Der Kokonnebel in einem detailreichen Feld

Das Sternfeld im Bild wirkt leicht vernebelt. Rechts oben schimmert ein zarter blau-rosa Nebel mit dunklen Schlieren.
Bildcredit und Bildrechte: Marcel Drechsler (Mediendesign)

Im Kokonnebel entsteht ein neuer Sternhaufen. Der kosmische Kokon rechts oben durchbricht außerdem eine lange Spur aus undurchsichtigen interstellaren Staubwolken, die links daneben verläuft.

Der Kokonnebel ist als IC 5146 katalogisiert. Er ist fast 15 Lichtjahre groß und ungefähr 3300 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus). Wie auch andere Regionen mit Sternbildung wird sie von rot leuchtendem Wasserstoff markiert, der von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und blauem Staub, der Sternenlicht reflektiert. Der Staub liegt am Rand einer Molekülwolke, die man kaum sieht.

Der helle Stern mitten im Nebel ist wahrscheinlich nur ein paar Hunderttausend Jahre alt. Er liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, während er langsam einen Raum im Staub und Gas der Molekülwolke aushöhlt. Diese farbige Ansicht des Kokonnebels ist außergewöhnlich detailreich. Sie folgt den Strukturen in und um das staubige Gebiet mit Sternbildung.

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Den westlichen Schleier entlang

Die leuchtenden Fasern zwischen den fein verteilten Sternen leuchten blau und rot. Sie entstanden bei einer Supernova-Explosion und sind als Schleiernebel bekannt.
Bildcredit und Bildrechte:  Daten – Steve Milne und Barry Wilson, BearbeitungSteve Milne

Diese Fasern aus erschüttertem Gas wirken filigran. Am Himmel der Erde sind sie im Sternbild Schwan drapiert und bilden den westlichen Teil des Schleiernebels. Der Schleiernebel ist ein großer Supernovaüberrest. Das ist eine Wolke, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns entstand und sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Das vernichtende Ereignis stieß eine interstellare Stoßwelle aus, die durch den Weltraum pflügt. Dabei fegt sie interstellare Materie auf und regt sie an. Die leuchtenden Fasern sind wie lange Wellen in einem Laken, das wir fast von der Seite sehen. Das Material ist bemerkenswert gut in atomaren Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blaugrün) aufgeteilt.

Der Schleiernebel ist auch als Cygnusbogen bekannt. Er ist inzwischen fast drei Grad groß, das ist sechsmal die Breite des Vollmondes. In der geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren sind das mehr als 70 Lichtjahre. Dieses Teleskop-Mosaikbild entstand aus zwei Bildern und zeigt den westlichen Teil. Hellere Teile im westlichen Schleier zählen als eigene Nebel, zum Beispiel der Hexenbesennebel (NGC 6960). Er befindet sich auf dieser Ansicht oben. Bekannt ist auch Williamina Flemings Dreieck1 (NGC 6979) links unten.

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  1. Früher: Pickerings Dreieck ↩︎

Der NGC-6914-Komplex

Die rot leuchtenden Wolken im Bild sind von dunklen Staubwolken durchzogen. In der Mitte schimmern blaue Reflexionsnebel.
Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Diese farbige Landschaft am Himmel umgibt NGC 6914. Sie ist eine Kontraststudie mit Sternen, Staub und leuchtendem Gas. Der Komplex aus Reflexionsnebeln ist etwa 6000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im nördlichen Sternbild Schwan, das hoch in der Ebene der Milchstraße fliegt.

Die Silhouetten dichter interstellarer Staubwolken, rötliche Emissionsnebel aus Wasserstoff und staubige blaue Reflexionsnebel füllen die kosmische Leinwand. Heiße junge Sterne mit großer Masse strahlen UV-Licht ab. Diese Strahlung ionisieren den atomaren Wasserstoff in der Region der weiten Cygnus OB2-Assoziation. Wenn sich Protonen und Elektronen wieder verbinden (man bezeichnet das als Rekombination), entsteht das charakteristische rote Leuchten. Die eingebetteten OB2-Sterne im Schwan liefern auch das blaue Sternenlicht, das die Staubwolken im Nebel reflektieren.

