Schichtkuchensonnenuntergang

Hinter dunklen Wolken geht die Sonne unter, sie ist dicht gestreift und vertikal verzerrt.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Dieser Schnappschuss entstand am 18. Jänner. Er zeigt die Sonne, kurz bevor sie den Horizont berührte und über dem Pazifik unterging. Davor war sie scheinbar in viele waagrechte Schichten unterteilt. Hier sehen wir den Blick vom Berggipfel, auf dem das chilenische Las-Campanas-Observatorium steht.

Die rötlichen Farbtöne sind gefiltertes Sonnenlicht. Sie entstanden in der langen Sichtlinie der dunstigen Atmosphäre. Die auffälligen Schlieren entsprechen schmalen Schichten in der Atmosphäre. Jede Schicht besitzt eine andere Temperatur und Dichte. Diese Schichten liegen in der Sichtlinie.

Die Sonnenstrahlen wurden auf dem langen Pfad in jeder Luftschicht unterschiedlich stark gebrochen. So entstanden unterschiedliche Bilder und Luftspiegelungen von Abschnitten der Sonne, als sie unterging.

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Fly Me to the Moon

Ein Flugzeug fliegt von rechts auf den Sichelmond zu, ohne ihn jedoch zu treffen. Der Himmel dahinter ist weinrot. Das Flugzeug stößt einen leuchtend roten Kondensstreifen aus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Nein, das ist kein guter Weg, um zum Mond zu gelangen. Das Bild zeigt die Überlagerung eines Flugzeuges mit dem Mond. Der Kondensstreifen wäre sonst weiß. Doch das große Luftvolumen zur untergehenden Sonne streut vorwiegend blaues Licht. Das verleiht dem reflektierenden Streifen einen hellroten Farbton.

Weit hinter dem Flugzeug steht der junge Mond. Von dieser weit entfernten Welt ist nur eine schmale Sichel zu sehen, weil die Sonne fast genau dahinter liegt. Dieses Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert. Es ist von einem unheimlichen bräunlichen Himmel gerahmt. Er ist weit vom Blau des Tages und vom Schwarz der Nacht entfernt.

Nach wenigen Minuten endete die spontane Himmelsschau. Das Flugzeug kreuzte den Mond. Der Kondensstreifen löste sich auf. Die Sonne ging unter. Der Mond ging unter. Der Himmel wurde dunkel und zeigte Tausende Sterne, die zu blass waren, um durch das derbe rote Licht zu leuchten.

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Vollmond beim Perigäum über Philadelphia

Hinter rötlich beleuchteten Hochhäusern nach Sonnenuntergang, die sich in einem Gewässer spiegeln, geht links der rötliche Vollmond auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Hinter der Metropole Philadelphia geht ein Supermond unter. Dieser Schnappschuss entstand am 14. November morgens um 6:21 EST (Eastern Standard Time) in der Dämmerung. Es war nur wenige Stunden von der exakt vollen Phase des Mondes im Mondperigäum. Das Perigäum ist der erdnächste Punkt auf der elliptischen Bahn des Mondes um die Erde.

Der Vollmond leuchtet im Perigäum etwas heller und größer. Doch er wirkt durch die Brechung in den Luftschichten entlang der Sichtlinie am Horizont flach gedrückt und verzerrt. Wie ein normaler Vollmond leuchtet er in der warmen Farbe des Sonnenlichts. Das Perigäums-Mondlicht und die Gebäude der Silhouette von Philadelphia spiegeln sich im Wasser des mächtigen Schuylkill.

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Vollmond im Bergschatten

Hinter einem dunklen Gelände breitet sich eine Nebeldecke bis zum Horizont aus, dahinter steigt am Himmel im Abendrot der Schatten eines Vulkans auf. Im Schattenkegel leuchtet der aufgehende Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Greg Chavdarian

Der Schnappschuss zeigt, wie der Vollmond im Schatten eines Vulkans aufgeht. Er entstand am 15. Oktober beim Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii. Hinter dem Fotografen fand ein prächtiger Sonnenuntergang statt. Die Anordnung der Szene im Sonnensystem ist scheinbar ein Widerspruch, weil der helle Mond im dunklen Schatten steht.

Das unregelmäßige Profil des Berges wirft einen dreieckigen Schatten. Das ist normal. Die Form entsteht durch die Perspektive beim Blick vom Gipfel in die dichte Atmosphäre. Der antisolare Punkt – das ist der Punkt gegenüber der Sonne – geht auf, wenn die Sonne untergeht. Er liegt beim perspektivischen Fluchtpunkt des Bergschattens.

Wenn man den kegelförmigen Erdschatten in die Gegenrichtung der Sonne verlängert, ist er in der Entfernung des Mondes nur wenige Monddurchmesser groß. Daher reflektiert der Jagdvollmond im Oktober, den wir im abendlichen Bergschatten sehen, immer noch das Sonnenlicht. Für eine Finsternis ist er zu weit vom Gegensonnenpunkt und vom verlängerten Erdschatten entfernt.

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Der Start von OSIRIS-REx

Die Szene ist orangefarben beleuchtet. Rechts ist die Sonne, links der Feuerstrahl einer Rakete, die gerade startet. Sie ist von gerippeförmigen Türmen umgeben.

