Über den Gipfel

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Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot

Beschreibung: Die zentrale Wölbung unserer Galaxis geht in dieser himmlischen Szenerie über einem Wolkenmeer auf. Ein Echo der dunklen Staubbahnen der Milchstraße bildet die Silhouette des Vulkangipfels im Vordergrund auf der französischen Insel Réunion im südlichen Indischen Ozean. Das Foto wurde im Februar zum Sieger des internationalen Erd- und Himmels-Fotowettbewerbs 2014 in der Kategorie Schönheit des Nachthimmels gewählt. Dieses Siegerbild und andere bemerkenswerte Bilder des Wettbewerbs wurden aus mehr als tausend Einreichungen aus 55 Ländern auf dem Planeten Erde gewählt. Die wandernden Bilder, die auch in einer Videozusammenstellung (vimeo) des Wettbewerbs dargestellt sind, sind ein Beleg für die bedeutende Rolle und die Schönheit unserer Welt bei Nacht.

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NGC 6334: Der Katzenpfotennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari und SONEAR Obs.; Farbdaten: Robert Gendler und Ryan Hannahoe

Beschreibung: Manche Nebel sind vielleicht berühmt, weil man vertraute Formen darin erkennen kann, zum Beispiel Katzen in Schwierigkeiten. Dennoch könnte keine uns bekannte Katze den gewaltigen Katzenpfotennebel gebildet haben, der im Skorpion zu sehen ist. Die 5500 Lichtjahre entfernte Katzenpfote ist ein Emissionsnebel mit roter Farbe, die von einem Reichtum an ionisierten Wasserstoffatomen stammt. Er ist auch als Bärenklauennebel oder NGC 6334 bekannt, und Sterne mit fast zehn Sonnenmassen sind darin in den letzten paar Millionen Jahren entstanden. Oben ist ein detailreiches Bild der Katzenpfote abgebildet.

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V838-Lichtecho: Der Film


Bildcredit: ESA, NASA, Hubble Space Telescope; Musik: The Driving Force (Jingle Punks)

Beschreibung: Wie entstand dieser Ausbruch von V838 Mon? Aus unbekannter Ursache wurde der Stern V838 Mon plötzlich zu einem der hellsten Sterne der gesamten Galaxis. Doch nur wenige Monate später verblasste er. Ein Sternenblitz wie dieser wurde noch nie zuvor beobachtet. Supernovae und Novae speien gewaltige Mengen Materie in den Raum. Obwohl der V838-Mon-Blitz ein wenig Materie in den Raum zu auszustoßen schien, ist das, was wir im obigen Video aus acht Bildern sehen – es wurde digital geglättet -, eigentlich ein nach außen wanderndes Lichtecho des Blitzes. Die tatsächliche Zeitspanne des obigen Filmes reicht von 2002, als der Blitz erstmals beobachtet wurde, bis 2006. Bei einem Lichtecho wird das Licht des Blitzes von stufenweise weiter entfernten Ellipsoiden in dem komplexen Bereich des umgebenden interstellaren Staubs reflektiert, der den Stern schon vorher umgab. Das derzeit führende Modell des Ausbruchs von V838 Mon besagt, dass es sich um das Absenken der Bahnen und die anschließende Verschmelzung zweier relativ gewöhnlicher Sterne handelt. V838 Mon liegt etwa 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn, das größte Lichtecho oben hat einen Durchmesser von ungefähr sechs Lichtjahren.

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APOD-Diagramm


Bildcredit: Stuart Lowe, LCOGT/Virtual Sky

Beschreibung: Das erste APOD erschien heute vor 19 Jahren. Zur Feier des Tages zeigt APOD heute ein Diagramm des gesamten Himmels (fast) aller APOD-Einträge dieser 19 Jahre. Je heller eine Region im oben gezeigten Diagramm erscheint, desto mehr APODs liegen in dieser Region. Wenn Sie irgendwo auf die Karte klicken, finden Sie eine Verknüpfung zu allen in der Nähe liegenden APODs. Die Herausgeber von APOD danken den Lesern, der NASA, den Astrofotografen sowie den Freiwilligen, die APOD täglich in mehr als 20 Sprachen übersetzen, und Volontären, die APOD auf mehr als 20 Spiegelseiten anbieten, den Ehrenamtlichen, die Fragen beantworten und APODs Hauptforum betreiben, sowie den Volontären, die APODs SocialMediaKanäle und Smartphone-Applikationen betreiben, für ihre beständige Unterstützung.

