Saturnmond Japetus: gemalter Mond

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was ist mit Saturns Mond Japetus passiert? Riesige Teile dieser seltsamen Welt sind schwarz wie Kohle, andere hingegen blank wie Eis. Die Zusammensetzung des dunklen Materials ist unbekannt, doch Infrarotspektren lassen vermuten, dass es möglicherweise eine dunkle Form von Kohlenstoff enthält. Japetus hat auch einen ungewöhnlichen Äquatorwall, der ihn wie eine Walnuss aussehen lässt. Um diesen rätselhaften Mond besser zu verstehen, ließ die NASA die robotische Raumsonde Cassini, welche Saturn umkreist, letzten Monat nur 2000 Kilometer daran vorbeischwenken. Wie oben aus einer Höhe von etwa 75.000 Kilometern Entfernung zu sehen ist, erlaubte die Flugbahn von Cassini beispiellose Abbildungen jener Hemisphäre von Japetus, die immer hinterher zieht. Ein riesiger Impaktkrater, der im Süden zu sehen ist, erstreckt sich über 450 Kilometer und überlagert einen älteren Krater von ähnlicher Größe. Das dunkle Material überzieht Japetus nach Osten hin zunehmend und dunkelt Krater- und Hochlandgebiete gleichermaßen ab. Die Untersuchung aus nächster Nähe deutet darauf hin, dass der dunkle Belag hauptsächlich den Äquator des Mondes beschichtet. Ob die Farben von Japetus das Ergebnis ungewöhnlicher Episoden von Vulkanismus aus dem Inneren oder einer von außen stammenden Anschwärzung ist, bleibt unbekannt. Dieses und weitere Bilder von Cassinis Vorbeiflug an Japetus werden nach noch deutlicheren Hinweisen abgesucht.

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Diamanten an einem wolkigen Himmel

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Credit und Bildrechte: Óscar Martín Mesonero (OSAE), SAROS Group

Beschreibung: Wolken am Himmel über Wuhan in China verbargen die filigrane Sonnenkorona während der totalen Sonnenfinsternis im Juli. Dennoch wurde die Silhouette des Mondes durch diese funkelnden Diamanten hervorgehoben, als die Totalitätsphase zu Ende ging. Der Effekt entsteht durch helles Sonnenlicht, das durch Kerben und Täler im unregelmäßigen Gelände am Mondrand strömt – der Effekt ist als Bailysche Perlen bekannt, benannt nach Francis Baily, der das Phänomen im Jahr 1836 beobachtete. Die dramatische Erscheinung der Perlen zu Beginn und am Ende einer totalen Sonnenfinsternis ist auch als Diamantringeffekt bekannt. Auf diesem bemerkenswerten Bild ist auch eine rötliche Sonnenprotuberanz am Rand zu sehen, unter den Diamanten.

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Die Sternhaufen von NGC 1313

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Credit: NASA, ESA, Anne Pellerin (STScI)

Beschreibung: Wie Sandkörner an einem kosmischen Strand sind bei diesem scharfen Kompositbild der Advanced Camera for Surveys (ACS) des Hubble-Weltraumteleskops Einzelsterne der Balkenspiralgalaxie NGC 1313 aufgelöst. Abgebildet ist die innere Region der Galaxie, die sich über etwa 10.000 Lichtjahre erstreckt. Hubbles einzigartige Fähigkeit Einzelsterne in der 14 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie aufzulösen wurde dazu genützt das Schicksal von Sternhaufen zu enträtseln, deren helle junge Sterne über die ganze Scheibe der Galaxie verstreut sind, während sich die Haufen auflösen. Die Erforschung von Sternen und Haufen in der fernen Galaxie NGC 1313 liefert Hinweise auf Sternbildung und die Entwicklung von Sternhaufen in unserer eigenen Milchstraße.

