniger als der scheinbare Durchmesser eines Vollmondes.

Wisst ihr, welcher Planet welcher ist? Wenn ihr vermutet, dass Mars der Rötere ist, habt ihr Recht. Über Mars leuchtet der etwas schwächere Saturn mit einem blassgelblichen Farbton im reflektierten Sonnenlicht. Sogar bei dieser geringen Vergrößerung ist Saturns größter und hellster Mond Titan erkennbar, der sich links eng an den Planeten kuschelt.

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Saturn, Tethys, Ringe und Schatten

Die Raumsonde Cassini zeigt den Mond Tethys vor dem Gasriesen Saturn mit Ringen und Schatten.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Vom Eismond Tethys aus gesehen bieten Ringe und Schatten einen fantastischen Blick ins Saturnsystem. Wart ihr kürzlich bei Tethys? Wenn nicht, muss diese prächtige Ringlandschaft der Raumsonde Cassini fürs Erste genügen.

Tethys wurde 2005 links unter der Bildmitte im Sonnenlicht fotografiert. Sie ist etwa 1000 Kilometer groß, ihre Bahn ist knapp fünf Saturnradien vom Zentrum des Gasriesenplaneten entfernt. In dieser Distanz (etwa 300.000 Kilometer) befindet sich Tethys weit außerhalb von Saturns hellen Hauptringen, doch sie ist einer der fünf Hauptmonde innerhalb des blassen, schwachen äußeren E-Rings.

Die beiden sehr kleinen Monde Telesto und Calypso wurden in den 1980er-Jahren entdeckt, sie ziehen koorbital mit Tethys in einer Bahn. Während das Trio um Saturn kreist, läuft Telesto voraus und Calypso zieht hinter Tethys her.

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Die Monde hinter Saturns Ringen

Die Raumsonde Cassini fotografierte die Saturnmonde Janus und Rhea hinter den Ringen.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL, Cassini Bildgebungsteam

Beschreibung: Was ist mit diesem Saturnmond passiert? Nichts – der Saturnmond Rhea ist nur teilweise von den Saturnringen verdeckt. 2010 fotografierte die Roboter-Raumsonde Cassini im Saturnorbit diesen Teleobjektiv-Blick auf die berühmtesten Ringe des Sonnensystems.

Im Vordergrund seht ihr außen den dünnen F-Ring und innen die viel größeren A- und B-Ringe. Der Saturnmond Janus schwebt scheinbar über den Ringen, in Wirklichkeit liegt er sehr weit hinten. Janus mit einem Durchmesser von nur ungefähr 180 Kilometern ist einer der kleineren Saturnmonde. Die stark von Kratern übersäte Rhea ist noch weiter von der Kamera entfernt, dieser Mond ist mit einem Durchmesser von 1500 km viel größer. Die Oberseite von Rhea ist nur Lücken in den Ringen sichtbar.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Erforschung und Entdeckung ging 2017 der Treibstoff der Raumsonde Cassini zur Neige, und sie wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie wahrscheinlich geschmolzen ist.

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Planetenanordnung über Italien

Venus, Saturn, Jupiter, Mond und Uranus am Abendhimmel bei San Fermo in Bergamo.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Es ist kein Zufall, dass Planeten in einer Reihe stehen. Es liegt daran, dass alle Planeten fast genau in einer gemeinsamen Ebene der Ekliptik um die Sonne kreisen. Wenn man sie von innerhalb dieser Ebene aus betrachtet, was Erdbewohnerinnen und -bewohner tun dürften, liegen alle Planeten in einem schmalen Band.

Es ist jedoch Zufall, wenn drei der hellsten Planeten fast in derselben Richtung erscheinen. Ein solches Zusammentreffen wurde zu Beginn des Monats fotografiert. Die oben gezeigten Planeten in einer Linie sind (von rechts nach links) Venus, Saturn und Jupiter, das Bild entstand kurz nach Sonnenuntergang in den Hügeln von San Fermo in Bergamo (Italien). Die Anordnung wird vom Erdmond und dem weiter entfernten Uranus ergänzt.

Wolkenbänder ziehen in Richtung Sonnenuntergang Streifen am Himmel. Komet Leonard wird bereits blasser, doch diese Planetenanordnung bleibt – ohne den Mond – noch den Rest des Monats bestehen.

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