Leonid über dem Mono Lake

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Credit und Bildrechte: Tony Rowell

Beschreibung: Schaurige Felsspitzen erheben sich vom Ufer des Mono Lake im Vordergrund dieser frühmorgendlichen Himmelslandschaft. Der salzige, mineralstoffreiche See liegt in der östlichen Sierra-Nevada-Bergkette Kaliforniens, und die spindeldürren Felsformationen sind natürlich entstandene Kalksteintürme, die als Kalktuff bezeichnet werden. In der Szenerie, die fast am Höhepunkt des alljährlichen Leoniden-Meteorschauers (der nun verebbt) am 17. November aufgenommen wurde, zieht ein Meteor über den kühlen Dämmerungshimmel. Arkturus ist der hellste Stern rechts neben dem Meteorstreifen, während das Sternbild Löwe und der Radiant des Stromes weit oberhalb des Sichtfeldes liegen. Berichte über die Leoniden dieses Jahres lassen darauf schließen, dass die höchste Aktivität bei etwas mehr als 120 Meteoren lag, doch die beobachtete Rate war wie üblich an vielen Orten geringer.

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Wasser im Mondschatten entdeckt

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Credit: LCROSS, NASA

Beschreibung: Warum gibt es auf dem Mond Wasser? Letzten Monat brachte die Mission LCROSS einen riesigen Stoßkörper in einem permanent beschatteten Krater nahe dem Südpol des Mondes zum Absturz. Eine für den Satelliten sichtbare Staubfahne stieg auf, die allerdings von der Erde aus schwer zu erkennen war. Die Wolke ist oben im sichtbaren Licht zu sehen. Letzte Woche lieferten die Ergebnisse einer vorläufigen chemischen Analyse einen klaren Hinweis darauf, dass die Staubfahne Wasser enthielt. Solches Wasser ist nicht nur für ein Verständnis der Geschichte des Mondes wichtig, sondern auch als mögliches Reservoir für künftige Astronauten, die für lange Zeiträume auf dem Mond zu leben versuchen. Die Quelle des lunaren Wassers wird nun diskutiert. Zu den möglichen Ursprüngen gehören viele kleine Meteorite, ein Komet oder der ursprüngliche Mondboden.

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Dämmerung vor der Nova

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Illustrationscredit und Bildrechte: Mark A. Garlick (Space-art.co.uk)

Beschreibung: Wird diese Dämmerung eine weitere Nova bringen? Vielleicht denken eines Tages Menschen in der Zukunft, die auf einem Planeten eines eruptiv veränderlichen Doppelsternsystems über solche Ungewissheiten nach.

Bei eruptiv veränderlichen Sternen fällt Gas von einem großen Stern in eine Akkretionsscheibe, die einen massereiche, kompakten weißen Zwergstern umkreist. Explosive veränderliche Ereignisse wie eine Zwergnova finden statt, wenn ein Klumpen Gas im Inneren der Akkretionsscheibe über eine bestimmte Temperatur erhitzt wird. Dann fällt der Klumpen schneller auf den weißen Zwerg und landet mit einem hellen Blitz.

Solche Zwergnovae zerstören keinen der beiden Sterne und könnten in unregelmäßig in Zeitabständen von wenigen Tagen bis zu zehn Jahren stattfinden. Eine Nova ist zwar viel energieärmer als eine Supernova – wenn periodische Novae nicht heftig genug sind, um mehr Gas abzustoßen als einfällt, dann sammelt sich die Masse auf dem weißen Zwerg an, bis sie die Chandrasekhar-Grenze überschreitet. Zu diesem Zeitpunkt würde eine Höhle im Vordergrund wenig Schutz bieten, da der gesamte weiße Zwerg als gewaltige Supernova explodiert.

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Das Zentrum von M 83 vom generalüberholten Hubble

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA); Danksagung: R. O’Connell (U. Virginia)

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum der Spiralgalaxie M 83? Ganz allgemein, vom Aussehen her. M 83 ist eine der unserer Milchstraße am nächsten gelegenen Spiralgalaxien, und aus einer Entfernung von 15 Millionen Lichtjahren erscheint sie relativ normal. Wenn man aber den Kern von M 83 mit den neuesten Teleskopen vergrößert, erweist sich das Zentrum als energiegeladener und betriebsamer Ort. Im obigen Bild von der kürzlich installierten Wide Field Camera 3, die durch das vor kurzem generalüberholte Weltraumteleskop Hubble weist, sind helle, neu gebildete Sterne und riesige Spuren dunklen Staubes zu sehen. Ein Bild mit ähnlicher Perspektive vom Röntgenobservatorium Chandra zeigt, dass die Region auch reich an sehr heißem Gas und hellen kleinen Quellen ist. Die Überreste von etwa 60 Supernova-Explosionen sind im obigen Bild zu sehen.

