Finsternis am Wasser

Partielle Sonnenfinsternis bei Sonnenaufgang am 10. Juni bei einem Fischersteg in Stratford (Connecticut, Nordosten der USA).

Bildcredit und Bildrechte: Elliot Severn

Beschreibung: Finsternisse treten oft paarweise auf. Zweimal im Jahr liegen während einer etwa 34 Tage dauernden Finsternissaison Sonne, Mond und Erde fast genau in einer Linie. Dann gibt es bei Vollmond oder Neumond, die etwas mehr als 14 Tage auseinanderliegen, eine Mond- oder Sonnenfinsternis.

Partielle Finsternisse gehören zu fast jeder Finsternissaison. Doch manchmal liegen Neumond und Vollmond während einer Finsternissaison nahe genug beisammen, dass es zu einem Paar aus totaler Mond- und Sonnenfinsternis kommt (oder zu einer totalen Mond- und einer ringförmigen Sonnenfinsternis).

Während der letzten Finsternissaison bildete der Neumond, der auf die auf die totale Mondfinsternis bei Vollmond am 26. Mai folgte, eine ringförmige Sonnenfinsternis auf einer nördlichen Zentrallinie. Diese Finsternis ist hier als partiell verfinsterter Sonnenaufgang zu sehen, sie wurde am 10. Juni bei einem Fischersteg in Stratford (Connecticut, Nordosten der USA) fotografiert.

Interessante Bilder, die bei APOD eingereicht wurden: Sonnenfinsternis vom 10. Juni

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Eine verzerrte Finsternis bei Sonnenaufgang

Partielle Sonnenfinsternis bei Sonnenaufgang im Dezember 2019 in Al Wakra in Katar.

Bildcredit und Bildrechte: Elias Chasiotis

Beschreibung: Habt ihr schon einmal so einen Sonnenaufgang gesehen? Hier ging die Sonne bei einer anfangs bewölkten partiellen Finsternis scheinbar zweigeteilt auf. Der Fotograf beschrieb den Sonnenaufgang als den aufregendsten seines Lebens.

Der dunkle Kreis oben in der von der Atmosphäre geröteten Sonne ist der Mond – doch er ist auch der dunkle Berg darunter. Das liegt daran, dass sich entlang der Sichtlinie in der Erdatmosphäre eine Inversionsschicht aus ungewöhnlich warmer Luft befand, die sich wie eine riesige Linse verhielt und ein zweites Bild erzeugte. Bei einem normalen Sonnenaufgang oder -untergang ist dieses seltene Phänomen atmosphärischer Optik als „Etruskische Vase“ bekannt.

Dieses Bild wurde im Dezember 2019 in Al Wakra in Katar fotografiert.  Einige Beobachter*innen auf einem schmalen Pfad auf der Erde im Osten bekamen eine vollständige ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen. Dabei ist der Mond vollständig von der Sonne im Hintergrund – einem Feuerring – eingerahmt.

Die nächste Sonnenfinsternis, die für gut platzierte Beobachter*innen ebenfalls ringförmig ist, findet am 10. Juni statt. In Wien ist sie als partielle Finsternis sichtbar.

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Blitzfinsternis auf dem Planeten der Ziegen

Die totale Mondfinsternis vom 15. Juni 2011, fotografiert bei Pezi auf der griechischen Insel Ikaria.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beinahe hätte ein Gewitter den Blick auf die spektakuläre totale Mondfinsternis vom 15. Juni 2011 verdorben. Doch die Sturmwolken rissen während der Totalitätsphase der Finsternis 10 Minuten lang auf, und die Blitze sorgten für einen dramatischen Himmel. Die Szene wurde 30 Sekunden belichtet. Sie inspirierte (dank des Astrofotografen) zu einem der einprägsamsten Titel in der 25-jährigen Geschichte von APOD.

Die Anspielung auf die Blitze ist naheliegend, und das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis war fast weltweit zu sehen: in Europa, Afrika, Asien und Australien. Das Bild wurde auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi fotografiert. Dieses Areal ist wegen des unwegsamen Geländes und der seltsamen Felsen als „Planet der Ziegen“ bekannt.