Bildcredit: United Launch Alliance

Am Donnerstag startete die Raumsonde OSIRIS-REx bei Sonnenuntergang in den klaren Himmel. Ihre Trägerrakete Atlas V hob mit einer einzelnen Feststoffrakete ab. Die Weitwinkelansicht blickt von der Startrampe 41 auf Cape Canaveral zur untergehenden Sonne.

Das Ziel von OSIRIS-REx ist der Asteroid Bennu. Er ist so groß wie ein Berg. Die Raumsonde erreicht ihn voraussichtlich 2018. Doch zuvor kehrt sie für ein Gravitationsmanöver zur Erde zurück, um zu beschleunigen. Wenn OSIRIS-REx Bennu genau untersucht hat, soll sie 2020 eine Probe von der Oberfläche des Asteroiden nehmen. 2023 kehrt sie damit zur Erde zurück. Wenn alles gut geht, wird das die größte Probenrückholung einer Raumfahrtmission seit der Apollo-Ära.

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Finsternis bei Sonnenuntergang

Zwei Steintürme und ein grasbedeckter Hügel zeichnen sich unten als Silhouetten ab. Der Himmel verläuft von Zartorange bis Dunkelblau und ist glasklar. Von rechts oben nach links unten verlaufen diagonal Bilder der Sonne, die schrittweise vom Mond bedeckt und später wieder freigegeben werden.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Dieses Zeitraffer-Komposit entstand aus 68 Bildern. Es zeigt die ringförmige Sonnenfinsternis im September. Ab 13h Ortszeit wurde alle vier Minuten ein Bild aufgenommen. Das Ergebnis zeigt die Bewegung des Neumondes vor der Sonnenscheibe. Die Serie wurde auf der Zentrallinie des schmalen Finsternispfades fotografiert. Es endet beim goldenen Sonnenuntergang.

Vorne stehen sorgfältig austarierte Steinmännchen auf einem Strand in der Nähe von L’Étang-Salé. Es liegt auf der Südseite der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Sonne und Mond sind auf dem Planeten Erde scheinbar fast gleich groß. Daher wirkt es sehr dramatisch, wenn der Mond die Sonne verfinstert. Bei einer ringförmigen Finsternis ist die Silhouette des Mondes so klein, dass zum Maximum der Finsternis ein schmaler Feuerring der Sonne um den Mond verläuft.

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Ringförmige Sonnenfinsternis über New Mexico

Über einem Hügel geht die Sonne unter. Sie sieht aus wie eine Sichel, weil der Mond sie teilweise bedeckt. Mitten vor der ringförmigen Sonnenfinsternis steht eine Person, die ein Gerät zur Sonne hält.

Bildcredit und Bildrechte: Colleen Pinski

Was macht diese Person? 2012 kreuzte ein schmaler Pfad den nördlichen Pazifik und mehrere US-Bundesstaaten. Auf dieser Schneise sah man eine ringförmige Sonnenfinsternis. Dabei ist der Mond zu weit von der Erde entfernt und deckt nicht die ganze Sonne ab. Daher ragt die Sonne als Feuerring über den Mondrand hinaus.

Ein Fotograf wollte das ungewöhnliche Ereignis fotografieren. Auf der Suche nach der perfekten Aussicht fuhr er von Arizona bis New Mexico. Gerade als er seinen Aufnahmeort erreicht hatte, ging die verfinsterte Sonne über einem etwa 2,5 Kilometer entfernten Kamm unter.

Plötzlich spazierte eine Person unwissentlich ins Bild. Der Fotograf freute sich zwar über das unerwartete Element. Er erfuhr jedoch nie die Identität des Eindringlings, der die Silhouette bildete. Wahrscheinlich hält die Person ein ringförmiges Gerät, um die Sonnenfinsternis gefahrlos zu beobachten.

Das Bild entstand am 20. Mai 2012 bei Sonnenuntergang um 19:36 Uhr Ortszeit in einem Park bei Albuquerque in New Mexico (USA). Morgen ist wieder eine ringförmige Sonnenfinsternis. Diesmal kreuzt der Pfad des Schattens Afrika und Madagaskar.

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Mond und Merkur über Las Campanas

Über den chilenischen Bergen breitet sich ein malerisches Abendrot über dem Horizont aus. Nach oben hin wird der Himmel dunkelblau. Unten begegnet die Venus dem Stern Regulus, oben steht die Mondsichel mit beleuchteter Nachtseite knapp neben dem Planeten Merkur.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Letzten Donnerstag war der Blick zum Sonnenuntergang auf dem 2,5 km hohen Gipfel des Cerro Las Campanas in den einsamen chilenischen Anden eindrucksvoll. Der helle Merkur verblasst gerade. Er stand sehr nahe beim zwei Tage alten Mond. Die Mondsichel war von der Sonne beleuchtet, die Mondnacht von der Erde. Der Mond stand über der malerischen Gebirgslandschaft neben dem flüchtigen innersten Planeten.

Unter der Konjunktion begegnete die gleißende Venus dem hellen Stern Regulus. Der westliche Horizont war sehr farbenfroh. Der prächtige Himmel über Las Campanas war natürlich nicht unerwartet. Dort befinden sich die Magellan-Zwillingsteleskope am Las-Campanas-Observatorium. Auf dem Gipfel ist die Baustelle des künftigen Giant Magellan Telescope.

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