Riesige Galaxien im Pfau

Im Bild sind die Galaxien der Pavo-Galaxiengruppe verteilt. Die markantesten sind die Kondor-Galaxie links unten und NGC 6872 in der Mitte.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

NGC 6872 (links unten) gehört mit einem Durchmesser von über 500.000 Lichtjahren zu den wahren Giganten des Universums. Sie ist eine Balkenspiralgalaxie und mindestens fünfmal so groß wie unsere Milchstraße. Damit ist sie die größte Spiralgalaxie, die wir kennen. Sie ist rund 200 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Pfau (Pavo). Die weit ausladenden Spiralarme dieser riesigen Galaxie erinnern an die Flügel eines riesigen Vogels. Deshalb trägt sie auch den Beinamen Kondor-Galaxie.

Die ungewöhnlich verlängerten Spiralarme sind zum Teil verzerrt. Sie sind von jungen Sternhaufen, die bläulich leuchten, und Gebieten mit Sternbildung gesäumt. Ihre Form verdankt die Galaxie gravitativen Wechselwirkungen mit der kleineren Nachbargalaxie IC 4970, die direkt unter dem Kern von NGC 6872 sichtbar ist. Weitere Mitglieder der Pavo-Galaxiengruppe sind in diesem eindrucksvollen Bildfeld verteilt. Eine davon ist die markante elliptische Riesengalaxie NGC 6876. Sie befindet sich rechts über der Kondor-Galaxie.

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NGC 1309: Eine nützliche Spiralgalaxie

Eine Spiralgalaxie mit bläulich leuchtenden Armen um ein gelbliches Zentrum steht vor einem dunklen Hintergrund mit vielen dunkleren und kleineren Galaxien im Hintergrund. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung: L. Galbany, S. Jha, K. Noll, A. Riess

Diese Galaxie ist nicht nur hübsch anzusehen. Sie ist auch nützlich. NGC 1309 ist eine wunderschöne Spiralgalaxie in etwa 100 Millionen Lichtjahren Entfernung. Sie liegt an den Ufern des Sternbilds Eridanus. NGC 1309 ist rund 30.000 Lichtjahre groß. Damit misst sie ca. ein Drittel unserer Milchstraße. In den Spiralarmen von NGC 1309 befinden sich Staubgebiete und bläulich leuchtende junge Sternhaufen. Die Arme winden sich um eine Population älterer gelblicher Sterne in ihrem Zentrum.

NGC 1309 ist nicht irgendeine schöne Spiralgalaxie, auf deren Rotationsachse man blickt. Die beiden zuletzt in ihr beobachteten Supernovae und ihre Cepheiden helfen Forschenden. Mit ihnen können diese die Ausdehnung des Universums kalibrieren.

Habt ihr euch an diesem grandiosen Anblick sattgesehen? Dann solltet ihr einen Blick auf die weiter entfernten Galaxien im Hintergrund werfen. Auch die findet ihr auf diesem scharfen Bild des Hubble-Weltraumteleskops.

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Meteor vor Galaxie

Ein Meteor blitzt vor der fernen Andromedagalaxie Messier 31 auf. Die lange Spur lodert immer wieder grünlich auf. Sie trifft fast das Zentrum von M31.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Was ist das für ein grüner Streifen vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Im Jahr 2016 wurde die Andromedagalaxie fotografiert. Gleichzeitig war der Meteorstrom der Perseïden zu sehen. Nahe dem Maximum dieses Meteorstroms schoss ein kleiner Stein aus den Tiefen des Weltraums durchs Bild. Seine Leuchtspur verlief genau vor der weit entfernten Begleiterin unserer Milchstraße.

Der kleine Meteor brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um das 10 Grad große Feld zu durchkreuzen. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wurde er stark abgebremst. Dabei flackerte er mehrmals hell auf. Die grüne Farbe entsteht teilweise durch das ausströmende Gas, das dabei verdampft.

Die Aufnahme war so geplant, dass sie einen Meteor der Perseïden einfangen sollte. Doch die Richtung des Streifens im Bild passt besser zu einem Meteor der südlichen Delta-Aquariiden. Dieser Meteorstrom erreichte das Maximum vor einigen Wochen.

