Finsternis-Verlauf über La Silla

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Petr Horálek

Beschreibung: Die Straße zum La-Silla-Observatorium auf einem Gipfel in der chilenischen Atacamawüste führte auch zum Pfad der totalen Sonnenfinsternis am 2. Juli. Die Einzelbilder dieses Komposits wurden in regelmäßigen Zeitabständen vor und nach der totalen Finsternisphase fotografiert, auch in dem Augenblick, als der dunkle Mondschatten auf einige der fortschrittlichen Großteleskope des Planeten Erde fiel.

Die verträumte Aussicht blickt nach Westen zur untergehenden Sonne und dem herannahenden Mondschatten. La Silla lag ein bisschen nördlich der Zentrallinie des Schattenpfades, daher war der atemberaubend klare Himmel in der Region auf diesem Foto im Norden (rechts) ein kleines Bisschen heller.

Zur Originalseite

Analemma bei Sonnenuntergang

An der Küste der italienischen Insel Sizilien beschreibt die Sonne bei Sonnenuntergang eine 8-förmige Schleife über dem Meer. Links ist der Sonnenuntergang im Winter, rechts steht die Sonne zur selben Zeit noch hoch am Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Heute um 15:54 Weltzeit ist Sonnenwende, die Sonne erreicht die nördlichste Deklination auf ihrer jährlichen Reise am Himmel des Planeten Erde. Die Juni-Sonnenwende markiert den astronomischen Beginn des Sommers auf der Nordhalbkugel und des Winters im Süden. Zur Sonnenwende ist auch der längste nördliche Tag – also der längste Zeitraum zwischen Sonnenaufgang und -untergang.

Die Sonne steht zur Juni-Sonnenwende oben am nördlichsten Punkt dieses Analemmas. So nennt man die 8-förmige Schleife, welche die Position der Sonne auf diesem Foto-Komposit zog. Das Analemma (Video) entstand aus Bildern, die alle 10 Tage zur selben Zeit zwischen 21. Juni 2018 und 7. Juni 2019 auf Sizilien fotografiert wurden. Die Uhrzeit war der früheste Sonnenuntergang des Jahres um die Dezember-Sonnenwende. Daher berührt der tiefste Punkt des Analemmas links fast den freien Horizont am Meer.

Den Horizont entlang sind Sonnenuntergänge nach rechts (Norden) angeordnet. Der Sonnenuntergang zur September-Sonnenwende liegt in der Mitte. Rechts enden sie mit dem Sonnenuntergang zur Juni-Sonnenwende.

Zur Originalseite

Tscherenkow-Teleskop bei Sonnenuntergang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sarah Brands (Universität Amsterdam)

Beschreibung: Am 10. Oktober reflektierte ein neues Teleskop das Licht der untergehenden Sonne. Dieser Schnappschuss zeigt das Observatorium auf dem Roque del Los Muchachos auf der Kanarischen Insel La Palma. Sein segmentierter Spiegel stellt das Bild des schönen Abendhimmels auf den Kopf, oben sind der dunkle Horizont und unten die Farben des Sonnenuntergangs.

Die Spiegelsegmente haben einen Durchmesser von 23 Metern und sind in die offene Struktur des Large Scale Telescope 1 montiert, die als erste Komponente der Tscherenkow-Teleskopanordnung (Cherenkov Telescope Array, CTA) eingeweiht wurde.

Die meisten bodengebundenen Teleskope sind durch die Atmosphäre beeinträchtigt, die Licht weichzeichnet, streut und absorbiert. Doch Tscherenkowteleskope sind so konzipiert, dass sie sehr energiereiche Gammastrahlen aufspüren. Sie brauchen sogar die Atmosphäre für ihre Funktion. Wenn Gammastrahlen auf die obere Atmosphäre treffen, erzeugen sie Luftschauer aus energiereichen Teilchen. Eine große, schnelle Kamera im üblichen Brennpunkt fotografiert die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, dem so genannten Tscherenkowlicht, das von den Luftschauerteilchen erzeugt wird. Die Blitze sind ein Hinweis auf den Zeitpunkt der eintreffenden Gammastrahlen sowie ihre Richtung und Energie.

Insgesamt sind für CTA mehr als 100 Tscherenkowteleskope auf der Nord- und Südhalbkugel des Planeten Erde geplant.

Zur Originalseite

Die letzten Tage der Venus als Abendstern

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Radu-Mihai Anghel

Beschreibung: Das ist kein junger Sichelmond, der bei Sonnenuntergang am westlichen Horizont über den Hügeln schwebt. Es ist die Venus in einer Sichelphase. Hier wurde sie – ungefähr 54 Millionen Kilometer entfernt und zu weniger als 20 Prozent beleuchtet – am 30. September mit Kamera und Teleskop in der Nähe von Bacau in Rumänien fotografiert.

