Zodiakallicht über New Mexico

Über einem dunklen, kaum erkennbaren Horizont am unteren Bildrand steigt ein schwaches Leuchten senkrecht auf.

Credit und Bildrechte: Malcolm Park (North York Astronomical Association)

Beschreibung: Zu dieser Jahreszeit ist kurz vor Dämmerungsbeginn ein ungewöhnliches Dreieck aus Licht zu sehen. Dieses Lichtdreieck wurde früher als falsche Dämmerung bezeichnet. Es handelt sich um das Zodiakallicht. Dieses Licht stammt von der Sonne und wird von interplanetaren Staubpartikeln reflektiert. Oben wurde das Dreieck im Oktober in New Mexico in den USA fotografiert, es ist deutlich zu sehen. Durch die Krümmung des Weitwinkel-Objektivs wirken die Bäume im Vordergrund weniger senkrecht, als sie tatsächlich sind. Zodiakalstaub umkreist die Sonne in derselben Ebene wie die Planeten: in der Ekliptik. Das Zodiakallicht ist zu dieser Zeit des Jahres so hell, weil das Staubband zu Sonnenaufgang fast senkrecht aufsteigt, sodass die dicke Luftschicht am Horizont den relativ hellen reflektierenden Staub nicht gänzlich ausblendet. Das Zodiakallicht ist im März und April auch für Bewohner der nördlichen Erdhalbkugel nach Sonnenuntergang gut beobachtbar.

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Chilenische Himmelslandschaft

Über dem Horizont unten verläuft ein roter Streifen, am sternklaren Himmel darüber leuchten zwei helle Himmelslichter, die Planeten Venus und Jupiter.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Der Nachthimmel über chilenischen Berggipfel-Observatorien kann dunkel und klar sein und herrliche kosmische Aussichten bieten. Auf diesem aktuellen Beispiel erstreckt sich die Ebene unserer Milchstraßengalaxie parallel zum Horizont, die Sternhaufen des galaktischen Zentrums, dunkle Staubwolken und leuchtende Nebel schweben im Westen. Der Lichtkeil, der nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde und sich in der Szenerie nach oben hin ausdehnt, ist Zodiakallicht – Sonnenlicht, das von Staub in der Ekliptik unseres Sonnensystems gestreut wird. Ein zarter Meteor wurde ebenfalls aufs Bild gebannt, doch die strahlende Venus und der helle Jupiter, die sich einer Konjunktion nähern, beherrschen die Himmelslandschaft. Zu der nahen Begegnung am Wochenende gesellt sich am Montag, 1. Dezember, der junge Sichelmond dazu. Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen, und das enge himmlische Dreieck aus Mond, Venus und Jupiter, den drei hellsten Lichtern der Nacht, werden auf der ganzen Welt einen spektakulären Anblick bieten, sogar an Beobachtungsorten mit einem aufgehellten Großstadthimmel.

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Sterne und Mars

Siehe Der Himmelsausschnitt zeigt die Sterne Castor, Pollux (rechts oben) und Prokyon (links unten), den Planeten Mars (links neben Pollux) und den Sternhaufen Messier 44 (links oben).

Credit und Bildrechte: Doug Zubenel (TWAN)

Beschreibung: Am 4. Mai stand der Mars auf seiner Wanderung über den Abendhimmel in einer Linie mit Kastor und Pollux, den beiden hellen Sternen im Sternbild Zwillinge. Auf dieser lang belichteten Aufnahme der Himmelsanordnung leuchtet der Mars gelblich und bildet einen Kontrast zu Pollux, einem Riesenstern mit einem Planeten der Jupiter-Klasse, und Kastor, einem Mehrfach-Sternsystem.

Kastor und Pollux sind der Sage nach Zwillingsbrüder, doch die beiden Sterne stehen physikalisch gesehen in keinem Zusammenhang. Sie sind etwa 34 und 50 Lichtjahre von uns entfernt. Hier ist auch Prokyon zu sehen, der hellste Stern im Kleinen Hund, sowie der berühmte Sternhaufen M44, der auch als Praesepe bekannt ist. Staub in unserem Sonnensystem, das Sonnenlicht reflektiert, führte zum zarten Band des Zodiakallichtes, das von der rechten unteren Ecke aufsteigt.

Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, erscheinen die Bezeichnungen der dargestellten Objekte. Der helle Mars ist immer noch am westlichen Abendhimmel zu sehen und erreicht heute Nacht den sichelförmigen Mond.

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Gegenschein über Chile

Links unten sind die Teleskope des VLT auf dem Paranal als dunkle Silhouetten vor dem fast gleich dunklen Sternenhimmel zu sehen, von links unten steigt der Gegenschein nach rechts oben steil auf.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Liegt die dunkelste Stelle am Nachthimmel gegenüber der Sonne? Nein. Dort sieht man nämlich bei extrem dunklem Himmel einen kaum erkennbaren zarten Schimmer. Er liegt genau 180 Grad gegenüber der Sonne. Man kennt ihn als Gegenschein. Er entsteht durch Sonnenlicht, das von kleinen Staubteilchen im interplanetaren Raum reflektiert wird. Die Staubpartikel sind millimetergroße Splitter von Asteroiden. Sie umkreisen die Sonne in der ekliptischen Ebene, wo auch die Planeten sind.

Dieses Bild entstand letzten Oktober. Es ist eines der spektakulärsten Bilder des Gegenscheins, die je fotografiert wurden. Das lang belichtete Bild zeigt den extrem dunklen Himmel über dem Paranal-Observatorium in Chile. Der Gegenschein schimmert so klar, dass man sogar in seiner Umgebung ein Leuchten sieht. Vorne stehen mehrere Module des Very Large Telescope (VLT). Es gehört zur Europäischen Südsternwarte (ESO).

Zu den interessanten Objekten im Hintergrund zählen die Andromeda-Galaxie links unten sowie der Sternhaufen der Plejaden. Beide stehen knapp über dem Horizont. Anders als das Zodiakallicht, das nahe bei der Sonne leuchtet, hat der Gegenschein einen hohen Reflexionswinkel. Tagsüber ist ein Phänomen zu sehen, das dem Gegenschein ähnlich ist, nämlich die Glorie. Man sieht sie, wenn man aus einem Flugzeug blickt, in reflektierender Luft oder in Wolken, die gegenüber der Sonne stehen.

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Zodiakallicht und falsche Dämmerung

Am Horizont ragt eine Lichtpyramide hoch, dahinter ist der Himmel von relativ vielen Sternen bedeckt. Rechts steht eine Einheit des VLT und die kleine Kuppel eines Hilfsteleskops.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Ein ungewöhnliches Lichtdreieck leuchtet in den nächsten zwei Monaten auf der Nordhalbkugel vor Sonnenaufgang am östlichen Horizont besonders hell. Früher wurde es „die falsche Dämmerung“ genannt. Dieses Dreieck aus Licht ist Zodiakallicht. Dieses Licht wird von interplanetaren Staubpartikeln reflektiert. Es ist im linken Teil des Bildes deutlich erkennbar. Das Bild wurde im Juli am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen.

Staub in der Zodiakal-Ebene umkreist die Sonne in derselben Ebene wie die Planeten: in der Ekliptik. Das Zodiakallicht ist zu dieser Zeit des Jahres so hell, weil das Staubband zu Sonnenaufgang fast senkrecht aufsteigt. So ragt es über die dichte Luft am Horizont. Der tiefe Dunst kann den relativ hellen reflektierenden Staub nicht verdecken.

Das Zodiakallicht leuchtet auf der Nordhalbkugel im März und April nach Sonnenuntergang relativ hell.

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