Möbius-Arch-Mondaufgang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Laurie Hatch

Beschreibung: Nur zwei Tage nach Vollmond leuchtete der Februarmond durch dünne Wolken, als er links auf dieser mit Fischaugenobjektiv fotografierten Nachthimmelslandschaft aufging. Das Mondlicht beleuchtet einen verwitterten, gerundeten Vordergrund in den Alabama Hills, die sich östlich des Mount Whitney am Rand der Sierra Nevada in Kalifornien (USA, Planet Erde) befinden. Der Himmelsjäger Orion, ein vertrautes nördliches Wintersternbild, steht rechts. Der helle Jupiter, der das Sonnensystem beherrschende Gasriese, befindet sich nahe der Mitte des oberen Bildrandes. Unter Jupiter steht Sirius, der Alphastern des Großen Hundes, und posiert über einer gebogenen, verdrehten Landschaftsform, die als Möbius Arch bekannt ist; ihr Bogen erinnert an die in der Mathematik berühmte Oberfläche mit nur einer Seite. Natürlich ist es leichter, ein Möbiusband mit Papier, Schere und Klebeband herzustellen als mit Gestein, Wind und Wetter.

Zur Originalseite

Tageslichtmond trifft Morgenstern

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Cui Yongjiang und Shi Zexing

Beschreibung: Die Venus erscheint derzeit auf dem Planeten Erde als gleißender Morgenstern und steht in der Morgendämmerung über dem Osthorizont. Für die meisten ging am 26. Februar das silbrige Himmelslicht gleich neben dem alten Sichelmond auf. Doch an Orten in Westafrika bedeckte die Mondsichel vor Sonnenaufgang die ebenfalls sichelförmige Venus und wanderte vor ihr vorbei. Weiter im Osten ereignete sich die Bedeckung bei Tageslicht. Dieser Teleskop-Schnappschuss der duellierenden Sicheln wurde knapp vor Beginn der Bedeckung am kristallklaren Nachmittagshimmel über der Provinz Yúnnán in China fotografiert. Die unvergessliche Szenerie war am helllichten Tag leicht mit bloßem Auge zu sehen.

Zur Originalseite

Polarlicht über Neuseeland

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: David Weir (Earth and Sky Ltd.)

Beschreibung: Manchmal sieht man immer mehr, je länger man ein Bild betrachtet. Das könnte bei diesem schönen Nachtpanorama der Fall sein, das letzte Woche in Neuseeland fotografiert wurde. Gleich links sind gewöhnliche Wolken zu sehen, leicht verschoben durch die digitale Kombination von 11 jeweils 20 Sekunden belichteten Einzelbildern. Etwas auffälliger ist jedoch das breite, rosarote Polarlicht, das den rechten Teil des Bildes dominiert. Der weniger alltägliche Farbton entsteht wahrscheinlich durch angeregte Sauerstoffatome in der oberen Erdatmosphäre. Wenn Sie genauer hinschauen, sehen Sie vielleicht ein helles Licht hinter dem Berg auf der linken Seite – der aufgehende Mond. Wenn man noch genauer hinsieht, erkennt man zarte Lichtbüschel, die von ihm ausgehen. Beim Betrachten der Bildmitte bemerken Sie vielleicht das zentrale Band der Milchstraße, die hier scheinbar fast senkrecht die Wolken links vom Polarlicht auf der rechten Seite trennt. Nimmt man den oberen rechten Teil des Bildes unter die Lupe, zeigt sich ein verschwommener Fleck hoch am Himmel – das ist die Große Magellansche Wolke. Zahllose Sterne bevölkern den Hintergrund in der Ferne. Der Bildvordergrund auf der Erde zeigt zwei Kuppeln des Mount-John-Observatoriums und eine Kamera auf einem Stativ, die den Großteil dieser Szenerie über dem ruhigen Lake Tekapo fotografiert.

Zur Originalseite

Die Plejaden – detailreich und staubhaltig

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: David Lane

Beschreibung: Der bekannte Sternhaufen der Plejaden zerstört langsam einen Teil einer vorbeiziehenden Wolke aus Gas und Staub. Die Plejaden, der hellste offene Sternhaufen am irdischen Himmel, sind fast überall auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge zu sehen. Die vorbeiziehende junge Staubwolke ist vermutlich ein Teil des Gouldschen Gürtels – ein ungewöhnlicher Ring mit junger Sternbildung, der die Sonne in der lokalen Milchstraße umgibt. Während der letzten 100.000 Jahre wanderte der Gouldsche Gürtel zufällig mitten durch die älteren Plejaden und verursachte eine starke Reaktion zwischen Sternen und Staub. Der Druck des Sternenlichtes weist den Staub im umgebenden blauen Reflexionsnebel zurück, wobei kleinere Staubteilchen stärker abgewiesen werden. Ein kurzfristiges Ergebnis dessen ist, dass dadurch Teile der Staubwolke faser- und schichtförmig wurden, was im detailreichen Bild oben zu sehen ist.

