NGC 6334, der Katzenpfotennebel

Der rot leuchtende Nebel erinnert an den Abdruck einer Katzenpfote. Er ist als NGC 6334 katalogisiert und befindet sich im Skorpion.

Credit und Bildrechte: T. A. Rector (U. Alaska), T. Abbott, NOAO, AURA, NSF

Viele erkennen vertraute Formen in Nebeln, und Katzen geraten, wie man weiß, oft in Schwierigkeiten. Doch keine Katze hätte den riesigen Katzenpfotennebel im Skorpion treten können. Der Katzenpfotennebel ist ein roter Emissionsnebel. Er ist 5500 Lichtjahre von uns entfernt. Die Farbe stammt von einer Fülle ionisierter Wasserstoffatome. Der Nebel wird auch Bärentatzennebel oder NGC 6334 genannt. Darin entstanden innerhalb weniger Millionen Jahre Sterne, die fast die zehnfache Masse der Sonne haben. Oben wurde der Katzenpfotennebel mit dem dem 4 Meter großen Spiegel des Mayall-Teleskops abgebildet. Es steht auf dem Kitt Peak in Arizona in den USA.

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Der Adlernebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Zwischen blau und gelb leuchtenden Staubwolken ragen zwei dunkle Staubwolken ins Bild. Die Linke wird als Fee bezeichnet, die rechte als Säulen der Schöpfung. Beide befinden sich im Adlernebel M16 im Sternbild Schlange.

Credit und Bildrechte: IAC, Daniel Lopez

In den dunklen Säulen des Adlernebels entstehen helle, blaue Sterne. Berühmt wurde der Sternhaufen durch ein Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1995. Es zeigt den dramatischen Prozess der Sternbildung.

Dieses Bild entstand mit einem 80-Zentimeter-Teleskop auf den Kanarischen Inseln. Es zeigt einen Teil von M16. Das ist der offene Sternhaufen, der gerade entsteht. Für mehr Detailreichtum wurde es in den Spektralfarben aufgenommen, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt werden.

Die hellen blauen Sterne in M16 entstanden schrittweise in den letzten fünf Millionen Jahre. Die jüngsten davon liegen in den berühmten Gas- und Staubtürmen im Zentrum. Sie werden „Säulen der Schöpfung“ und „Fee“ genannt. M16 sieht man mit Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens). Der Sternhaufen ist etwa 20 Lichtjahre groß. Sein Licht braucht etwa 7000 Jahre, um zu uns zu gelangen.

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Langstielige Rosette

Zusammen mit einer rot leuchtenden Säule im unteren Teil des Bildes erinnert der Rosettennebel oben im Bild an einen Gruß zum Valentinstag.

Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und Tim Puckett

Der Rosettennebel ist als NGC 2237 katalogisiert. Er ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an eine Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als astronomisches Bild vorgeschlagen, das zu Valentinstag passt. Von den vielen ausgezeichneten Bildern des Rosettennebels, die an die APOD-Herausgeber geschickt wurden, passt diese Ansicht am besten. Ein langer Stiel aus leuchtendem Wasserstoff in der Region ist Teil der Bildkomposition.

Die Blütenblätter der Rose liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke im Sternbild Einhorn. Sie sind etwa 5000 Lichtjahre entfernt und eine Stätte der Sternbildung. Ihre hübsche symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung geformt, welche die jungen heißen Sterne im zentralen Haufen verströmen. Die Sterne im energiereichen Haufen sind als NGC 2244 katalogisiert. Sie sind nur wenige Millionen Jahre alt. Die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels ist etwa 50 Lichtjahre breit.

Alles Gute zum Valentinstag!

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Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

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Verborgene Galaxie IC 342 von Kitt Peak

Die Spiralgalaxie IC 342 ist direkt von oben sichtbar, aber von Staub in der Milchstraße gedämpft. In ihren Spiralarmen sind rosarote Sternbildungsregionen. Das Bild ist außerdem voller Sterne.

Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Die schöne, nahe Spiralgalaxie IC 342 wäre bekannter, wenn sie nicht so versteckt wäre. IC 342 ist ein großes Inseluniversum. Sie wäre eine markante Galaxie am Nachthimmel. Doch sie ist fast ganz hinter dem Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße verborgen. Sie ist ähnlich groß wie die andere große, helle Spiralgalaxien.

IC 342 ist nur 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das Licht von IC 342 wird zwar durch kosmische Wolken gedämpft, die dazwischen liegen. Doch dieses scharfe Teleskopbild zeigt den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtend rosafarbenen Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die vom Kern der Galaxie ausgehen.