Die nächste totale Mondfinsternis findet am Mittwoch statt.
Details: Totale Mondfinsternis am 26. Mai 2021

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Regenbogen-Nachthimmellicht über den Azoren

Nachthimmellicht über dem Mount Pico auf den Azoren, die zu Portugal gehören, dahinter ein spektakulärer Nachthimmel mit Milchstraße und M31, der Andromedagalaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN); Überblendete Beschriftung: Judy Schmidt

Was leuchtet hier am Himmel wie ein riesiger Regenbogen, der sich wiederholt? Es ist Nachthimmellicht. Luft leuchtet zwar die ganze Zeit. Doch das ist kaum zu sehen. Wenn es aber eine Störung gibt – hier zog zum Beispiel ein Sturm auf – kräuselt sich die Erdatmosphäre deutlich. Diese Schwerewellen sind Schwingungen in der Luft. Man kann sie mit Wellen vergleichen, die entstehen, wenn ein Stein in ruhiges Wasser fällt. Das lang belichtete Bild zeigt die senkrechten Wellen aus Nachthimmellicht und seine gewellte Struktur sehr gut.

Gut, aber wie entstehen die Farben? Das tiefrote Leuchten stammt wohl von OH-Molekülen in einer Höhe von etwa 87 Kilometern. Das Ultraviolettlicht der Sonne regt sie an und bringt sie zum Leuchten. Orangefarbenes und grünes Nachthimmellicht stammt wahrscheinlich von Natrium– und Sauerstoffatomen etwas höher oben.

Dieses Bild entstand bei einer Besteigung des Mount Pico auf den Azoren, die zu Portugal gehören. Das Licht am Boden zeigt die Insel Faial im Atlantischen Ozean. Hinter dem gebänderten Nachthimmellicht schimmert ist ein spektakulärer Himmel. Das zentrale Band der Milchstraße verläuft mitten durchs Bild. Links oben ist M31, die Andromedagalaxie.

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Plutonische Landschaft

Die Raumsonde New Horizons fotografierte 2015 diese Landschaft auf Pluto mit Norgay Montes, Hillary Montes und Sputnik Planitia.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Diese schattige Landschaft mit majestätischen Bergen und eisigen Ebenen auf einer kleinen, fernen Welt reicht bis zum Horizont. Sie wurde aus einer Entfernung von ungefähr 18.000 Kilometern fotografiert, als die Raumsonde New Horizons 15 Minuten nach der größten Annäherung der Raumsonde am 14. Juli 2015zu Pluto zurückblickte.

Die dramatische, mit Teleobjektiv aufgenommene Szene nahe der Schattengrenze zeigt zerklüftete Berge links im Vordergrund, die nun offiziell als Norgay Montes bekannt sind. Am Horizont liegen die Hillary Montes, gefolgt von der glatten Sputnik Planitia rechts. Im Gegenlicht erkennt ihr die Schichten von Plutos dünner Atmosphäre.

Das frostige, seltsam vertraut wirkende Gelände besteht wahrscheinlich aus Stickstoff- und Kohlenstoffmonoxideis sowie bis zu 3500 Meter hohen Wassereisbergen. Das ist von der Höhe her vergleichbar mit den majestätischen Bergen auf dem Planeten Erde.

Diese Landschaft auf Pluto ist 380 Kilometer breit.

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Phoenix-Polarlicht über Island

Polarlicht in Form eines leuchtenden Phoenix über dem Helgafell beim Kaldá ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík.

Bildcredit und Bildrechte: Hallgrimur P. Helgason; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Alle, die Polarlichter sehen wollten, waren schon daheim. In einer ruhigen Nacht im September waren die Polarlichter auf Island um 3:30 Uhr morgens großteils schon abgeklungen. Plötzlich strömte unerwartet ein neuer Teilchenschauer aus dem All herein. Er brachte die Atmosphäre der Erde noch einmal zum Leuchten. Diesmal erhellte eine erstaunliche Form die Nacht. Sie erinnerte an einen gewaltigen Phoenix.

