Silhouetten von Manhattan

Über der Skyline von Manhattan ziehen Wolken fantastische Muster. Eine gestrichelte, helle Linie zieht über das Reservoir im Central Park. Es ist die Internationale Raumstation ISS, die noch in der Sonne leuchtet. Auch ein paar Strichspuren von Sternen sind zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Die dramatische urbane Landschaft mit Nachthimmel entstand am 13. Februar. Stadtlichter leuchten in der Upper East Side von Manhattan. Das Bild in Schwarz und Weiß entstand aus einer Reihe digitaler Belichtungen. Es erinnert an eine Zeit, in der empfindliche Schwarz-Weiß-Filme eine beliebte Wahl für die lichtschwache Fotografie bei Nacht und in der Astronomie waren.

22 Einzelbilder wurden in 2 Minuten und 40 Sekunden fotografiert und kombiniert. Der Blick reicht über das Reservoir im Central Park von New York. Über die Ansicht in Zeitraffer wandern Sterne. Wolken ziehen dahin und bilden Muster am Himmel. Von oben nach unten läuft eine strichlierte Linie durch die surreale Szene. Es ist die Internationale Raumstation ISS. Sie ist noch von der Sonne beleuchtet und zieht zum Horizont im Südosten. Die kurzen Pausen zwischen den Aufnahmen bilden Lücken in der hellen Spur der Raumstation.

Zur Originalseite

Mondfliege und Strichspuren

Hinter einem kahlen Baum ist der Himmel dicht von den Strichspuren von Sternen überzogen. Links oben ist eine seltsame Spur. Sie ist an den Enden sehr hell, dazwischen ist sie dunkler und rötlich. Es ist der Mond während einer totalen Finsternis. Hinten am Horizont stehen Berge.

Bildcredit und Bildrechte: Haitong Yu

Am 31. Jänner konnte man auf der ganzen Nachtseite der Erde eine geruhsame Mondfinsternis bewundern. Es war die erste von drei totalen Mondfinsternissen, die nacheinander stattfinden. Dieses dramatische Zeitrafferbild entstand in der Provinz Hebei im Norden von China. Es zeigt das himmlische Schauspiel und kombiniert eine Serie an Aufnahmen, die im Laufe von drei Stunden belichtet wurden.

Eine Kamera auf einem Stativ fotografierte den Vollmond, als er über den klaren Nachthimmel glitt. Die Spur des Mondes erinnert an eine Fliege. Sie ist vor und nach der Finsternis sehr hell. Während der dunkleren totalen Finsternisphase, die eine Stunde und 16 Minuten dauerte, wird sie schmal und rot. Weit hinten laufen die farbigen Strichspuren in konzentrischen Bögen über und unter dem Himmelsäquator.

Zur Originalseite

Start und Landung

Am heiteren, leicht bewölkten Himmel zieht eine startende Rakete eine Leuchtspur, eine zweite Spur leuchtet am Scheitel des großen Bogens und eine dritte unten am Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Für diese nächtliche Landschaft wurden drei Fotos kombiniert, die nacheinander an einem Strand der Weltraumküste auf dem Planeten Erde entstanden sind. Sie zeigen den Start einer Falcon-9-Rakete am 7. Jänner und die Landung der ersten Stufe.

Der helle Streifen ganz links zeigt die Anfangsphase des Raketenfluges. Der Start fand an der Cape Canaveral Air Force Station statt. Beim Scheitel des Bogens ist ein deutlicher Haken nach oben. Er markiert eine Rückschubzündung. Damit beginnt die Rückkehr der ersten Stufe, während die zweite Stufe abkoppelt und zur Umlaufbahn weiterfliegt.

Ein heller Streifen zeigt das Abbremsen und die Rückkehr der ersten Stufe zum Kap. Wegen der Perspektive liegt er über dem Scheitel des Startbogens. Der Streifen am Horizont in der Mitte ist ein Schub, der 17 Sekunden dauert. Er bremst die erste Stufe endgültig ab. Etwa 8 Minuten nach dem Start findet die erfolgreiche senkrechte Landung bei Landezone 1 statt. Während der langen Belichtungszeit ziehen die Sterne hinten kurze Strichspuren am Nachthimmel des rotierenden Planeten.

Zur Originalseite

Phaethon Brut

Vor den Sternen im Sternbild Perseus zieht der Asteroid 3200 Phaethon eine kurze Strichspur. Rechts sind zwei lange, blasse Spuren von Geminiden.

Bildcredit und Bildrechte: Mikiya Sato (Nippon Meteor Society)

Die Bahn des Asteroiden 3200 Phaethon ist gut vermessen. Daher wurde er als Quelle des alljährlichen Meteorschauers der Geminiden erkannt. Der Ursprung eines Meteorstroms ist meist ein Komet. Doch 3200 Phaethon ist ein bekannter erdnaher Asteroid, der genau beobachtet wird. Er hat eine Umlaufzeit von 1,4 Jahren. 3200 Phaethon ist felsig und dürr. Sein Perihel liegt weit innerhalb der Bahn des innersten Planeten Merkur. Das Perihel ist die größte Annäherung eines Himmelskörpers an die Sonne.

Dieser Blick durchs Teleskop zeigt die schnelle Bewegung des Asteroiden links als kurze Spur. Sie entstand während der Belichtungszeit von insgesamt zwei Minuten. Die parallelen Streifen seiner Meteore blitzten viel schneller durch die Szenerie. Dahinter leuchten die fernen Sterne im heroischen Sternbild Perseus.