Der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden findet „zufällig“ kommende Woche statt. Der fast volle Mond erhellt dann den Nachthimmel. Daher ist es dieses Jahr schwierig für die Meteore, den bereits hellen Himmel zu überstrahlen.

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NGC 6946 und NGC 6939

Links oben ist die ausgeprägte Spiralgalaxie NGC 6946 zu sehen, es ist die Feuerwerksgalaxie. Rechts unten ist der offene Sternhaufen NGC 6939. Dazwischen ziehen Nebelschwaden.

Bildcredit und Bildrechte: Alberto Pisabarro

Wir sehen die Spiralgalaxie NGC 6946 von oben. Sie teilt sich diese kosmische Aussicht mit dem offenen Sternhaufen NGC 6939. Das Bild entstand aus Daten, die 68 Stunden lang mit einem kleinen Teleskop auf dem Planeten Erde aufgenommen wurden. Das Sichtfeld liegt am Himmel im nördlichen Sternbild Kepheus. Es ist etwa 1 Grad breit, das ist so viel wie 2 Vollmonde.

Der offene Haufen NGC 6939 liegt rechts unten im Bild. Seine Sterne liegen hinter blassen, interstellaren Staubwolken nahe der Ebene unserer Milchstraße. Der Haufen ist 5600 Lichtjahre entfernt.

Die Spiralgalaxie NGC 6946 liegt links oben, doch sie ist etwa 22 Millionen Lichtjahre entfernt. In den letzten 100 Jahren wurden 10 Supernovae in NGC 6946 entdeckt. Die letzte war im Jahr 2017 zu sehen. Zum Vergleich: In unserer Milchstraße gibt es ungefähr alle 100 Jahre eine Supernova. NGC 6946 ist auch als Feuerwerksgalaxie bekannt.

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Die Schirmgalaxie NGC 4651

Über der Spiralgalaxie NGC 4651 im Sternbild Haar der Berenike ragt im Bild ein Schirm aus Sternen auf. Er entstand, indem eine kleine Galaxie durch Gezeitenkräfte zerrissen wurde. Außen herum sind einzelne Sterne verteilt, sie befinden sich in der Milchstraße in unserer Nähe.

Bildcredit: Rabeea Alkuwari und Anas Almajed

Es regnet es Sterne in NGC 4651. Was wie ein riesiger kosmischer Schirm aussieht, ist ein Gezeitenstrom aus Sternen. Diese wurden aus einer kleinen Begleitgalaxie gerissen. Die Hauptgalaxie ist NGC 4651. Diese Spiralgalaxie ist annähernd so groß wie unsere Milchstraße. Ihr Sternenschirm reicht bis zu 100.000 Lichtjahre über die helle Scheibe der Galaxie hinauf.*

Wahrscheinlich kam eine kleine Galaxie auf einer exzentrischen Bahn durch NGC 4651 dem Zentrum immer wieder sehr nahe. Bei diesen wiederholten Begegnungen zerfiel sie schließlich. Die herausgerissenen Sterne fallen in den nächsten paar Millionen Jahren zurück in die große Galaxie.

Dieses detailreiche Bild entstand aus lang belichteten Aufnahmen. Sie wurden in Saudi Arabien fotografiert. Die Schirmgalaxie ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt.* Sie liegt im gut gekämmten nördlichen Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices).
*Anm. d. Übers.: Die genaue Größe der einzelnen Strukturen ist nicht bekannt, weil die Entfernung bisher nicht genau gemessen werden konnte.

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NGC 3521: Galaxie in einer Blase

Vor einem dunklen Sternenhintergrund mit winzigen Galaxien steht eine große Spiralgalaxie. SIe ist von dunklen Staubbändern, rosa Sternentstehungsgebieten und blauen Sternhaufen gezeichnet. Sie is von gräulichen, blasenähnlichen Hüllen umgeben. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 3521 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie im Sternbild Löwe, das ihr am nördlichen Frühlingshimmel sehen könnt. NGC 3521 ist am Himmel der Erde relativ hell. Ihr könnt sie mit kleinen Teleskopen gut beobachten. Amateur*innen übersehen sie aber oft, weil sie lieber andere Spiralgalaxien im Löwen wie M66 und M65 fotografieren.