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Galaxien in Pegasus

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Credit und Bildrechte: Dietmar Hager

Beschreibung: Diese weitreichende, scharfe Teleskopansicht zeigt Galaxien, die hinter den Sternen an der nördlichen Grenze des hoch fliegenden Sternbildes Pegasus verstreut sind. Oben rechts fällt NGC 7331 markant ins Auge. Die riesige Spirale, etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt, ist eine der helleren Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog aus dem 18. Jahrhundert vermerkt sind. Die verstört wirkende Galaxiengruppe links unten ist wohlbekannt als Stephans Quintett. Die etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernte Gruppe zeigt eine dramatische multiple Galaxienkollision, ihre mächtigen, fortlaufenden Wechselwirkungen posieren für einen kurzen kosmischen Schnappschuss. Am Himmel sind das Quintett und NGC 7331 nur etwa einen halben Grad voneinander entfernt.

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Beteigeuze aufgelöst

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Credit: Pierre Kervella, NaCo, VLT, ESO

Beschreibung: Das schärfste Bild, das je von Beteigeuze aufgenommen wurde, zeigt einen Mammutstern, der langsam verdampft. Beteigeuze, auch bekannt als Alpha Orionis, ist einer der größten und hellsten uns bekannten Sterne. Er ist ein vertrautes orangefarbiges Inventarstück im Sternbild Orion, das mit bloßem Auge leicht erkennbar ist. Das obige neue Bild vom Very Large Telescope in Chile löst nicht nur die Oberfläche von Beteigeuze auf, sondern auch große, bisher unbekannte riesige Schwaden von ihn umgebendem Gas. Diese Wolke liefert neue Hinweise darüber, wie der massereiche Stern Masse abwirft, während er sich seinem Lebensende nähert. Umgekehrt lässt eine Folge früherer Beobachtungen den Schluss zu, dass die Oberfläche von Beteigeuze während der letzten Dekade im Durchschnitt zusehends geschrumpft ist. Wenn Beteigeuze, ein roter, etwa 640 Lichtjahre entfernter Überriese, in der Mitte unseres Sonnensystems stünde, würde die Gaswolke über die Jupiterbahn hinausreichen. Da Beteigeuze bekanntlich seine Helligkeit irregulär ändert, könnten künftige Beobachtungen herausfinden, ob sich auch seine Erscheinung unregelmäßig verändert. Beteigeuze ist ein Kandidat für eine spektakuläre Supernovaexplosion – fast jederzeit innerhalb der nächsten wenigen tausend Jahre.

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Dreifacher Sonnenaufgang über der Danziger Bucht

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Credit und Bildrechte: Barry und Noemi Diacon (McMaster U.)

Beschreibung: Wie kann ein und dieselbe Sonne dreimal aufgehen? Am Freitag, 10. Juli 2009, wurde um etwa 4:30 Uhr über der Danziger Bucht in Danzig (Polen) ein spektakulärer Dreifach-Sonnenaufgang fotografiert. Natürlich geht unsere Sonne nur einmal auf. Irgendein optischer Effekt erzeugt mindestens zwei Trugbilder der Sonne – doch welcher?

Die überwiegende Mehrheit ähnlicher gemeldeter Fälle an Trugbildern des hellsten Objekts im Bildfeld kann auf Blendenflecke im Inneren der Kamera, mit der das Bild aufgenommen wurde, zurückgeführt werden. Dennoch ist das obige Bild verblüffend, weil ein ehrlicher Fotograf meint, der Effekt wäre mit bloßem Auge sichtbar gewesen, und weil der Fotograf mehrere weitere Bilder fotografierte, welche Varianten desselben Effekts zeigen.

Daher sind die Leser eingeladen, darüber zu beraten ob das obige Bild ein besonders spektakuläres Beispiel gewöhnlicher Reflexionen in einer Standard-Digitalkamera oder eines der spektakulärsten Beispiele atmosphärischer Brechung, die je aufgezeichnet wurden, ist, oder ob es durch etwas völlig anderes hervorgerufen wurde. Falls die Diskussion zu einem Ergebnis kommt, wird der Konsens zu einem späteren Zeitpunkt hier veröffentlicht.

