NGC 5195: Der Punkt unter dem Fragezeichen

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESABearbeitung: José Jiménez Priego

Beschreibung: Die Zwerggalaxie NGC 5195 ist besser bekannt als kleiner Begleiter der Spirale M51, der Strudelgalaxie. Zusammen scheinen sie Kurve und Punkt eines kosmischen Fragezeichens zu bilden und wurden im 19. Jahrhundert auf Lord Rosses Zeichnungen als einer der ursprünglichen Spiralnebel dokumentiert. NGC 5195 wird von der gewaltigen M51 (auch NGC 5194) in den Schatten gestellt und ist etwa 20.000 Lichtjahre groß. Eine enge Begegnung mit M51 löste wahrscheinlich Sternbildung aus und verstärkte die markanten Spiralarme dieser Galaxie. Diese majestätische Nahaufnahme von NGC 5195, für die Bilddaten aus dem Hubble Legacy Archive bearbeitet wurden, zeigt klar, dass die Zwerggalaxie nun hinter M51 liegt. Eine Gezeitenbrücke aus dunklen Staubwolken und jungen blauen Sternhaufen geht von den Randgebieten der rechts liegenden M51 aus und tritt als Silhouette vor dem gelblichen Leuchten der Zwerggalaxie hervor. Das berühmte Paar wechselwirkender Galaxien liegt etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernt bei der Deichsel des Großen Wagens im Sternbild Jagdhunde.

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Sagittarius-Dreiergruppe

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Bildcredit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Diese drei hellen Nebel sind häufige Ziele bei Teleskoptouren im Sternbild Schütze (Sagittarius) und den dicht gedrängten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Im 18. Jahrhundert katalogisierte der kosmische Tourist Charles Messier zwei davon: M8 – der große Nebel links neben der Mitte, und der farbenprächtige M20 rechts davon. Der dritte, NGC 6559, steht über M8 und ist vom größeren Nebel durch eine dunkle Staubspur getrennt. Alle drei sind Sternkrippen in einer Entfernung von etwa 5000 Lichtjahren. Der ausgedehnte M8 mit einem Durchmesser von mehr als hundert Lichtjahren ist auch als Lagunennebel bekannt. Der populäre Name von M20 ist Trifid. Leuchtender Wasserstoff erzeugt die markante rote Farbe der Emissionsnebel, mit kontrastierenden blauen Farbtönen, die am deutlichsten im Trifid hervortreten – sie stammen von Sternenlicht, das an Staub reflektiert wird. Die farbenprächtige Himmelslandschaft wurde mit Teleskop und Digitalkamera fotografiert und zeigt auch einen von Messiers offenen Sternhaufen, M21, knapp über Trifid.

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Erdbeersonne

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Bildcredit und Bildrechte: Laurie Hatch

Beschreibung: Diese auffällige jenseitige Szene ist eigentlich eine Ansicht des Planeten Erde. Der ockerfarbene Himmel und die erdbeerrote Sonne wurden am 22. August in der Nähe des kleinen Ortes Strawberry in Kalifornien (USA) fotografiert. Dieser Ort am Highway 108 liegt etwa 50 Kilometer nördlich vom Ursprung des großen Rim Fire in Kalifornien, das immer noch Gebiete in und um den Yosemite-Nationalpark bedroht. Die ausgedehnten Rauchschwaden des Waldbrandes sind vom Weltraum aus noch deutlich sichtbar. Doch innerhalb der Rauchwolken trüben die in der Atmosphäre verteilten feinen Rauchteilchen die Sonne, streuen blaues Licht und färben den Himmel stark ein.

