Dunkler Staub und bunte Wolken bei Antares

Das Bild zeigt sehr farbenprächtige Wolken, unten bis zur Mitte ein orangegelber, stark strukturierter Nebel, dazu einige violette kleine Nebel um Sterne. Rechts unten ist ei Sternhaufen.

Bildcredit: David McGarvey

Beschreibung: Warum ist der Himmel in der Nähe von Antares und Rho Ophiuchi so staubhaltig und doch so farbenprächtig? Die Farben stammen von einer Mischung aus Objekten und Prozessen.

Feiner Staub, den Sternenlicht von vorne beleuchtet, bildet blaue Reflexionsnebel. Gasförmige Wolken, deren Atome durch ultraviolettes Sternenlicht angeregt werden, erzeugen rötliche Emissionsnebel. Von hinten beleuchtete Staubwolken blockieren Sternenlicht und erscheinen daher dunkel. Antares, ein roter Überriese und einer der helleren Sterne am Nachthimmel, beleuchtet die gelb-roten Wolken links unten im Bild. Rho Ophiuchi liegt oben in der Mitte des blauen Nebels. Der ferne Kugelsternhaufen M4 ist rechts neben Antares zu sehen.

Diese Sternwolken sind viel farbenprächtiger, als Menschen sie sehen können, sie strahlen Licht im gesamten elektromagnetischen Spektrum ab.

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Landepanorama von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Oberfläche des Mondes nach der Landung von Apollo 11. Links sind die Schubdüsen zu sehen, rechts der Schatten des Eagle. In der Mitte sind zwei größere Krater. Der graue Mondboden ist von Geröll, Staub und vielen kleinen Kratern übersät.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr schon einmal ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama entstand aus hochaufgelösten Scans der Original-Filmbilder. Es zeigt die großartige Ödnis am Landeplatz von Apollo 11 im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder vor fünfzig Jahren kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 durch sein Fenster des Landemoduls Eagle.

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je eine Person auf einer anderen Welt fotografierte. Vorne links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten des Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster des Landemoduls aufgenommen, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten den Landeplatz dokumentieren, falls eine rasche Abreise nötig wäre.

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Detailaufnahme: Nebel des Schützen

Zwischen dichten Sternwolken und Staubnebeln leuchten drei Nebel: Links unten der Lagunennebel, links oben der kleinere Trifidnebel und rechts unten der Nebel NGC 6556.

Bildcredit und Bildrechte: Emilio Rivero Padilla

Diese drei hellen Nebel zeigt man gerne bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze und den dicht gedrängten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Charles Messier, ein kosmischer Tourist im 18. Jahrhundert, katalogisierte zwei davon: M8 ist der große Nebel links neben der Mitte. Der farbige M20 schimmert links oben. Die dritte Emissionsregion ist NGC 6559. Sie liegt rechts neben M8. Alle drei Sternschmieden sind ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt.

Der ausgedehnte M8 ist auch als Lagunennebel bekannt. Er ist mehr als hundert Lichtjahre breit. Der gebräuchliche Name für M20 lautet Trifid. Die markante rote Farbe im Emissionsnebel stammt von leuchtendem Wasserstoff. Im Trifidnebel stammt der starke Kontrast der blauen Farbtöne von Staub, der Sternenlicht reflektiert. In der Nähe leuchten helle blaue Sterne, die kürzlich entstanden sind. Die farbige Komposit-Himmelslandschaft wurde 2018 im Teide-Nationalpark fotografiert. Er liegt auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören.

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Himmelsspektakel im Skorpion

Das Sternbild Skorpion ist hier viel prachtvoller abgebildet, als man es mit bloßem Auge sieht.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Wenn der Skorpion mit bloßem Auge betrachtet so interessant wäre, würden die Menschen ihn besser kennen. Doch der Skorpion ist Form eher weniger heller Sterne in einem gut bekannten Sternbild im Tierkreis, das selten ins Blickfeld rückt. Für ein so eindrückliches Bild braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und digitale Bildbearbeitung.

Für die Details in diesem Bild wurden nicht nur lang belichtete Aufnahmen in mehreren Farben verwendet. Es entstand auch eine Aufnahme in einer sehr speziellen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. Das Bildergebnis zeigt viele atemberaubende Details. Links verläuft ein Teil der Ebene unserer Milchstraße senkrecht durchs Bild. Dort ballen sich gewaltige Wolken heller Sterne und lange Streifen aus dunklem Staub.

Aus der Milchstraße ragen mitten im Bild diagonale dunkle Staubbahnen. Sie sind als „Dunkler Fluss“ bekannt. Der Fluss ist eine Verbindung zu mehreren hellen Sternen rechts. Sie bilden Kopf und Krallen des Skorpions. Dazu gehört auch der helle Stern Antares. Rechts über Antares strahlt der noch hellere Planet Jupiter. Durchs ganze Bild ziehen viele rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel.

Der Skorpion steht in der Jahresmitte nach Sonnenuntergang markant am Südhimmel.