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CMB-Dipol: Durchs Universum rasen

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Bildcredit: DMR, COBE, NASA, Vier-Jahres-Himmelskarte

Beschreibung: Unsere Erde steht nicht still. Die Erde bewegt sich um die Sonne. Die Sonne umrundet das Zentrum der Galaxis. Die Galaxis kreist um die Galaxien der Lokalen Gruppe. Die Lokale Gruppe stürzt auf den Virgo-Galaxienhaufen zu. Doch diese Geschwindigkeiten sind kleiner als jene, mit der sich all diese Objekte zusammen relativ zur kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (CMBR) bewegen. Auf der oben gezeigten Karte des ganzen Himmels, die mit dem Satelliten COBE erstellt wurde, erscheint die Strahlung aus der Bewegungsrichtung der Erde blauverschoben und daher heißer, während Strahlung aus der gegenüberliegenden Himmelsrichtung rotverschoben und kühler ist. Die Karte lässt darauf schließen, dass sich die Lokale Gruppe relativ zu dieser Ursprungsstrahlung mit etwa 600 Kilometern pro Sekunde bewegt. Diese hohe Geschwindigkeit war unerwartet, und ihre Größe ist immer noch nicht erklärbar. Warum rasen wir so schnell? Was ist da draußen?

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Milchstraße von New York bis London

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Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Merga

Beschreibung: Helle Sterne im Schützen und das Zentrum unserer Milchstraße liegen auf diesem astronomischen Reisefoto knapp hinter dem Flügel einer Boeing 747. Die stratosphärische Szenerie wurde zu Beginn dieses Monats auf einem Flug von New York nach London 11.0000 Meter über dem Atlantik fotografiert. Natürlich war der Himmel in dieser Höhe klar und dunkel – ideale Bedingungen für Astrofotografie. Doch es gab Herausforderungen, die beim Blick durch ein Passagierfenster des Flugzeugs, das mit fast 1000 Kilometern pro Stunde dahinflog, zu bewältigen waren. Mehr als 90 Aufnahmen, die je 30 Sekunden oder weniger belichtet waren, wurden mit einem lichtstarken Objektiv, sorgfältiger Kameraeinstellung und einem kleinen, flexiblen Stativ aufgenommen, und ein Tuch schirmte die Reflexionen der Innenbeleuchtung ab. Am Ende führte eine 10-Sekunden-Belichtung zu diesem stabilen, farbenprächtigen Beispiel für Luftfahrtastronomie.

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Ein Erdbeermond

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Der Junivollmond (volle Phase am 13. Juni, 0411 UT) ist traditionell als Erdbeermond oder Rosenmond bekannt. Natürlich könnten diese Namen auch die Erscheinung dieses Vollmondes beschreiben, der letzten Monat über dem kleinen schwedischen Dorf Marieby aufging. Der Mond sieht auf dem Bild riesig aus, weil die Szenerie etwa 8 Kilometer von den Vordergrundhäusern entfernt mit einem langbrennweitigen Teleobjektiv fotografiert wurde. Doch mit bloßem Auge betrachtet scheint ein aufgehender Vollmond sogar am Freitag dem 13. unglaublich groß über dem Horizont zu dräuen. Dieser Effekt ist schon lange als Mondtäuschung bekannt. Anders als die Vergrößerung durch ein Teleskop oder ein Teleobjektiv wird die Ursache für die Mondtäuschung immer noch kaum verstanden und kann nicht durch atmosphärische optische Effekte erklärt werden, etwa durch Streuung und Refraktion, was für die rötliche Farbe und den ausgefransten Rand des Mondes sorgt, was auch im Bild zu sehen ist.

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Die Tarantelzone

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Beschreibung: Der Tarantelnebel hat einen Durchmesser von mehr als 1000 Lichtjahren und ist eine gewaltige Sternbildungsregion in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (LMC). Dieses kosmische Spinnentier ist auf dieser detailreichen, farbenprächtigen Teleskopansicht, die mit Breit- und Schmalbandfiltern gemacht wurde, links oben zu sehen. Das Bild ist am Himmel fast 2 Grad groß (4 Vollmonde) und bedeckt einen mehr als 8000 Lichtjahre großen Bereich der GMW. In der Tarantel (NGC 2070) liefern intensive Strahlung, Sternenwinde und Supernova-Stoßwellen des zentralen jungen Haufens mit massereichen Sternen, der als R136 katalogisiert ist, die Energie für das Leuchten des Nebels und formen die spinnenartigen Fasern. Um die Tarantel herum liegen weitere stürmische Sternbildungsregionen mit jungen Sternhaufen, Filamenten und blasenförmigen Wolken. Das Bildfeld zeigt außerdem knapp über der Mitte den Schauplatz der nächstgelegenen Supernova in jüngster Zeit, SN 1987A. Das reichhaltige Sichtfeld liegt im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado).