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Abziehendes Gewitter bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Dyer (The Amazing Sky)

Beschreibung: Welche Art Wolke ist das? Dieser abziehende Kumulonimbus, besser bekannt als Gewitterwolke, ist etwas ungewöhnlich, da am vorderen Ende die ungewöhnlichen Beulen einer Mammatus zu sehen sind, während gleichzeitig am hinteren Ende Regen fällt. Die Wolke wurde Mitte Juni im Süden Albertas in Kanada fotografiert, als sie Richtung Osten abzog, während die Sonne im Westen hinter der Kamera unterging. Auf dem oben gezeigten Bild kreuzen plastische Sonnenuntergangsfarben den Himmel und verleihen der ohnehin fotogenen Wolke kräftige orange und rosarote Farbtöne. Ein dunkler werdender blauer Himmel bildet den Hintergrund. Der weit entfernte aufgehende zunehmende Dreiviertel mond ist ganz rechts zu sehen.

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Der helle planetarische Nebel NGC 7027 von Hubble

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Delio Tolivia Cadrecha

Beschreibung: Er ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel – wie sollte man ihn nennen? Der Nebel NGC 7027 wurde 1878 entdeckt und ist mit einem Standard-Hinterhofteleskop im Sternbild Schwan (Cygnus) zu sehen. Vielleicht wird er, weil er dort nur als verschwommener Fleck erscheint, selten mit einem Spitznamen bezeichnet. Fotografiert man ihn jedoch mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit, sind viele Details erkennbar. Untersuchungen der Hubblebilder von NGC 7027 führten zu der Auffassung, dass dieser planetarische Nebel vor etwa 600 Jahren sich auszudehnen begann, und dass die Wolke aus Gas und Staub ungewöhnlich massereich ist, da sie anscheinend etwa die dreifache Masse unserer Sonne enthält. Das überlagerte, von Staub gesäumte Gebilde in NGC 7027, das oben hoch aufgelöst in zugewiesenen Farben abgebildet ist, könnte Himmelsfreunde an ein vertrautes Symbol erinnern, von dem man einen volkstümlichen Namen ableiten kann. Machen Sie Vorschläge! Einige davon werden dokumentiert, zum Beispiel in einem APOD-Diskussionsforum.

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Die kollidierenden Galaxien von Arp 271

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Bildcredit und Bildrechte: Gemini-Observatorium, GMOS-South, NSF

Beschreibung: Was wird aus diesen Galaxien? Die Spiralgalaxien NGC 5426 und NGC 5427 ziehen gefährlich nahe aneinander vorbei, doch beide werden die Kollision wahrscheinlich überleben. Wenn Galaxien kollidieren, frisst normalerweise eine große Galaxie eine viel kleinere. In diesem Fall jedoch sind die beiden Galaxien ziemlich ähnlich, jede eine ausgedehnte Spirale mit weitreichenden Armen und einem kompakten Kern. Wenn sich die Galaxien im Laufe der nächsten zig Millionen Jahre einander weiter nähern, stoßen ihre Komponentensterne wahrscheinlich nicht zusammen, doch in den durch Gezeiten verursachten Gasballungen entstehen neue Sterne. Bei genauer Betrachtung des obigen Bildes, das mit dem 8-Meter-Teleskop Gemini-Süd in Chile fotografiert wurde, findet man eine Materiebrücke, welche die beiden Giganten vorübergehend verbindet. Das wechselwirkende, als Arp 271 bekannte Paar umfasst etwa 130.000 Lichtjahre und liegt ungefähr 90 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau. Aktuelle Prognosen besagen, dass unsere Galaxis in wenigen Milliarden Jahren eine ähnliche Kollision mit der benachbarten Andromedagalaxie durchmachen wird.

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Die Erde winkt Saturn

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Cassini-Projekt, Erdbewohner

Beschreibung: Diese freundliche Fotocollage wurde aus mehr als 1400 Bildern erstellt, die von Bewohnern des Planeten Erde zur 19. Aktion „Winke Saturn“ der Mission Cassini geschickt wurden. Das Basisbild der Erde entspricht dem Blick der Raumsonde Cassini im Saturnorbit an diesem Tag, während ihre Kameras Bilder fotografierten, auf denen der Planet Erde als blasser blauer Punkt im Hintergrund stand. Natürlich war Saturn zu dieser Zeit 9,65 Astronomische Einheiten entfernt, daher brauchte das Licht all dieser winkenden Erdbewohner länger als 80 Minuten, um zu Cassinis Kameras zu gelangen. Möchten Sie etwas zum Schmunzeln? Laden Sie die hoch aufgelöste Datei (28MB-JPG) hier herunter und vergrößern Sie die Bilder dieser Collage.

