Mikrowellenmilchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: ESA, Planck HFI- und LFI-Arbeitsgruppen

Beschreibung: Die Milchstraße breitet sich von der Kantenperspektive aus gesehen über die Mitte dieser Falschfarben-Ansicht des ganzen Himmels aus. Die ausgedehnte Mikrowellenkarte basiert auf Daten, die im Laufe eines Jahres mit den Instrumenten an Bord der Raumsonde Planck, die den Himmel durchmustert, gewonnen wurden. Die hellen Streifen aus Gas- und Staubwolken entlang der galaktischen Ebene und die riesigen gewölbten Strukturen der Galaxis, die im Mikrowellenenbereich zu sehen sind, sind Hunderte oder Tausende Lichtjahre entfernt, während die gesprenkelten Regionen oben und unten der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung (CMB) entsprechen und an die 13.7 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Fluktuationen in der kosmischen Hintergrundstrahlung, die vom Urknall zurückgeblieben sind, entsprechen den Ursprüngen der Strukturen im sich entwickelnden Universum. Die Wissenschaftler von Planck, welche die Mikrowellendaten analysieren, wollen den Anteil der Milchstraße von der Hintergrundstrahlung zu trennen. Damit sollen die Charakteristika der Hintergrundstrahlung am gesamten Himmel untersucht und Informationen über den Aufbau unserer Galaxis, der Milchstraße, gesammelt werden.

Zur Originalseite

Dämmrige Welt, dunkle Nebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Ray Gralak

Beschreibung: Der dämmrige, ferne Zwergplanet Pluto ist schwierig zu sehen, besonders in den aktuellen Monaten, da er durch die dicht bevölkerten Sternfelder des Schützen und das Zentrum der Milchstraße wandert. Doch zum Glück für Hinterhof-Plutojäger wanderte er Anfang Juni vor einem dunklen Nebel vorbei. Die kleine Welt ist mit zwei kurzen Linien nahe der Mitte dieser Himmelslandschaft markiert, die am 5. Juli am Himmel von New Mexico aufgehommen wurde. Pluto fällt nur deshalb auf, weil der undurchsichtige Nebel Barnard 92 (B92) den Hintergrund des Milchstraßengemenges aus zahllosen blassen Sternen blockiert. Ein weiterer der von dem Astronomen E. E. Barnard katalogisierten dunklen Markierungen am Himmel, B93, ist links von B92 leicht zu erkennen. Markant steht links unten der offene Sternhaufen NGC 6603. Tatsächlich liegen Pluto, die dunklen Nebel und die Sternhaufen allesamt innerhalb eines Teils von M24, auch bekannt als die Sagittarius-Sternwolke, die einen Großteil des Bildfeldes füllt.

Zur Originalseite

Flugzeugentwurf: Supersonic Green Machine

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrations-Credit: NASA, Lockheed Martin Co.

Beschreibung: Wie sehen Passagiermaschinen der Zukunft aus? Für die Ideenfindung erstrebenswerter und umsetzbarer Eigenschaften fördert die NASA Designwettbewerbe. Hier ist eine von einem Künstler geschaffene Darstellung eines Flugzeugentwurfs zu sehen, der kürzlich vorgeschlagen wurde. Dieses futuristische Flugzeug sollte Überschallgeschwindigkeit erreichen und eventuell die Geschwindigkeiten der Überschall-Transportmaschinen übertreffen, die im späten 20. Jahrhundert kommerziell betrieben wurden. Zur Lärmreduktion wurde das futuristische Flugzeug mit einem umgekehrten V-Flügel dargestellt, der sich über die Motoren wölbt. Diese Konstruktion soll den Lärm des störenden Schallknalls reduzieren. Zusätzlich sollen künftige Flugzeuge einen relativ geringen Einfluss auf unsere Umwelt haben, wozu grüne Grenzwerte bei Verschmutzung und Treibstoffverbrauch gehören. Flugzeuge mit ähnlichen Entwurfskonzepten könnten bereits in den 2030er Jahren einsatzfähig sein.