IC 342 erlebte in der jüngsten Vergangenheit eine Häufung von Sternbildungsaktivität. Sie ist so nahe, dass sie die Entwicklung der Lokalen Gruppe von Galaxien und die Milchstraße durch Gravitation beeinflusst haben könnte.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Podcast verfügbar.

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Sternenstaub im Perseus

Die dicht verteilten Sterne sind von Nebeln durchzogen, die teils bräunlich, teils rötlich schimmern. Im Bild findet man viele Hinweise auf neu entstandene Sterne.

Credit und Bildrechte: Jeff Lunglhofer

Diese kosmische Weite aus Staub, Gas und Sternen ist am Himmel im heroischen Sternbild Perseus etwa vier Grad breit. Mitten in der prächtigen Himmelslandschaft steht der staubhaltige blaue Reflexionsnebel NGC 1333. Er ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. In dieser geschätzten Entfernung wäre das Bildfeld fast 70 Lichtjahre breit.

Zwischen dem zart rötlichen Schimmer von Wasserstoff sind noch mehr Reflexionsnebel und dunkle Staubnebel verteilt. Diese Nebel liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke. Sie enthalten Hinweise auf Regionen mit Sternbildung. Außerdem verstecken sie neue Sterne und junge stellare Objekte vor neugierigen optischen Teleskopen. Junge stellare Objekte bezeichnet man auch als Protosterne. Sie entstehen in den dichten Kernen von Molekülwolken, wenn die Kerne durch ihre eigene Gravitation in sich zusammenstürzen.

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IC 5067 im Pelikannebel

Zwischen grauen und dunklen Nebelfetzen und Fasern leuchtet ein bunter Wulst, aus dem scheinbar kleine Fortsätze dringen. Die Nebellandschaft befindet sich im Sternbild Schwan.

Credit und Bildrechte: Antonio Fernandez

Diese dramatische Himmelslandschaft zeigt einen markanten Emissionswulst. Er ist als IC 5067 katalogisiert. Der Wulst ist Teil eines größeren Emissionsnebels, der wegen seiner markanten Form auch Pelikannebel genannt wird. Er ist 10 Lichtjahre breit und folgt der Kurve von Kopf und Nacken eines kosmischen Pelikans.

Diese Ansicht in Falschfarben zeigt auch den überall vorhandenen Schimmer schmaler Emissionslinien. Sie stammen von Atomen im Nebel. Dargestellt sind sie in einer Farbpalette, die durch Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble von Regionen mit Sternbildung bekannt wurde.

Die fantasievollen, dunklen Formen in dem ½ Grad weiten Feld sind Wolken aus kühlem Gas und Staub. Sie wurden von den Winden und der Strahlung heißer, massereicher Sterne verformt. Nahaufnahmen einiger der interessant geformten Wolken zeigen klare Hinweise auf neu entstandene Sterne. Der Pelikannebel ist als IC 5070 katalogisiert. Er ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Man findet ihn nordöstlich vom hellen Stern Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus).

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Sternbildung im Sternbild Schlange

Wenige Sterne sind im Bild verteilt, einige davon sind von leuchtenden Nebeln umgeben.

Credit und Bildrechte: ESO, Team des Instruments HAWK-1

Beschreibung: Sterne entstehen in einer dichten Molekülwolke im Sternbild Serpens Cauda. Sie ist nur 1000 Lichtjahre von uns entfernt. Dieses scharfe Infrarotbild zeigt die aktive Sternbildungsregion im Sternbild Schlange (Serpens). Es ist etwa zwei Bogenminuten breit. Das entspricht in dieser Entfernung einer Breite etwas mehr als einem halben Lichtjahr.

Beobachtungen im nahen Infrarot kann man mit Teleskopen auf Berggipfeln durchführen,  die mit speziellen Detektoren ausgerüstet sind. Doch nahes Infrarotlicht hat eine zu lange Wellenlänge für unsere Augen.

Diese Ansicht wurde mit der empfindlichen Kamera HAWK-I (High Acuity, Wide field K-band Imaging) aufgenommen. Sie ging kürzlich auf dem Paranal-Observatorium in Chile in Betrieb. Um die eindrucksvolle Leistungsfähigkeit von HAWK-I zu zeigen, betont dieses interessante Bild rötliche junge Sterne und Protosterne. Diese Sterne sind wahrscheinlich wenige Millionen Jahre alt. Sie entstehen aus dem Gas und Staub des Nebels.

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