Das Teleskopfeld misst fast einen Grad. Es ist in der geschätzten Entfernung von NGC 6914 etwa 100 Lichtjahre breit.

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Gamma Cygni und seine Umgebung im Schwan

Rund um einen hellen Stern schimmern rote Nebel. Der Ausschnitt ist von vielen Sternen gespickt. Oben glitzert ein kleiner Sternhaufen.
Bildcredit und Bildrechte: Mauro Narduzzi (Erfassung) / Roberto Colombari (Bearbeitung)

Der Überriese Gamma Cygni liegt mitten im Kreuz des Nordens, einer berühmten Sterngruppe im Sternbild Schwan (Cygnus). Mitten in der prächtigen Landschaft am Himmel, die ein Gemisch aus Sternen, Staubwolken und leuchtenden Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße zeigt, steht ein heller Stern. Er hat den Eigennamen Sadr.

Das Sichtfeld ist am Himmel fast 4 Grad breit, das sind acht Vollmonde nebeneinander. Es enthält den Emissionsnebel IC 1318 und den offenen Sternhaufen NGC 6910. IC 1318 leuchtet links neben Gamma Cygni. Er ist wie zwei leuchtende kosmische Flügel geformt, eine lange dunkle Staubbahn teilt sie. Landläufig heißt er Schmetterlingsnebel. Links über Gamma Cygni glitzern die jungen Sterne von NGC 6910, die noch eine enge Gruppe bilden.

Gamma Cygni ist ungefähr 1800 Lichtjahre entfernt. Die Distanz zu IC 1318 und NGC 6910 wird auf 2000 bis 5000 Lichtjahre geschätzt.

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NGC 6960 – der Hexenbesen

Ein bläulicher Nebel mit roten wolkigen Strukturen verläuft wie ein Wasserfall diagonal durchs Bild. Im Hintergrund sind zarte Sterne dicht verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh (Heaven’s Mirror Observatory)

Vor zehntausend Jahren, lange bevor die Geschichte aufgezeichnet wurde, strahlte plötzlich ein neues Licht am Nachthimmel auf. Ein paar Wochen später verblasste es wieder. Heute wissen wir, dass es von einer Supernova stammte. Das ist ein Stern, der explodierte. Von der Supernova blieb eine Trümmerwolke zurück, die sich ausdehnt. Wir nennen sie Schleiernebel.

Diese scharfe Ansicht entstand mit Teleskop. Sie ist auf einen westlichen Ausschnitt des Schleiernebels zentriert, der als NGC 6960 katalogisiert ist. Weniger formell kennt man ihn als Hexenbesennebel. Die interstellare Stoßwelle von der heftigen Explosion pflügt durch den Raum. Sie fegt interstellare Materie auf und regt sie an. Die leuchtenden Fasern wurden mit Schmalbandfiltern abgebildet. Sie sind wie lange Wellen in einem Tuch, das wir fast genau von der Seite sehen. Im Nebel sind atomarer Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau-grün) auffallend gut aufgeteilt.

Der ganze Supernovaüberrest ist etwa 1400 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwan. Der Hexenbesen ist ungefähr 35 Lichtjahre groß. Der helle Stern im Bild ist 52 Cygni. An einem dunklen Ort sieht man ihn mit bloßem Auge. Es gibt aber keinen Zusammenhang mit dem urzeitlichen Supernovaüberrest.

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NGC 7027: Hubble zeigt den hellen planetarischen Nebel

Der rosarote Nebel mitten im Bild ist von einer stark strukturierten Hülle umgeben, die an ein Kissen erinnert. Weiter außen sind konzentrische Schalen.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

NGC 7027 ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel – wie soll er heißen? Der Nebel wurde 1878 entdeckt. Man sieht ihn mit einem einfachen kleinen Teleskop im Sternbild Schwan (Cygnus). Weil er damit nur als verschwommener Fleck erscheint, bekommt er nur selten einen Spitznamen. Doch wenn man ihn mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit fotografiert, erkennt man prächtige Details.