Zur Originalseite

HCG 87: Eine kleine Galaxiengruppe

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Sally Hunsberger (Lowell Obs.), Jane Charlton (Penn State) et al.; Daten: Hubble Legacy Archive; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Manchmal bilden Galaxien Gruppen. Zum Beispiel unsere eigene Galaxis, die Milchstraße, ist Teil der Lokalen Gruppe. Kleine kompakte Gruppen wie die oben gezeigte Hickson Compact Group 87 (HCG 87) sind interessant, zum Teil weil sie sich langsam selbst zerstören. Tatsächlich strecken sich die Galaxien von HCG 87 während ihrer 100 Millionen Jahre dauernden Umläufe um ein gemeinsames Zentrum gegenseitig durch die Gravitation. Dieser gravitative Zug bewirkt, dass Gas kollidiert, was helle Ausbrüche an Sternbildung erzeugt und Materie in ihre aktiven Galaxienzentren einspeist. HCG 87 besteht aus einer großen von der Kante sichtbaren Spiralgalaxie, die unten links zu sehen ist, einer elliptischen Galaxie unten rechts und einer oben stehenden Spiralgalaxie. Die kleine Spirale nahe der Mitte könnte weit dahinter stehen. Auch mehrere Sterne unserer Galaxis sind im Vordergrund sichtbar. Das obige Bild wurde im Juli 1999 von der Wide Field Planetary Camera 2 des Weltraumteleskops Hubble aufgenommen. Untersuchungen von Gruppen wie HCG 87 erlaubt Einblicke, wie sich alle Galaxien bilden und entwickeln.

Zur Originalseite

Die Milchstraße über Pulpit Rock

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro)

Beschreibung: Kann ein Bild des Himmels entspannen? Ein Kandidat für ein solches Bild könnte das oben gezeigte sein, das letzten Monat auf Cape Schank in Victoria (Australia) fotografiert wurde. Eine ruhige Lagune, sanfte Bodennebel, zwei Galaxien und zehntausende Sterne betonen das Bild. Der Felsabschnitt links mag von diesem Winkel aus wie ein menschlicher Kopf erscheinen, aber die berühmtere Felsformation befindet sich weit rechts und ist als Pulpit Rock bekannt. Über den oberen Teil des Bildes verläuft ein ferner Stom heller Sterne und dunklen Staubs, der ein Teil der Scheibe unserer Milchstraßen-Spiralgalaxie ist. Rechts, unmittelbar über Pulpit Rock, ist die kleine Nachbargalaxie der Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke (SMC). Das helle weiße Objekt links neben der SMC ist ein Kugelsternhaufen in der Milchstraße, bekannt als 47 Tucanae.

Heute Abend: 20:30 Uhr Erstausstrahlung „Jane Mond – 00* jagt Dr. NoESO
Zur Originalseite

Begleiter eines jungen sonnenähnlichen Sterns bestätigt

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Gemini Observatory, D. Lafreniere, R. Jayawardhana, M. van Kerkwijk (Univ. Toronto)

Beschreibung: Das erste direkte Bild eines extrasolaren Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist, wurde nun bestätigt. Der Heimatstern, der sich nur 500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion befindet und als 1RXS J160929.1-210524 katalogisiert ist, ist nur wenig massereicher und kühler als die Sonne. Der Stern ist allerdings viel jünger – nur ein paar Millionen Jahre alt; im Vergleich dazu ist die Sonne im mittleren Alter von 5 Milliarden Jahren. Dieses scharfe Infrarotbild zeigt den planetaren Begleiter des jungen Sterns links über der Bildmitte. Die Masse des Planeten wird auf etwa 8 Jupitermassen geschätzt, und seine Umlaufbahn ist gewaltige 330 Erde-Sonne-Distanzen von seinem Heimatstern entfernt. Der junge planetare Begleiter ist noch heiß und im Infrarotlicht relativ hell, wahrscheinlich wegen der Hitze, die bei seiner Entstehung durch Kontraktion unter dem Einfluss der Gravitation entstand. Solche neu entstandenen Planeten sind an sich leichter zu entdecken, bevor sie altern und auskühlen und dabei stark verblassen. Das oben gezeigte Entdeckungsbild wurde 2008 aufgenommen, jedoch erst kürzlich bestätigt, indem man feststellte, dass der Planet bei seinem Heimpatstern blieb, während sich die Hintergrundsterne im Lauf der Zeit leicht verschoben haben.

