Ungewöhnliche Senken auf dem Planeten Merkur entdeckt

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Bildcredit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Was sind diese ungewöhnlich großen Gebilde auf dem Planeten Merkur? Der leicht bläuliche Farbton der Strukturen, die als Bodensenken bezeichnet wurden, wurde im obigen Bild verstärkt. Es wurde von der robotischen Raumsonde MESSENGER aufgenommen, die derzeit Merkur umkreist. Die abgerundeten Senken sehen anders aus als Einschlagskrater, und weder auf dem Erdmond noch sonstwo im Sonnensystem ist etwas damit Vergleichbares bekannt. Das obige Bild ist ein zirka 40 Kilometer großer Ausschnitt der Sohle des Raditladi-Einschlagbeckens, der die Spitzen des Zentralberges enthält. Eine Ursprungshypothese besagt, dass die Senken durch Sublimation von Material entstanden, das offen lag und während des gewaltigen Einschlags, der das Raditladibecken erzeugte, erhitzt wurde. Die NASA-Sonde MESSENEGER ist die erste Raumsonde, die Merkur umkreist, und ist derzeit dafür vorgesehen, den innersten Planeten des Sonnensystems bis 2013 zu erforschen.

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MESSENGERs erster Tag

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Ein Sonnentag auf einem Planeten entspricht der Zeit von Mittag bis Mittag. Auf dem Planeten Erde dauert ein Sonnentag dauert 24 Stunden. Auf Merkur ist ein Sonnentag zirka 176 Erdentage lang. Und während seines ersten Merkur-Sonnentages hat die Raumsonde MESSENGER in der Umlaufbahn fast die gesamte Oberfläche des innersten Planeten abgebildet, um eine umfassende einfarbige Karte mit einer Auflösung von etwa 250 Metern pro Bildpunkt sowie eine Farbkarte mit einer Auflösung von einem Kilometer pro Bildpunkt zu erstellen. Beispiele der Karten – Mosaike, die aus Tausenden von Bildern mit einheitlicher Beleuchtung gemacht wurden – sind oben zu sehen (links das Schwarz-Weiß-Bild), beide auf den 75. östlichen Längenkreis des Planeten zentriert. Der zweite Merkur-Sonnentag der Raumsonde MESSENGER wird wahrscheinlich mehr hoch aufgelöste, zielgerichtete Beobachtungen der Oberflächenstrukturen des Planeten ermöglichen. (Hinweis des Herausgebers: Wegen der 3:2-Umlaufkopplung Merkurs ist ein Sonnentag auf Merkur 2 Merkurjahre lang.)

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MESSENGERs Bild von Degas

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Die Weitwinkelkamera der Raumsonde MESSENGER, die derzeit den innersten Planeten Merkur aus dem Orbit abbildet, schickte dieses eindrucksvolle Farbbild des Kraters Degas mit einer vollen Auflösung von 90 Metern pro Bildpunkt. Der 52 Kilometer große Krater, der nach einem Maler des Impressionismus benannt wurde, ist auch auf einem Bild der Vorbeiflug-Mission Mariner 10, die Mitte der 1970er Jahre durchgeführt wurde, zu sehen. Auf MESSENGERs Ansicht ist der Kraterboden sichtlich mit einer komplexen Serie an Rissen gefüllt, die entstanden, als die nach einem Einschlag aufgeschmolzene Oberfläche auskühlte und schrumpfte. Sehr helle, fleckige Ablagerungen, die auf eine andere Zusammensetzung und frisch freigelegtes Material schließen lassen, treten an den Kraterwänden und um den Zentralberg herum markant hervor. Details ähnlich heller Ablagerungen sind auf sogar noch höher aufgelösten Bildern von MESSENGER zu sehen.

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Merkurs Oberfläche in verstärkten Farben

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Die Roboter-Raumsonde MESSENGER vollendete kürzlich mehr als 100 Umläufe um Merkur. Messengers Kameras zeichneten detailreiche Bilder auf und verwendeten acht verschiedene Farben im sichtbaren und nahen Infrarotlicht, um die Oberflächenzusammensetzung zu erkunden und nach Hinweisen auf die Geschichte und Entwicklung des innersten Planeten im Sonnensystem zu suchen. Dieses scharfe Bild kombiniert drei Farben von MESSENGER Weitwinkelkameras, doch auf überhöhte Weise. Andernfalls würden Merkurs Oberflächenfarben dem bloßen menschlichen Auge vergleichsweise gedämpft erscheinen. Das Bild hat einen Durchmesser von etwa 1000 Kilometern, und Details von nur einem Kilometer Durchmesser sind in der Originalauflösung erkennbar. Heute wird das Messenber-Projekt neue Bilder und wissenschaftliche Erkenntnisse der ersten Raumsonde, die Merkur umkreist, veröffentlichen.

