Strichspuren und Sonnenaufgang zum Äquinoktium

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars); Danksagung: Andrea Rodriguez Anton

Beschreibung: Über dieses Tag- und Nacht-Panoramakomposit vom 19. März ziehen Sterne, und die Sone geht auf. Die Ansicht blickt zum östlichen Horizont von La Nava de Santiago in Spanien. Dafür wurde im Laufe von etwa zwei Stunden eine durchgehende Serie Digitalbilder aufgenommen und kombiniert, um die konzentrische Bewegung der Sterne am Nachthimmel abzubilden.

Strichspuren sind eine Spiegelung der Erdrotation, sie krümmen sich links oben um den Himmelsnordpol und rechts unten um den Himmelssüdpol. Natürlich stand an die Sonne diesem Tag nahe dem Himmelsäquator und zog auf der Weitwinkelprojektion eine diagonale gerade Linie. Mithilfe eines dichten dunklen Filters wurde alle zwei Minuten das Bild der Sonne fotografiert. Sie ging am Morgenhimmel im Osten auf und wurde über die Strichspuren gelegt.

Die Landschaft im Vordergrund der Szenerie und ein lokales prähistorisches Grabmal wurden jedoch vom Licht des Vollmondes beleuchtet. Der Gang des Monuments weist fast nach Osten und dem Äquinoktiums-Sonnenaufgang.

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Paradoxe Ostern: Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

Zirkumpolare Strichspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Funes

Beschreibung: Da sich die Erde um ihre Achse dreht, rotieren die Sterne auf diesem gut arrangierten Bild von der kanarischen Insel Teneriffa scheinbar um eine Sternwarte. Natürlich sind die bunten, von den Sternen gezogenen konzentrischen Bögen auf den Himmelspol des Planeten zentriert. Der helle Polarstern steht in der Nähe des Pols, was sowohl für Astrofotografen als auch Himmelsnavigatoren auf der Nordhalbkugel bequem ist. Auf dieser Szene ist er hinter der Teleskopkuppel positioniert.

Die Serie mit mehr als 200 gestapelten Digitalaufnahmen aus einem Zeitraum von etwa 4 Stunden wurde mit einer Kamera auf Stativ fotografiert. Das Observatorium war in dieser klaren, dunklen Nacht nicht in Betrieb, doch das ist keine Überraschung. Die Kuppel enthält das große Sonnenteleskop THEMIS des Teide-Observatoriums.

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Strichspuren auf dem Mount Everest

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Berg- und Nachthimmelslandschaft umrahmt den höchsten Gipfel auf dem Planeten Erde. Das Foto ist ein digitaler Stapel aus 240 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die am 30. September mit Kamera und Stativ bei einem Basislager des Mount Everest fotografiert wurden, es zeigt die steile Nordwand des Himalaja und den Vordergrund, beleuchtet vom hellen Mondlicht.

Die Bildfolge wurde in einem Zeitraum von mehr als 1,5 Stunden aufgenommen und zeigt auch farbige Strichspuren. Ihre Bewegungen, welche die tägliche Rotation des Planeten um seine Achse widerspiegelt, verlaufen entlang konzentrischer Bögen, die auf den Himmelssüdpol zentriert sind. Dieser Punkt liegt weit unter dem zerklüfteten Horizont. Die Farbe der Strichspuren zeigt die Temperatur der Sterne. Bläuliche Farben stammen von heißeren Sternen, gelbliche und rötliche Töne stammen von Sternen, die kühler sind als die Sonne.

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Ausblick auf einem kleinen Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Keine Angst. Diese Projektion eines kleinen Planeten wirkt verwirrend, aber eigentlich ist es nur ein digital verzerrtes und kombiniertes, auf den Nadir zentriertes Bildmosaik, das fast 360×180 Grad abdeckt. Die Bilder wurden am 31. Oktober nachts auf einem 30 Meter hohen Aussichtsturm auf einem Hügel in der Nähe von Tatabánya in Ungarn (Planet Erde) fotografiert.

Die geklammerte Aussichtsturmkonstruktion entstand aus einem umgebauten Minenlift. Da der Planet Erde rotiert, zeigen die 126 Bildfelder, die jeweils 75 Sekunden belichtet wurden, ebenfalls gekrümmte konzentrische Strichspuren. Der Himmelsnordpol steht links, der Himmelssüdpol steht an diesem Ort rechts neben der Mitte, aber unter dem Horizont des kleinen Planeten.

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Strichspuren und die Bracewell-Radiosonnenuhr

Vorne in der Mitte steht eine Säule mit einer glänzenden metallischen Kugel. Dahinter sind Säulen und Radioteleskope angeordnet. Der Blick geht nach Norden. Am Himmel ziehen die Sterne Bögen um den Polarstern.
Bildcredit und Bildrechte: Miles Lucas am NRAO

Eine Sonnenuhr misst die Rotation der Erde. Dabei wirft die Sonne einen Schatten, der die Tageszeit zeigt. Diese Sonnenuhr am Very Large Array VLA in New Mexico erinnert an die Geschichte der Radio-Astronomie und an den Pionier Ronald Bracewell. Das VLA ist eine Anordnung von Radioteleskopen.

