Lichtechos von V838 Mon

Der Nebel im Bild wirkt wie eine Kugel, die nach vorne offen ist und den Blick auf ein rot leuchtendes Inneres freigibt. Im Bild sind einige hell leuchtende Sterne mit Zacken verteilt.

Credit: NASA und das Hubble-Vermächtnisteam (AURA/STScI)

Beschreibung: Wie entstand dieser Ausbruch von V838 Mon? Aus unbekannter Ursache expandierte die äußere Oberfläche des Sterns V838 Mon plötzlich großflächig mit dem Ergebnis, dass er im Januar 2002 der hellste Stern in der gesamten Galaxis wurde. Dann, genauso plötzlich, verblasste er. Ein Sternblitz wie dieser wurde nie zuvor beobachtet – Supernovae und Novae stoßen Materie in den Weltraum ab. Obwohl der V838-Mon-Blitz Materie in den Weltraum zu auszuwerfen scheint, ist das, was auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble zu sehen ist, in Wirklichkeit ein nach außen wanderndes Lichtecho des hellen Blitzes. Bei einem Lichtecho wird Licht des Blitzes der Reihe nach von weiter entfernten Ringen in der komplexen Anordnung des umgebenden interstellaren Staubes, der den Stern schon zuvor umgab, reflektiert. V838 Mon ist etwa 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn (Monoceros), während das Lichtecho einen Durchmesser von etwa sechs Lichtjahren hat.

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NGC 253: Staubhaltiges Inseluniversum

Im Bild ist diagonal eine Galaxie mit vielen dunklen Flecken abgebildet, sie ist von schräg oben zu sehen.

Credit und Bildrechte: Star Shadows Remote Observatory und PROMPT/CTIO; (Steve Mazlin, Jack Harvey, Rick Gilbert und Daniel Verschatse)

Beschreibung: Die leuchtende Galaxie NGC 253 ist eine der hellsten sichtbaren Spiralgalaxien, und auch eine der staubhaltigsten. Manche nennen sie wegen ihrer Erscheinung beim Blick durch kleine Teleskope die Silberdollargalaxie, oder einfach die Bildhauergalaxie wegen ihrer Lage im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor). Das staubige Inseluniversum wude 1783 erstmals von der Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel gesichtet. Es ist an die 10 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 70tausend Lichtjahren. NGC 253 ist das größte Mitglied der Sculptor-Galaxiengruppe, die unserer Lokalen Galaxiengruppe am nächsten liegt. Auf diesem weiterbearbeiteten Farbbild scheinen sich zusätzlich zu Spiralstaubspuren auch auffällige Ranken aus Staub aus einer galaktischen Scheibe zu erheben, die von jungen Sternhaufen und Steribildungsregionen gesäumt wird. Der hohe Staubgehalt geht einher mit hoher Sternbildungsaktivität, was NGC 253 die Bezeichnung Starburstgalaxie verlieh. NGC 253 ist auch als starke Quelle für energiereiche Röntgen- und Gammastrahlen bekannt, die wahrscheinlich von einem massereichen schwarzen Loch nahe dem Zentrum der Galaxie stammt.

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Meteor zwischen den Wolken

Am sterngesprenkelten Himmel zischt von links oben diagonal ein Meteor durchs Bild. Links unten leuchtet die große Magellansche Wolke, rechts auf halber Höhe die kleine Magellansche Wolke, zwei graue Nebelfleckchen.

Credit und Bildrechte: Victor van Wulfen

Beschreibung: Dieser helle Meteor strich am 15. November über den dunklen Nachthimmel über Sutherland in Südafrika. Die plötzliche, gleißende Erscheinung des Meteors, der möglicherweise den alljährlichen Leoniden zuzurechnenden ist, wurde – vergleichbar mit dem Blitzlicht einer Kamera – zufällig fotografiert, als er zwichen zwei Wolken hindurchzog. Natürlich sind diese beiden Wolken an einem dunklen Südhimmel auch mit dem Auge zu sehen – es sind die große und die kleine magellansche Wolke – Satellitengalaxien unserer eigenen Milchstraße. Der Meteorstrom der Leoniden erreichte am 17. November seinen Höhepunkt, als die Erde den Staubstrom des periodischen Kometen Tempel-Tuttle durchquerte.

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Leonid über dem Mono Lake

Hinter einer dunklen Silhouette des Horizonts mit Bäumen ist der Himmel sehr dunkelblau. Rechts auf neben der Mitte leuchtet die Spur eines Meteors.

Credit und Bildrechte: Tony Rowell

Beschreibung: Schaurige Felsspitzen erheben sich vom Ufer des Mono Lake im Vordergrund dieser frühmorgendlichen Himmelslandschaft. Der salzige, mineralstoffreiche See liegt in der östlichen Sierra-Nevada-Bergkette Kaliforniens, und die spindeldürren Felsformationen sind natürlich entstandene Kalksteintürme, die als Kalktuff bezeichnet werden. In der Szenerie, die fast am Höhepunkt des alljährlichen Leoniden-Meteorschauers (der nun verebbt) am 17. November aufgenommen wurde, zieht ein Meteor über den kühlen Dämmerungshimmel. Arkturus ist der hellste Stern rechts neben dem Meteorstreifen, während das Sternbild Löwe und der Radiant des Stromes weit oberhalb des Sichtfeldes liegen. Berichte über die Leoniden dieses Jahres lassen darauf schließen, dass die höchste Aktivität bei etwas mehr als 120 Meteoren lag, doch die beobachtete Rate war wie üblich an vielen Orten geringer.