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MESSENGER bei Merkur

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Am 17. März wurde MESSENGER die erste Raumsonde, welche Merkur, den innersten Planeten des Sonnensystems, umkreist. Das ist ein erstes bearbeitetes Farbbild seit dem Eintritt in die Merkurumlaufbahn. Merkur ist größer und dichter als der Erdmond und weist fast die doppelte Oberflächengravitation wie dieser auf, sieht aber dennoch auf den ersten Blick dem Mond ähnlich. Doch auf dieser Ansicht sind auf seinem Gelände hellblaue und braune Areale nahe Kratern zu sehen sowie lange, helle Strahlen aus Material, welche die Oberfläche überziehen. Der markante, helle Strahlenkrater Debussy oben rechts hat einen Durchmesser von 80 Kilometern. Das Terrain am unteren Rand des historischen Bildes reicht bis zum Südpol Merkurs und zeigt eine Region, die nie zuvor vom Weltraum aus abgebildet wurde.

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Das Sonnensystem von MESSENGER

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Wenn Sie vom Zentrum des Sonnensystems hinausblickten, was würden Sie sehen? Eine sehr ähnliche Ansicht wurde kürztlich von der Raumsonde MESSENGER aufgenommen, die derzeit die Sonne in der Merkurdistanz umkreist. Alle Planeten der Sonne erscheinen als Lichtpunkte, wobei der am nächsten gelegene und der größte am hellsten erscheinen. Die Planeten scheinen alle in dieselbe Richtung zu kreisen und sind (fast) auf den gleichen Großkreis am Himmel beschränkt – die Ekliptik-Ebene. Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn sind alle im obigen, horizontal verkürzten Bild zu sehen, während die Positionen von Uranus und Neptun beschriftet sind, obwohl sie zu blass sind, um erkennbar zu sein. Pluto, dessen Planetenstatus kürzlich in Frage gestellt wurde, ist viel zu blass fürs Auge. Der Erdmond ist jedoch zu sehen, wie auch die galileischen Monde Jupiters. Dieses Bild ist die Kehrseite eines anderen, das Voyager 1 im Jahr1990 außerhalb des Sonnensystems aufnahm. MESSENGER, der inzwischen dreimal an Merkur vorbeigeflogen ist, soll planmäßig im nächsten Monat in eine Umlaufbahn um den innersten Planeten des Sonnensystems eintreten.

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Erde und Mond von MESSENGER

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Beschreibung: Wie sieht die Erde beim Planeten Merkur aus? Die robotische Raumsonde MESSENGER fand das heraus, als sie vor zirka drei Monaten bei ihrer größten Annäherung an die Sonne zur Erde blickte. Erde und Mond sind der Doppelpunkt unten links im obigen Bild. Allerdings war MESSENGER nicht bei Merkur, als er das Bild fotografierte, sondern an einem Ort, an dem die Aussicht ähnlich war. Vom Merkur aus werden die Erde und ihr vergleichsweise großer Mond immer als kleine Kreise reflektierten Sonnenlichts erscheinen und niemals eine Sichelphase zeigen. MESSENGER ist seit seinem Start im Jahr 2004 bereits dreimal an Merkur vorbeigeschwirrt und soll planmäßig im März 2011 in den Orbit des innersten Planeten einschwenken.

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Ein Becken mit Doppelring auf Merkur

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Was erzeugte den inneren zweiten Ring dieses doppelt beringten Beckens auf Merkur? Niemand weiß es. Das ungewöhnliche Gebilde umfasst 160 Kilometer und wurde letzte Woche beim Vorbeiflug der Roboter-Raumsonde MESSENGER am innersten Planeten unseres Sonnensystems aufgenommen. Doppelt und mehrfach beringte Becken sind selten, wurden aber in den vergangenen Jahren auch auf dem Mars, der Venus, der Erde und dem Erdmond abgebildet. Merkur selbst besitzt mehrere Doppelringbecken, darunter das riesige Caloris-Becken, das Rembrandt-Becken und das rätselhafte RaditladiBecken. Die meisten großen kreisförmigen Strukturen auf Planeten und Monden wurden ursprünglich durch den wuchtigen Einschlag eines einzelnen Asteroiden oder Kometenfragments verursacht. Da es unwahrscheinlich ist, dass ein zweiter Einschlag genau im Zentrum des ersten stattfinden würde, werden große Doppelringe üblicherweise einem anschließenden Lavafluss im Inneren des Einschlagskraters zugeschrieben. Dennoch, möglicherweise könnte ein zweiter Ring durch das Schmelzen und Fließen von Material nach einem Impakt verursacht werden. Ein Hinweis auf den Ursprung des oben abgebildeten Doppelringes ist, dass die Beckenmitte viel glatter erscheint als die Region zwischen den Ringen. MESSENGER hat nun seinen letzten Vorbeiflug an Merkur vollendet, wird aber zurückkehren und im März 2011 versuchen in den Orbit einzuschwenken.

