Die Arme von M106

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Credit: BilddatenHubble Legacy Archive, Robert Gendler, Jay GaBany, BearbeitungRobert Gendler

Beschreibung: Die Spiralarme der hellen Galaxie M106 verteilen sich über dieses faszinierende Porträt aus mehreren Bildern. Es entstand aus Daten von Teleskopen auf der Erde und im Weltraum. M106 ist auch als NGC 4258 bekannt und befindet sich im nördlichen Sternbild Jagdhunde. Die gut vermessene Entfernung zu M106 beträgt 23,5 Millionen Lichtjahre, somit hat diese kosmische Szenerie einen Durchmesser von etwa 80.000 Lichtjahren.

Wie es bei großen Spiralgalaxien üblich ist, sind die Spiralarme von dunklen Staubbahnen, jungen blauen Sternhaufen und rosaroten Sternbildungsregionen gesäumt, die beim hellen Kern aus älteren gelblichen Sternen zusammenlaufen. Doch dieses detailreiche Kompositbild zeigt Hinweise auf zwei ungewöhnliche Arme, die sich nicht mit den vertrauteren Spuren decken.

In roten Farbtönen sind hier ausschweifende Fasern aus leuchtendem Wasserstoff zu sehen, die aus der Zentralregion strömen – Hinweise auf energiereiche Materieströme, die in die Galaxienscheibe hineinrasen. Die Strahlen werden wahrscheinlich von Materie gespeist, die in ein massereiches zentrales Schwarzes Loch fällt.

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Mars: Schatten am Point Lake

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Mastcam

Beschreibung: Was ist, wenn Sie auf dem Mars Ihren eigenen Schatten sehen, und er ist nicht menschlich? Dann könnten Sie der Roboterrover Curiosity sein, der derzeit den Mars erforscht. Curiosity landete letzten August im Gale-Krater und ist seither damit beschäftigt, Anzeichen für urzeitliches fließendes Wasser zu suchen sowie Hinweise, ob es auf dem Mars einst Leben gegeben haben könnte. Oben ist ein ausladendes Panorama zu sehen, das Curiosity fotografiert hat, und das in Gegenrichtung der Sonne seinen Schatten zeigt. Das Bild wurde im November an einem Ort fotografiert, der „Point Lake“ heißt, obwohl es dort derzeit kein Wasser gibt. Curiosity hat bereits mehrere Hinweise auf ausgetrocknete Bachbetten auf dem Mars entdeckt und soll seine Erkundung fortsetzen, indem er im Lauf der nächsten Jahre den nahen Mt. Sharp erklimmt.

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Namibische Nächte


Videocredit und -rechte: Marsel van Oosten; Musik: Simon Wilkinson

Beschreibung: Namibia bietet einige der dunkelsten Nächte aller Kontinente. Daher sind in diesem Land die spektakuläreren Himmelslandschaften zu beobachten, von denen einige im obigen Zeitraffervideo fotografiert wurden. Zu Beginn des Videos hocken ungewöhnliche Köcherbäume vor einem dicht gefüllten Sternenfeld, das vom Zentralband unserer Milchstraße hinterlegt ist. Dieses helle Band aus Sternen und Gas scheint sich um den Himmelssüdpol zu drehen, während unsere Erde rotiert. Dann stehen die Reste von Kameldornbäumen vor einem Himmel mit einem verschwommenen Fleckchen weit rechts – der Großen Magellanschen Wolke, einer kleinen Begleitgalaxie der Milchstraße. Ein heller, das Sonnenlicht reflektierender Satellit wandert oben schnell vorbei. Wieder erscheinen Köcherbäume und zeigen nun ihre ungewöhnlichen Stämme, während die Kleine Magellansche Wolke im Hintergrund deutlich sichtbar wird. Künstliche Lichter beleuchten den Dunst um die Kameldornbäume im Deadvlei. In der Schlusssequenz wurden natürliche namibische Steinbögen mit den aufziehenden Schatten des untergehenden Mondes fotografiert. Dieses Video enthält mehr als 16.000 im Laufe von zwei Jahren fotografierte Bilder und wurde bei der Preisverleihung der Reisefotografen des Jahres 2012 bestens bewertet.