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Wasser im Mondschatten entdeckt

Das Schwarzweiß-Bild zeigt einen sehr kleinen Ausschnitt der Mondoberfläche mit Kratern und Felsen.

Credit: LCROSS, NASA

Beschreibung: Warum gibt es auf dem Mond Wasser? Letzten Monat brachte die Mission LCROSS einen riesigen Stoßkörper in einem permanent beschatteten Krater nahe dem Südpol des Mondes zum Absturz. Eine für den Satelliten sichtbare Staubfahne stieg auf, die allerdings von der Erde aus schwer zu erkennen war. Die Wolke ist oben im sichtbaren Licht zu sehen. Letzte Woche lieferten die Ergebnisse einer vorläufigen chemischen Analyse einen klaren Hinweis darauf, dass die Staubfahne Wasser enthielt. Solches Wasser ist nicht nur für ein Verständnis der Geschichte des Mondes wichtig, sondern auch als mögliches Reservoir für künftige Astronauten, die für lange Zeiträume auf dem Mond zu leben versuchen. Die Quelle des lunaren Wassers wird nun diskutiert. Zu den möglichen Ursprüngen gehören viele kleine Meteorite, ein Komet oder der ursprüngliche Mondboden.

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Dämmerung vor der Nova

Die Illustration zeigt den Blick aus einer Höhle auf eine dystopische Landschaft mit felsigen Bergspitzen, hinter dem Horizont leuchtet ein helles Objekt, von dem eine Leuchtspur zu einem höher liegenden Objekt mit Akkretionsscheibe führt. Links und rechts von der Leuchtspur sind die beleuchteten Sicheln von Planeten zu sehen.

Illustrationscredit und Bildrechte: Mark A. Garlick (Space-art.co.uk)

Beschreibung: Wird diese Dämmerung eine weitere Nova bringen? Vielleicht denken eines Tages Menschen in der Zukunft, die auf einem Planeten eines eruptiv veränderlichen Doppelsternsystems über solche Ungewissheiten nach.

Bei eruptiv veränderlichen Sternen fällt Gas von einem großen Stern in eine Akkretionsscheibe, die einen massereiche, kompakten weißen Zwergstern umkreist. Explosive veränderliche Ereignisse wie eine Zwergnova finden statt, wenn ein Klumpen Gas im Inneren der Akkretionsscheibe über eine bestimmte Temperatur erhitzt wird. Dann fällt der Klumpen schneller auf den weißen Zwerg und landet mit einem hellen Blitz.

Solche Zwergnovae zerstören keinen der beiden Sterne und könnten in unregelmäßig in Zeitabständen von wenigen Tagen bis zu zehn Jahren stattfinden. Eine Nova ist zwar viel energieärmer als eine Supernova – wenn periodische Novae nicht heftig genug sind, um mehr Gas abzustoßen als einfällt, dann sammelt sich die Masse auf dem weißen Zwerg an, bis sie die Chandrasekhar-Grenze überschreitet. Zu diesem Zeitpunkt würde eine Höhle im Vordergrund wenig Schutz bieten, da der gesamte weiße Zwerg als gewaltige Supernova explodiert.

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Das Zentrum von M 83 vom generalüberholten Hubble

Das Bild zeigt einen Ausschnitt einer Galaxie mit Sternfeldern, die durch Dunkelnebel getrennt sind, und rot leuchtenden Sternentstehungsgebieten.

Credit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA); Danksagung: R. O’Connell (U. Virginia)

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum der Spiralgalaxie M 83? Ganz allgemein, vom Aussehen her. M 83 ist eine der unserer Milchstraße am nächsten gelegenen Spiralgalaxien, und aus einer Entfernung von 15 Millionen Lichtjahren erscheint sie relativ normal. Wenn man aber den Kern von M 83 mit den neuesten Teleskopen vergrößert, erweist sich das Zentrum als energiegeladener und betriebsamer Ort. Das Bild der kürzlich installierten Wide Field Camera 3, die durch das generalüberholte Weltraumteleskop Hubble blickt, sind helle, neu entstandene Sterne und riesige Spuren dunklen Staubes zu sehen. Ein Bild mit ähnlicher Perspektive vom Röntgenobservatorium Chandra zeigt, dass die Region auch reich an sehr heißem Gas und hellen kleinen Quellen ist. Die Überreste von etwa 60 Supernova-Explosionen sind im Bild zu sehen.

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M57, der Ringnebel

Bildfüllend ist der Ringnebel dargestellt. Der ovale Nebel hat außen einen roten Rand, der nach innen ins Gelbliche verläuft. Das Innere des Nebels ist bläulich mit grünem Rand.

Credit: H. Bond et al., Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA), NASA

Beschreibung: Er sieht wie ein Ring am Himmel aus. Vor Hunderten Jahren entdeckten Astronomen einen Nebel mit einer sehr ungewöhnlichen Form. Die Gaswolke, nun als M57 oder NGC 6720 bezeichnet, wurde allgemein bekannt als der Ringnebel. Sie ist bekanntlich ein planetarischer Nebel – eine Gaswolke, die am Ende der Existenz eines sonnenähnlichen Sterns abgestoßen wird. Als einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel ist der Ringnebel schon mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Leier zu sehen. Der Ringnebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt und hat etwa den 500fachen Durchmesser unseres Sonnensystems. Auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1998 sind Staubfilamente und Globulen weitab vom Zentralstern zu sehen. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Ringnebel nicht kugelförmig, sondern zylindrisch ist.

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