Zur Originalseite

Ein riesiger Planet für Beta Pic

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: A.-M. Lagrange, D. Ehrenreich (LAOG) et al., ESO

Beschreibung: Der junge Stern Beta Pictoris, lediglich 50 Lichtjahre entfernt, wurde in den frühen 1980er Jahren zu einem der bedeutendsten Sterne am Himmel. Beobachtungen mit Satelliten- und erdgebundenen Teleskopen zeigten eine ihn umgebende äußere Staub- und Trümmerscheibe und eine innere freie Zone von etwa der Größe unseres Sonnensystems – ein deutlicher Hinweis auf die Bildung von Planeten. Infrarotbeobachtungen mit Teleskopen der Europäischen Südsternwarte entdeckten schrittweise eine Quelle in der freien Zone, die nun als riesiger Planet bestätigt wurde, der Beta Pic umkreist. Die Bestätigung ist nun, da der Planet an zwei verschiedenen Positionen in seiner Umlaufbahn beobachtet wurde, gegeben. Der als Beta Pictoris b bezeichnete riesige Planet muss sich rasch gebildet haben, da Beta Pic selbst nur 8 bis 20 Millionen Jahre alt ist. Mit einer geschätzten Umlaufperiode zwischen 17 und 44 Jahren, könnte Beta Pictoris b nahe Saturns Umlaufbahn liegen, wenn er in unserem Sonnensystem gefunden worden wäre, was ihn zu dem seinem Stern am nächsten liegenden Planeten macht, der direkt beobachtet wurde – bis jetzt zumindest.

Zur Originalseite

Aufgefädelte Galaxien

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Die Galaxien NGC 5216 (oben) und NGC 5218 sehen tatsächlich so aus, als würden sie an einem Faden hängen. Natürlich ist dieser Faden ein kosmischer Schweif aus Gas, Staub und Sternen und etwa 22.000 Lichtjahre lang. Das miteinander wechselwirkende Galaxienpaar ist auch als Keenans System (nach ihrem Entdecker) oder Arp 104 bekannt und etwa 17 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Bär. Der Trümmerschweif, der sie verbindet, sowie die kommaförmigen Fortsätzen von NGC 5218 und die verzerrten Armen von NGC 5216 sind eine Folge der gegenseitigen durch die Gravitation hervorgerufenen Gezeiten. Die Gezeiten zerreißen die Galaxien, während sie immer wieder nahe aneinander vorbeischwingen. Die im Laufe von Milliarden Jahren ausgetragenen Begegnungen werden wahrscheinlich in der Verschmelzung zu einer einzigen Sternengalaxie enden. Solche spektakulären galaktischen Verschmelzungen werden inzwischen als normaler Teil der Entwicklung von Galaxien, auch unserer eigenen Milchstraße, angesehen.

Zur Originalseite

Über dem Südlicht (Aurora Australis)

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Besatzung ISS Expedition 23, ISAL, NASA

Beschreibung: Beim Blick nach Süden von einem 350 Kilometer über dem südlichen Indischen Ozean liegenden Aussichtspunkt beobachteten am 29. Mai Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation dieses gewaltige unterhalb schimmernde Band. Die sich bewegenden leuchtenden Bänder, die als Aurora australis oder Südlichter bekannt sind, sind für gewöhnlich auch in hohen nördlichen Breiten zu sehen und werden dort als Aurora borealis oder Nordlichter bezeichnet. Nord oder Süd – ihre Ursache ist dieselbe, nämlich energiereiche geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, die sich nahe den Polen der Erde in die Atmosphäre drängen. Das charakteristische grünliche Leuchten erzeugen diese geladenen Teilchen, indem sie in einer Höhe von 100 Kilometern oder darüber Sauerstoffatome zum Leuchten anregen. Das Polarlicht am 29. wurde wahrscheinlich durch die Wechselwirkung zwischen der Magnetosphäre und einem koronalen Massenauswurf, der am 24. Mai auf der Sonne ausbrach, ausgelöst.

Zur Originalseite