Das Familienporträt entstand um den sehr aktiven Höhepunkt des Meteorschauers der Geminiden. Er fand am 13. Dezember statt. Kurz danach kam es zur historischen größten Annäherung von 3200 Phaethon an den Planeten Erde.

Zur Originalseite

Meteore über der inneren Mongolei

Viele Meteore ziehen über den Nachthimmel, sie spiegeln sich in einem See. Rechts steht eine Person mit einem Stativ. Am Horizont strahlt ein helles Licht.

Bildcredit und -rechte: Haitong Yu

Hat euch schon einmal ein Strom aus Sternschnuppen fasziniert? Dabei flammen fast jede Minute kurze Lichtblitze am Himmel auf. Das war das Schicksal dieses Astrofotografen beim Perseïden-Meteorstrom im letzten Jahr. Die Aufnahmen für dieses Bildkomposit entstanden im Lauf von 3 Stunden. Dabei fielen etwa 90 Perseïden über dem Duolun. Das ist ein See in der Inneren Mongolei in China. Wenn ihr den Spuren der Meteore rückwärts folgt, seht ihr, dass die meisten scheinbar aus einem Sternbild strömen. In diesem Fall ist es Perseus. Ihr seht sogar, welche Meteore keine Perseïden sind, denn sie laufen anders.

Heute Nacht ist wieder eine gute Gelegenheit für einen Meteorstrom, denn die Geminiden erreichen ihren Höhepunkt. Der Radiant des Stroms liegt in den Zwillingen. Sie gehen kurz nach Sonnenuntergang auf, und man sieht sie fast die ganze Nacht.

Zur Originalseite

A/2017 U1: ein interstellarer Besucher

Mitten im Bild ist ein Lichtpunkt, die anderen Himmelskörper sind Sterne, sie ziehen Strichspuren, denn das Teleskop folgte dem interstellaren Asteroiden A/2017 U1.

Bildcredit: Alan Fitzsimmons (ARC, Queens Universität Belfast), Isaac Newton Group

Rasend schnell reist er auf einer extrem hyperbolischen Bahn. Er zog eine Haarnadelkurve, als er an der Sonne vorbeisauste. Nun wird er als A/2017 U1 bezeichnet. Er ist der erste bekannte kleine Körper aus dem interstellaren Weltraum.

Der interstellare Besucher ist der Lichtpunkt mitten im Bild. Es wurde am 28. Oktober mit dem Wilhelm-Herschel-Teleskop auf den Kanarischen Inseln aufgenommen und 5 Minuten belichtet. Der Körper ähnelt einem Asteroiden. Er zeigt keine Anzeichen kometenartiger Aktivität. Die blassen Sterne dahinter ziehen Streifen, denn das wuchtige Teleskop folgt dem schnell wandernden Körper A/2017 U1. Der Teleskopspiegel hat einen Durchmesser von 4,2 Metern.

Am 19. Oktober entdeckte der Astronom Rob Weryk (IfA) das bewegte Objekt in Daten der nächtlichen Himmelsdurchmusterung Pan-STARRS. A/2017 zieht derzeit aus dem Sonnensystem hinaus und kehrt niemals zurück. Vom Planeten Erde aus sieht man ihn nur noch mit großen optischen Teleskopen.

Zwar konnte man aus seiner Bahn den interstellaren Ursprung feststellen. Aber wir wissen noch nicht, wie lange das Objekt zwischen den Sternen der Milchstraße getrieben ist. Die Geschwindigkeit seiner interstellaren Reise beträgt etwa 26 Kilometer pro Sekunde. Zum Vergleich: Die Raumsonde Voyager 1 der Menschheit reist mit 17 Kilometern pro Sekunde durch den interstellaren Raum.

Zur Originalseite

Lavafontäne auf dem Ätna

Aus der Caldera des Ätna bricht eine spitze Feuerpyramide aus. Sie beleuchtet den Vulkan rot. Nach links zieht eine rote Rauchwolke. Hinten ziehen Sterne ihre Strichspuren.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Der Ätna bricht seit mehreren Hunderttausend Jahren aus. Der Vulkan steht auf der italienischen Insel Sizilien und erzeugt Lavafontänen, die mehr als einen Kilometer hoch sind. Er ist nicht nur einer der aktivsten Vulkane der Erde, sondern auch einer der größten. An der Basis misst er mehr als 50 Kilometer, er ist fast 3 Kilometer hoch.

Ein Foto von Mitte März zeigt, wie eine spektakuläre Lavafontäne ausbricht. Gefährliche geschmolzene Vulkanbomben fliegen zur Seite, außen fließt heiße Lava den Vulkan hinab. Das lang belichtete Bild, das vom Mond beleuchtet ist, wurde sorgfältig geplant. Man erkennt die Erdrotation an den Strichspuren.

Zur Originalseite

Strichspuren über dem Cerro Tololo

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN), AURA

Es war ein mondheller Abend. Die Schweinwerfer von Autos markierten die Straße zum Inter-American Observatory auf dem Cerro Tololo in Chile. Oben gingen die Sterne unter. Sie zogen die verwackelten Spuren am Himmel. Der Blick reicht vom Cerro Pachon, dem Sitz von Gemini Süd, zum bergigen Horizont. Die Szene wurde mit Teleobjektiv auf einem lang belichteten Bild und auf Video festgehalten.

Dank der Aussicht auf Bergspitze läuft eine sehr lange, klare Sichtlinie durch die Schichten der Atmosphäre. In den Schichten ändert sich die Brechung. Sie versetzt und verzerrt die sonst stabilen Spuren der untergehenden Sterne. Es ist der gleiche Effekt wie bei den verzerrten Formen von Sonne und Mond an einem fernen Horizont.

Zur Originalseite