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Unbekanntes dunkles Material auf Merkur

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Was ist das seltsame Material auf Merkur? Die Roboter-Raumsonde MESSENGER fotografierte, als sie im letzten Oktober an Merkur vorbeiflog, einen Großteil des innersten Planeten des Sonnensystems mit bisher beispielloser Genauigkeit. Wie in der Wissenschaft üblich geben neue Daten auch neue Rätsel auf. Nahe der Mitte eines riesigen Kraters mit etwa 100 Kilometern Durchmesser, im obigen Bild unten rechts zu sehen, befindet sich ungewöhnlich dunkles Material unbekanter Zusammensetzung. Die Dunkelheit des Materials scheint nicht von Schatten zu stammen, da die Sonne fast im Zenit stand, als es aufgenommen wurde. Eine Hypothese über seinen Ursprung besagt, dass das dunkle Material von unter der Oberfläche Merkurs stammt und bei dem Einschlag, der den umgebenden Krater schuf, freigelegt wurde. Wenn dem so ist, könnte die Zusammensetzung des dunklen Hügels der Zusammensetzung einiger rätselhafter dunkler Ringe ähnlich sein, die ebenfalls vor kurzem auf Merkur entdeckt wurden. Alternativ könnte das dunkle Material mit einer ungewöhnlichen Zusammensetzung des Einschlagsfelsens zusammenhängen. MESSENGER wird dieses Jahr noch einmal an Merkur vorbeischwirren, ehe er 2011 in seinen Orbit eintritt.

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Vulkanisches Gelände auf dem Merkur

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Warum sind viele große Krater auf dem Merkur innen relativ flach? Aktuelle Bilder der robotischen Raumsonde MESSENGER, die letzten Oktober an Merkur vorbeiflog, zeigen bis dahin unkartierte Regionen Merkurs, die große Krater mit einer inneren Glätte ähnlich den Maria des Erdmondes besitzen. Daher wurden diese Krater auf Merkur, ähnlich wie die Maria auf unserem Mond, vermutlich von Lavaschollen bedeckt, die alt sind, aber nicht so alt wie die stärker mit Kratern übersäte Umgebung. Das obige Bildmosaik des westlichen Merkurrandes wurde von MESSENGER erstellt, als er letzten Oktober den innersten Planeten des Sonnensystem erreichte. Altes und stark strukturiertes Gelände verläuft über einen Großteil des unteren Bildfeldes, während links der Mitte ein vergleichsweise glattes Einschlagsbecken liegt, in dem kleine Krater auf den ersten Blick wie vorspringende Hügel erscheinen. MESSENGER wird nächstes Jahr erneut an Merkur vorbeirasen, ehe er 2011 in die Umlaufbahn einschwenkt.

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Einschlagbecken Rembrandt auf dem Merkur

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Credit und Bildrechte: NASA / JHU APS / ASU / CIW;
mit freundlicher Genehmigun von Science/AAAS

Beschreibung: Warum enthalten Teile dieses riesigen Merkurkraters soviel Eisen? Das ungewöhnliche Einschlagbecken Rembrandt wurde unlägst auf Bildern entdeckt, die beim Vorbeiflug der robotischen Raumsonde MESSENGER im Oktober 2008 am innersten Planeten des Sonnensystems entstanden. Der ungewöhnliche Rembrandt erstreckt sich über 700 Kilometer und ist mit seinem Alter von 4 Milliarden Jahren vielleicht das jüngste große Einschlagbecken auf dem Planeten. Mehrfarbige Bilder des Kraterbodens zeigen Reflexionen von Arealen an, die ungewöhnlich hohe Mengen an Eisen und Titan enthalten. Diese Elemente lassen darauf schließen, dass ein Teil des exponierten Materials nicht von jüngeren Lavaschollen bedeckt wurde und daher aus einer Periode in Merkurs Entstehung stammen könnte. Daten von Rembrandt und dem ganzen Merkur werden nunmehr als Indizien für eine relativ aktive und vulkanische Vergangenzeit Merkurs interpretiert, einschließlich Oberflächentektonik. Eine genaue Betrachtung des obigen Bildes zeigt Ringe, die Merkurs Rembrandt-Einschlagbecken um die Bildmitte herum einkreisen. Merkurs Rand ist oben links, hohe Kliffe und kleine Krater sind im Inneren von Rembrandt zu sehen, und der Terminator zwischen Tag und Nacht verläuft diagonal durch das Bild. MESSENGER ist auf dem Weg, um im September wieder an Merkur vorbeizufilegen und 2011 in die Umlaufbahn um Merkur einzuschwenken.

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