Korona über Spitzbergen

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Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmüller, Shadia Habbal, Peter Aniol, Pavel Starha

Beschreibung: Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist die ausgedehnte äußere Atmosphäre der Sonne – auch Korona genannt – ein entzückender Anblick. Bänder und schimmernde Details, die das Auge faszinieren, weisen einen Helligkeitsumfang von mehr als 10.000 zu 1 auf, was es bekanntermaßen schwierig macht, sie auf einem einzigen Foto festzuhalten. Doch dieses Komposit aus 29 Teleskopbildern entstand mit einer großen Bandbreite an Belichtungszeiten, um die Krone der Sonne in all ihrer Pracht zu zeigen. Die justierten, digital zusammengefügten Bilder wurden am kalten klaren Himmel über dem arktischen Archipel von Spitzbergen in Norwegen während der totalen Sonnenfinsternis am 20. März fotografiert und zeigen auch Sonnenprotuberanzen, die über den Rand der Sonnenscheibe ragen. Bemerkenswerterweise sind auf der Nachtseite sogar kleine Details des Neumondes erkennbar, beleuchtet vom Sonnenlicht, das von der Vollerde reflektiert wird. Natürlich wendet sich das Schicksal am 4. April, wenn der Vollmond bei einer totalen Mondfinsternis in den Schatten der Neuerde tritt.

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Fahnenförmiges Polarlicht über Schweden

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Bildcredit und Bildrechte: Mia Stålnacke

Beschreibung: Für kurze Zeit sah es wie eine 50 Kilometer große gestreifte Fahne aus. Mitte März zielte ein energiereicher koronaler Massenauswurf in einem klar begrenzten magnetischen Kanal zur Erde und führte zu einem der intensiveren geomagnetischen Stürme der letzten Jahre. Ein visuelles Ergebnis waren weitverbreitete Polarlichter, die in vielen Ländern nahe den Magnetpolen der Erde zu sehen waren. Das Bild wurde über Kiruna in Schweden fotografiert und zeigt einen ungewöhnlich geraden Polarlichtschleier mit grünen Farben, die in der niedrigen Erdatmosphäre abgestrahlt werden, sowie viele Kilometer höher entstehenden roten Emissionen. Es ist nicht klar, wo die seltenen violetten Polarlichter entstehen. Möglicherweise ist ein ungewöhnliches blaues Polarlicht in sogar noch geringerer Höhe als die grünen beteiligt, überlagert mit einem viel höher liegenden roten. Da sie Sonne weiterhin an der oberen Grenze ihrer Oberflächenaktivität bleibt, gibt es wahrscheinlich weiterhin farbenprächtige Nächte mit Polarlichtern auf der Erde.

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Schatten eines Marsroboters

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Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Stellen Sie sich vor, Sie sehen Ihren Schatten auf dem Mars, und er nicht menschlich. Dann sind Sie vielleicht der Rover Opportunity, der derzeit den Mars erforscht. Seit Anfang 2004 erforscht Opportunity den Roten Planeten, fand Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickt atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem. Auf dem oben gezeigten Bild von 2004 blickt Opportunity in die Gegenrichtung der Sonne zum Krater Endurance und sieht seinen eigenen Schatten. Links und rechts unten sind zwei Räder zu sehen, im Hintergrund erkennt man Boden und Wände des ungewöhnlichen Kraters. Opportunity setzt seine lange Reise fort und erforscht ungewöhnliches Gelände von Meridiani Planum, das Hinweise auf die urzeitliche Geschichte des Mars, unser Sonnensystem und sogar der Menschheit liefert.