Die Radio-Sonnenuhr entstand aus Teilen einer Anordnung von Radioteleskopen. Damit wurde die Sonne vermessen. Bracewell baute sie zuerst beim Campus der Universität Stanford. Als die erste Mondlandung geplant wurde, kamen auch diese Daten zum Einsatz. Gäste und Forschende der Radio-Astronomie signierten die Säulen. Zwei davon hatten einen Nobelpreis.

Die meisten Sonnenuhren haben in der Mitte einen Gnomon. Sein Schatten fällt auf die Markierungen für die Sonnenzeit des Tages. Manche Uhren zeigen auch die Sonnenwenden und die Tagundnachtgleiche. Die Marken der Radio-Sonnenuhr sind auch nach der lokalen Sternzeit angeordnet. Sie zeigen auch die unsichtbaren Radioschatten von drei hellen Radioquellen am Himmel. Es sind der Supernovaüberrest Cassiopeia A, die aktive Galaxie Cygnus A und die aktive Galaxie Centaurus A.

Die Sternzeit nennt man auch siderische Zeit. Dabei misst man die Rotation der Erde an den Sternen und fernen Galaxien. Dieses Bild zeigt, wie sich die Erde dreht. Es wurde eine Stunde belichtet. Über Bracewells Radio-Sonnenuhr ziehen die Sterne konzentrische Spuren um den Nordpol am Himmel.

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Rotation der Großen Magellanschen Wolke

Die Große Magellansche Wolke im Bild wurde mit überzeichneten Strichspuren versehen. Die Messdaten dafür stammen vom Satelliten Gaia.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Gaia, DPAC

Dieses Bild ist nicht verschwommen. Es zeigt sehr detailreich, wie die Große Magellansche Wolke (GMW) rotiert. Die GMW ist die größte Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Das Weltraumteleskop Hubble zeigte erstmals ihre Rotation. Hier wurde sie anhand von Feindaten des Satelliten Gaia dargestellt. Gaia zieht auf einer Bahn um die Sonne und vermisst die Positionen der Sterne so genau, dass spätere Messungen leichte Eigenbewegungen von Sternen erkennen lassen, die früher nicht messbar waren.

Die exakten, überzeichneten Strichspuren im Bild stammen von Millionen blasser Sterne in der GMW. Eine Analyse zeigt auch das Zentrum der Rotation, die im Uhrzeigersinn läuft. Es liegt am oberen Ende des Zentralbalkens. Die GMW leuchtet am Südhimmel sehr markant. Sie ist eine kleine Spiralgalaxie. Begegnungen mit der größeren Milchstraße und der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) haben sie verzerrt.

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Strichspuren über dem Elbursgebirge

Über zerklüfteten Bergen, die von rechts beleuchtet werden, ziehen Sterne einen dichten Teppich aus farbigen Strichspuren. In der Mitte erkennt man das Sternbild Orion mit seinem markanten rosafarbenen Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America, TWAN)

Über dieser weiten Landschaft mit Bergen und Himmel ziehen farbige Sternspuren durch die Nacht. Die Bilder wurden auf einem rotierenden Planeten mit einer Kamera auf Stativ fotografiert und digital kombiniert. Der Blick reicht nach Süden über das Elbursgebirge im Norden des Iran.

Über den zerklüfteten Bergen ziehen die Sterne konzentrische Bögen um den Himmelssüdpol des Planeten, der unter dem Horizont steht. Viele kurz belichtete Bilder wurden kombiniert. Sie bringen auch die schönen Sternfarben zur Geltung. Bläuliche Spuren stammen von Sternen, die heißer sind als unsere Sonne. Dagegen stammen gelbliche Spuren von kühleren Sternen. Die markante rosafarbene Spur nahe der Mitte zog der Orionnebel, in dem Sterne entstehen.

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Helle Bänder in der Nacht

Über dem Horizont steigen links Zodiakallicht und rechts die Milchstraße auf. Im ruhigen Fluss unten spiegeln sich die Strichspuren von Sternen.

Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Was sind diese zwei Bänder am Himmel? Das rechte Band ist häufiger zu sehen. Es ist das zentrale Band unserer Milchstraße. Die Sonne kreist in der Scheibe dieser Spiralgalaxie. Von innen gesehen läuft ihr fast gleichmäßig helles Band um den ganzen Himmel. Die Milchstraße steht das ganze Jahr über am Himmel. Man sieht sie, wenn man weit genug von einer Stadt entfernt ist.

Das linke Band ist seltener zu sehen. Es ist Zodiakallicht und entsteht, wenn Sonnenlicht von Staub reflektiert wird, der um die Sonne kreist. Das Zodiakallicht schimmert nahe bei der Sonne am hellsten. Daher sehen wir es kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Vor allem in den Monaten März und April sieht man im Norden das Band aus Zodiakallicht ziemlich gut am Abend nach Sonnenuntergang. Kürzlich fanden Forschende heraus, dass Zodiakalstaub vorwiegend von Kometen stammt, die nahe an Jupiter vorbeizogen.

Nur zu bestimmten Zeiten im Jahr sieht man beide Bänder nebeneinander, so wie hier. Im Bild spiegeln die beiden Lichtstreifen scheinbar das Ufer des Liver Å an den Himmel. Das Panorama entstand aus Bildern, die vor etwa drei Wochen im dänischen Nordjylland nacheinander fotografiert wurden.

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