Zur Originalseite

Raumsonde Cassini kreuzt Saturns Ringebene

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wenn das Saturn ist, wo sind dann die Ringe? Als Saturns „Anhängsel“ 1612 verschwanden, verstand Galileo nicht, warum. Später in diesem Jahrhundert erkannte man, dass Saturns ungewöhnliche Ausstülpungen Ringe sind, und dass die von der Seite sichtbaren Ringe scheinbar verschwinden, wenn die Erde die Ringebene kreuzt, weil die Saturnringe auf eine Ebene begrenzt sind, die proportional viel dünner ist als eine Rasierklinge. Derzeit kreuzt die Roboter-Raumsonde Cassini ebenfalls die Ebene der Saturnringe. Aus einer Serie von Bildern, die beim Kreuzen der Ebene entstanden, wählte der interessierte spanische Amateur Fernando Garcia Navarro aus dem enormen Onlinearchiv von Cassinis Rohbildern eines vom Februar 2005. Das oben gezeigte eindrucksvolle Ergebnis ist ein digital beschnittenes Bild in charakteristischen Farben. Saturns dünne Ringebene erscheint blau, die Bänder und Wolken in Saturns oberer Atmosphäre sind golden. Details der Saturnringe sind in den hohen, dunklen Schatten im oberen Teil des Bildes zu sehen, das 2005 fotografiert wurde. Monde erscheinen als Beulen in den Ringen.

Zur Originalseite

M44: Praesepe

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Beschreibung: Der etwa 600 Lichtjahre entfernte M44 ist einer der nächstgelegenen Sternhaufen in der Umgebung unseres Sonnensystems. Er ist auch als Praesepe oder Bienenkorbhaufen bekannt. Seine Sterne sind ungefähr 600 Millionen Jahr alt – jung im Vergleich zu den 4,5 Milliarden Jahren unserer Sonne. Wegen ihres ähnlichen Alters und der gemeinsamen Bewegung im Raum wird vermutet, dass M44 und der noch näher liegende Sternhaufen der Hyaden im Stier gemeinsam in der gleichen großen Molekülwolke entstanden sind. Der offene Haufen M44 umfasst etwa 15 Lichtjahre, enthält ungefähr 1000 Sterne und bedeckt am Himmel im Sternbild Krebs zirka 3 Vollmonde (1,5 Grad). Der mit bloßem Auge sichtbare M44 ist seit der Antike bekannt. Im 18. Jahrhundert wurde er Charles Messiers Katalog als 44. Eintrag hinzugefügt. Schon lange zuvor wurde der Haufen als zarte Wolke oder himmlischer Nebel beschrieben und war nicht in Einzelsterne aufzulösen, bevor Teleskope verfügbar waren. Der Haufen ist ein beliebtes Ziel für Himmelsbeobachter mit Fernglas. Seine wenigen gelblichen, kühlen Roten Riesen und sind auf diesem farbenprächtigen Sterngruppen-Schnappschuss über das Feld seiner helleren, heißen blauen Hauptreihensterne verteilt.

Zur Originalseite

Der lange Strahl des Leuchtturm-Nebels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Röntgen-Bildcredit: NASA / CXC / ISDC / L. Pavan et al.