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M57: Der Ringnebel

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Credit: H. Bond et al., Hubble Heritage Team (STScI/AURA), NASA

Beschreibung: Er sieht wie ein Ring am Himmel aus. Vor Hunderten Jahren entdeckten Astronomen einen Nebel mit einer sehr ungewöhnlichen Form. Die Gaswolke, nun als M57 oder NGC 6720 bezeichnet, wurde allgemein bekannt als der Ringnebel. Sie ist bekanntlich ein planetarischer Nebel – eine Gaswolke, die am Ende der Existenz eines sonnenähnlichen Sterns abgestoßen wird. Als einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel ist der Ringnebel schon mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Leier zu sehen. Der Ringnebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt und hat etwa den 500fachen Durchmesser unseres Sonnensystems. Auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1998 sind Staubfilamente und Globulen weitab vom Zentralstern zu sehen. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Ringnebel nicht kugelförmig, sondern zylindrisch ist.

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DIA-Sonnenaufgang

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Credit und Bildrechte: Neal Ulevich

Beschreibung: Was ist 150 Millionen Kilometer entfernt und schmerzt immer noch in den Augen, wenn man es ansieht? Die Antwort ist nicht der internationale Flughafen in Denver, manchen Reisenden als DIA bekannt. Doch DIA erscheint als pathetische Silhouette im Vordergrund dieses Teleobjektiv-Fotos. Die Ansicht weist nach Osten zum charakteristischen gezackten Spitzdach und der aufgehenden Oktobersonne. Die Erscheinung des Daches erinnert an die schneebedeckten Gipfel in der Rocky Mountains im Westen dieser Region. Da für die Bewohner von Denver sowie der Nordhalbkugel allgemein der Winter näherrückt, wandert die aufgehende Sonne in den kommenden Tagen weiter Richtung Süden (im Bild rechts). Natürlich ist die Sonne 150 Millionen Kilometer entfernt

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Junge Sterne in der Rho-Ophiuchi-Wolke

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Credit: NASA JPL-Caltech, Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Kosmische Staubwolken und eingebettete neu geborene Sterne leuchten auf dieser reizvollen Falschfarben-Ansicht des Weltraumteleskops Spitzer im Infrarotwellenlängenbereich. Abgebildet ist ein Teil einer der am nächsten gelegenen Sternbildungsregionen, des Rho-Ophiuchi-Wolkenkomplexes, der sich etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Ende des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus befindet. Die Ansicht umfasst in der geschätzten Entfernung etwa 5 Lichtjahre. Neu geborene Sterne heizen, nachdem sie sich entlang einer riesigen Wolke aus molekularem Wasserstoffgas gebildet haben, den sie umgebenden Staub auf und erzeugen so das Infrarotleuchten. Eine Erforschung der Region im alles durchdringenden Infrarotlicht hat an die 300 entstehende und neu gebildete Sterne aufgespürt, deren durchschnittliches Alter auf lediglich 300.000 Jahre geschätzt wird – extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von etwa 5 Milliarden Jahren.

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Kunst und Wissenschaft in NGC 981

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Credit und Bildrechte: Joseph Brimacombe

Beschreibung: Diese prächtige Teleskopansicht einer Himmelslandschaft zeigt die Spiralgalaxie NGC 981. Das Inseluniversum hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist an die 60 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Widder (Aries). Das Bild, eine künstlerische Präsentation, zeigt gezackte Vordergrundsterne in unserer eigenen Milchstraße und gewundene Staubwolken, die über der galaktischen Ebene hängen und Sternenlicht schwach reflektieren. Weiters zeigt es zeigt NGC 981 in einem kosmischen Moment, der für Astrophysiker auf dem Planeten Erde wichtig ist. Licht der Supernova SN2009js, das auf früheren Bildern fehlt, wurde mit zwei weißen Linien links unter dem Zentrum der Galaxie markiert. Die Supernova ist die Todesexplosion eines massereichen Sterns in der Ebene der Galaxie NGC 981. Sie wurde vor kurzem von Supernova-Suchteams in Japan und in den USA im Oktober entdeckt.

