Im Süden Orions

Die rötlich leuchtende Nebel-Landschaft im Orion enthält Herbig-Haro-Objekte, die an ihrer Stoßwellenform erkennbar sind.

Credit und Bildrechte: Johannes Schedler (Panther-Observatorium)

Dieses hübsche Bild mit Nebeln und Sternen liegt etwa 2 Grad südlich vom berühmten Orionnebel, in dem Sterne entstehen. Die Region ist voller energiereicher, junger Sterne. Diese erzeugen Masseauswürfe und Ströme, die mit Geschwindigkeiten von Hunderten von Kilometern pro Sekunde durch das Material in ihrer Umgebung pflügen. Diese Wechselwirkung führt zu leuchtenden Stoßwellen, die als Herbig-Haro-Objekte (HH) bezeichnet werden.

Der fließende Bogen rechts neben der Mitte ist als HH 222 katalogisiert und wird als Wasserfallnebel bezeichnet. Unter dem Wasserfall befindet sich der kegelförmige HH 401. Der helle, bläuliche Nebel links unter der Mitte ist NGC 1999. Er ist eine staubhaltige Wolke und reflektiert das Licht eines eingebetteten, veränderlichen Sterns. Die kosmische Szenerie zeigt 30 Lichtjahre am Rand des Orion-Molekülwolkenkomplexes, der an die 1500 Lichtjahre entfernt ist.

Zur Originalseite

Der Nebel NGC 3576

In der Mitte leuchtet ein violetter Nebel, der von Schleifen aus Staub umgeben ist. Am linken Bildrand leuchtet ebenfalls ein blau-violetter Nebel. Beschreibung im Text.

Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Observatorium Rancho Del Sol), Macedon Ranges Observatory

Der interessante, schöne Nebel NGC 3576 treibt durch den Sagittarius-Arm unserer Galaxis. Die komplexen, suggestiven Formen in der Region entstanden wahrscheinlich durch episodenhafte Sternbildung. Die heftigen Winde der jungen, massereichen Sterne, die im Nebel eingebettet sind, formen die schleifenförmigen Fasern.

Das dramatische Falschfarbenbild entsteht durch die Emissionen von Wasserstoff, Schwefel und Sauerstoff, die von der intensiven Ultraviolettstrahlung zum Leuchten angeregt werden. Der Schimmer lässt auch dichte Wolken aus Staub und Gas erkennen. Die beiden dichten dunklen Wolken am oberen Bildrand sind vielversprechende Orte für Sternbildung.

NGC 3576 hat einen Durchmesser von etwa 100 Lichtjahren und liegt 9000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Carina (Schiffskiel), nicht weit entfernt von dem berühmten Eta-Carinae-Nebel. Am linken Bildrand liegt die viel größere, aber weiter entfernte Sternbildungsregion NGC 3603.

Zur Originalseite

Die südlichen Pfeiler formen

Das Weltraumteleskop Spitzer zeigt Details der Region um Eta Carinae in Infrarot, die n sichtbarem Licht verborgen sind.

Bildcredit: Nathan Smith (Univ. of Colorado), et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Eta Carinae ist einer der massereichsten und instabilsten Sterne in der Galaxis. Er übt einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Umgebung aus. Diese fantastischen Säulen aus leuchtendem Staub und Gas in der südlichen Pfeiler-Region des Carinanebels wurden von den heftigen Winden und der Strahlung von Eta Carinae sowie weiteren massereichen Sternen geformt. In den Säulen sind neu geborene Sterne eingebettet.

Der ausgedehnte Eta-Carinae-Nebel leuchtet hell am südlichen Himmel der Erde. Er ist ungefähr 10.000 Lichtjahre von uns entfernt. Diese beeindruckende kosmische Ansicht ist großteils durch Staubnebel verdeckt. Dieses Bild des Weltraumteleskops Spitzer zeigt die Region in durchdringendem Infrarotlicht. Eta Carinae liegt oben rechts außerhalb des Falschfarbenbildes. Die Staubpfeiler mit ihren hellen Spitzen zeigen ungefähr in die Richtung des massereichen Sterns.

Das Spitzer-Bild ist in der Entfernung von Eta Carinae fast 200 Lichtjahre breit.

Zur Originalseite

Sternbildungsregion LH 95

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Hubble Heritage Team, D. Gouliermis (MPI Heidelberg) et al., (STScI/AURA), ESA, NASA

Beschreibung: Wie entstehen Sterne? Um diesen komplexen und chaotischen Vorgang besser zu verstehen, bildeten Forschende die Sternbildungsregion LH 95 in der nahe gelegenen Großen Magellanschen Wolke mit dem Weltraumteleskop Hubble beispiellos detailreich ab.