Beschreibung: Der Leuchtturm-Nebel wurde vom Wind eines Pulsars gebildet, einem schnell rotierenden, magnetischen Neutronenstern, der mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde durch das interstellare Medium rast. Pulsar und Windnebel stehen etwa 23.000 Lichtjahre von uns entfernt im südlichen Sternbild Carina (als IGR J1104-6103 katalogisiert) und sind auf diesem bemerkenswerten Bild des Röntgenobservatoriums Chandra unten rechts dargestellt. Vom Pulsar generierte geladene Teilchen werden in den kometenartigen Schweif des Windes gefegt, der nach links oben nachzieht – die Gegenrichtung der Bewegung des Pulsars, der sich von seinem Herkunfts-Supernovarest fortbewegt. Sowohl der Ausreißer-Pulsar als auch das sich ausdehnende Trümmerfeld des Überrestes sind die Nachwirkung der Explosion nach dem Kern-Kollaps eines massereichen Sterns, bei dem der Pulsar durch die Supernova-Explosion hinausgestoßen wurde. Zu der Szenerie kosmischer Extreme gehört auch ein langer, gewundener, fast 37 Lichtjahre langer Strahl, der fast im rechten Winkel zur Bewegung des Pulsars steht. Dieser energiereiche Teilchenstrahl ist der längste, den wir bei sämtlichen Objekten in unserer Galaxis kennen.

Zur Originalseite

Komet Lovejoy über der Chinesischen Mauer

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jiajie Zhang

Beschreibung: Er verblasst bereits, da er ins äußere Sonnensystem zurückkehrt, doch Komet Lovejoy (C/2013 R1) ziert immer noch den Himmel des Planeten Erde als zarte Erscheinung in Ferngläsern oder kleinen Teleskopen. Der Komet, ein Relikt der Entwicklungsjahre des Sonnensystems, wurde am 12. Januar in der Morgendämmerung zwischen den Sternen des Ophiuchus (Schlangenträger) fotografiert. In der Nähe des Kometen posiert der helle Stern Alpha Ophiuchi, auch als Ras Alhague bekannt, das ist der arabische Begriff für „Kopf des Schlangensammlers“. Die gewundene Form darunter ist die antike Chinesische Mauer beim Panlongshan-Abschnitt nordöstlich von Peking. Panlongshan wird mit „Eingerollter Drache“ übersetzt. Die ergreifende zufällige Szenerie wurde mit Digitalkamera und Teleobjektiv auf zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen fotografiert. Die Aufnahmen wurden kombiniert, um Vordergrund und Dämmerungshimmel natürlich darzustellen.

Zur Originalseite

Eine Regenbogen-Pileus über Simbabwe

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Lowenstein

Beschreibung: Wie viele dunkle Wolken haben denn einen vielfarbigen Rand? Hinter dieser dunkleren Wolke liegt eine irisierende Wolke – eine Pileus; diese besteht aus einer Gruppe Wassertröpfchen, die alle ähnlich groß sind und daher gemeinsam verschiedene Farben des Sonnenlichts unterschiedlich stark beugen. Das obige Bild wurde kurz vor Sonnenuntergang fotografiert, als die Wolke zufällig von einem Fotografen in Murambi Ost, in der Nähe des Odzi-Tales und der Mtanda-Gebirgskette in Simbabwe, bemerkt wurde. Zusätzlich wurden ungewöhnliche Wolkenwellen über der Pileus fotografiert. Die Entstehung einer seltenen Pileus-Wolkenkappe über einer gewöhnlichen Haufenwolke (Cumulus) ist ein Hinweis, dass sich die untere Wolke nach oben ausdehnt und ein Sturm entstehen könnte. In diesem Fall jedoch verschwand die farbenprächtige Wolke, kurz nachdem sie bemerkt worden war.

Zur Originalseite

Überquerung des Dingo Gap auf dem Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Beschreibung: Eine wichtige Schwelle auf dem Mars wurde nun überquert. Der Rover Curiosity landete Mitte 2012 und sucht nach Hinweisen jeglicher Art auf Leben, das je auf dem Roten Planeten existiert haben könnte. Zu Curiositys aktuellen Funden gehören Hinweise auf einen urzeitlichen (aber ausgetrockneten) Süßwassersee und die Nicht-Entdeckung des Biomarkers Methan in der Marsatmosphäre. Um seine Forschung fortzusetzen, soll der Pkw-große Rover bei seiner Expedition auf Mt. Sharp rollen – das ist der Zentralgipfel des großen Kraters, in dem er landete. Leben könnte eine Vorliebe für Wasser gehabt haben, das einst den Marsberg hinabfloss. Um gefährlicheres und felsigeres Gelände zu vermeiden, wurde Curiosity vor zwei Wochen über eine einen Meter hohe Sanddüne umgeleitet, die einen nützlichen Eingang zu Mt. Sharp blockierte. Knapp nach der erfolgreichen kurzen Reise über Dingo Gap fotografierte der Roboter-Rover das oben gezeigte Bild, auf dem der nun überquerte Sandhügel mit seinen Radspuren bedeckt ist.

Zur Originalseite