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NGC 3324 in Carina

Die helle blaue Region in der Mitte bekommt mit den dunklen Staubrändern die Form eines Gesichtes, das an die chilenische Nobelpreisträgerin und Dichterin Gabriela Mistral erinnert.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Diese helle kosmische Wolke wurde von den Sternwinden und der Strahlung heißer junger Sterne im offenen Haufen NGC 3324 geformt. Die taschenförmige Sternbildungsregion ist ungefähr 35 Lichtjahre groß. Vor dem leuchtenden atomaren Gas liegen sich die Silhouetten von Staubwolken. Die Region liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im nebelreichen südlichen Sternbild Carina.

Das Teleskopbild ist ein Komposit. Die einzelnen Bilder wurden mit Schmalband-Filtern aufgenommen. Die typische Strahlung ionisierter Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff wurde in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Sie bilden die bekannte Hubble-Farbpalette.

Rechts begrenzen Grate aus kühlem, dichtem Staub die hell leuchtende Region in der himmlischen Landschaft. Manche sehen hier ein bekanntes Gesicht im Profil. Es ist ein chilenischer Dichter* und Nobelpreisträger*. Der beliebte Name der Region ist daher Gabriela-Mistral-Nebel.

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Magnetischer Orion

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, SOFIA, D. Chuss et al. und ESO, M. McCaughrean et al.

Beschreibung: Kann Magnetismus die Entstehung von Sternen beeinflussen? Aktuelle Untersuchungen von Daten im Sternbild Orion, die mit dem Teleskop HAWC+ an Bord des fliegenden Observatoriums SOFIA gewonnen wurden, lassen vermuten, dass das bisweilen vorkommt. HAWC+ misst die Polarisation des fernen Infrarotlichts, wodurch die Ausrichtung von Staubkörnchen durch ausgedehnte Magnetfelder in der Umgebung erkennbar wird.

Dieses Bild zeigt die Magnetfelder als kurvige Linien, die über ein Infrarotbild des Orionnebels gelegt wurden, welches mit einem Very Large Telescope in Chile aufgenommen wurde. Orions Kleinmann-Low-Nebel befindet sich rechts über der Bildmitte, die hellen Sterne des Trapezhaufens sind links unter der Mitte zu sehen. Der Orionnebel ist ungefähr 1300 Lichtjahre entfernt und die der Sonne am nächsten liegende große Sternbildungsregion.

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Die expandierenden Echos der Supernova 1987A


Videocredit und -rechte: David Malin, AAT

Beschreibung: Erkennen Sie die Supernova 1987A? Es ist nicht schwierig – sie ereignete sich in der Mitte der expandierenden Zielscheibe. Die Sternexplosion wurde 1987 erstmals beobachtet, doch das Licht der SN 1987A wurde weiterhin von interstellaren Staubklumpen reflektiert und gelangte noch viele Jahre später zu uns. Diese Lichtechos wurden zwischen 1988 und 1992 mit dem Anglo Australian Telescope (AAT) in Australien erfasst und wandern auf dieser Zeitrafferaufnahme von der Position der Supernova auswärts.

Um diese Bilder zu erstellen, wurde ein Bild der Großen Magellanschen Wolke, das vor der Ankunft des Supernovalichtes aufgenommen wurde, von späteren GMW-Bildern abgezogen, die bereits das Supernova-Echo enthielten. Weitere bedeutende Lichtecho-Sequenzen wurden im Rahmen der Himmelsüberwachungsprojekte EROS2 und SuperMACHO aufgenommen. Untersuchungen expandierender Lichtechtringe um andere Supernovae ermöglichten eine genauere Bestimmung von Ort, Zeit und Symmetrie dieser gewaltigen Sternexplosionen.

Gestern war der 32. Jahrestag der SN 1987A, der letzten dokumentierten Supernova in und um unsere Milchstraße und der letzten, die mit bloßem Auge sichtbar war.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in mehr als 1800+ Codes der Astrophysics Source Code Library

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Der verlorene Stern Eta Carinae

Aus einem hellen Zentrum explodieren zwei Blasen, sie liegen einander gegenüber und sind von einem dunklen Netz überzogen. Außen herum ist ein roter Nebel.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Eta Carinae könnte jederzeit explodieren. Doch niemand weiß, wann. Vielleicht passiert es nächstes Jahr oder erst in einer Million Jahren. Eta Carinae hat etwa 100 Sonnenmassen. Damit ist er ein ausgezeichneter Kandidat für eine Supernova. Historische Quellen zeigen, dass der Stern vor etwa 170 Jahren ungewöhnlich hell wurde. Dabei wurde er einer der hellsten Sterne am südlichen Himmel.

Eta Carinae liegt im Schlüssellochnebel. Er ist der einzige Stern, der vermutlich natürliches Laserlicht abstrahlt. Dieses Bild zeigt Details im ungewöhnlichen Nebel um den gefährlichen Stern. Aus dem Zentrum ragen helle, vielfarbige Streifen, die Lichtkreuze bilden. Sie werden vom Teleskop verursacht.

Der Homunkulusnebel hat zwei getrennte Lappen. Sie liegen einander gegenüber. Diese Keulen umschließen die heiße Region im Zentrum. Ein paar strahlenförmige Schlieren in Rot laufen sternförmig nach rechts. Die Lappen sind mit rätselhaften Spuren von Gas und Staub gefüllt. Sie absorbieren das blaue und das ultraviolette Licht, das in der Mitte abgestrahlt wird.

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