Auf diesem bunten kosmischen Porträt könnt ihr sie aber kaum übersehen. Die Galaxie erstreckt sich über etwa 50.000 Lichtjahre. Sie hat typische fleckige, unregelmäßige Spiralarme. Sie sind von Staub, rosa Gebieten der Sternentstehung und Haufen junger, blauer Sterne durchzogen.

Dieses Bild von NGC 3521 wurde lang belichtet. Die Galaxie ist in schwächere, riesige, blasenähnliche Hüllen eingebettet. Die Hüllen sind wahrscheinlich Ströme von Sternen. Sie sind Überreste von Begleitgalaxien, die einst von Gezeitenkräften auseinandergerissen wurden, als sie in ferner Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

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Vera Rubins Galaxie

Die Galaxie im Bild ist gewaltig groß. Sie ist 8 Mal so breit wie die Milchstraße und enthält 10 Mal so viele Sterne. Ihre Rotation ist nur mit Dunkler Materie erklärbar.

Bildcredit: NASA, ESA, B. Holwerda (Universität von Louisville)

Die hell funkelnden Sterne liegen im Vordergrund innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße. Die Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Wir blicken hier zum Sternbild Perseus. Weit dahinter befindet sich UGC 2885, eine riesige Spiralgalaxie, die etwa 232 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

UGC 2885 hat einen Durchmesser von 800.000 Lichtjahren. Sie enthält sie etwa 1 Billion Sterne. Das sind etwa 10 Mal so viele Sterne wie in der Milchstraße, die einen Durchmesser von ca. 100.000 Lichtjahren hat.

Diese und andere Galaxien wurden genau untersucht. Man wollte verstehen, wie Galaxien so groß werden können. Weiters war sie Teil der bahnbrechenden Studie „An interesting Voyage“ (deutsch: „Eine interessante Reise“). In dieser Studie erforschte die US-amerikanische Astronomin Vera Rubin die Rotation von Spiralgalaxien. Ihre Arbeit war die erste, welche die starke Präsenz dunkler Materie im Universum überzeugend belegen konnte.

Zu Ehren von Vera Rubin wurde eine neue US-Münze geprägt. Am 23. Juni zeigt das Vera C. Rubin-Observatorium Bilder von seinem ersten Blick in den Kosmos.

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Blick auf NGC 3344

Die Spiralgalaxie NGC 3344 ist von oben sichtbar. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Innen leuchtet sie gelblich, außen sind blaue

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Unser Aussichtspunkt in der Galaxis, also unserer Milchstraße, ist vorteilhaft. Von hier aus sehen wir die Galaxie NGC 3344 von oben. Die große schöne Spiralgalaxie hat einen Durchmesser von ungefähr 40.000 Lichtjahren. Sie ist gerade einmal 20 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Wir sehen sie im Sternbild Kleiner Löwe (Leo Minor).

Dieses mehrfarbige Bild ist eine Nahaufnahme von NGC 3344. Es stammt vom Weltraumteleskop Hubble und zeigt bemerkenswerte Details aus dem Spektrum vom nahen Infrarot bis Ultraviolett.

Das Bild zeigt ca. 15.000 Lichtjahre aus der Zentralregion der Spirale. Von Kern nach außen verändern sich die Farben der Galaxie. Das Zentrum wird vom gelblichen Licht alter Sterne geprägt, dagegen erstrahlen die Spiralarme im Licht junger blauer Sternhaufen und rötlicher Sternbildungsgebiete. Sie reihen sich lose entlang der zerklüfteten Spiralarme auf.

Im Vordergrund sind helle Sterne mit Spitzen. Die Strahlen entstehen durch die Lichtbeugung an der Halterung des Sekundärspiegels. Sie gehören nicht zur Galaxie NGC 3344, sondern liegen in der Milchstraße.

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