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T Tauri: Ein Stern entsteht

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Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Wie sieht ein Stern aus, wenn er entsteht? Das Paradebeispiel eines Prototyps ist der veränderliche Stern T Tauri, der nahe der Bildmitte dieser bemerkenswerten Teleskop-Himmelsansicht als heller oranger Stern zu sehen ist. T Tauri ist ein Prototyp der Klasse der veränderlichen T-Tauri-Sterne. Um T Tauri herum befindet sich eine staubhaltige gelbe kosmische Wolke mit der Bezeichnung Hinds veränderlicher Nebel (NGC 1555/1554). Bei Stern und Nebel, beide mehr als 400 Lichtjahre entfernt am Ende einer Molekülwolke, schwankt Beobachtungen zufolge die Helligkeit erheblich, aber nicht unbedingt zur gleichen Zeit – ein weiteres Rätsel dieser faszinierenden Region. T-Tauri-Sterne werden nunmehr generell als junge – weniger als ein paar Millionen Jahre alte – sonnenähnliche Sterne anerkannt, die sich in frühen Stadien der Entwicklung befinden. Um das Bild weiter zu komplizieren lassen Infrarotbeobachtungen darauf schließen, dass T Tauri selbst Teil eines Mehrfachsternsystems ist. Überraschenderweise könnte T Tauri wegen einer nahen Gravitationsbegegnung mit einem dieser Sterne aus dem System hinauswandern. Das dramatische Farbbild oben zeigt eine Region, die sich über etwa vier Lichtjahre erstreckt.

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Sterne, Staub und Nebel in NGC 6559

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Credit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Wenn sich Sterne bilden, herrscht wildes Durcheinander. Die Sternbildungsregion NGC 6559 ist ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Oben zu sehen sind rot leuchtende Emissionsnebel aus Wasserstoff, blaue Reflexionsnebel aus Staub, dunkle Absorptionsnebel aus Staub und die Sterne, die sich aus ihnen bildeten. Die ersten massereichen Sterne, die aus dem dichten Gas entstehen, senden energiereiches Licht und Winde aus, die ihren Geburtsort erodieren, fragmentieren und formen. Und dann explodieren sie. Der sich daraus ergebende Morast kann so schön wie komplex sein. Nach zig Millionen Jahren kocht der Staub weg, das Gas wird fortgefegt, und alles, was zurückbleibt, ist ein nackter offener Sternhaufen.

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Supernovaüberrest SN 1006

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Bildcredit: NASA, ESA, Zolt Levay (STScI)

Beschreibung: Ein neuer Stern, wahrscheinlich die hellste Supernova in der aufgezeichneten Geschichte der Menschheit, erhellte im Jahr 1006 den irdischen Himmel. Die sich ausdehnende Trümmerwolke der Sternexplosion, die sich im südlichen Sternbild Lupus befindet, veranstaltet immer noch eine kosmische Lichtshow im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Diese Kompositansicht enthält Röntgenstrahlen-Daten in blau vom Chandra-Observatorium, optische Daten in gelblichen Farbtönen und Radiobilddaten in rot. Diese Trümmerwolke, bekannt als der SN1006-Supernovaüberrest, scheint einen Durchmesser von etwa 60 Lichtjahren zu besitzen und verkörpert vermutlich die Überreste eines weißen Zwergsterns. Der kompakte weiße Zwerg, Teil eines Doppelsternsystems, zog schrittweise Materie von seinem Begleitstern ab. Der Aufbau an Masse löste schließlich eine thermonukleare Explosion aus, die den Zwergstern zerstörte. Weil die Entfernung zum Supernova-Überrest etwa 7000 Lichtjahre beträgt, ereignete sich diese Explosion eigentlich 7000 Jahre ehe das Licht im Jahr 1006 die Erde erreichte. Stoßwellen im Überrest beschleunigen Teilchen auf extreme Energien und sind vermutlich eine Quelle der geheimnisvollen kosmischen Strahlung.

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