Das uns bekannte Universum


Credit und Bildrechte: American Museum of Natural History

Beschreibung: Wie würde eine Reise durch das uns bekannte Universum aussehen? Um sich das vorstellen zu können produzierte das American Museum of Natural History einen aktuellen Film, der zahlreiche visuelle Höhepunkte einer solchen Reise zeigt. Das Video beginnt auf der Erde im Himalaya, entfernt sich dann dramatisch und zeigt die Satelliten der Erde, die Sonne, das Sonnensystem, die Ausdehnung der ersten Radiosignale der Menschheit, die Milchstraße, nahe gelegene Galaxien, ferne Galaxien und Quasare. Wenn schließlich die ferne Oberfläche des Mikrowellenhintergrundes erreicht ist, wird Strahlung abgebildet, die Milliarden Lichtjahre entfernt abgestrahlt wurde, weniger als eine Million Jahre nach dem Urknall. Jedes Objekt im Video wurde unter Verwendung des Digital Universe Atlas gerendert, der auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen von 2009 basiert – dem Jahr, in dem das Video produziert wurde. Der Film hat eine Ähnlichkeit mit dem berühmten Video Zehn hoch, das ein Favorit vieler Weltraumfreunde einer ganzen Generation war.

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Dunkle Sandrutschungen auf dem Mars

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Sie sehen aus wie Marsbäume, aber sie sind keine. Auf schmelzenden rötlichen Sanddünen wurden vom Mars Reconnaisance Orbiter Gruppen dunkler brauner Streifen fotografiert, die mit leichtem Frost bedeckt waren. Das obige Bild wurde im April 2008 nahe dem Nordpol des Mars aufgenommen. Zu der Zeit wurde dunkler Sand aus dem Inneren der Sanddünen des Mars immer besser sichbar, als die Frühlingssonne das hellere Kohlendioxideis schmolz. Wenn das nahe dem Dünenkamm geschieht, kann dunkler Sand von der Düne herabrutschen und dabei dunkle Streifen auf der Oberfläche hinterlassen – Schlieren, die auf den ersten Blick Bäume zu sein scheinen, stehen im Vordergrund der helleren Regionen, werfen jedoch keine Schatten. Objekte mit etwa 25 Zentimetern Durchmesser sind auf diesem Bild aufgelöst, das sich über etwa einen Kilometer erstreckt. Nahaufnahmen einiger Teile dieses Bildes zeigen aufsteigende Schwaden, die vermuten lassen, dass die Sandrutschungen sogar während der Aufnahme dieses Bildes stattfanden.

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Finsternis über dem Tempel des Poseidon

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Credit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos und Anthony Ayiomamitis (TWAN)

Beschreibung: Was geschieht mit der Sonne? Letzte Woche bedeckte der Mond wenige Minuten lang teilweise die Sonne, wodurch über Teilen des Planeten Erde vorübergehend eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen war. Auf dem oben gezeigten Einzelbild ermöglichte akribische Planung den sorgfältigen Fotografen das Fotografieren der teilweise verfinsterten Sonne, die über den antiken Ruinen des Poseidontempels auf Kap Sounion in Griechenland platziert war. Unerwartet bedeckten Wolken den oberen Rand der Sonne, während ein Vogel rechts an der Finsternis vorbeiflog. Bei ihrer größten Ausdehnung an manchen Orten bedeckte der Mond die gesamte Mitte der Sonne bis auf einen ihn umgebenden Feuerring einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Die nächste Sonnenfinsternis – eine totale Sonnenfinsternis – ereignet sich am 11. Juli 2010, ist aber nur von einem schmalen Pfad im südlichen Pazifik aus sowie nahe der südlichsten Spitze von Südamerika sichtbar.

