Chicagohenge: Äquinoktium in einer ausgerichteten Stadt

Am Ende einer orangefarben beleuchteten Straße geht die Sonne zwischen Hochhäusern unter. Die Straße ist voller Autos, in der Mitte steht eine Person.

Bildcredit und Bildrechte: Anthony Artese

Manchmal ist Chicago eine Art modernes Stonehenge. Der Weg verläuft von Osten nach Westen, und heute und an jedem Äquinoktium ist die perfekte Zeit. Dann geht die Sonne auf der ganzen Erde fast genau im Westen unter*. Daher sieht man die Sonne heute in Chicago genau hinter dem langen, äquatorial ausgerichteten Raster aus Straßen und Gebäuden untergehen. Man nennt den Raster daher #chicagohenge.

Dieses Bild zeigt Chicagohenge beim Äquinoktium Mitte September 2017. Der Blick reicht über einen Teil des Upper Wacker Drive. In vielen Städten gibt es Straßen oder andere Details, die an der Rotationsachse der Erde ausgerichtet sind. Daher ist es gut möglich, dass auch eure Lieblingsstraße von Osten nach Westen verläuft. Heute findet ihr das bei Sonnenuntergang mit einem kurzen Blick heraus.

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*Je nach Breitengrad gibt es Abweichungen. Anm. d. Übersetzerin

Wolken, Vögel, Mond, Venus

Links ragt eine helle Ambosswolke auf, die vom Sonnenuntergang dramatisch beleuchtet wird. Dahinter stehen der Sichelmond und die Venus am blauen Himmel. Unten zieht ein Schwarm Vögel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Isaac Gutiérrez Pascual

Manchmal bietet der Himmel über uns eine ziemlich eindrucksvolle Schau. Anfang September 2010 zum Beispiel trafen sich Mond und Venus, was für Himmelsfreunde auf der ganzen Erde ein besonderer Anblick ist. Doch an manchen Orten war der Himmel sogar noch malerischer.

Dieses Bild wurde in Spanien bei Sonnenuntergang fotografierten. Darauf leuchten Sichelmond und ganz rechts der Planet Venus. Beide posierten vor dem tiefblauen Himmel. Vorne ragen dunkle Gewitterwolken über den unteren Bildrand, darüber dräut eine weiße Ambosswolke. Schwarze Flecken sprenkeln das Bild. Es ist ein Vogelschwarm auf der Flucht. Nachdem dieses Bild fotografiert worden war, zogen die Vögel weiter. Der Sturm ebbte ab, und Venus und Mond gingen unter.

Diesen Monat (März 2018) sehen wir wieder die helle Venus kurz nach Sonnenuntergang. Sie steht heute Abend und für den Rest der Woche ziemlich nahe bei Merkur.

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Partielle Sonnenfinsternis über Buenos Aires

Hinter einer Insel im Meer vor Buenos Aires geht die Sonne hinter Wolken am orangefarbenen Himmel unter. Am oberen Rand der Sonne fehlt ein kleiner Splitter.

Bildcredit und Bildrechte: Fefo Bouvier

Was ist mit dem oberen Rand der Sonne passiert? Letzte Woche war auf der Südhalbkugel der Erde mancherorts eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Dabei bedeckt der Mond einen Teil unserer Sonne.

Dieses Bild entstand gegen Ende der Finsternis an der Küste von Uruguay. Der Blick fällt auf Buenos Aires in Argentinien. Vorne ragt die Isla Farallón mit ihrem Leuchttrum aus dem Meer. Links neben der Sonne fliegt ein Flugzeug. Für das Bild wurden zwei Aufnahmen mit derselben Kamera und den gleichen Einstellungen nacheinander fotografiert und digital kombiniert. Ein Bild zeigt die Landschaft, das andere die Sonne zum Höhepunkt.

Die nächste Sonnenfinsternis, die man auf der Erde sieht, ist wieder eine partielle Finsternis. Mitte Juli ist sie in Teilen von Südaustralien und Tasmanien zu beobachten.

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Eine partielle Finsternis über der Manilabucht

Über der Silhouette der Manilabucht auf den Philippinen geht hinter Piers die partiell verfinsterte Sonne unter. Sie ist eine helle, breite Sichel am dunkelroten Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Armando Lee (Astron. League Philippines), F. Naelga Jr., 100 Stunden Astronomie (IYA 2009)

Was passiert mit der Sonne, die hier untergeht? Eine Finsternis! Anfang 2009 verfinsterte der Mond einen Teil der Sonne. Das konnte man in Teilen von Afrika, Australien und Asien beobachten. Dieses Bild entstand an der Ufermauer der Mall of Asia. Es zeigt die partiell verfinsterte Sonne, als sie über der Manilabucht auf den Philippinen unterging. Vorne stehen die Silhouetten der Piers.

Es war die einzige ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres. Leute, die Finsternisse jagen und einen guten Ort für die Beobachtung hatten, schufen viele interessante, kunstvolle Bilder. Sie machten Filme, fotografierten die Schatten der Finsternis und Feuerringe.

Am Donnerstag bedeckt der Mond wieder kurz Teile der Sonne. Manche beobachten das auch diesmal als partielle Finsternis der Sonne. Die Finsternis am Donnerstag sieht man nur teilweise im Süden von Südamerika und in der Antarktis.