Kamera und Ausrüstung standen bereit. Rasch wurden zwei Himmelsbilder fotografiert und gleich noch ein drittes von der Landschaft. Der Berg hinten ist Helgafell. Vorne ist ein kleiner Fluss, der Kaldá. Beide liegen ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík. Leute mit Erfahrung bei der Himmelsbeobachtung erkennen sicher das Sternbild Orion. Es steht links über dem Berg. Mitten im Bild steht der Sternhaufen der Plejaden.

Das Polarlicht dauerte im Jahr 2016 nur eine Minute. Bald darauf war es für immer verschwunden. Ohne dieses digital kombinierte Bildmosaik wäre es wohl als fantastische Fabel abgetan worden.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Jupiter-Ansicht von Juno

Diese Ansicht von 2017 der Roboter-Raumsonde Juno zeigt eine hellen Zone. Jupiters Atmosphäre besteht großteils aus klarem, farblosem Wasserstoff und Helium.

Bildcredit: NASA / JPL-Caltech / SwRI / MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Warum kreisen bunte Wolkenbänder um Jupiter? Jupiters obere Atmosphärenschichten sind in helle Zonen und dunkle Gürtel unterteilt, die um den ganzen Riesenplaneten verlaufen. Horizontale Winde in großer Höhe mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde sorgen dafür, dass sich die Zonen über den ganzen Planeten ausbreiten.

Was diese starken Winde verursacht, ist Gegenstand der Forschung. Die Zonenbänder, die von aufsteigendem Gas aufgefüllt werden, enthalten vermutlich relativ undurchsichtige Wolken aus Ammoniak und Wasser, die das Licht aus niedrigeren, dunkleren Atmosphärenschichten blockieren.

Diese Ansicht, die 2017 mit der Roboter-Raumsonde Juno aufgenommen wurde, zeigt viele Details einer hellen Zone. Jupiters Atmosphäre besteht großteils aus klarem, farblosem Wasserstoff und Helium. Diese Gase tragen vermutlich nicht zu den goldenen und braunen Farbtönen bei. Welche Verbindungen diese Farben hervorrufen, ist ein weiterer Forschungsgegenstand, doch man vermutet, dass sie kleine Mengen an Schwefel und Kohlenstoff enthalten, die durch Sonnenlicht verändert wurden.

Aus Junos Daten wurden viele Erkenntnisse gewonnen, zum Beispiel, dass die oberen Wolkenmoleküle in der Nähe von Jupiters Äquator einen unerwartet hohen Anteil von 0,25 Prozent Wasser enthalten. Dieser Fund ist nicht nur für das Verständnis der Strömungen auf Jupiter bedeutsam, sondern auch für die Geschichte des Wassers im ganzen Sonnensystem.

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Omega-Sonnenaufgang

Auf diesem Foto, das über dem Mittelmeer in der Nähe von Valencia in Spanien fotografiert wurde, wieht die Sonne durch eine Luftspiegelung wie der griechische Buchstabe Omega aus.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Antonio Sendra

Beschreibung: Um diesen Sonnenaufgang zu fotografieren, war Glück und gute Planung nötig. Zu allererst war präzise Zeitplanung nötig, um ein Segelboot zu fotografieren, das direkt vor der aufgehenden Sonne vorbeifuhr.

Außerdem sieht die Sonne im Hintergrund zufällig ungewöhnlich aus – wie der griechische Buchstabe Omega (Ω). In Wirklichkeit war die Sonne natürlich rund – die Omega-Illusion entstand, weil das Sonnenlicht durch die warme Luft über dem Wasser gebrochen wurde. Optisch gesehen sind die Querstriche des großen Omega das umgekehrte Bild der darüber liegenden Sonnenregion.

Optische Effekte, die von der Erdatmosphäre hervorgerufen werden, sind zwar eher selten, können aber ferne Objekte nahe am Horizont – zum Beispiel Sonne und Mondziemlich ungewöhnlich erscheinen lassen. Diese Einzelaufnahme wurde vor etwas mehr als zwei Wochen über dem Mittelmeer in der Nähe von Valencia in Spanien fotografiert.

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