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Das Spektrum der Nova Delphini

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Bildcredit und Bildrechte: Jürg Alean

Beschreibung: Als Ende letzter Woche im Sternbild Delfin ein neuer Stern auftauchte, verriet den Astronomen sein Spektrum die wahre Natur der Erscheinung. Sie ist nun als Nova Delphini bekannt, und ihr Spektrum im sichtbaren Licht nahe der maximalen Helligkeit befindet sich in der Bildmitte des benachbarten Sternfeldes, das in der Nacht vom 16. auf 17. August mit Prisma und Teleskop an der Sternwarte Bülach in der Schweiz fotografiert wurde. Starke Absorptionslinien von Wasserstoffatomen sind die dunkelsten Bänder im Spektrum der Nova, doch die starken Absorptionslinien sind an ihrem roten Ende von hellen Emissionsbändern abgegrenzt. Dieses Muster ist die spektrale Signatur von Materie, die von einem kataklystischen Doppelsternsystem, bekannt als klassische Nova, ausgestoßen wurde. Die anderen Sterne im Sichtfeld sind blasser und sind mit ihrer Hipparcos-Katalognummer, ihrer Helligkeit in Größenklasse und ihrer Spektralklasse gekennzeichnet. Zufällig ist unten rechts auch die blasse Emissionslinie des planetarischen Nebels NGC 6905 angedeutet.

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IC 5067 im Pelikannebel

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Bildcredit und Bildrechte: César Blanco González

Beschreibung: Der markante, auf dieser dramatischen Himmelslandschaft abgebildete Emissionsgrat ist als IC 5067 katalogisiert. Er ist Teil eines größeren Emissionsnebels mit einer unverwechselbaren Form, die allgemein Pelikannebel genannt wird, umfasst etwa 10 Lichtjahre und folgt der Kurve an Kopf und Nacken des kosmischen Pelikans. Diese Falschfarbenansicht übersetzt das überall verbreitete Leuchten der schmalen Emissionslinien der Atome im Nebel in eine Farbpalette, die durch Bilder des Weltraumteleskops Hubble von Sternbildungsregionen bekannt wurde. Fantastische dunkle Formen, die das 1/2 Grad große Feld bevölkern, sind Wolken aus kühlem Gas und Staub, die vom Wind und der Strahlung heißer, massereicher Sterne verformt werden. Nahaufnahmen einiger der zurechtgeformten Wolken zeigen eindeutige Anzeichen neu entstehender Sterne. Der Pelikannebel selbst ist als IC 5070 katalogisiert und etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Um ihn zu finden, blicken Sie nach Nordosten zum hellen Stern Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus).

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Perseïden über China

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Bildcredit und Bildrechte: Xiang Zhan (Planetarium Peking)

Beschreibung: Kometenstaub regnete Mitte des Monats auf den Planeten Erde herab und streifte beim jährlichen Meteorstrom der Perseïden über den dunklen Himmel. Während der Astronom Xiang Zhan das erwartete Weltraumwetter über der Grasebene Zhangbei (Provinz Hebei, China) genoss, fotografierte er in der Nacht vom 12. auf 13. August vier Stunden lang mit einem Weitwinkelobjektiv eine Serie 10 Sekunden belichteter Aufnahmen. Die oben gezeigte Kompositansicht der Perseïden des Sommers entstand, indem er die Bilder mit den 68 Meteorblitzen kombinierte. Obwohl die sandkorngroßen Kometenteilchen parallel zueinander ziehen, scheinen die entstehenden Meteore des Stroms eindeutig von einem einzigen Punkt am Himmel im namensgebenden Sternbild Perseus auszuströmen. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Spuren in der Ferne zusammenzulaufen scheinen. Der nächste namhafte Meteorschauer könnte Ende Oktober der Strom der Orioniden sein.

Galerie: Höhepunkte des Perseïden-Meteorstroms 2013
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