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Atlantis auf dem Weg in den Orbit

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Credit: NASA

Beschreibung: Vögel fliegen nicht so hoch. Flugzeuge fliegen nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Weder kann eine Art außer der menschlichen nachvollziehen, was hier geschieht, noch konnten Menschen das vor nur einem Jahrtausend. Der Start einer Rakete in den Weltraum ist ein Ehrfurcht gebietendes Ereignis, das schwer zu beschreiben ist. Oben abgebildet ist der Spaceshuttle Atlantis nach dem Start zum Besuch der internationalen Raumstation in den frühen Morgenstunden des 12. Juli 2001. Aus dem Stand hob das zwei Millionen Kilogramm schwere Raumschift in die Umlaufbahn der Erde ab, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen ist, und wo es an Bord kaum messbare Gravitation gibt. Raketen, die in den Weltraum fliegen, werden nunmehr etwa einmal pro Woche irgendwo auf der Erde gestartet.

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Neujahrs-Sonnenstreifer

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Credit: LASCO, SOHO Consortium, NRL, ESA, NASA

Beschreibung: Das intensive und unermesslich blendende Licht der Sonne ist auf diesem Bild der die Sonne beobachtenden Raumsonde SOHO durch eine flache Scheibe abgedeckt. Ein Bild der Sonne im extremen Ultraviolettlicht wurde zum Größenvergleich über die Mitte dieses Bildes vom 3. Januar gelegt. Außerhalb der Scheibe ist ein Sonnenstreifer-Komet zu sehen, einer der hellsten, die je von SOHO beobachtet wurden. Der Komet wurde von dem australischen Amateurastronomen Alan Watson entdeckt (Link zum Film), während er ältere Bilder einer anderen Sonnensonde, STEREO-A, untersuchte. Aufgrund ihrer Bahnen wird vermutet, dass Sonnenstreifer zur Kreutz-Kometengruppe gehören, die durch das schrittweise Auseinanderbrechen eines einzigen großen Ursprungskometen, der im zwölften Jahrhundert sehr knapp an der Sonne vorbeizog, entstand. Dieser Sonnenstreiferkomet war starken Gezeitenkräften und intensiver Sonnenhitze unterworfen und überlebte diese nahe Begegnung nicht.

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Szenen zweier Hemisphären

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Sterne der Sommernacht links und des Winternachthimmels rechts sind die selben. Tatsächlich wurden beide Bilder Ende Dezember aufgenommen und haben ähnliche Gesichtsfelder. Das linke Bild zeigt eine Szenerie an einem Strand von Bruny Island vor der Küste Tasmaniens in Australien, während das rechte Feld den Himmel über dem verschneiten Elburs-Gebirge im Norden des Iran zeigt.

Falls Ihnen der Himmel auf einer Seite immer noch ungewohnt erscheint, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild um eine andere Version zu sehen. Das zweite Bild zeigt die Umrisse des bekannten Sternbildes Orion, wie man es von der südlichen und nördlichen Hemisphäre des Planeten Erde aus sieht.

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M94: eine neue Perspektive

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Credit und Bildrechte: R Jay Gabany (Blackbird Obs.); Zusammenarbeit: I. Trujillo, I. Martinez-Valpuesta, D. Martinez-Delgado (IAC); J. Penarrubia (IoA Cambridge); M. Pohlen (Cardiff)

Beschreibung: Das schöne Inseluniversum M 94 liegt etwa 15 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Der helle innere Teil der von oben sichtbaren Galaxie, ein beliebtes Ziel für Astronomen, hat einen Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren. Traditionsgemäß wurden hochaufgelöste Bilder so verstanden, dass sie die innere Spiralregion von M94 zeigen, die von einem zarten, breiten Sternenring umgeben ist. Doch eine neue Untersuchung in mehreren Wellenlängen zeigt bisher unbeobachtete Spiralarme, die sich über die Randgebiete der Galaxienscheibe erstrecken und eine äußere Scheibe bilden, die aktiv durch Sternbildung erweitert wird. Dieses bemerkenswerte Entdeckungsbild folgt den äußeren Spiralarmen von M94 im sichtbaren Licht, wobei die Struktur der äußeren Scheibe durch Nachbearbeitung betont wurde. Durch die zarten äußeren Arme hindurch sind Hintergrundgalaxien zu sehen, während die drei gezackten Vordergrundsterne in unserer eigenen Milchstraße, der Galaxis, liegen.