Das helle Himmelslicht ist inzwischen in der Abenddämmerung schwächer geworden, seine Tage als Abendstern 2018 gehen zu Ende. Doch ihre scheinbare Größe wächst, im Teleskop wird sie eine immer schmalere Sichel. Der innere Planet nähert sich einer unteren Konjunktion (nicht wertend). Am 26. Oktober steht sie zwischen Erde und Sonne und ist im grellen Sonnenlicht unsichtbar. Zu Monatsende erscheint die Venus jedoch wieder als Sichel im Osten und geht kurz vor der Sonne als gleißender Morgenstern auf.

Zur Originalseite

Asperitas über Neuseeland

Der Anblick dieser Wolken ist atemberaubend. Die Wolkenwellen werden seitlich von der Abendsonne beleuchtet. Sie sind kräftig orange gefärbt. Unten stehen Nadelbäume vor einem Streifen blauen Himmels.
Bildcredit und Bildrechte: Witta Priester

Was sind das für Wolken? Ihr Ursprung ist noch unbekannt und sie sind wenig erforscht. Diese ungewöhnlichen Formen in der Atmosphäre wirken vielleicht bedrohlich. Doch sie sind keine Vorboten eines meteorologischen Untergangs. Asperitas wurden erst letztes Jahr formal als eigenständiger Wolkentyp anerkannt. Manchmal raubt einem ihr Anblick den Atem.

Die meisten niedrigen Wolken sind unten flach. Anders als diese sind Asperitas unten vertikal stark strukturiert. Man vermutet daher, dass Asperitas mit Lenticularis, Mammatus oder Föhn verwandt sind. Lenticularis entstehen in der Nähe von Bergen. Mammatuswolken gehen mit Gewittern einher. Föhn ist ein trockener Fallwind, der von Bergen herab weht. Der Canterbury Northwester ist so ein Wind. Er strömt zur Ostküste der Südinsel Neuseelands.

Dieses Bild entstand 2005 über Hanmer Springs in Canterbury (Neuseeland). Es zeigt viele prächtige Details, weil die Sonne die gewellten Wolken von der Seite beleuchtet.

Zur Originalseite

Mond und Venus über Cannon Beach

Aus dem Meer ragen hohe Felsen. Dahinter färbt der Sonnenuntergang den Horizont rötlich. Am blauen Himmel darüber strahlt ein heller Punkt unter dem Sichelmond.
Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, denn der Teil der Vorderseite, den die Sonne beleuchtet, wird größer. In ein paar Tagen ist der Mond mehr als halb beleuchtet. Nächste Woche ist die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde zeigt, ganz von der Sonne beleuchtet. Auch bei dieser vollen Phase gibt es ein Abenteuer. Am 27. Juli findet eine totale Finsternis des Donnermondes statt.

Macht euch aber keine Sorgen, dass es mit Frau Luna langweilig wird. Nächsten Monat – am 11. August – wird sie wieder neu. Und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Dieses Bild zeigt Mond und Venus bei Cannon Beach vor der Küste von Oregon in den USA. Die Felsformation im Vordergrund nennt man „Die Nadeln„. Etwa eine Stunde später gingen Venus und Mond durch die Erdrotation unter.

Zur Originalseite

Leuchtende Nachtwolken über einem Feuerwerk in Paris

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace);

Im Norden haben leuchtende Nachtwolken (NLC) Saison. Das sollte man feiern! NLC bestehen aus kleinen Eiskristallen, die unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen. Gegen Ende des Sommers sieht man leuchtende Nachtwolken nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne sie von unten beleuchtet.

NLC, die wir am Boden beobachten, sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Man bezeichnet sie nun als polare Mesosphärenwolken. Wir beobachten sie zwar schon seit 2007 mit dem Satelliten AIM der NASA. Aber vieles über leuchtende Nachtwolken ist noch unbekannt und wird erforscht.

Das Video zeigt wabernde leuchtende Nachtwolken in Zeitraffer. Sie schwebten im Juli 2009 nach Sonnenuntergang über Paris in Frankreich. Dort fand zur Feier des Nationalfeiertags ein Feuerwerk statt. Dieses Jahr gab es schon an mehreren Orten sehr lebhafte leuchtende Nachtwolken.

Zur Originalseite

Bei der Inside Passage geht der Erdschatten auf

Über dem Wasser geht der blaugraue Erdschatten auf. Darüber verläuft der rosa gefärbte Venusgürtel. Schatten und Venusgürtel spiegeln sich im Wasser.
Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Schaut bei Sonnenuntergang mal nach Osten statt nach Westen. Dort geht der dunkle Erdschatten am Horizont auf. Dabei tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Die ruhige abendliche Landschaft mit Meer und Himmel entstand bei einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska. Sie verläuft im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont klingt der Sonnenuntergang ab. Er weicht dem rosaroten Bogen der Gegendämmerung. Etwas poetischer wird er auch Venusgürtel genannt.

Bei Sonnenuntergang übersehen viele den hübsch gefärbte Bogen, weil der westliche Horizont heller leuchtet. Seine Farbe stammt von gefiltertem Sonnenlicht, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird. Der Bogen umarmt den blaugrauen Schatten der Erde. Er geht im Osten auf.

Zur Originalseite