Analysen der Hubble-Bilder von NGC 7027 führten zu der Erkenntnis, dass er ein planetarischer Nebel ist. Er begann vor etwa 600 Jahren zu expandieren. Außerdem ist die Wolke aus Gas und Staub ungewöhnlich massereich. Sie enthält anscheinend etwa drei Sonnenmassen. Die aufgelösten, geschichteten Strukturen von NGC 7027 sind von Staub gesäumt. Hier ist der Nebel in speziellen Farben abgebildet.

Manche erinnert er vielleicht an ein vertrautes Symbol, von dem man einen informellen Namen ableiten kann. Ein guter früherer Vorschlag war Kissennebel. Zögert nicht, neue Vorschläge zu machen – zum Beispiel im Online-Diskussionsforum von APOD.

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Nordamerika und der Pelikan

Die rote Emissionsregion im Bild wird von einer dunklen Staubwolke strukturiert. So erinnert der Linke Teil wie Nordamerika, der rechte Teil an einen Pelikan.

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Moroni

Wer unseren hübschen Planeten mag, kennt sicherlich die Umrisse dieser kosmischen Wolken. Links leuchtet die Emissionsregion NGC 7000. Dunkle Staubbahnen ziehen rechts daneben einen Rand. Sie skizzieren die Form eines Kontinents. Daher hat die Emissionsergion den gängigen Namen Nordamerikanebel. Rechts vor der Ostküste des Nordamerikanebels liegt IC 5070. Sein Profil legt den Namen Pelikannebel nahe.

Die beiden hellen Nebel sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Sie gehören zur selben großen, komplexen Sternbildungsregion. Diese ist fast so nahe wie der besser bekannte Orionnebel. Bei dieser Entfernung misst das 6 Grad breite Sichtfeld 150 Lichtjahre.

Dieses sorgfältig erstellte kosmische Porträt entstand aus Schmalbandbildern. So wurden die hellen Ionisationsfronten und das charakteristische rote Leuchten des atomaren Wasserstoffs betont. Diese Nebel seht ihr mit Fernglas an einem dunklen Ort. Sucht sie nordöstlich vom hellen Stern Deneb im Sternbild Schwan.

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Williamina Flemings dreieckiges Büschel

Williamina Flemings dreieckiges Büschel ist ein Teil des Schleiernebels im Sternbild Schwan. Der Nebel besteht aus roten und blauen Fasern, die farblich streng getrennt sind.

Bildcredit und Bildrechte: Sara Wager

Diese wirren Fasern aus komprimiertem leuchtendem Gas wirken chaotisch. Sie gehören zum Schleiernebel, der sich am Himmel über der Erde im Sternbild Schwan ausdehnt. Der Schleiernebel ist ein großer Überrest einer Supernova. Das ist eine Wolke, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns entstanden ist und sich ausdehnt. Das Licht der Supernova-Explosion erreichte die Erde wohl vor mehr als 5000 Jahren. Bei dem vernichtenden Ereignis wurden interstellare Stoßwellen hinaus gesprengt. Diese pflügen durch den Raum und fegen interstellare Materie auf. Das Material wird dabei angeregt und beginnt zu leuchten.

Die leuchtenden Fasern sind eigentlich lange Wellen in einer Art Tuch, das wir von der Seite sehen. Das Leuchten der ionisierten Wasserstoffatome ist rot abgebildet, Sauerstoffatome sind blau dargestellt. Diese Bereiche sind auffallend gut getrennt. Der Schleiernebel wird auch als Cygnusbogen genannt. Er ist fast 3 Grad breit, das sind etwa 6 Durchmesser des Vollmondes. Seine Entfernung wird auf 1500 Lichtjahre geschätzt. In dieser Distanz ist der Schleiernebel mehr als 70 Lichtjahre breit. Das Sichtfeld zeigt weniger als ein Drittel dieser Breite.

Die komplexen Fasern sind als NGC 6979 katalogisiert. Häufig werden sie nach einem Direktor des Harvard College Observatory als Pickerings Dreieck bezeichnet. Seine Entdeckerin ist die Astronomin Williamina Fleming. Daher kennt man den Nebel auch als Flemings dreieckiges Büschel.

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