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Die Spinne und die Fliege

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Credit und Bildrechte: Troy Tsounis

Beschreibung: Das alte nördliche Sternbild Auriga (Fuhrmann) ist reich an Sternhaufen und Nebeln. Die Region enthält den offenen Sternhaufen M38, den Emissionsnebel IC 410 mit Kaulquappen, Aurigas Flammensternnebel IC 405 und das interessante Paar IC 417 (unten links) und NGC 1931. Ein fantasievolles Auge sieht im ausgedehnten IC 417 und dem winzigen NGC 1931 eine kosmische Spinne und eine Fliege. Beide sind etwa 10.000 Lichtjahre entfernt und Beispiele für junge offene Sternhaufen, die in interstellaren Wolken gebildet wurden und immer noch in leuchtender Wasserstoff eingebettet sind. Der kompaktere NGC 1931 hat einen Durchmesser von etwa 10 Lichtjahren.

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Der Flammennebel in Infrarot

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Credit und Bildrechte: ESO / J. Emerson / VISTA; Dank an Cambridge Astronomical Survey Unit

Beschreibung: Was beleuchtet den Flammennebel? 1500 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Orion liegt ein Nebel, der auf der linken Seite zu sehen ist, und der wegen seines Leuchtens und der dunklen Staubstraßen wie ein loderndes Feuer aussieht. Doch Feuer, die rasante Aufnahme von Sauerstoff, ist nicht die Ursache für das Leuchten dieser Flamme, sondern der helle Stern Alnitak, der östlichste Stern im Gürtel des Orion, der unmittelbar über dem Nebel zu sehen ist, und dessen energiereiches Licht in die Flamme leuchtet und Elektronen aus den großen Wasserstoff-Gaswolken, die sich dort befinden, herausschlägt. Ein guter Teil des Leuchtens entsteht bei der Rekombination der Elektronen mit dem ionisierten Wasserstoff. Dieses Falschfarbenbild des Flammennebels (NGC 2024) wurde im Infrarot licht aufgenommen, wodurch ein junger Sternhaufen sichtbar wird. Der Flammennebel ist Teil der Orion-Molekülwolke, eine Sternbildungsregion, die den berühmten Pferdekopfnebel enthält, der oben rechts zu sehen ist.

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Der Astronaut, der den Satelliten einfing

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Credit: STS-51A, NASA

Beschreibung: 1984 fing ein Astronaut hoch über der Erdoberfläche einen Satelliten ein. Es war der zweite Satellit, der bei dieser Mission eingefangen wurde. Oben ist der Astronaut Dale A. Gardner zu sehen, der mithilfe der besatzten Manövereinheit frei fliegt und eine als als Stinger bezeichnete Kontrollvorrichtung am rotierenden Satelliten Westar 6 anzubringen beginnt. Der Kommunikationssatellit Westar 6 konnte wegen einer Raketenfehlfunktion die vorgesehene hohe geosynchrone Umlaufbahn nicht erreichen. Beide zuvor gefangenen Palapa B-2-Satelliten und der Satellit Westar 6 wurden in die Ladebucht der Raumfähre Discovery geführt und zur Erde zurückgebracht. Westar 6 wurde anschließend überholt und verkauft.

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Ein Kügelchen vom Erdmond

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Credit: Timothy Culler (UCB) et al., Besatzung Apollo 11, NASA

Beschreibung: Wie kommt es, dass dieses Kügelchen auf dem Mond war? Wenn ein Meteorit den Mond trifft, schmilzt die Energie des Einschlags etwas von dem zerschmetterten Stein, und ein Bruchteil davon könnte zu winzigen Glasperlen auskühlen. Viele dieser Glaskügelchen waren in Mondbodenproben zu finden, die mit den Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurden. Oben ist ein solches Glaskügelchen mit einem Durchmesser von nur einem Viertelmillimeter abgebildet. Dieses Kügelchen ist besonders interessant, weil es Opfer eines noch kleineren Einschlags wurde. Oben links ist ein Miniaturkrater zu sehen, umgeben von einer zersplitterten Fläche, die durch die Stoßwellen des kleinen Einschlags entstand. Durch die Datierung vieler dieser Einschläge können Astronomen die Geschichte der Kraterbildung auf unserem Mond abschätzen.

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