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Diamantenringe und Bailysche Perlen

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Bildcredit und Bildrechte: Wang, Letian

Beschreibung: Etwa zur Tag- und Nachtgleiche am 20. März bot der kalte, klare Himmel über Longyearbyen in Norwegen auf dem Planeten Erde ein faszinierendes Bild: eine totale Sonnenfinsternis. Auf diesem Zeitraffer-Kompositbild des geozentrischen Himmelsereignisses scheinen knapp vor und nach der drei Minuten dauernden Totalitätsphase funkelnde Diamantringe und leuchtende Perlen aus der Silhouette des Neumondes zu sprießen. Die letzten und ersten flüchtigen Ansichten der Sonnenscheibe mit dem Mondkörper, der vom Leuchten der inneren Sonnenkorona umgeben ist, vermitteln den Eindruck eines Diamantringes am Himmel. An den Grenzen der Totalität strömt Sonnenlicht durch die Täler des irregulären Geländes am Mondrand, wodurch ein Effekt entsteht, der als Bailysche Perlen bekannt ist, benannt nach dem englischen Astronomen Francis Baily, der 1836 eine Erklärung für dieses Phänomen vertrat. Diese gestochen scharfe Komposition zeigt auch eine Reihe rötlicher Sonnenprotuberanzen, die über dem Rand der verfinsterten Sonne schweben.

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NGC 2403 in Camelopardalis

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Das prächtige Inseluniversum NGC 2403 liegt innerhalb der Grenzen des langhalsigen Sternbildes Giraffe (Camelopardalis). Die etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernte und 50.000 Lichtjahre große Spiralgalaxie scheint mehr als ihren gerechten Anteil an riesigen HII-Sternbildungsregionen zu besitzen, die am vielsagenden rötlichen Leuchten atomaren Wasserstoffs erkennbar sind. Die gewaltigen HII-Regionen werden von Haufen heißer, massereicher Sterne mit Energie versorgt, die am Ende ihres kurzen, ereignisreichen Lebens als helle Supernovae explodieren. NGC 2403, ein Mitglied der M81-Galaxiengruppe, sieht einer anderen Galaxie mit einem Reichtum an Sternbildungsregionen in unserer eigenen lokalen Gruppe sehr ähnlich, nämlich M33, der Dreiecksgalaxie. Die hellen, gezackten Sterne auf diesem farbenprächtigen Galaxienporträt NGC 2403 liegen im Vordergrund in unserer eigenen Milchstraße.

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Orion im Frühling

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Bildcredit und Bildrechte: Bill Dickinson

Beschreibung: Während auf der Nordhalbkugel der Erde der Frühling beginnt, geht das vertraute Wintersternbild Orion am frühen Abendhimmel unter, knospende Bäume rahmen die Sterne des Jägers. Der gelbliche Farbton des kühlen roten Überriesen Alpha Orionis, des großen Sterns Beteigeuze, ragt in die Zweige am oberen Bildrand dieser farbenprächtigen Himmelslandschaft. Weit rechts von Orions Alphastern steht Alpha Tauri. Dieser ist auch als Aldebaran bekannt und ebenfalls ein Riesenstern, der kühler ist als die Sonne. Er leuchtet gelblich am Kopf des Stieres (Taurus). Im Kontrast dazu steht der blaue Überriese Rigel, Beta Orionis, Orions anderer markanter Stern, der den Fuß des Jägers unter der Mitte markiert. An den drei blauen Gürtelsternen nahe der Mitte hängt Orions Schwert, doch der Mittelstern des Schwertes ist alles andere als ein Stern. Sein leicht verschwommenes rosarotes Leuchten ist ein Hinweis auf seine wahre Natur: eine nahe, mit bloßem Auge sichtbare Sternkrippe, die als Orionnebel bekannt ist.