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Große Observatorien erforschen das galaktische Zentrum

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Credit: NASA, ESA, SSC, CXC und STScI

Beschreibung: Wohin gelangt man mit einem Teleskop? Vor vierhundert Jahren brachte ein Fernrohr Galileo zum Mond, wo er Krater entdeckte, zum Saturn, bei dem er Ringe fand, zum Jupiter, bei dem er Monde entdeckte, zur Venus, die Phasen zeigte, und zur Sonne mit ihren Flecken. Heute, zur Feier der Errungenschaften Galileos am Teleskop und als Teil des Internationalen Jahres der Astronomie nützte die NASA ihre ganze Flotte großer Observatorien und das Internet, um das Zentrum der Galaxis zu Ihnen zu bringen. Oben sind die kombinierten Bilder des Weltraumteleskops Hubble im sichtbaren Licht, des Weltraumteleskops Spitzer im Infrarotlicht sowie des Röntgenteleskops Chandra im Röntgenlicht zu sehen – detailreicher und farbenprächtiger als je zuvor. Zu sehen ist eine Menagerie riesiger Sternfelder, zusammen mit dichten Sternhaufen, langen Filamenten aus Gas und Staub, sich ausdehnenden Supernova-Überresten und der energiegeladenen Umgebung dessen, was wahrscheinlich das schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis ist. Viele dieser Strukturen sind auf einem weiteren Bild mit Kommentaren versehen. Natürlich erzeugt die Fähigkeit eines Teleskops zu vergrößern und Licht zu sammeln nur ein Abbild dessen, was ein Mensch sehen könnte, wenn er diese Orte besuchen würde. Um tatsächlich hinzukommen braucht man Raketen.

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Saturn nach der Tag- und Nachtgleiche

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Nun wird die andere Seite der Saturnringebene von der Sonne direkt beleuchtet. Während der vergangenen 15 Jahre wurde die Südseite Saturns und seiner Ringe angestrahlt, doch seit Saturns Äquinoktium im August hat sich die Ausrichtung umgekehrt. Die Roboter-Raumsonde Cassini bildete den Riesenplaneten und seine majestätischen Ringe kurz nach dem Äquinoktium ab. Das obige Bild entstand letzten Monat. Saturn und sein Mond Tethys zeigen Cassini eine Sichelphase, die von der Erde aus nicht sichtbar ist. Da die Ringe immer noch fast genau auf die Sonne zeigen, ist am Äquator des Planeten nur ein dünner Schatten der Saturnringe zu sehen. Ein genauer Blick auf Saturns Ringe zeigt helle überlagerte Strukturen, die als Speichen bezeichnet werden, welche vermutlich Gruppen sehr kleiner elektrisch geladener Eispartikel sind. Die Natur und Dynamik der Speichen kann noch nicht vollständig erklärt werden und bleibt weiterhin Gegenstand der Forschung.

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NGC 2623: Galaxienverschmelzung von Hubble

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Credit: NASA, ESA und A. Evans (Stony Brook) et al.

Beschreibung: Wo bilden sich Sterne, wenn Galaxien kollidieren? Um das herauszufinden, fotografierten Astronomen im Jahr 2007 mit dem Weltraumteleskop Hubble die nahe Galaxienverschmelzung NGC 2623 mit hoher Auflösung. Analysen dieses Hubble-Bildes und weiterer Bilder von NGC 2623, etwa des Weltraumteleskops Spitzer im Infrarotlicht, von XMM-Newton im Röntgenlicht und von GALEX im Ultraviolettlicht lassen darauf schließen, dass zwei ursprünglich getrennte Spiralgalaxien nun großteils zusammengerollt werden und ihre Kerne sich zu einem aktiven galaktischen Nukleus (AGN) vereint haben. Sternbildung findet weiterhin um diesen Kern nahe der Mitte des obigen Bildes statt, aber auch entlang der ausgedehnten Gezeitenschweife, die auf beiden Seiten zu sehen sind, und – vielleicht überraschend – in einer Region abseits des Kerns oben links, wo Haufen heller blauer Sterne aufscheinen. Galaxienkollisionen können Hunderte Millionen Jahre und mehrere zerstörerische Gravitations-Durchgänge dauern. NGC 2623, auch bekannt als Arp 243, umfasst etwa 50.000 Lichtjahre und befindet sich zirka 250 Millionen Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Krebs (Cancer). Die Rekonstruktion der Originalgalaxien und wie Galaxienverschmelzungen ablaufen ist oft schwierig, manchmal unmöglich, aber an sich wichtig um zu verstehen, wie sich unser Universum entwickelt hat.

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