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Drei Galaxien über Neuseeland

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Bildcredit und Bildrechte: Mike Mackinven

Beschreibung: Nein, Radioschüsseln können keine Galaxien aussenden. Sie können zwar welche entdecken, doch das obige Bild zeigt eine fotogene Überlagerung während einer dunklen Nacht in Neuseeland vor etwa zwei Wochen. Oben ist zu sehen, wie der zentrale Teil unserer Milchstraße links im Osten aufgeht und sich hoch nach oben wölbt. Unter dem galaktischen Bogen, knapp über dem Horizont, sind die beiden hellsten Begleitgalaxien unserer Milchstraße zu sehen, links die Kleine Magellansche Wolke und rechts die Große Magellansche Wolke. Die Radioschüssel ist die Satellitenstation in Warkworth im Norden von Auckland.

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M51: Röntgenstrahlen der Strudelgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Röntgen: NASA, CXC, R. Kilgard (Wesleyan U. et al.; Optisch: NASA, STScI

Beschreibung: Was wäre, wenn wir eine ganze Spiralgalaxie röntgen würden? Das wurde kürzlich (wieder) mit dem Röntgenobservatorium Chandra der NASA gemacht, und zwar bei zwei nahen, miteinander wechselwirkenden Galaxien, die als Studelgalaxie (M51) bekannt ist. Es gibt Hunderte glitzernder Röntgensterne im oben gezeigten Chandrabild der Spirale und ihres Nachbarn. Das Bild ist eine Kombination aus Beobachtungen im Röntgenlicht von Chandra und in sichtbarem Licht vom Weltraumteleskop Hubble. Die Anzahl heller Röntgenquellen, wahrscheinlich Binärsysteme mit Neutronenstern und Schwarzen Löchern innerhalb von M51, ist ungewöhnlich hoch für normale Spiral- oder elliptische Galaxien und lässt darauf schließen, dass in diesem kosmischen Strudelbecken intensive Sternbildungsperioden stattfanden. Die hellen Kerne beider Galaxien, NGC 5194 und NGC 5195 (rechts und links), weisen auch Hochenergieaktivität auf. Auf diesem Falschfarbenbild, das Röntgenstrahlen in Violett zeigt, stammen diffuse Röntgen-Emissionen meist von Gas, das von Supernovaexplosionen auf viele Millionen Grad aufgeheizt wird.

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Wie man ein Licht am Himmel erkennt

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Bildcredit und Bildrechte: HK (The League of Lost Causes)

Beschreibung: Was ist dieses Licht am Himmel? Eine der vielleicht häufigsten Fragen der Menschheit kann nach wenigen kurzen Beobachtungen beantwortet werden. Zum Beispiel: Bewegt es sich oder blinkt es? Wenn ja, und falls Sie in der Nähe einer Stadt leben, lautet die Antwort meist „Flugzeug“, da Flieger so häufig und Sterne so selten sind, und Satelliten hell genug leuchten, um sie über den gleißenden künstlichen Stadtlichtern zu sehen. Falls nicht, und wenn Sie weit von einer Stadt entfernt sind, ist das helle Licht wahrscheinlich ein Planet wie Venus oder Mars – ersterer ist nur in der Dämmerung nahe am Horizont zu sehen. Manchmal, wenn sich ein weit entferntes Flugzeug in der Nähe des Horizonts kaum bewegt, ist der Unterschied zu einem hellen Planeten schwer erkennbar, doch sogar das ist meist durch die Bewegung des Flugzeugs nach wenigen Minuten erkennbar. Noch immer nicht sicher? Die obige Karte bietet eine leicht ironische, aber recht gute Abschätzung. Passionierte Himmelsfreunde möchten vielleicht ein paar Korrekturen anregen – und sind eingeladen, diese zu veröffentlichen (englisch).

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