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Freisichtige Nova Sagittarii 2015 Nr. 2

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Bildcredit und Bildrechte: Ajay Talwar (The World at Night)

Beschreibung: Sie war unsichtbar, entwickelte sich rasch zu einem der helleren Sterne im Schützen und verblasst bereits wieder. Die Sternexplosion mit dem Namen Nova Sagittarii 2015 Nr. 2 ist die hellste von der Erde aus sichtbare Nova seit mehr als einem Jahr. Das Bild wurde vor vier Tagen in Ranikhet im indischen Himalaja fotografiert. Mehrere Sterne im westlichen Teil des Schützen bilden einen Asterismus, der als Teekanne bekannt ist, und die mit einem Pfeil markierte Nova erscheint als ein neues Wahrzeichen an der Seite der Kanne. Letzte Nacht war Nova Sag schon merklich blasser. Sie war heller als die 5. Größenklasse, nun ist sie gerade noch mit bloßem Auge sichtbar. Trotzdem sollte die Nova vor Sonnenaufgang bei dunklem Himmel im Laufe der nächsten Woche noch leicht mit Fernglas auffindbar sein.

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Atlas V startet MMS

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Vögel fliegen nicht so hoch. Flugzeuge sind nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Gattung als die der Menschen kann verstehen, was hier vor sich geht, nicht einmal Menschen vor nur einem Jahrhundert hätten das vermocht. Der Start einer Rakete in den Weltraum ist ein Ehrfurcht gebietendes Ereignis, das dazu reizt, dokumentiert zu werden. Oben ist zu sehen, wie vor 10 Tagen eine Atlas-V-Rakete abhob, um die Magnetospheric Multiscale Mission der NASA in den Erdorbit zu transportieren, welche die Funktionsweise des Erdmagnetfeldes untersuchen soll, das die Erde umgibt und schützt. Die 300.000 Kilogramm schwere Rakete hob aus dem Stand ab, um die Erde in einer Höhe zu umkreisen, wo die äußere Luft zu dünn zum Atmen ist. Etwa einmal pro Woche wird heutzutage an verschiedenen Orten der Erde eine Rakete in den Weltraum gestartet.

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Eine doppelte Sonnenfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Kann die Sonne zweimal gleichzeitig verfinstert werden? Der letzte Freitag ist erwähnenswert, weil einem Teil der Erde eine seltene totale Sonnenfinsternis gegönnt war. Ebenfalls am Freitag trat in einer Region der Erde, die nur einen Teil der Sonne verfinstert sah, gleichzeitig ein zweites Objekt vor die Sonne: die Internationale Raumstation im Erdorbit. Obwohl Raumstationsfinsternisse sehr kurz sind – in diesem Fall nur 0,6 Sekunden -, sind sie nicht so selten. Dieses Kompositbild zu fotografieren erforderte jedoch viel Planung und ein bisschen Glück, da der Fotograf einer dritten Art von Objekten ausweichen musste, die ärgerlicherweise ebenfalls in der Sichtlinie zur Sonne lagen: Wolken. Der oben darübergelegte Zeitrafferablauf wurde in Fregenal de la Sierra im Süden Spaniens fotografiert. Die dunkle Scheibe des Mondes steht rechts unten, während die strukturierte Sonnenoberfläche mehrere Filamente aufweist und Protuberanzen über den Rand ragen.

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Nördliche Äquinoktiums-Finsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Verschneites, kaltes Wetter ist das, was in Longyearbyen am arktischen Archipel von Svalbard in Norwegen bei Frühlingsbeginn zu erwarten ist. Doch es war ein sehr gutes Wetter, um zu beobachten, wie der Kernschatten des Mondes über den Norden des Planeten Erde raste. Die Region war während der totalen Sonnenfinsternis am 20. März drei Minuten lang in Dunkelheit getaucht, während isolierte Finsternisjäger die dunkle Sonne am klaren, kalten Himmel erlebten. Auf diesem zeitlich gut geplanten Schnappschuss, der gegen Ende der Totalität fotografiert wurde, hebt sich der Mondschatten vom Horizont und die Sonnenkorona verblasst, während die Mondscheibe gerade anfängt, die Sonne freizugeben. Am Mondrand strömen direkte Sonnenstrahlen vorbei und erzeugen die flüchtige Erscheinung eines gleißenden Diamantrings.

Galerie: Sonnenfinsternis
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