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LL Ori und der Orionnebel

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team

Beschreibung: Diese ästhetische Nahaufnahme kosmischer Wolken und Sternwinde zeigt LL Orionis in Wechselwirkung mit dem Orionnebelfluss. In Orions Sternkrippe treibt der veränderliche Stern LL Orionis, der sich noch in seinen Entstehungsjahren befindet, und erzeugt einen Wind, der energiereicher ist als der Wind unserer Sonne, die im mittleren Alter ist. Wo der schnelle Sternenwind auf sich langsam bewegendes Gas trifft, bildet sich eine Stoßfront, ähnlich der Bugstoßwelle eines Bootes, das sich durch Wasser bewegt, oder eines Flugzeugs, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegt. Die kleine gebogene zierliche Struktur links über der Mitte ist die kosmische Bugstoßwelle von LL Ori, die einen Durchmesser von etwa einem halben Lichtjahr hat. Das langsamere Gas fließt vom heißen zentralen Sternhaufen im Orionnebel weg – dem Trapez, das außerhalb der linken oberen Bildecke liegt. In drei Dimensionen hat die um LL Ori gebogene Stoßfront die Form einer Schale, die am hellsten erscheint, wenn man ihren „Boden“ entlangblickt. Das schöne Bild ist Teil einer großen Mosaikansicht der komplexen Sternkrippe in Orion, gefüllt mit einer Vielzahl fließender Formen, die in einem Zusammenhang mit Sternbildung entstehen.

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Herschels Andromeda

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Bildcredit: ESA/Herschel/PACS & SPIRE Consortium, O. Krause, HSC, H. Linz

Beschreibung: Diese Infrarotansicht des Weltraumteleskops Herschel erforscht die Andromedagalaxie, die unserer Milchstraße nächstgelegene große Spiralgalaxie. Das berühmte Inseluniversum ist nur 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und Astronomen auch als M31 bekannt. Andromeda umfasst mehr als 200.000 Lichtjahre, womit sie mehr als zweimal so groß ist wie die Milchstraße. Die in Falschfarben dargestellten Bilddaten enthüllen die kühlen Staubstraßen und -wolken, die noch im Infraroten leuchten, in sichtbaren Wellenlängen aber dunkel und undurchsichtig sind. Rote Farbtöne im Außenbereich der Galaxie bilden das Leuchten von Staub ab, der von Sternenlicht wenige zig Grad über den absoluten Nullpunkt aufgewärmt wird. Blaue Farben decken sich mit wärmerem Staub, der von Sternen im dichter gefüllten zentralen Kern aufgeheizt wird. Der Staub, der auch eine Markierungssubstanz für molekulares Gas ist, zeigt den gewaltigen Vorrat an Rohmaterial für künftige Sternbildung in Andromeda.

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Atlas V startet TDRS-K

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Hinter einem reichen Feld mit Satellitenkommunikationsantennen zieht auf dieser lang belichteten Aufnahme vom Kennedy Space Center eine Atlas-V-Rakete in die Umlaufbahn. Auf dem sorgfältig komponierten Bild, das am Abend des 30 Januar fotografiert wurde, erinnern die Antennen im Vordergrund an die Nutzlast der Rakete, einen Kursverfolgungs- und Datenrelaissatelliten (Tracking and Data Relay Satellite TDRS; klingt wie Ti-dress). Dieser TDRS-K ist der erste einer Serie der nächsten Generation, die zur Konstellation der NASA-Kommunikationssatelliten hinzugefügt wird. Das Netzwerk aus TDRS-Satelliten, das in einem geosynchronen Orbit von 36.000 Kilometern über dem Planeten Erde agiert, übermittelt Kommunikation, Daten und Anweisungen zwischen Raumfahrzeugen und Bodenstationen. Früher sorgte das TDRS-Netzwerk für die Kommunikation bei Raumfährenmissionen. Tatsächlich wurden auch viele TDRS-Satelliten mithilfe von Raumfähren in eine niedrige Erdumlaufbahn befördert. Das TDRS-Netzwerk unterstützt weiterhin wichtige Raumfahrzeuge wie die Internationale Raumstation, das Weltraumteleskop Hubble sowie das Gammastrahlenteleskop Fermi.

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