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Alter Mond in den Armen des neuen Mondes

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Den Erdschein kennt man auch als aschgraues Mondlicht oder „der alte Mond in den Armen des neuen Mondes“. Er entsteht, weil das Licht von der Erde die Nachtseite auf dem Mond beleuchtet.

Dieses stimmungsvolle Bild mit Erdlicht und jungem Sichelmond entstand am 18. Jänner am Las-Campanas-Observatorium, als der Mond unterging. Das Observatorium befindet sich in der chilenischen Atacama auf der Erde. Über dem Pazifik liegen Inversionsschichten in der Atmosphäre, die der Sonnenuntergang am Horizont im Westen rötlich färbt.

Doch der Anblick wäre auch auf dem Mond faszinierend. Wenn der Mond am Erdhimmel als schmale Sichel erscheint, ist die Erde von der Mondoberfläche aus gesehen fast voll. Sie ist dann hell und blendet. Vor 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet.

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Sonnenhalo über Schweden

Videocredit und -rechte: Håkan Hammar (Vemdalen Ski Resort, SkiStar)

Was ist mit der Sonne passiert? Manchmal wirkt es, als wäre sie durch eine riesige Linse zu sehen. Doch in diesem Video sind es Millionen winziger Linsen: Eiskristalle. Wasser kann in der Atmosphäre kleine, flache, sechsseitige Eiskristalle bilden. Wenn sie zur Erde flattern, ist ihre flache Seite die meiste Zeit parallel zum Boden gerichtet.

Bei Sonnenaufgang oder -untergang steht man in der gleichen Ebene wie viele fallende Eiskristalle. Wenn die Kristalle flach ausgerichtet sind, wirken sie wie eine winzige Linse. Sie brechen Sonnenlicht in unsere Richtung. Dabei entstehen Phänomene wie Parhelia. Das ist der technische Begriff für Nebensonnen.

Dieses Video entstand vor einem Monat bei einem Schihügel im Vemdalen Ski Resort. Das Resort befindet sich in der Nähe von Stockholm in Schweden. In der Mitte ist das direkte Bild der Sonne. Links und rechts daneben leuchten zwei markante, helle Nebensonnen. Man sieht auch einen hellen 22-Grad-Ring und sogar den seltenen 46-Grad-Ring, der viel blasser ist. Auch er entsteht durch Sonnenlicht, das von Eiskristallen in der Atmosphäre reflektiert wird.

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Raketenstart über Kalifornien

Am Abendhimmel leuchtet eine Abgasschwade, die noch von der Sonne beleuchtet wird. Ihre Form erinnert an einen Fisch.

Bildcredit und Bildrechte: Craig Bobchin

Was passierte da am Himmel? Am Freitag bot die fotogene Abgasfahne ein eindrucksvolles Schauspiel über Teilen von Südkalifornien und Arizona. Sie entstand bei einem Raketenstart von SpaceX. Der imposante Raketenstart fand am Militärflugplatz Vandenberg bei Lompoc in Kalifornien statt. Er sah zeitweise wie ein riesiger Weltraumfisch aus und war so hell, weil die Sonne ihn von hinten beleuchtete.

Die Schwerlastrakete Falcon 9 startete in einem winzigen Startfenster. Es dauerte nur eine Sekunde. Sie brachte zehn Iridium-NEXT-Satelliten in den niedrigen Erdorbit. Diese gehören zu einem weltweiten Netzwerk für Kommunikation, das ständig wächst.

Rechts ist die Schwade der ersten Stufe. Die Oberstufenrakete steigt auf, sie befindet sich links an der Spitze der Abgasschwade. Mehrere gute Videos zeigen den Start. Dieses Bild entstand in Orange County (Kalifornien). Es wurde 2,5 Sekunden belichtet.

Galerie: Mehr Bilder des SpaceX-Starts

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Manhattan-Mondaufgang

Über den Türmen von Manhattan aus Stahl und Glas geht der rot leuchtende Vollmond auf. An den Glasfassaden spiegelt sich das Abendrot nach dem Sonnenuntergang.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Als die Sonne am 9. Juni unterging, ging der Vollmond auf. Manche kennen ihn als Erdbeermond. Die voll beleuchtete Mondscheibe stand nahe am Horizont. Sie hatte die warme Farbe des reflektierten Sonnenlichts, das durch die dichte, staubige Atmosphäre gefiltert wurde. Auf diesem Teleobjektivbild posierte er mit den Wolkenkratzern der Südsilhouette von Manhattan.

Das Bild entstand im Eagle Rock Reservat. Das ist ein Park in West Orange in New Jersey auf der Erde. Das Eagle Rock Reservat ist etwa 21 Kilometer von Südmanhattan entfernt und ungefähr 384.400 Kilometer vom Mond. Im Vordergrund stehen die Fronten der modernen Türme aus Stahl und Glas. Sie haben auch die warme Farbe des Mondes, weil sie die letzten Strahlen der untergehenden Sonne reflektieren. Der höchste Turm mit der glänzenden dreieckigen Facette ist das One World Trade Center in New York City.

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