Normalerweise sind nur die hellsten, blauen, massereichsten Sterne in einer Sternbildungsregion zu sehen, doch das Bild oben wurde mit so hoher Auflösung und in spezifischen Farben aufgenommen, dass auch viele der neu gebildeten, gelberen, schwächeren und masseärmeren Sterne sichtbar sind.

Außerdem ist auf dem nach wissenschaftlichen Kriterien gefärbten Bild ein blauer Schimmer von diffusem Wasserstoff zu sehen, der von den jungen Sternen aufgeheizt wird, sowie dunkler Staub, der von den Sternen oder bei Supernovaexplosionen erzeugt wurde. Wenn man die Positionen und Häufigkeit von masseärmeren Sternen in Sternbildungsregionen und rund um Molekülwolken untersucht, kann man erkennen, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind.

LH 95 erstreckt sich über 150 Lichtjahre und liegt etwa 160.000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado).

Zur Originalseite

NGC 6334, der Katzenpfotennebel

Der rot leuchtende Nebel erinnert an den Abdruck einer Katzenpfote. Er ist als NGC 6334 katalogisiert und befindet sich im Skorpion.

Credit und Bildrechte: T. A. Rector (U. Alaska), T. Abbott, NOAO, AURA, NSF

Viele erkennen vertraute Formen in Nebeln, und Katzen geraten, wie man weiß, oft in Schwierigkeiten. Doch keine Katze hätte den riesigen Katzenpfotennebel im Skorpion treten können. Der Katzenpfotennebel ist ein roter Emissionsnebel. Er ist 5500 Lichtjahre von uns entfernt. Die Farbe stammt von einer Fülle ionisierter Wasserstoffatome. Der Nebel wird auch Bärentatzennebel oder NGC 6334 genannt. Darin entstanden innerhalb weniger Millionen Jahre Sterne, die fast die zehnfache Masse der Sonne haben. Oben wurde der Katzenpfotennebel mit dem dem 4 Meter großen Spiegel des Mayall-Teleskops abgebildet. Es steht auf dem Kitt Peak in Arizona in den USA.

Zur Originalseite

Der Adlernebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Zwischen blau und gelb leuchtenden Staubwolken ragen zwei dunkle Staubwolken ins Bild. Die Linke wird als Fee bezeichnet, die rechte als Säulen der Schöpfung. Beide befinden sich im Adlernebel M16 im Sternbild Schlange.

Credit und Bildrechte: IAC, Daniel Lopez

In den dunklen Säulen des Adlernebels entstehen helle, blaue Sterne. Berühmt wurde der Sternhaufen durch ein Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1995. Es zeigt den dramatischen Prozess der Sternbildung.

Dieses Bild entstand mit einem 80-Zentimeter-Teleskop auf den Kanarischen Inseln. Es zeigt einen Teil von M16. Das ist der offene Sternhaufen, der gerade entsteht. Für mehr Detailreichtum wurde es in den Spektralfarben aufgenommen, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt werden.

Die hellen blauen Sterne in M16 entstanden schrittweise in den letzten fünf Millionen Jahre. Die jüngsten davon liegen in den berühmten Gas- und Staubtürmen im Zentrum. Sie werden „Säulen der Schöpfung“ und „Fee“ genannt. M16 sieht man mit Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens). Der Sternhaufen ist etwa 20 Lichtjahre groß. Sein Licht braucht etwa 7000 Jahre, um zu uns zu gelangen.

Zur Originalseite

Langstielige Rosette

Zusammen mit einer rot leuchtenden Säule im unteren Teil des Bildes erinnert der Rosettennebel oben im Bild an einen Gruß zum Valentinstag.

Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und Tim Puckett

Der Rosettennebel ist als NGC 2237 katalogisiert. Er ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an eine Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als astronomisches Bild vorgeschlagen, das zu Valentinstag passt. Von den vielen ausgezeichneten Bildern des Rosettennebels, die an die APOD-Herausgeber geschickt wurden, passt diese Ansicht am besten. Ein langer Stiel aus leuchtendem Wasserstoff in der Region ist Teil der Bildkomposition.

Die Blütenblätter der Rose liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke im Sternbild Einhorn. Sie sind etwa 5000 Lichtjahre entfernt und eine Stätte der Sternbildung. Ihre hübsche symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung geformt, welche die jungen heißen Sterne im zentralen Haufen verströmen. Die Sterne im energiereichen Haufen sind als NGC 2244 katalogisiert. Sie sind nur wenige Millionen Jahre alt. Die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels ist etwa 50 Lichtjahre breit.

Alles Gute zum Valentinstag!

Zur Originalseite

Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

Zur Originalseite